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Dienstag, 10. Juli 2018
Bilddokumentation von Wiesen mit Problemunkräutern in NÖ
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Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
Sonntag, 8. Juli 2018
Dürre lückige Wiesen attraktiver Brutplatz für Engerlinge und Jakobskreuzkraut
Dürre Wiesen: ein attraktiver Brutplatz für Engerlinge und Jakobskreuzkraut
Stand: 2017jul24
Lesen Sie dazu auch den Beitrag von
vom
06.05.2015 | von Peter Frank und Andreas Koutny unter
https://tirol.lko.at/nachhaltige-populationsregulierung-des-maik%C3%A4fers-und-seiner-engerlinge-mit-hilfe-von-melocont-pilzgerste+2500+2300835

Diskussion um Engerlingsschäden im Frühjahr in Kirchberg an der Pielach, 29.03.2004, ein Jahr nach der grossen Dürre 2003 in NÖ und Österreich.
Fotos zum Thema
unter
https://www.evernote.com/shard/s240/sh/12a30414-7576-4487-8438-0920181dcd61/aa8514e39bbe044c9093f7c120572514

Dürre Wiesen in Jagenbach, oberhalb am Rain wächst das Jakobskreuzkraut am 17.7.2017


Jagenbach, am Rain wächst das Jakobskreuzkraut

Unkontrollierte massenhafte Ausbreitung von giftigem Jakobskreuzkraut in Neuseeland um 1980
Dürre Wiesen: ein attraktiver Brutplatz für Engerlinge und Jakobskreuzkraut
Die extreme Dürre von Mai bis August 2017 in Teilen Ostösterreichs und Tirols führte zum Totalausfall des zweiten und dritten Wiesenaufwuchses. Ein breiter Landstrich vom Bezirk Melk bis Gmünd ist von Dürreschäden stark betroffen. Die vielen Tropentage mit Temperaturen über 35 °C und eine neue Rekordzahl an Hitzetagen mit über 30 °C verstärken im extensiven Grünland zwei Problembereiche: Narbenschäden durch Engerlinge und die Ausbreitung wärmeliebender Unkräuter, im Speziellen das giftige Jakobskreuzkraut. Über Vorbeugemaßnahmen berichtet der Grünlandexperte Dipl.-Ing. Johann HUMER.
Wärme zeigt Engerlingen lückige Grasnarben
Die hohe Sonneneinstrahlung auf lückigen und dürregeschädigten Wiesen führt zu einer Aufheizung des Bodens. Wiesen mit wenig Futterwuchs sind daher besonders betroffen. Diese Zustände bilden eine hohe Attraktivität für die Eiablage der Mai- und der Junikäfer, aus denen die wiesenschädigenden Engerlinge schlüpfen. Dieser Baum- und Wiesenschädling orientiert sich bei der Eiablage an der deutlich höheren Wärmeabstrahlung (Albedo) von Wiesen mit schütterem Bewuchs. Lichte Vegetationsdecken mit starker Sonneneinstrahlung bilden besondere Anziehungspunkte und Brutstätten für Schadinsekten. Gleichzeitig nehmen wärmeliebender Unkräuter überhand. Höchstes Augenmerk bedarf in nächster Zeit das hochgiftige Jakobskreuzkraut, denn die Dürre begünstigt seine Ausbreitung in vernachlässigtem Grünland besonders.
Die schädigenden wurzelfressenden Engerlinge, die Larven der Mai- und der Junikäfer profitieren durch den klimatischen Temperaturanstieg. Auch die fetten Tipulalarven der Wiesenschnaken (eine Großmückenart) sind im Grünland bedeutende Wurzelfresser. Bei ihrem Reifungsfraß fressen sich die Larven an den Wurzeln der Grasnarbe bis zur Flugreife als Käfer oder Großmücke satt. Der Wurzelfraß von Engerlingen und Schnaken kann so stark werden, dass Wiesen fleckenweise absterben und braun werden. Die Schäden treten bevorzugt an lokalen Wärmeinseln, wie sonnig trockenen Hängen und in windgeschützten, warmen Flusstälern auf. Der Befall wird erst im zweiten und dritten Jahr sichtbar, wenn der Hauptfraß der Larven erfolgt. Ein sicheres Zeichen für starken Engerlingsbefall ist, wenn die Wiesennarbe vom Boden sich löst und den festen Halt verliert. Bei warmen Temperaturen findet man direkt unter der abgestorbenen Narbe massenhaft die weißen, fetten Engerlingslarven. Die genaue Untersuchung der Wiesennarbe zeigt, dass bevorzugt die Wurzeln der Wiesengräser abgefressen werden. Das führt zur erhöhten Rutschgefahr und Futterverschmutzung bei der Ernte. Betroffen sind immer solche Wiesen, wo kaum oder nicht mehr gedüngt wird. Die Dominanz von Spitzwegerich auf solchen Wiesen ist ein typisches Beispiel. Ganz dramatisch wird die Situation, wenn zuerst die Dürre und nachfolgende Engerlingsplagen und dann noch Wildschweine die Wiesen zerstören. Derartige Schadensanhäufungen zeigen Fälle 2006 im Gailtal, 2016 in Reisseck (Ktn) und 2012 im Bezirk Rohrbach (OÖ). Daher sollte man vor solchen Katastrophen gerüstet sein, wenn Wiesen für das Einkommen aus der Tierhaltung entscheidend sind. Wenn auch nicht in allen exponierten Wiesen Engerlingsschäden auftreten, lückige Narben sollten nach Dürren mit geeigneten Futtergräsern repariert werden um Ertragsverluste und Unkrautausbreitung zu vermeiden.
Folgeschäden durch Wildschweine
Wo es massenhaft Engerlinge gibt, werden auch andere Tiere auf die fetten Engerlingslarven als interessante Nahrungsquelle aufmerksam. Dazu gehören der Maulwurf, die Feldmaus, Wildschweine, der Dachs und die Krähen. Alle zerstören bei der Insektensuche zusätzlich die Wiesenarbe. Die größten Folgeschäden verursachen Wildschweine. Sie durchwühlen bevorzugt extensive Wiesen verstreut an mehreren Stellen. Die Nahrungssuche mit Wühltätigkeit hinterlässt ein „wildes Problemfeld“ mit Löchern und aufgeschobenen Erdhaufen und Wasenresten. Bei höherer Zahl verstreuter Wühlstellen ist der Reparaturaufwand so groß, dass eine Wiesenneuanlage notwendig ist. Auch die Entschädigung dieser Wildschäden ist infolge von Interessenskonflikten ein schwieriger Weg und gleicht teils einem Hindernislauf.
Schäden durch Nager
In den letzten Jahren kam es mit dem Temperaturanstieg gleichzeitig zu einer starken Zunahme extrem großer Maulwurfshügel, die mehr Erdbergen gleichen. Die großen Erdhaufen verschmutzen Silagen immer massiver, zerstören Gräserhorste nachhaltig, ruinieren Ertrag und Futternachwuchs für Jahre, hinterlassen Lücken ohne Vegetation und begünstigen damit die Ausbreitung biodiverser, futteruntauglicher Unkräuter wie Ampfer. In Extremfällen führt das zur Futterverweigerung ganzer Silopartien und reicht bis zum Tod von Vieh infolge von mit Clostridien verseuchtem Futter. Auch bei Wühlmäusen ist eine Zunahme der Schäden in der Wiesennarbe (durch die vielen Löcher und den Wühlgängen) zu beobachten. Große Wiesenflächen können über den Winter durch Mäuse zerstört werden. Alle Fresser von Engerlingen sind Profiteure des steigenden Insektenbesatzes in Grünlandböden. Bewährt hat sich in der Abwehr von Nagern das Aufstellen von Sitzstangen für Greifvögel und das konsequente Fangen der Schädlinge mit Fallen sowie die Beobachtung von Neueinwanderungen.
Die auffällige Zunahme der Freßfeinde von Engerlingen ist ein Hinweis, dass immer mehr wärmeliebende Schädlinge von den Wurzeln der Futtergräser leben und sie zerstören. Wurzelschädlinge sind mitverantwortlich für Ertragsverluste durch Lückenbildung der Grasnarbe und damit gleichzeitig Wegbereiter für die Unkrautansiedelung. Die starke Zunahme und Zuwanderung vieler Schadinsekten wird durch die zunehmend globale Erderwärmung begünstigt. Das erklärt auch das epidemische Massenauftreten von wohl bekannten und immer aggressiver fraßschädigenden Insekten wie Getreidehähnchen, Maiswurzelbohrer, Kartoffelkäfer, Borkenkäfer, Schnellkäfer (Drahtwurm), Laufkäfer, Rüsselkäfer, Heuschrecken und Asiatischer Marienkäfer.
Unkraut-Explosion durch wärmeres Klima
Trockenheit und Dürre verschlechtern seit Jahren zusehends die botanische Futterzusammensetzung von Wiesen. Mit dem wärmeren Klima nehmen unübersehbar und immer mehr wärmeliebende, unproduktive krautige Pflanzenarten mit tieferer Durchwurzelung überhand. Sie führen zu immer mehr nutzlos gedüngtem und geerntetem Futter, da sie im Übermaß wegen ihrer fresshemmenden Inhaltsstoffe vom Vieh verweigert werden. Dazu gehören Schafgarbe, Wiesenlabkraut, Wiesenpippau, Flockenblume, Spitzwegerich, Doldenblütler, Hahnenfußarten, Scharbockskraut, Bunte Kronenwicke, Vogelwicke, Hauhechel, Zypressen-Wolfsmilch, Klappertopf und alle Arten von Kreuzkraut. Werden sie als Notfutter dennoch gefressen - was bei Futtermangel durch Dürre der Fall ist - so verursachen sie Leistungseinbußen beim Vieh oder sogar Vergiftungen bis hin zum Tiertod. Die wenigen guten Futterarten die vom wärmeren Klima profitieren sind Raygräser, Glatthafer, Timothe, Wiesenrotklee, Hornklee und Luzerne.
Extensivierung und Biodiversität als Problemverstärker
Die enorme Zunahme von Schadinsekten, Unkräutern und Giftpflanzen erklärt sich durch das Zusammenwirken zweier sich selbst verstärkender Faktoren: a) Der klimabedingte Temperaturanstieg begünstigt Schadinsekten und Unkräuter und b) die Folgen der Förderung der Biodiversität durch Extensivierung und Düngeverzicht. Höhere Biodiversität bedeutet für Futterwiesen eine bewusste Ertrags- und Qualitätsverschlechterung durch neuerliche Ausbreitung von bereits verschwunden geglaubten Unkräutern, Giftpflanzen und die Zunahme von Schädlingen.
Verzicht oder Reduktion der sachgerechten Düngung führt zu Aushungerung, Rückgang und Absterben guter Futterwiesengräser in Fettwiesen. Lückenbildung und Verunkrautung sind die Folgen dieses Produktionsrückschrittes. Je größer und schockartiger die Nährstoffreduktion erfolgt, umso mehr entstehen Lücken mit Anziehungspunkten für Schädlinge und Unkräuter. Dürren verstärken zusätzlich den Prozess der Lückenbildung. Die Förderung dichter Grasnarben durch wiederholte Nachsaaten ist die wirksamste Strategie gegen schädliche Eindringlinge und Unkrautausbreitung auf Futterwiesen.
Es ist viel zu wenig bekannt, dass Grünland in Österreich ohnedies eine ungewöhnlich hohe Artenvielfalt (Biodiversität) im Mittel von 28 bis 55 Pflanzenarten, vereinzelt sogar bis 115 Arten aufweist (Pötsch et al, 2003). Grünlandwirten mit Tierhaltung als Einkommensquelle sollte bewusst sein, dass noch höhere Biodiversitäten für Viehfutterwiesen ertragsmindernd sind. Der Ertrag der besten Futterpflanzen wird nämlich mit jeder weiteren Art verdünnt und die Futterqualität durch geringere und spätere Nutzung vermindert (AGFF, 2014). Zusätzlich verursacht die Biodiversität von Schadinsekten in Wiesen Ertragsverluste bis zu zwei Tonnen Trockenmasse je ha (Clements et al, 1990), was einem Verlust von 400 €/ha entspricht.
Diese Zusammenhänge zeigen, dass Futterwiesen in trockenen Lagen durch Erderwärmung, Dürreperioden und Extensivierung stark gefährdet sind. Schädlinge, Giftpflanzen, Futtermangel, Futterverteuerung, Einkommensschwächung, Verlust an Fachkompetenz in der Produktion durch Extensivierung beschleunigen die landwirtschaftliche Entwertung dieser Wiesen. Typische Beispiele dafür sind die inzwischen unkontrollierte Ausbreitung von toxischen Pflanzenarten wie Wasserkreuzkraut, Herbstzeitlosen und Klappertopf auf Extensivwiesen. Bedrohlich ist im Waldviertel und Bayern inzwischen der Übergriff von giftigem Wasserkreuzkraut auf sogar gute Futterwiesen. Der Weg in die Extensivierung und der Abstieg zum Umstieg in den Nebenerwerb verstärken den fachlichen Kompetenzverlust im Grünland. Erfolgreiche Viehhalter, Futterhändler, Pferdehalter können nur hochwertiges, einwandfreies Wiesenfutter, frei von Giftpflanzentoxinen und Erdverschmutzung brauchen. Auch für die Lebensmittelindustrie sind nur einwandfreie, toxinfreie Agrarprodukte akzeptabel und verkehrsfähig. Das ist nur mit exzellenter fachlicher und wirtschaftlicher Kompetenz in der Futterproduktion möglich.
Die extensive Grünlandnutzung ist nicht generell abzulehnen, aber nur sinnvoll auf natürlichen Extensivstandorten. Dazu zählen zumeist ertragsarme, magere, nährstoffarme, schwierig bewirtschaftbare, sehr feuchte oder sehr trockene und schon Jahrzehnte kaum oder ungedüngte Flächen. Das sind die natürlichen Standortbedingungen, wo naturbedingt eine biodiverse Artenvielfalt auftreten kann. Unsinnig ist es aber fruchtbaren Fettwiesen eine künstliche Artenvielfalt aufzuzwingen, denn sie neigen bei Extensivierung infolge von Sukzessionsprozessen zur Entartung mit wertlosen oder giftigen Massenarten wie Wasserkreuzkraut, Spitzwegerich, Ruchgras, Honiggras. Seltene Extensivwiesenpflanzen wachsen nie auf Fettwiesen, sondern brauchen magere, nährstoffarme, ertragsarme Habitate. Dass die Natur am fruchtbarsten ist, wenn Reinkulturen mit nur einer Art in Fruchtfolgen gebaut werden, zeigen wie relativ die Behauptungen zur Nützlichkeit von Biodiversität sind.

Wasserkreuzkraut , 2017jul17 südlich von Zwettl
Entartung durch Extensivierung infolge von Sukzessionsprozessen mit wertlosen giftigen Massenart
Bekämpfung der Engerlinge
Die Engerlingsbekämpfung ist aufwändig und schwierig, zeitraubend und teuer. Bei einem Engerlingsbefall ist der einfachste Weg eine mehrfache, stark mechanische Bodenbearbeitung mit einer Kreiselegge, eventuell auch einer Bodenfräse. Dazu ist eine warme Sommerwitterung notwendig, weil diese Technik die Engerlinge nur bodenoberflächennah erreicht. Die Bekämpfung mit Pilzgerste ist möglich, aber langwierig, zusätzlich auch noch sehr teuer (um 500 €/ha) und wirkt nur gegen Maikäfer-Engerlinge. Die beste Vorbeugung gegen die Engerlingsausbreitung ist der schnelle Aufbau einer dichten Wiesennarbe mit gutem Futterwuchs. Dazu sind spezielle Bodenvorbereitungen, Saattechniken, Saatgutmischungen und eine nachhaltige Düngung notwendig. Um die Ausbreitungsmöglichkeiten für Engerlinge zu minimieren, ist sofort nach der nächsten Mahd mit dem Wiesenaufbau durch eine gezielte Einsaat vorzugehen. Gute Futtererträge mit standortangepassten, gut wüchsigen Gräser- und Kleearten sind die Basis für den Erfolg. Am erfolgversprechendsten sind Einsaaten in lückige Wiesen im Spätsommer. Ein Bestand aus besten und ertragreichen Gräsern muss für den immer qualitativ wichtiger werdenden und entscheidenden ersten Frühjahresaufwuchs die höchste Priorität haben.
Es zeichnet sich durch Dürreperioden immer mehr die Tendenz ab, dass die Folgeaufwüchse mit ihrem Giftpflanzenbesatz, ihrer schlechteren Futterstruktur, geringeren Nährstoffgehalten immer mehr an Bedeutung verlieren. Die Konzentration aller Bemühungen muss daher im erfolgreichen ersten Frühjahresaufwuchs liegen. Die Nährstoffe von minderwertigen Sommer- und Herbstaufwüchsen sollten daher als Düngemulch für den ersten Aufwuchs genutzt werden. Das Wasserkreuzkraut hat sich inzwischen so massenhaft ausgebreitet, dass ohnedies nur mehr der erste Jahresaufwuchs ein unbedenkliches und giftfreies Wiesenfutter ist, da es erst ab Juli Stängel treibt.
Wiesenreparatur mit standortangepassten Mischungen
Im Handel erhältliche (fertige) Nachsaatmischungen sind bequem aber nur geeignet, wenn sie für den Standort gut wüchsige Arten enthalten. Nach jahrelangen eigenen Beobachtungen enthalten fertige Nachsaatmischungen viel zu viele Arten mit nur geringer Konkurrenzkraft für die Wiesenregeneration. Ein Teil des Saatgutes entspricht damit nicht den Anforderungen häufig komplexer Standorte und wird damit umsonst gekauft und gesät. Es fehlen eindeutige Ergebnisse, die belegen dass konkurrenzschwache Gräser von Nachsaatmischungen anwachsen. Es gibt auch keine generelle Überprüfung aller Nachsaatmischungen, ob sie die Erwartungen in der Praxis wirklich erfüllen, dass alle eingesäten Arten in eine bestehende Altnarbe wirklich anwachsen und auch wirtschaftlich sind. Die Zumischung von exakt zu der Wiese passenden Arten verbessert die Chance auf eine erfolgreiche Wiesenregeneration. Am besten sind jene individuellen Einsaatmischungen, die eine standörtlich gezielte Auswahl lokal gut wüchsiger Gräser- und Kleearten enthalten. Jede Wiese braucht für beste Erträge von Natur aus daher ihre eigene spezifische Gräsermischung. Für erfolgreiche Einsaaten sind anfänglich meist mehrere Wiederholungen notwendig, weil nicht immer die besten Aufgangsbedingungen in einer Wiesennarbe herrschen. Zur Nutzung dieser Voraussetzungen und des Erfolges ist das Erkennen der wichtigen lokalen und guten Futtergräser erforderlich. Auch Zeigerpflanzen in der Wiese geben für die Saatgutwahl wichtige Hinweise auf Mangel oder Überschuß bei Nährstoffen, der Bodenfeuchte und über eine narbenschädigende Bewirtschaftung. Bei Extensivierung ist heute zunehmend das rechtzeitige Erkennen und Eindämmen von Giftpflanzen wichtig damit Vergiftungen vermieden werden und das Vieh keine Leistungseinbußen erleidet.
Fazit
Der Beitrag informiert über Gefahren durch Engerlinge und Giftpflanzen, die nach längeren Dürrepeerioden auf schütteren, zumeist extensiven Wiesen entstehen. Es werden Wege aufgezeigt, wie Wiesen mit Engerlingsbefall zu sanieren sind und nach welchen Prinzipien die Auswahl standortgerechter Futtergräser für die Wiesenregeneration erfolgen soll. Für das Erkennen und die standörtlich optimal passende Auswahl an Futtergräsern zur Wiesenregeneration können Sie sich an den Autor unter johann.humer@gmail.com wenden.
Stand: 2017jul24
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vom
06.05.2015 | von Peter Frank und Andreas Koutny unter
https://tirol.lko.at/nachhaltige-populationsregulierung-des-maik%C3%A4fers-und-seiner-engerlinge-mit-hilfe-von-melocont-pilzgerste+2500+2300835
Diskussion um Engerlingsschäden im Frühjahr in Kirchberg an der Pielach, 29.03.2004, ein Jahr nach der grossen Dürre 2003 in NÖ und Österreich.
Fotos zum Thema
unter
https://www.evernote.com/shard/s240/sh/12a30414-7576-4487-8438-0920181dcd61/aa8514e39bbe044c9093f7c120572514

Dürre Wiesen in Jagenbach, oberhalb am Rain wächst das Jakobskreuzkraut am 17.7.2017


Jagenbach, am Rain wächst das Jakobskreuzkraut

Unkontrollierte massenhafte Ausbreitung von giftigem Jakobskreuzkraut in Neuseeland um 1980
Dürre Wiesen: ein attraktiver Brutplatz für Engerlinge und Jakobskreuzkraut
Die extreme Dürre von Mai bis August 2017 in Teilen Ostösterreichs und Tirols führte zum Totalausfall des zweiten und dritten Wiesenaufwuchses. Ein breiter Landstrich vom Bezirk Melk bis Gmünd ist von Dürreschäden stark betroffen. Die vielen Tropentage mit Temperaturen über 35 °C und eine neue Rekordzahl an Hitzetagen mit über 30 °C verstärken im extensiven Grünland zwei Problembereiche: Narbenschäden durch Engerlinge und die Ausbreitung wärmeliebender Unkräuter, im Speziellen das giftige Jakobskreuzkraut. Über Vorbeugemaßnahmen berichtet der Grünlandexperte Dipl.-Ing. Johann HUMER.
Wärme zeigt Engerlingen lückige Grasnarben
Die hohe Sonneneinstrahlung auf lückigen und dürregeschädigten Wiesen führt zu einer Aufheizung des Bodens. Wiesen mit wenig Futterwuchs sind daher besonders betroffen. Diese Zustände bilden eine hohe Attraktivität für die Eiablage der Mai- und der Junikäfer, aus denen die wiesenschädigenden Engerlinge schlüpfen. Dieser Baum- und Wiesenschädling orientiert sich bei der Eiablage an der deutlich höheren Wärmeabstrahlung (Albedo) von Wiesen mit schütterem Bewuchs. Lichte Vegetationsdecken mit starker Sonneneinstrahlung bilden besondere Anziehungspunkte und Brutstätten für Schadinsekten. Gleichzeitig nehmen wärmeliebender Unkräuter überhand. Höchstes Augenmerk bedarf in nächster Zeit das hochgiftige Jakobskreuzkraut, denn die Dürre begünstigt seine Ausbreitung in vernachlässigtem Grünland besonders.
Die schädigenden wurzelfressenden Engerlinge, die Larven der Mai- und der Junikäfer profitieren durch den klimatischen Temperaturanstieg. Auch die fetten Tipulalarven der Wiesenschnaken (eine Großmückenart) sind im Grünland bedeutende Wurzelfresser. Bei ihrem Reifungsfraß fressen sich die Larven an den Wurzeln der Grasnarbe bis zur Flugreife als Käfer oder Großmücke satt. Der Wurzelfraß von Engerlingen und Schnaken kann so stark werden, dass Wiesen fleckenweise absterben und braun werden. Die Schäden treten bevorzugt an lokalen Wärmeinseln, wie sonnig trockenen Hängen und in windgeschützten, warmen Flusstälern auf. Der Befall wird erst im zweiten und dritten Jahr sichtbar, wenn der Hauptfraß der Larven erfolgt. Ein sicheres Zeichen für starken Engerlingsbefall ist, wenn die Wiesennarbe vom Boden sich löst und den festen Halt verliert. Bei warmen Temperaturen findet man direkt unter der abgestorbenen Narbe massenhaft die weißen, fetten Engerlingslarven. Die genaue Untersuchung der Wiesennarbe zeigt, dass bevorzugt die Wurzeln der Wiesengräser abgefressen werden. Das führt zur erhöhten Rutschgefahr und Futterverschmutzung bei der Ernte. Betroffen sind immer solche Wiesen, wo kaum oder nicht mehr gedüngt wird. Die Dominanz von Spitzwegerich auf solchen Wiesen ist ein typisches Beispiel. Ganz dramatisch wird die Situation, wenn zuerst die Dürre und nachfolgende Engerlingsplagen und dann noch Wildschweine die Wiesen zerstören. Derartige Schadensanhäufungen zeigen Fälle 2006 im Gailtal, 2016 in Reisseck (Ktn) und 2012 im Bezirk Rohrbach (OÖ). Daher sollte man vor solchen Katastrophen gerüstet sein, wenn Wiesen für das Einkommen aus der Tierhaltung entscheidend sind. Wenn auch nicht in allen exponierten Wiesen Engerlingsschäden auftreten, lückige Narben sollten nach Dürren mit geeigneten Futtergräsern repariert werden um Ertragsverluste und Unkrautausbreitung zu vermeiden.
Folgeschäden durch Wildschweine
Wo es massenhaft Engerlinge gibt, werden auch andere Tiere auf die fetten Engerlingslarven als interessante Nahrungsquelle aufmerksam. Dazu gehören der Maulwurf, die Feldmaus, Wildschweine, der Dachs und die Krähen. Alle zerstören bei der Insektensuche zusätzlich die Wiesenarbe. Die größten Folgeschäden verursachen Wildschweine. Sie durchwühlen bevorzugt extensive Wiesen verstreut an mehreren Stellen. Die Nahrungssuche mit Wühltätigkeit hinterlässt ein „wildes Problemfeld“ mit Löchern und aufgeschobenen Erdhaufen und Wasenresten. Bei höherer Zahl verstreuter Wühlstellen ist der Reparaturaufwand so groß, dass eine Wiesenneuanlage notwendig ist. Auch die Entschädigung dieser Wildschäden ist infolge von Interessenskonflikten ein schwieriger Weg und gleicht teils einem Hindernislauf.
Schäden durch Nager
In den letzten Jahren kam es mit dem Temperaturanstieg gleichzeitig zu einer starken Zunahme extrem großer Maulwurfshügel, die mehr Erdbergen gleichen. Die großen Erdhaufen verschmutzen Silagen immer massiver, zerstören Gräserhorste nachhaltig, ruinieren Ertrag und Futternachwuchs für Jahre, hinterlassen Lücken ohne Vegetation und begünstigen damit die Ausbreitung biodiverser, futteruntauglicher Unkräuter wie Ampfer. In Extremfällen führt das zur Futterverweigerung ganzer Silopartien und reicht bis zum Tod von Vieh infolge von mit Clostridien verseuchtem Futter. Auch bei Wühlmäusen ist eine Zunahme der Schäden in der Wiesennarbe (durch die vielen Löcher und den Wühlgängen) zu beobachten. Große Wiesenflächen können über den Winter durch Mäuse zerstört werden. Alle Fresser von Engerlingen sind Profiteure des steigenden Insektenbesatzes in Grünlandböden. Bewährt hat sich in der Abwehr von Nagern das Aufstellen von Sitzstangen für Greifvögel und das konsequente Fangen der Schädlinge mit Fallen sowie die Beobachtung von Neueinwanderungen.
Die auffällige Zunahme der Freßfeinde von Engerlingen ist ein Hinweis, dass immer mehr wärmeliebende Schädlinge von den Wurzeln der Futtergräser leben und sie zerstören. Wurzelschädlinge sind mitverantwortlich für Ertragsverluste durch Lückenbildung der Grasnarbe und damit gleichzeitig Wegbereiter für die Unkrautansiedelung. Die starke Zunahme und Zuwanderung vieler Schadinsekten wird durch die zunehmend globale Erderwärmung begünstigt. Das erklärt auch das epidemische Massenauftreten von wohl bekannten und immer aggressiver fraßschädigenden Insekten wie Getreidehähnchen, Maiswurzelbohrer, Kartoffelkäfer, Borkenkäfer, Schnellkäfer (Drahtwurm), Laufkäfer, Rüsselkäfer, Heuschrecken und Asiatischer Marienkäfer.
Unkraut-Explosion durch wärmeres Klima
Trockenheit und Dürre verschlechtern seit Jahren zusehends die botanische Futterzusammensetzung von Wiesen. Mit dem wärmeren Klima nehmen unübersehbar und immer mehr wärmeliebende, unproduktive krautige Pflanzenarten mit tieferer Durchwurzelung überhand. Sie führen zu immer mehr nutzlos gedüngtem und geerntetem Futter, da sie im Übermaß wegen ihrer fresshemmenden Inhaltsstoffe vom Vieh verweigert werden. Dazu gehören Schafgarbe, Wiesenlabkraut, Wiesenpippau, Flockenblume, Spitzwegerich, Doldenblütler, Hahnenfußarten, Scharbockskraut, Bunte Kronenwicke, Vogelwicke, Hauhechel, Zypressen-Wolfsmilch, Klappertopf und alle Arten von Kreuzkraut. Werden sie als Notfutter dennoch gefressen - was bei Futtermangel durch Dürre der Fall ist - so verursachen sie Leistungseinbußen beim Vieh oder sogar Vergiftungen bis hin zum Tiertod. Die wenigen guten Futterarten die vom wärmeren Klima profitieren sind Raygräser, Glatthafer, Timothe, Wiesenrotklee, Hornklee und Luzerne.
Extensivierung und Biodiversität als Problemverstärker
Die enorme Zunahme von Schadinsekten, Unkräutern und Giftpflanzen erklärt sich durch das Zusammenwirken zweier sich selbst verstärkender Faktoren: a) Der klimabedingte Temperaturanstieg begünstigt Schadinsekten und Unkräuter und b) die Folgen der Förderung der Biodiversität durch Extensivierung und Düngeverzicht. Höhere Biodiversität bedeutet für Futterwiesen eine bewusste Ertrags- und Qualitätsverschlechterung durch neuerliche Ausbreitung von bereits verschwunden geglaubten Unkräutern, Giftpflanzen und die Zunahme von Schädlingen.
Verzicht oder Reduktion der sachgerechten Düngung führt zu Aushungerung, Rückgang und Absterben guter Futterwiesengräser in Fettwiesen. Lückenbildung und Verunkrautung sind die Folgen dieses Produktionsrückschrittes. Je größer und schockartiger die Nährstoffreduktion erfolgt, umso mehr entstehen Lücken mit Anziehungspunkten für Schädlinge und Unkräuter. Dürren verstärken zusätzlich den Prozess der Lückenbildung. Die Förderung dichter Grasnarben durch wiederholte Nachsaaten ist die wirksamste Strategie gegen schädliche Eindringlinge und Unkrautausbreitung auf Futterwiesen.
Es ist viel zu wenig bekannt, dass Grünland in Österreich ohnedies eine ungewöhnlich hohe Artenvielfalt (Biodiversität) im Mittel von 28 bis 55 Pflanzenarten, vereinzelt sogar bis 115 Arten aufweist (Pötsch et al, 2003). Grünlandwirten mit Tierhaltung als Einkommensquelle sollte bewusst sein, dass noch höhere Biodiversitäten für Viehfutterwiesen ertragsmindernd sind. Der Ertrag der besten Futterpflanzen wird nämlich mit jeder weiteren Art verdünnt und die Futterqualität durch geringere und spätere Nutzung vermindert (AGFF, 2014). Zusätzlich verursacht die Biodiversität von Schadinsekten in Wiesen Ertragsverluste bis zu zwei Tonnen Trockenmasse je ha (Clements et al, 1990), was einem Verlust von 400 €/ha entspricht.
Diese Zusammenhänge zeigen, dass Futterwiesen in trockenen Lagen durch Erderwärmung, Dürreperioden und Extensivierung stark gefährdet sind. Schädlinge, Giftpflanzen, Futtermangel, Futterverteuerung, Einkommensschwächung, Verlust an Fachkompetenz in der Produktion durch Extensivierung beschleunigen die landwirtschaftliche Entwertung dieser Wiesen. Typische Beispiele dafür sind die inzwischen unkontrollierte Ausbreitung von toxischen Pflanzenarten wie Wasserkreuzkraut, Herbstzeitlosen und Klappertopf auf Extensivwiesen. Bedrohlich ist im Waldviertel und Bayern inzwischen der Übergriff von giftigem Wasserkreuzkraut auf sogar gute Futterwiesen. Der Weg in die Extensivierung und der Abstieg zum Umstieg in den Nebenerwerb verstärken den fachlichen Kompetenzverlust im Grünland. Erfolgreiche Viehhalter, Futterhändler, Pferdehalter können nur hochwertiges, einwandfreies Wiesenfutter, frei von Giftpflanzentoxinen und Erdverschmutzung brauchen. Auch für die Lebensmittelindustrie sind nur einwandfreie, toxinfreie Agrarprodukte akzeptabel und verkehrsfähig. Das ist nur mit exzellenter fachlicher und wirtschaftlicher Kompetenz in der Futterproduktion möglich.
Die extensive Grünlandnutzung ist nicht generell abzulehnen, aber nur sinnvoll auf natürlichen Extensivstandorten. Dazu zählen zumeist ertragsarme, magere, nährstoffarme, schwierig bewirtschaftbare, sehr feuchte oder sehr trockene und schon Jahrzehnte kaum oder ungedüngte Flächen. Das sind die natürlichen Standortbedingungen, wo naturbedingt eine biodiverse Artenvielfalt auftreten kann. Unsinnig ist es aber fruchtbaren Fettwiesen eine künstliche Artenvielfalt aufzuzwingen, denn sie neigen bei Extensivierung infolge von Sukzessionsprozessen zur Entartung mit wertlosen oder giftigen Massenarten wie Wasserkreuzkraut, Spitzwegerich, Ruchgras, Honiggras. Seltene Extensivwiesenpflanzen wachsen nie auf Fettwiesen, sondern brauchen magere, nährstoffarme, ertragsarme Habitate. Dass die Natur am fruchtbarsten ist, wenn Reinkulturen mit nur einer Art in Fruchtfolgen gebaut werden, zeigen wie relativ die Behauptungen zur Nützlichkeit von Biodiversität sind.

Wasserkreuzkraut , 2017jul17 südlich von Zwettl
Entartung durch Extensivierung infolge von Sukzessionsprozessen mit wertlosen giftigen Massenart
Bekämpfung der Engerlinge
Die Engerlingsbekämpfung ist aufwändig und schwierig, zeitraubend und teuer. Bei einem Engerlingsbefall ist der einfachste Weg eine mehrfache, stark mechanische Bodenbearbeitung mit einer Kreiselegge, eventuell auch einer Bodenfräse. Dazu ist eine warme Sommerwitterung notwendig, weil diese Technik die Engerlinge nur bodenoberflächennah erreicht. Die Bekämpfung mit Pilzgerste ist möglich, aber langwierig, zusätzlich auch noch sehr teuer (um 500 €/ha) und wirkt nur gegen Maikäfer-Engerlinge. Die beste Vorbeugung gegen die Engerlingsausbreitung ist der schnelle Aufbau einer dichten Wiesennarbe mit gutem Futterwuchs. Dazu sind spezielle Bodenvorbereitungen, Saattechniken, Saatgutmischungen und eine nachhaltige Düngung notwendig. Um die Ausbreitungsmöglichkeiten für Engerlinge zu minimieren, ist sofort nach der nächsten Mahd mit dem Wiesenaufbau durch eine gezielte Einsaat vorzugehen. Gute Futtererträge mit standortangepassten, gut wüchsigen Gräser- und Kleearten sind die Basis für den Erfolg. Am erfolgversprechendsten sind Einsaaten in lückige Wiesen im Spätsommer. Ein Bestand aus besten und ertragreichen Gräsern muss für den immer qualitativ wichtiger werdenden und entscheidenden ersten Frühjahresaufwuchs die höchste Priorität haben.
Es zeichnet sich durch Dürreperioden immer mehr die Tendenz ab, dass die Folgeaufwüchse mit ihrem Giftpflanzenbesatz, ihrer schlechteren Futterstruktur, geringeren Nährstoffgehalten immer mehr an Bedeutung verlieren. Die Konzentration aller Bemühungen muss daher im erfolgreichen ersten Frühjahresaufwuchs liegen. Die Nährstoffe von minderwertigen Sommer- und Herbstaufwüchsen sollten daher als Düngemulch für den ersten Aufwuchs genutzt werden. Das Wasserkreuzkraut hat sich inzwischen so massenhaft ausgebreitet, dass ohnedies nur mehr der erste Jahresaufwuchs ein unbedenkliches und giftfreies Wiesenfutter ist, da es erst ab Juli Stängel treibt.
Wiesenreparatur mit standortangepassten Mischungen
Im Handel erhältliche (fertige) Nachsaatmischungen sind bequem aber nur geeignet, wenn sie für den Standort gut wüchsige Arten enthalten. Nach jahrelangen eigenen Beobachtungen enthalten fertige Nachsaatmischungen viel zu viele Arten mit nur geringer Konkurrenzkraft für die Wiesenregeneration. Ein Teil des Saatgutes entspricht damit nicht den Anforderungen häufig komplexer Standorte und wird damit umsonst gekauft und gesät. Es fehlen eindeutige Ergebnisse, die belegen dass konkurrenzschwache Gräser von Nachsaatmischungen anwachsen. Es gibt auch keine generelle Überprüfung aller Nachsaatmischungen, ob sie die Erwartungen in der Praxis wirklich erfüllen, dass alle eingesäten Arten in eine bestehende Altnarbe wirklich anwachsen und auch wirtschaftlich sind. Die Zumischung von exakt zu der Wiese passenden Arten verbessert die Chance auf eine erfolgreiche Wiesenregeneration. Am besten sind jene individuellen Einsaatmischungen, die eine standörtlich gezielte Auswahl lokal gut wüchsiger Gräser- und Kleearten enthalten. Jede Wiese braucht für beste Erträge von Natur aus daher ihre eigene spezifische Gräsermischung. Für erfolgreiche Einsaaten sind anfänglich meist mehrere Wiederholungen notwendig, weil nicht immer die besten Aufgangsbedingungen in einer Wiesennarbe herrschen. Zur Nutzung dieser Voraussetzungen und des Erfolges ist das Erkennen der wichtigen lokalen und guten Futtergräser erforderlich. Auch Zeigerpflanzen in der Wiese geben für die Saatgutwahl wichtige Hinweise auf Mangel oder Überschuß bei Nährstoffen, der Bodenfeuchte und über eine narbenschädigende Bewirtschaftung. Bei Extensivierung ist heute zunehmend das rechtzeitige Erkennen und Eindämmen von Giftpflanzen wichtig damit Vergiftungen vermieden werden und das Vieh keine Leistungseinbußen erleidet.
Fazit
Der Beitrag informiert über Gefahren durch Engerlinge und Giftpflanzen, die nach längeren Dürrepeerioden auf schütteren, zumeist extensiven Wiesen entstehen. Es werden Wege aufgezeigt, wie Wiesen mit Engerlingsbefall zu sanieren sind und nach welchen Prinzipien die Auswahl standortgerechter Futtergräser für die Wiesenregeneration erfolgen soll. Für das Erkennen und die standörtlich optimal passende Auswahl an Futtergräsern zur Wiesenregeneration können Sie sich an den Autor unter johann.humer@gmail.com wenden.
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Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
Mittwoch, 20. Juni 2018
Grünlandberatung verdoppelt die Wiesenerträge
Beratungsbeispiele in Tirol
Häufig fehlen in alten Dauerwiesen die leistungsfähigen und milchtreibenden Futtergräser. Ausbreitung von Unkräutern, Auswinterung und Schäden an der Grasnarbe halbieren die Futtererträge. Mit welchem Konzept Sie Ihre Futterwiesen wieder auf Ertrag bringen, erfahren Sie nachfolgend vom Futterwiesenexperten Hans HUMER.
Feldfutterbau auch überlegen
Vor Grünlandregenationen, ist zu überlegen, ob der Feldfutterbau vorteilhafter ist. Es verwundert, dass in den fruchtbaren, ebenen, warmen Tallagen Tirols der doppelt so ertragreiche Feldfutterbau – auch zur Heugewinnung - so wenig genutzt wird. In Tirol wird Heu sogar importiert. Dabei könnte großflächig anstatt der giftgelben Hahnenfuß-Landschaft, gutes Heu produziert werden. Wissensverlust und Abkehr von der Unkrautbekämpfung blockieren die Wertschöpfung aus eigenen Futter-Ressourcen. Im Feldfutterbau mit Klee-/Grasmischungen oder Mais können 15 bis 20 t TM/ha erreicht werden. Das sind doppelt so hohe Futtererträge als im Grünland. Der ertragreiche Feldfutterbau profitiert auch von den Nährstoffen durch tiefere Bodendurchwurzelung und klimatischen Temperaturanstieg.
Wiesenregeneration verdoppelt die Erträge
Grafik links: Bei einer Wiesenneuanlage könnte die Ertragsverbesserung etwa so aussehen, wenn nicht so sogar besser. Allerdings ist bei Naturprozessen auch wieder ein Abschwung, ähmlich von Sinuskurven zu erwarten , wenn sich die Wiese wieder erschöpft und kein Samennachschub durch Einsaat erfolgt.
Wo eine Grünlandverbesserung ansteht, muss zwischen Neuanlage oder umbruchloser Erneuerung durch Einsaat entschieden werden. Eine Neuanlage bringt in den ersten 3 bis 5 Jahren die höchsten und sichersten Erträge von 10 bis 14 t TM/ha. Die Futtererträge verdoppeln sich im Vergleich zu verunkrauteten, ertragsmüden Wiesen. Bei Neuanlagen soll 1 bis 2 Jahre lang eine Ackernutzung mit Feldfutter samt Deckfrüchten erfolgen. Umbruch und Egge vernichten Unkraut und Bodenschädlinge. Der Umbruch mobilisiert in die Tiefe verlagerte Nährstoffe und verbessert den Fruchtfolgeeffekt und die Ertragswirkung. Um eine ertragsschwache, unkrautreiche Wiesennarbe zu erneuern ist eine intensive Bodenbearbeitung mit Pflug und ein mehrmaliges Eggen notwendig. Dabei bleibt der Boden 1 bis 2 Monate offen. Viele der ausdauernden Wurzelunkräuter werden mit der Egge ausgekämmt und trocknen aus. Gleichzeitig werden viele Samenunkräuter zum Keimen angeregt und sind damit gut mechanisch bekämpfbar. Nachfolgend auflaufender Ampfer ist mit kleeschonenden Mitteln im Herbst eindämmbar. In Westösterreich ist diese Art der Grünlandverbesserung mangels Lehre und Praxis offensichtlich Neuland. Es verwundert, dass bei den massenhaft, vollgelb hahnenfußgeschwängerten Wiesen nichts gegen dieses ertragsmindernde Unkraut unternommen wird. In Tirol sind die Futterflächen ohnedies extrem knapp. Der Futterausfall von einem halben Jahr ist bei Wiesenneuanlagen unvermeidbar. Im Folgejahr wird diese Einbuße bereits mit höheren Erträgen und Qualitäten kompensiert.
Die Ansaat erfolgt mit einer je nach Lage passenden Saatgutmischung. Der Handel bietet dazu 12 Typen von Dauerwiesenmischungen an, aus denen die Richtige zu wählen ist! Beratung hilft dabei Fehlentscheidungen zu vermeiden. Zwischen Mitte August bis Mitte September soll gesät werden. Meist muss ein Reinigungsschnitt gegen die rasch aufwachsenden Unkräuter folgen. Das Folgejahr bringt bereits Spitzenerträge von 10 bis 15 t TM/ha. Mit Beratung durch Zumischung von den bestwüchsigen lokalen Gräsern kann der Ertrag lokal noch weiter erhöht werden.
Q. Überblück zu allen ÖAG-Dauerwiesenmischungen in Österreich (RWA)
Einsaaten / Umbruchlose Grünlanderneuerung
Seit 1980 wird mit direkten Einsaaten versucht, die Grasnarbe durch umbruchlose Grünlanderneuerung zu verbessern oder zu regenerieren. Die Erfolge sind bis heute schwankend und weit weniger zuverlässig als bei Wiesenneuanlagen. Nicht alle eingesäten Arten von Nachsaatmischungen wachsen an und führen zu besserem Futter. Die erfolgreichen Ertragserhöhungen sind mit freiem Auge gut erkennbar. Sichere Erfolgsbeweise liefern die stark wuchsfreudigen, neu gesäten Gräser und Kleearten im Vergleich zum meist grasarmen Altbestand.
Ursache von Misserfolgen bei Einsaaten sind Lichtmangel, Wasserstress, bereits besetzter Wurzelraum und Fruchtfolgekrankheiten, sowie tierische Schädlinge im Boden. Diese Gründe und die Konkurrenz der Altnarbe können den Einsaaterfolg beeinträchtigen. Nach eigenen Beobachtungen können mehrmalige Einsaaten in drei Jahren, Ertrag und Pflanzenbestand bereits visuell stark verbessern. Das Risiko einer misslungenen Einsaat durch nachfolgende Trockenheit wird durch Splitting der Saatzeiten vermindert. Viele neue, vorher nicht anwesende Arten wie Knaulgras, Raygras oder Rotklee beweisen den Regenerationserfolg. Nur Folgesaaten sichern das hohe Ertragsniveau.
Einsaat braucht beste Genetik
Durch die richtige Auswahl der örtlich bestwüchsigen Gräser und Kleearten, hat jeder Grünlandwirt den Schlüssel zum Erfolg selbst in der Hand. Ertragsentscheidend ist – wie beim Vieh - die beste Genetik seiner Futterpflanzen auszuwählen. Lernen Sie mit Futterwiesenexperten Ihre vor Ort am besten gedeihenden, natürlich vorkommenden Futterpflanzen kennen! Damit lässt sich eine ökologisch, bestens adaptierte Artenauswahl für höchste Erträge und Futterqualitäten erreichen.
Die ÖAG Standard-Einsaatmischungen (NA, NATRO, NAWEI, NI, NIK, KWEI, mit und ohne Klee) geben eine grobe Orientierung zur Arten- und Sortenauswahl. Arten, die bei diesen Fertigmischungen nicht aufkommen, sind bei Folgesaaten einsparbar. Die Königsdisziplin bei Einsaaten ist die Kenntnis und Auswahl zur Beimischung der örtlich frohwüchsigsten Grasarten. Die beste Genetik für jeden Standort kommt so zum Durchbruch. Auch Einsaatzeiten und Einsaat-Rhythmus sind ertragsentscheidend. Der Futterwiesenexperte HUMER bietet genau dafür abgestimmte Konzepte bis zur Einsaattechnik in Grünlandberatungen an.
Der Artenmix für höchste Futtererträge
Um die höchste Ertragsleistung auszuschöpfen, bedarf es der örtlich bestwüchsigen Futterpflanzen. In der Fachberatung lernen Sie sie aufzuspüren und kennen. Jede Futterpflanze hat ihre eigenen ökologischen Ansprüche, um ihre beste Leistung zu erbringen. Jede Wiese bedarf einer eigenen Biodiversität an Futterpflanzen. Das Auswahlprinzip beim Artenmix produktiver Futterpflanzen richtet sich nach Lage, Nutzung und der lokalen Frohwüchsigkeit der Arten. Das kann nur mit örtlich kalibrierten Individualmischungen erfolgen. Erst diese ökologische Auswahl bester Futtergräser liefert natürliche Spitzenerträge. Bei späteren Folgesaaten erfolgt eine weitere Feinjustierung der Arten zur Lenkung eines optimalen Pflanzenbestandes.
Die standörtlich geeignetsten Gräser und Kleearten zu Erkennen ist der Schlüssel für hohe Erträge und Rentabilität. Die Auswahl der ökologisch produktivsten Pflanzenarten setzt auch die gedüngten Nährstoffe bestmöglich in Ertrag um. Damit wird auch den aktuellen Vorstellungen nach effizientem Nährstoff-Einsatz (NUE, nutrient use efficiency) entsprochen.
Wichtige Pflanzenarten in Wiesen
Beste Gräser und Kleearten für produktive Böden und Lagen sind oft: Knaulgras, Englisches Raygras, Glatthafer, Goldhafer, Timothe, Rotklee und Weißklee. In extensiveren, feuchten oder trockenen Lagen oder bei Weidenutzung haben andere Arten eine eminent lokale Bedeutung. Diese sind: Hornklee, Wiesenrispe, Schwingelarten, Wiesenfuchsschwanz und Straussgräser. Für besondere Lagen wie Hochlagen oder spezielle Futteransprüche je nach Tierart sind auch weitere Arten wertvoll.
Jeder Rinderzüchter weiß, dass die Leistung im Stall nur mit bester Genetik möglich ist. Gleiches gilt auch für das Wiesenfutter. Auch kleinere Betriebe haben die Chance, die beste Genetik durch Einsatz von Zuchtsorten und Saatgutwahl zu nutzen. Wildpflanzen wachsen dagegen im vernachlässigten Grünland mit geringer Produktivität und mit geringen wirtschaftlichen Zukunftsaussichten. In Österreich gibt es durch den Niederschlagsreichtum enorme Chancen, ein ertragreicheres und höherwertiges Wiesenfutter zu produzieren.

Mein durchblätterbare PPT Gräserführerschein bietet dazu eine grobe Entscheidungshilfe zur Auswahl der Futtergräser. Dennoch der vorliegende Pflanzenbestand ist der Schlüssel, welche Arten am besten gedeihen vor Ort !!
HUMER Gräserführerschein für bessere Futterwiesen 2015 178F from Senior Futterwiesenexperte HUMER in Österreich/AUSTRIA
Hohe Ertragsverluste erkennen und abwenden
Grund dieses Beitrages ist das großflächige Verschwinden wichtiger Wiesenfuttergräser im Tiroler Inntal anlässlich meiner Beobachtungen bei Grünlandberatungen. Ursache für die enorme Verdrängung ertragswichtiger Gräser ist die flächenhafte Ausbreitung giftiger Hahnenfußarten. Die mit ÖPUL gezielt, geförderte Vernachlässigung der Unkrautbekämpfung und sachgerechten Düngung führte zur Unkrautausbreitung, Qualitäts- und Ertragsverlust samt Verteuerung der Futterkosten. Ruinöse Ertragsrückgänge fördern Betriebsauflassungen. Die vernachlässigte Grünlandbewirtschaftung führt bereits zu Ertragsverlusten bis zu geschätzten 5 t TM/ha. Ohne Hahnenfuß, Ampfer, Löwenzahn und Gemeine Rispe würden die Erträge mit dichten Gräserbeständen doppelt so hoch sein. Das entspricht einem Heuwert von etwa 1000 €/ha. ÖPUL entschädigt Ertragsverluste für Verzicht von Pflanzenschutz und von Stickstoffdünger im Grünland mit nur 60€/ha plus 45€/ha für UBB. Auf einem ÖPUL-Hektar geht damit knapp 1000 € verloren, beim mittleren ÖPUL-Betrieb jährlich um 10.000 €. Unter dem Druck dieser Überökologisierung laufen im österreichischen Bergland und in Grenzgebieten sogar eine Million Hektar Grünland in Gefahr, aufgegeben zu werden und zu verwildern. Damit verliert Österreich jährlich einen Produktionswert von zirka 1 Milliarde € bei Wiesenfutter.
Hohe Futterveruste durch Hahnenfuß im Tiroler Inntal
Schade um das gute Futter, das hier im Tiroler Inntal wachsen könnte. Dabei könnte anstatt der giftgelben Hahnenfuß-Landschaft, gutes Heu in Tirol produziert werden. Wissensverlust und Abkehr von der Unkrautbekämpfung blockieren die Wertschöpfung aus eigenen Futter-Ressourcen. Tausende Hektar bester Futter gehen hier verloren und werden durch Heuimporte von Deutschland kompensiert.
Positives Einsaatbeispiel in Tirol
2018_0512
Tirol: Wiese mit Einsaat in Oberndorf, Einsaatwirkung bei Knaulgras (dunkelgrüne wüchsige Schöpfe) sind gelb markiert
Hier ist eine erste deutliche Einsaatwirkung durch mehrmalige Einsaat bereits zu sehen. Der Landwirt in Sankt Johann in .Tirol kämpft ebenso mit viel Unkraut wie Hahnenfuss. Die ersten starken, buschigen Knaulgrashorste zeigen, dass sich dieses wichtige Futtergras langsam durchsetzt und immer mehr aufkommt
Vermeidbare Heu- und Sojaimporte
Mit produktivitätsorientierter Grünlandberatung können Bauern das durch Unkraut verlorene Grünland wieder zurückgewinnen und wirtschaftlich nutzen. Anstatt eigenes hochwertiges Futter zu produzieren, zwingt ÖPUL die Bauern - als Ventil um gute Tierleistungen zu erzielen - zum Futterzukauf. Mangels genug eigenen Raufutters werden jährlich große Mengen Heu aus Deutschland nach Tirol gekarrt. Das, durch ÖPUL vermehrt fehlende Rohprotein für hochleistende Tiere, muss nun mit Import-Soja aus Übersee ausgeglichen werden. Der ÖPUL-induzierte Sojaimport forciert in den Tropen viel größere Umweltschäden durch Pestizide, Regenwaldabholzung und Klimawandel.
Dabei kann die heimische Eiweißversorgung leicht verdoppelt werden, wenn durch Beratung Kleearten und Dünger wieder eingesetzt werden. Mit dem Stickstoffdüngeverbot bei ÖPUL-Wiesen, wird die eigene, viel unabhängigere, heimische Eiweißversorgung verhindert. Die Tierhalter werden - wegen des Eiweißdefizites in Europa - zum Kauf von teureren und meist minderwertigen Donau-Soja überredet. Die grobe Vernachlässigung einer hochwertigen heimischen Wiesenfutterqualität führt zu Futterimporten von Heu und Soja, dadurch fällt mehr klimaschädliches CO2 und unnötiger Verkehr an.
Fehlende Milch und Rinder durch ÖPUL
Durch die ÖPUL-bedingte Extensivierung der Wiesen mit der Verminderung der Futtererträge fehlt in Kärnten den Molkereien bereits die Milch. Nun wird CO2-belastend Milch von Tirol über die Berge nach Kärnten gekarrt. ÖPUL schadet auch den Rinderzuchtverbänden als Betreiber neu errichteter Viehversteigerungshallen in der Steiermark und Niederösterreich. Auf extensivierten ÖPUL-Wiesen wächst immer weniger und immer schlechteres Futter, wodurch immer weniger Vieh produziert und verdient wird. Dabei gibt es eine stark steigende Nachfrage von hochpreisigem Vieh und Fleisch vom Balkan, von der Türkei bis Aserbaidschan.
Der Düngeverzicht verursacht auch eine dramatische Zunahme von Giftpflanzenarten wie Herbstzeitlose und mehreren Kreuzkrautarten. Giftpflanzen im Wiesenfutter sind stark leistungsmindernd, verursachen hohe Verluste und führen bis zum Tod von Vieh. Grünland wird durch den Niederschlagsreichtum mit 1000 bis 2000 mm in den Bergen Österreichs , weltweit einmalig klimatisch begünstigt, dies muss genutzt werden.
Grünlandberatung vom Experten
Motivation meiner Beratung ist, ertragsschwache Futterwiesen wieder bestmöglich in Ertrag zu bringen - auch im Rahmen von ÖPUL. Auch Ampfer ist im Kombinationsmix aus Saattechnik und schnell wüchsiger Arten biologisch eindämmbar. Grünlandberatung mit produktiver Kompetenz bietet Futterwiesenexperte HUMER: johann.humer@gmail.com T: 0664-8244458.
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Beratungsbeispiele in Tirol
Häufig fehlen in alten Dauerwiesen die leistungsfähigen und milchtreibenden Futtergräser. Ausbreitung von Unkräutern, Auswinterung und Schäden an der Grasnarbe halbieren die Futtererträge. Mit welchem Konzept Sie Ihre Futterwiesen wieder auf Ertrag bringen, erfahren Sie nachfolgend vom Futterwiesenexperten Hans HUMER.
Feldfutterbau auch überlegen
Vor Grünlandregenationen, ist zu überlegen, ob der Feldfutterbau vorteilhafter ist. Es verwundert, dass in den fruchtbaren, ebenen, warmen Tallagen Tirols der doppelt so ertragreiche Feldfutterbau – auch zur Heugewinnung - so wenig genutzt wird. In Tirol wird Heu sogar importiert. Dabei könnte großflächig anstatt der giftgelben Hahnenfuß-Landschaft, gutes Heu produziert werden. Wissensverlust und Abkehr von der Unkrautbekämpfung blockieren die Wertschöpfung aus eigenen Futter-Ressourcen. Im Feldfutterbau mit Klee-/Grasmischungen oder Mais können 15 bis 20 t TM/ha erreicht werden. Das sind doppelt so hohe Futtererträge als im Grünland. Der ertragreiche Feldfutterbau profitiert auch von den Nährstoffen durch tiefere Bodendurchwurzelung und klimatischen Temperaturanstieg.
Wiesenregeneration verdoppelt die Erträge
Grafik links: Bei einer Wiesenneuanlage könnte die Ertragsverbesserung etwa so aussehen, wenn nicht so sogar besser. Allerdings ist bei Naturprozessen auch wieder ein Abschwung, ähmlich von Sinuskurven zu erwarten , wenn sich die Wiese wieder erschöpft und kein Samennachschub durch Einsaat erfolgt.
Wo eine Grünlandverbesserung ansteht, muss zwischen Neuanlage oder umbruchloser Erneuerung durch Einsaat entschieden werden. Eine Neuanlage bringt in den ersten 3 bis 5 Jahren die höchsten und sichersten Erträge von 10 bis 14 t TM/ha. Die Futtererträge verdoppeln sich im Vergleich zu verunkrauteten, ertragsmüden Wiesen. Bei Neuanlagen soll 1 bis 2 Jahre lang eine Ackernutzung mit Feldfutter samt Deckfrüchten erfolgen. Umbruch und Egge vernichten Unkraut und Bodenschädlinge. Der Umbruch mobilisiert in die Tiefe verlagerte Nährstoffe und verbessert den Fruchtfolgeeffekt und die Ertragswirkung. Um eine ertragsschwache, unkrautreiche Wiesennarbe zu erneuern ist eine intensive Bodenbearbeitung mit Pflug und ein mehrmaliges Eggen notwendig. Dabei bleibt der Boden 1 bis 2 Monate offen. Viele der ausdauernden Wurzelunkräuter werden mit der Egge ausgekämmt und trocknen aus. Gleichzeitig werden viele Samenunkräuter zum Keimen angeregt und sind damit gut mechanisch bekämpfbar. Nachfolgend auflaufender Ampfer ist mit kleeschonenden Mitteln im Herbst eindämmbar. In Westösterreich ist diese Art der Grünlandverbesserung mangels Lehre und Praxis offensichtlich Neuland. Es verwundert, dass bei den massenhaft, vollgelb hahnenfußgeschwängerten Wiesen nichts gegen dieses ertragsmindernde Unkraut unternommen wird. In Tirol sind die Futterflächen ohnedies extrem knapp. Der Futterausfall von einem halben Jahr ist bei Wiesenneuanlagen unvermeidbar. Im Folgejahr wird diese Einbuße bereits mit höheren Erträgen und Qualitäten kompensiert.
Die Ansaat erfolgt mit einer je nach Lage passenden Saatgutmischung. Der Handel bietet dazu 12 Typen von Dauerwiesenmischungen an, aus denen die Richtige zu wählen ist! Beratung hilft dabei Fehlentscheidungen zu vermeiden. Zwischen Mitte August bis Mitte September soll gesät werden. Meist muss ein Reinigungsschnitt gegen die rasch aufwachsenden Unkräuter folgen. Das Folgejahr bringt bereits Spitzenerträge von 10 bis 15 t TM/ha. Mit Beratung durch Zumischung von den bestwüchsigen lokalen Gräsern kann der Ertrag lokal noch weiter erhöht werden.
Q. Überblück zu allen ÖAG-Dauerwiesenmischungen in Österreich (RWA)
Einsaaten / Umbruchlose Grünlanderneuerung
Seit 1980 wird mit direkten Einsaaten versucht, die Grasnarbe durch umbruchlose Grünlanderneuerung zu verbessern oder zu regenerieren. Die Erfolge sind bis heute schwankend und weit weniger zuverlässig als bei Wiesenneuanlagen. Nicht alle eingesäten Arten von Nachsaatmischungen wachsen an und führen zu besserem Futter. Die erfolgreichen Ertragserhöhungen sind mit freiem Auge gut erkennbar. Sichere Erfolgsbeweise liefern die stark wuchsfreudigen, neu gesäten Gräser und Kleearten im Vergleich zum meist grasarmen Altbestand.
Ursache von Misserfolgen bei Einsaaten sind Lichtmangel, Wasserstress, bereits besetzter Wurzelraum und Fruchtfolgekrankheiten, sowie tierische Schädlinge im Boden. Diese Gründe und die Konkurrenz der Altnarbe können den Einsaaterfolg beeinträchtigen. Nach eigenen Beobachtungen können mehrmalige Einsaaten in drei Jahren, Ertrag und Pflanzenbestand bereits visuell stark verbessern. Das Risiko einer misslungenen Einsaat durch nachfolgende Trockenheit wird durch Splitting der Saatzeiten vermindert. Viele neue, vorher nicht anwesende Arten wie Knaulgras, Raygras oder Rotklee beweisen den Regenerationserfolg. Nur Folgesaaten sichern das hohe Ertragsniveau.
Einsaat braucht beste Genetik
Durch die richtige Auswahl der örtlich bestwüchsigen Gräser und Kleearten, hat jeder Grünlandwirt den Schlüssel zum Erfolg selbst in der Hand. Ertragsentscheidend ist – wie beim Vieh - die beste Genetik seiner Futterpflanzen auszuwählen. Lernen Sie mit Futterwiesenexperten Ihre vor Ort am besten gedeihenden, natürlich vorkommenden Futterpflanzen kennen! Damit lässt sich eine ökologisch, bestens adaptierte Artenauswahl für höchste Erträge und Futterqualitäten erreichen.
Die ÖAG Standard-Einsaatmischungen (NA, NATRO, NAWEI, NI, NIK, KWEI, mit und ohne Klee) geben eine grobe Orientierung zur Arten- und Sortenauswahl. Arten, die bei diesen Fertigmischungen nicht aufkommen, sind bei Folgesaaten einsparbar. Die Königsdisziplin bei Einsaaten ist die Kenntnis und Auswahl zur Beimischung der örtlich frohwüchsigsten Grasarten. Die beste Genetik für jeden Standort kommt so zum Durchbruch. Auch Einsaatzeiten und Einsaat-Rhythmus sind ertragsentscheidend. Der Futterwiesenexperte HUMER bietet genau dafür abgestimmte Konzepte bis zur Einsaattechnik in Grünlandberatungen an.
Der Artenmix für höchste Futtererträge
Um die höchste Ertragsleistung auszuschöpfen, bedarf es der örtlich bestwüchsigen Futterpflanzen. In der Fachberatung lernen Sie sie aufzuspüren und kennen. Jede Futterpflanze hat ihre eigenen ökologischen Ansprüche, um ihre beste Leistung zu erbringen. Jede Wiese bedarf einer eigenen Biodiversität an Futterpflanzen. Das Auswahlprinzip beim Artenmix produktiver Futterpflanzen richtet sich nach Lage, Nutzung und der lokalen Frohwüchsigkeit der Arten. Das kann nur mit örtlich kalibrierten Individualmischungen erfolgen. Erst diese ökologische Auswahl bester Futtergräser liefert natürliche Spitzenerträge. Bei späteren Folgesaaten erfolgt eine weitere Feinjustierung der Arten zur Lenkung eines optimalen Pflanzenbestandes.
Die standörtlich geeignetsten Gräser und Kleearten zu Erkennen ist der Schlüssel für hohe Erträge und Rentabilität. Die Auswahl der ökologisch produktivsten Pflanzenarten setzt auch die gedüngten Nährstoffe bestmöglich in Ertrag um. Damit wird auch den aktuellen Vorstellungen nach effizientem Nährstoff-Einsatz (NUE, nutrient use efficiency) entsprochen.
Wichtige Pflanzenarten in Wiesen
Beste Gräser und Kleearten für produktive Böden und Lagen sind oft: Knaulgras, Englisches Raygras, Glatthafer, Goldhafer, Timothe, Rotklee und Weißklee. In extensiveren, feuchten oder trockenen Lagen oder bei Weidenutzung haben andere Arten eine eminent lokale Bedeutung. Diese sind: Hornklee, Wiesenrispe, Schwingelarten, Wiesenfuchsschwanz und Straussgräser. Für besondere Lagen wie Hochlagen oder spezielle Futteransprüche je nach Tierart sind auch weitere Arten wertvoll.
Jeder Rinderzüchter weiß, dass die Leistung im Stall nur mit bester Genetik möglich ist. Gleiches gilt auch für das Wiesenfutter. Auch kleinere Betriebe haben die Chance, die beste Genetik durch Einsatz von Zuchtsorten und Saatgutwahl zu nutzen. Wildpflanzen wachsen dagegen im vernachlässigten Grünland mit geringer Produktivität und mit geringen wirtschaftlichen Zukunftsaussichten. In Österreich gibt es durch den Niederschlagsreichtum enorme Chancen, ein ertragreicheres und höherwertiges Wiesenfutter zu produzieren.

Mein durchblätterbare PPT Gräserführerschein bietet dazu eine grobe Entscheidungshilfe zur Auswahl der Futtergräser. Dennoch der vorliegende Pflanzenbestand ist der Schlüssel, welche Arten am besten gedeihen vor Ort !!
HUMER Gräserführerschein für bessere Futterwiesen 2015 178F from Senior Futterwiesenexperte HUMER in Österreich/AUSTRIA
Hohe Ertragsverluste erkennen und abwenden
Grund dieses Beitrages ist das großflächige Verschwinden wichtiger Wiesenfuttergräser im Tiroler Inntal anlässlich meiner Beobachtungen bei Grünlandberatungen. Ursache für die enorme Verdrängung ertragswichtiger Gräser ist die flächenhafte Ausbreitung giftiger Hahnenfußarten. Die mit ÖPUL gezielt, geförderte Vernachlässigung der Unkrautbekämpfung und sachgerechten Düngung führte zur Unkrautausbreitung, Qualitäts- und Ertragsverlust samt Verteuerung der Futterkosten. Ruinöse Ertragsrückgänge fördern Betriebsauflassungen. Die vernachlässigte Grünlandbewirtschaftung führt bereits zu Ertragsverlusten bis zu geschätzten 5 t TM/ha. Ohne Hahnenfuß, Ampfer, Löwenzahn und Gemeine Rispe würden die Erträge mit dichten Gräserbeständen doppelt so hoch sein. Das entspricht einem Heuwert von etwa 1000 €/ha. ÖPUL entschädigt Ertragsverluste für Verzicht von Pflanzenschutz und von Stickstoffdünger im Grünland mit nur 60€/ha plus 45€/ha für UBB. Auf einem ÖPUL-Hektar geht damit knapp 1000 € verloren, beim mittleren ÖPUL-Betrieb jährlich um 10.000 €. Unter dem Druck dieser Überökologisierung laufen im österreichischen Bergland und in Grenzgebieten sogar eine Million Hektar Grünland in Gefahr, aufgegeben zu werden und zu verwildern. Damit verliert Österreich jährlich einen Produktionswert von zirka 1 Milliarde € bei Wiesenfutter.
Hohe Futterveruste durch Hahnenfuß im Tiroler Inntal
Schade um das gute Futter, das hier im Tiroler Inntal wachsen könnte. Dabei könnte anstatt der giftgelben Hahnenfuß-Landschaft, gutes Heu in Tirol produziert werden. Wissensverlust und Abkehr von der Unkrautbekämpfung blockieren die Wertschöpfung aus eigenen Futter-Ressourcen. Tausende Hektar bester Futter gehen hier verloren und werden durch Heuimporte von Deutschland kompensiert.
Positives Einsaatbeispiel in Tirol
Tirol: Wiese mit Einsaat in Oberndorf, Einsaatwirkung bei Knaulgras (dunkelgrüne wüchsige Schöpfe) sind gelb markiert
Hier ist eine erste deutliche Einsaatwirkung durch mehrmalige Einsaat bereits zu sehen. Der Landwirt in Sankt Johann in .Tirol kämpft ebenso mit viel Unkraut wie Hahnenfuss. Die ersten starken, buschigen Knaulgrashorste zeigen, dass sich dieses wichtige Futtergras langsam durchsetzt und immer mehr aufkommt
Vermeidbare Heu- und Sojaimporte
Mit produktivitätsorientierter Grünlandberatung können Bauern das durch Unkraut verlorene Grünland wieder zurückgewinnen und wirtschaftlich nutzen. Anstatt eigenes hochwertiges Futter zu produzieren, zwingt ÖPUL die Bauern - als Ventil um gute Tierleistungen zu erzielen - zum Futterzukauf. Mangels genug eigenen Raufutters werden jährlich große Mengen Heu aus Deutschland nach Tirol gekarrt. Das, durch ÖPUL vermehrt fehlende Rohprotein für hochleistende Tiere, muss nun mit Import-Soja aus Übersee ausgeglichen werden. Der ÖPUL-induzierte Sojaimport forciert in den Tropen viel größere Umweltschäden durch Pestizide, Regenwaldabholzung und Klimawandel.
Dabei kann die heimische Eiweißversorgung leicht verdoppelt werden, wenn durch Beratung Kleearten und Dünger wieder eingesetzt werden. Mit dem Stickstoffdüngeverbot bei ÖPUL-Wiesen, wird die eigene, viel unabhängigere, heimische Eiweißversorgung verhindert. Die Tierhalter werden - wegen des Eiweißdefizites in Europa - zum Kauf von teureren und meist minderwertigen Donau-Soja überredet. Die grobe Vernachlässigung einer hochwertigen heimischen Wiesenfutterqualität führt zu Futterimporten von Heu und Soja, dadurch fällt mehr klimaschädliches CO2 und unnötiger Verkehr an.
Fehlende Milch und Rinder durch ÖPUL
Durch die ÖPUL-bedingte Extensivierung der Wiesen mit der Verminderung der Futtererträge fehlt in Kärnten den Molkereien bereits die Milch. Nun wird CO2-belastend Milch von Tirol über die Berge nach Kärnten gekarrt. ÖPUL schadet auch den Rinderzuchtverbänden als Betreiber neu errichteter Viehversteigerungshallen in der Steiermark und Niederösterreich. Auf extensivierten ÖPUL-Wiesen wächst immer weniger und immer schlechteres Futter, wodurch immer weniger Vieh produziert und verdient wird. Dabei gibt es eine stark steigende Nachfrage von hochpreisigem Vieh und Fleisch vom Balkan, von der Türkei bis Aserbaidschan.
Der Düngeverzicht verursacht auch eine dramatische Zunahme von Giftpflanzenarten wie Herbstzeitlose und mehreren Kreuzkrautarten. Giftpflanzen im Wiesenfutter sind stark leistungsmindernd, verursachen hohe Verluste und führen bis zum Tod von Vieh. Grünland wird durch den Niederschlagsreichtum mit 1000 bis 2000 mm in den Bergen Österreichs , weltweit einmalig klimatisch begünstigt, dies muss genutzt werden.
Grünlandberatung vom Experten
Motivation meiner Beratung ist, ertragsschwache Futterwiesen wieder bestmöglich in Ertrag zu bringen - auch im Rahmen von ÖPUL. Auch Ampfer ist im Kombinationsmix aus Saattechnik und schnell wüchsiger Arten biologisch eindämmbar. Grünlandberatung mit produktiver Kompetenz bietet Futterwiesenexperte HUMER: johann.humer@gmail.com T: 0664-8244458.
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Feldfutterbau,
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Futterwiesen,
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Grünlandregenation,
Hahnenfuß,
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Unkrautbekämpfung,
Unkräuter,
Wiesenerträge,
Wissensverlust
Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
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Herbstzeitlose, die verbreiteste Giftpflanze in Niederösterreich
Ausbreitung der giftigen Herbstzeitlose im Wienerwald und im Waldviertel auf Wiesen ohne Düngung, Foto: Riegler, LK NÖ
Herbstzeitlose-Vergiftungsfälle dem Autor in NÖ bekannt
Bilder unterhalb: Flächenhafte Ausbreitung von giftigem Wasserkreuzkraut (Senecio aquaticuas) seit 2003 im Waldviertel infolge massivem Düngeverzicht,
Folge: 2 Pferde, 10 Rinder tödlich vergiftet
Solches Futter von Futterballen dieser Fläche verfüttert führte zum Tod von 6 Rindern
Häufig sichtbare extreme Ausbreitung von giftigem Weißem Germer auf nö. Almen infolge Verzicht auf Düngung, Pflanzenschutz und geringem Tierbesatz
Germer-Vergiftungsfälle in NÖ bekannt
Löwenzahn als Hauptunkraut in Zuchtgräserbeständen.
Das Bild zeigt deutlich, dass auch bei besten Zuchtgräsern, der Löwenzahn in die Gräserbestände eindringt. Nach 3 bis 5 Jahren sind auch Zuchtgräser nach Ablauf ihrer Hochleistungsperiode erschöpft. Genauso ist das bei allen andern Gräsern ähnlich. Wer dauerhaft gute Ertragsleistungen will, muss daher dementsprechend die Wiesen regelmäßig mit neuem leistungsfähigem Saatgut versorgen.
Foto von Raygrassortenversuch des LFZ Gumpenstein,
eine österreichische Grünlandversuchsanstalt, Seehöhe: ca 700 m, 1000 mm Niederschlag
Typische Verunkrautungsbilder aus dem niederösterreichischen Voralpenland.
Sie zeigen Wiesen wie weit die Verunkrautung gehen kann und von guten Futterwiesen entfernt sind. Statt einem Flächenanteil von 90 % besten Futtergräsern findet man nicht selten Wiesen wo das Unkraut 90 % erreicht.
Löwenzahn, Schafgarbe, Giersch
Kriechender Hahnenfuss, Frauenmantel
Labkraut, Hahnenfuss
Besonders problematischer Giftpflanzenmix aus Herbstzeitlose, Klappertopf und Hahnenfuss.
Wirkt zwar für das menschliche Auge ästhetisch, hat aber keine Futterqualität
Schwerbachgegend, NÖ, 22.5.2012
Stumpfblättiger Ampfer, das klassische Wiesenunkraut
HIER: typische übernutzte ertragsschache Wiese trotz ausreichendem Weißkleeanteil.
Hier fehlt der hohe Anteil guter und qualitativ wertvoller Zuchtgräser wie Knaulgras, Raygras, Glatthafer und Goldhafer durch wiederholte Einsaat bis zum Erfolg
Die wichtigen Gräser sind hiere durch intensive Nutzung verschwunden.
Ampfer sollte immer laufend bekämpft werden. Der Herbst eignet sich besonders für die Flächenspritzung, da dabei die wenigsten Futterverluste entstehen. Flächenspritzungen haben eine anhaltende Wirkung von 3 bis 5 Jahren, sind also nicht jährlich notwendig.
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