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Dienstag, 10. Juli 2018
Bilddokumentation von Wiesen mit Problemunkräutern in NÖ
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Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
Montag, 25. Juni 2018
Löwenzahn und Spitzwegerich zuviel in Wiesen
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Was tun wenn mehr Löwenzahn und Spitzwegerichstatt guter Futtergräser in Wiesen wachsen ?
Der Beitrag gibt Antwort auf die oft gestellte Frage:
Was bedeutet zuviel Löwenzahn auf Wiesen?
Autor: Dipl.-Ing. Johann HUMER
In vielen Futterwiesen wachsen oft massenhaft unerwünschte Pflanzenarten. Statt guter Futtergräser bilden oft folgende Unkrautarten den größten Anteil:
Löwenzahn, Spitzwegerich, Hahnenfuß, Ampfer, Giersch und Bärenklau.
Es sind derzeit die hauptverantwortlichen Unkräuter für niedrige Futtererträge, schlechte Futterqualitäten durch Minderung der Geschmackhaftigkeit und schlechte Konservierungseignung in Niederösterreich. Diese Arten sollen daher so gering wie möglich gehalten werden. Der Beitrag informiert wie das erreicht werden kann.
Löwenzahn – zeigt Ertragsrückgang von Futterwiesen an
Löwenzahn ist der zuverlässlichste Zeiger, wenn in Wiesen die wertvollen Gräser erschöpft sind und damit einen Ertragsrückgang einleiten. Dann ist eine Wiesenverbesserung durch Einsaaten oder Neuanlage notwendig. Häufig verschwinden die wertvollen Gräser 3-4 Jahre nach einer Neuanlage von Wiesen und Feldfutter. Der freie Platz ist immer bestens und leicht sichtbar durch die massenhafte Ausbreitung des gelben Blütenmeeres aus Löwenzahn. Empfohlene Gegenmaßnahme: Einsaat der Lücken mit raschwüchsigen und ertragreichen Arten wie Knaulgras, Glatthafer, Goldhafer, Engl. Raygras und Rotklee.
Spitzwegerich zeigt eine geringe Stickstoffmobilität
des Bodens an. Ursache ist meist eine geringe bodenbiologische Aktivität infolge geringer Bodendurchlüftung, durch natürliche oder bewirtschaftsungsbedingte Dichtlagerung des Bodens. Meist fehlt auch eine kräftige Durchwurzelung durch Mangel mit wuchskräftigen Gräsern. Kalkarmer Boden und geringe Bewirtschaftungsintensität begünstigen Spitzwegerich zusätzlich.
Der rasche Weg zu weniger Löwenzahn und Spitzwegerich
Löwenzahn und Spitzwegerich kann mit folgenden Herbiziden auf die rasche Art bekämpft werden. Die am besten wirksamen selektiven Mittel mit sehr guter Wirksamkeit sind wie hier dargestellt nach RWA-Angaben:
GENOXONE ZX, BANVEL M, STARANE RANGER, SIMPLEX und RUMEXAN. Das Totalherbizid ROUNDUP kommt als selektive Bekämpfung von Löwenzahn und Spitzwegerich nicht in Frage, es sei denn man will die ganze Wiesennarbe erneuern, wenn nahezu keine vernünftig nutzbarer Restbestand an Futtergräsern mehr vorhanden ist.

Tabelle: Wirkungsgrad zulässiger Herbizide gegen Löwenzahn und Spitzwegerich in Futterwiesen im Jahr 2012, Quelle: RWA.
Zeigereigenschaften der Unkräuter
Hauptursache, dass diese Unkräuter massenhaft auftreten können ist meist der Rückgang oder die Ausdünnung guter Futtergräser durch ihre mangelnde Regeneration durch den natürlichen Samenausfall infolge der heute sehr frühen Futternutzung zwecks Gewinnung höchster Futterqualität.

LINKS zur Zeigerpflanzentabellen:
Was die Ausbreitung von Spitzwegerich in Futterwiesen begünstigt:
- Geringe und nachlassende Stickstoffdüngung
- Umstieg von intensiver auf extensive Bewirtschaftung/Düngung
- Boden mit geringer Stickstoffmobilität
- Boden mit geringem Stickstofffreisetzung, zB durch
- Bodenverdichtungen natürlicher Art oder
- Bodenverdichtungen durch Bewirtschaftung
- kalkarmer Boden
- extensiver Bewirtschaftungsintensität
- geringe GVE-Besatz oder immer weniger GVE
- Aufgabe der Viehhaltung
Ursachen für den Mangel, Rückgang oder Ausfall guter Futtergräser
Vielfältige Gründe können den Mangel guter Gräser verursachen: Hauptursache ist das Erschöpfen der natürlichen Triebkraft durch Niedergang und Ablauf der Lebensleistung ohne vorheriger Regeneration durch Bildung vermehrungsfähiger Samen oder Wurzelausläufer, die für einen Wiederaustrieb einer neuen Pflanze notwendig sind. Vergleichbar ist das mit einer galten Kuh, die durch Unfruchtbarkeit kein Kalb mehr bekommen kann und folglich keine Milch mehr gibt und damit zum Galtvieh wird.
Betroffen sind alle ertragreichen und damit leistungsfähigen Futtergräser. Das eindruckvollste Beispiel und am deutlichsten sieht man den Effekt bei Feldfutter, wo die Leistung der Gräser nach 2 bis 4 Jahren so absackt, dass eine Neuanlage einfach wirtschaftlich unvermeidlich ist. Nach der Leistungsabgabe erreichen alle Organismen aber genauso wie unsere Maschinen eine Ablauffrist mit Lebensende, wenn keine Vermehrung, Regeneration oder Reparatur erfolgte. Je höher die erbrachte Leistung ist, umso kürzer ist die Lebensdauer im allgemeinen. Hoffentlich hat man dann den Mehraufwand für die investierte Zuchtleistung bei Kulturgräsern durch ihre höhere Leistungsfähigkeit genutzt.
Bei dauernder frühzeitiger Nutzung - um möglichst hohe Energiegehalte im Futter erreichen – erreichen die vom Samennachschub abhängigen, horstbildenden und ertragreichen Obergräser nicht mehr die notwendige Regeneration. Wenn also ihr der Samennachschub fehlt, sterben sie ab. Die sich bildenden Lücken bilden Platz für Unkräuter. Wenn man das höhere Ertragspotential der Zuchtgräser nutzen will, muss man sie, ähnlich dem Feldfutter oder Getreidearten regelmäßig sähen.
Weitere Schadfaktoren für den Ertragsabfall in Wiesen kann die Auswinterung meist bei Schneeschimmelbefall sein. In den letzten Jahren nahmen immer mehr auch Schäden durch Wühlmäuse, Maulwurf und Engerlingsbefall zu. Dadurch können sich unerwünschte Unkräuter ausbreiten, die oft sehr gut an die Wiesennutzung angepasst ist und damit profitieren.
Natürlicher Ertragsrückgang ohne Grünlanderneuerung
Legt man Wirtschaftswiesen an und überläßt sie der natürlichen Entwicklung, verliert sie nach schon nach einigen Jahren ihre anfängliche gute Ertragsfähigkeit. Das folgende Beispiel demonstriert den Abfall der Ertragsentwicklung unmissverständlich deutlich. Ohne Grünlanderneuerung verliert oder verzichtet man grob auf etwa Hälfte des 50 % des Futterertrages!
Die folgende Grafik zeigt
den Rückgang der wertvollen Futtergräser in 26 Jahren nach Neulage einer Dauerwiese von 70 % auf etwa 40 % Gräser bei einer 3 bis 4 Schnitt-Dauerwiese. Der Gräserrückgang trat selbst bei sorgfältigster Bewirtschaftung im Versuch ein, bei händischer Düngung, keiner Traktorbefahrung und mit oder ohne Düngung von NPK. Man sieht also dass die Ausdünnung der Gräser ein natürlicher Prozess bei 3 bis 4 Schnittschwiesen ist und nicht durch Bewirtschaftungsfehler wie Düngung oder Narbenschäden durch Befahren eintritt.
Quelle: PÖTSCH, E.M. (1997): Auswirkungen langjähriger Wirtschafts- und Mineraldüngeranwendung auf Pflanzensoziologie, Ertrag, Futterinhaltsstoffe und Bodenkennwerte von Dauergrünland. Dissertation, Universität für Bodenkultur, Wien
Unkrautbekämpfung mit anschließender Grünlanderneuerung
Starke Verunkrautungen von Wiesen sind nicht mit einer Maßnahme wie eines Herbizideinsatzes allein lösbar. Herbzide können zwar die Unkräuter kurzfristig ausschalten, nicht aber dauerhaft. Wer die lästigen Unkräuter so schnell wie möglich weg haben will um bald wieder gutes Futter haben will, für den sind die richtig eingesetzten Herbizide der schnellste Weg zum Ziel. Mit einem gezielten Herbizideinsatz – am besten ab dem Sommer – verliert man das wenigste Futter und kann im nächsten Jahr bereits wieder wieder mit dem vollen Ertrag ab dem ersten Schnitt rechnen. Der Herbizideinsatz ist aber auch bis in den Herbst hinein noch sinnvoll, weil der Futterausfall für gutes Futter im Herbst generell wenig ins Gewicht fällt.
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Wiesenunkräuter an und wie wirksam man sie mit den derzeit zugelassenen Herbziden bekämpfen kann.

Tabelle: Wirkungsgrad aller zulässiger Herbizide für Futterwiesen im Jahr 2012, Quelle: RWA
Wo viel Spitzwegerich wächst,
steht meist kein Futter.
Spitzwegerich verdrängt vielmehr die guten Futterpflanzen.
Nur mit regelmäßiger Einsaat und vernünftiger Düngung kann Spitzwegerich verdrängt werden.
Links: Unterschied: dichte Grasnarbe mit lückenbildendem Spitzwegerich in der Narbe.
Um dauerhaft gutes Futter ernten zu können ist, muß alles unternommen werden, dass unsere besten Futtergräser vor allem Freiraum bekommen.
Offener Boden als Wuchsfläche, Licht, Wasser und Nährstoffe) sind für ein gutes Wachstum der Einsaat Grundvoraussetzungen.
zum Beispiel für das besonders wichtige Knaulgras
https://www.baes.gv.at/pflanzensorten/oesterreichische-beschreibende-sortenliste/graeser/knaulgras/
Gräser und Klee Sorten aus der AGES Sortenprüfung
mit Erträgen und Sorteneigenschaften
zusammengestellt von Futterwiesenexperten HUMER
AGES Prüfstand 2013
Grünlanderneuerungsverfahren
Mit Grünlanderneuerungsverfahren will man mit verschiedenen Techniken ertragsschwache Futterwiesen in einen Zustand guter Ertragsfähigkeit und guter Futterqualitäten bringen. Der Natureingriff und Arbeitsaufwand und die erreichbaren Erfolge sind bei sehr verschieden.
Die 5 Verfahren zur Grünlanderneuerung im Überblick
- Neuanlage durch Umbruch im Sommer
- Neuanlage in einem Zug mit dem Rototiller
- Selektive oder Totalunkrautbekämpfung im Herbst und Ansaat im Frühjahr mit Sämaschine oder Schlitzdrillsaat
- Dauergrünlanderneuerung mittels Einsaat, Nachsaat oder Übersaat mittels Schlitzdrillsaat, Wiesensaatstriegel oder Egge-Saatkombinationen
- Natürliches AUSSAMEN vorhandener Wiesengräser, Verbesserung mit niedrigstem Mitteleinsatz
Link zu den Grünlanderneuerungsverfahren im Detail.
Sie wollen zum Thema
Was tun wenn mehr Löwenzahn und Spitzwegerichstatt guter Futtergräser in Wiesen wachsen ?
Sie wollen zum Thema direkte,
persönliche Beratung oder mehr und bessere unabhängige Informationen:
- von staatlichen und öffentlich und staatsfinanzierten Organisationen, die den Markt regeln wollen und die Bauern am Gängelband durch Abhängigkeit halten wollen
- von Firmen die nur ihre eigenen Produkte verkaufen können und wollen
- von grünen NGOs, denen nur Schmetterlinge und Wildvögel, etc auf den Wiesen von Bauern wichtig sind
- von Naturschützern, die keine Ahnung von Landwirtschaften haben und nicht davon zu leben müssen ?
Dann reden Sie mit dem Futterwiesenexperten HUMER unter johann.humer@gmail.com .
HUMER ist heute Senior Experte für Futterwiesen und bringt seine Lebenserfahrung dazu ein.
HUMER ist selber auf einem gemischen Viehwirtschaftsbetrieb mit Grünland, Weide und Ackerbau in Oberösterreich aufgewachsen und hat 30 Jahre am elterlichen Betrieb mit Kühen, Kalber, Stieren, Zucht- und Mastschweine, Hühnern und Gänsen mitgeholfen und war 30 Jahre Referent für Grünland, Düngung und vor allem für produktive Futterwiesen in Niederösterreich tätig.
HUMER hat beim Grünlandprofesser Dr. Giselher Schechtner (Gumpenstein) Grünlandwirtschaft studiert, wo heute Dr. Karl Buchgraber der Nachfolger ist.
Schechtner ist für eine produktive Grünlandwirtschaft zur besten Nutzung der natürlichen und agrartechnischen Resourcen eingetreten.
BUCHGRABER steht seit Einführung des ÖPUL 95, auf der Extensivierungsseite mit Vermeidung der Ausnutzung der möglichen Resourcen und Begrenzung der Produktion und weniger Milchleistung je Kuh und geringere Wiesenutzung, aus Umweltsicht und mit einem Faible für Biodiversität, das den Landwirten aber nichts real Nützliches bringt, ausser mehr Unkraut und verschlechterte Futtererträge.
Buchgraber hat auch schon lange keine eigene wissenschaftliche übliche Versuchsarbeit zum Thema Grünlanderneuerung gemacht und geschrieben, obwohl er zum Thema Grünlanderneuerung seit etwa 2000 extrem viele Vorträge gehalten hält. Er bezieht sein neu gewonnes Wissen vornehmlich von Schauversuchen, die er jährlich mehrmals als Grünlandtage organisiert, aber keine wissenschaftlichen repoduzierbaren Exaktversuche sind. Er verbreitet seine Anschauungen über Vorträge und Agrarzeitschriften für Bauern. Seinen Meinungen fehlen, die klassisch wissenschaftlichen Belege und heute üblichen peerreviewten evidenzbasierten Publikationen, meine ich. Er bezieht sein Wissen über die Beobachtung von Praxisflächen, hat aber über diese angeblich tausende ha beobachte Wiesen keinen einzigen - mir bekannten - Fachbeitrag geschrieben oder Fotos dazu veröffentlciht, die man Internet finden könnte. Selbst von Exaktversuchen hält er als beauftragter Wissenschafter und Univeristätslehrer für Studenten von Grünlandvorlesungen wenig und hält sein intuitives, unpubliziertes Wissen wichtiger als fachlich exakte Feldversuche. Ähnliches gilt auch für die Sortenauswahl und Zusammenstellung seiner Grünlandmischungen, die er nach seinem Gefühl für das Zusammenpassen zusammenstellt, aber schriftlich der Nachwelt bislang verschwiegen hat, wie jemand das später nachvollziehen könnte.
Er ist ein begnadeter Redner, der besser als motivierender Berater bei Landwirtschaftskammern zur Umsetzung der Kammerdoktrine gepasst hätte, oder als Politiker oder Pfarrer hätte auftreten können und daher wohl fehlt sein Bedürfnis zur wissenschaftlichen Fundierung mit exakten Daten - was auch zu dementsprechenden Meinungsverschiedenheiten mit ihm führt. Für mich ist unfassbar, dass so eine Person Studenten ausbilden darf,der von wissenschaftlichen Exaktversuchen wenig hält und mehr auf Gefühlsbasis und nach dem Augenschein auf einer wissenschaftlichen Univeristät lehrt, prüft und insgesamt romanhafte Geschichten mit angeberischen bäuerlichem Einschlag und Akzent erzählt, anstatt klar evidenzbasierte Wissenschaft lehrt.
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Vom Futterwiesenexperten HUMER.
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Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
Sonntag, 24. Juni 2018
Mehr Futter mit weniger Hahnenfuß und Löwenzahn in Futterwiesen
Mehr Futter mit weniger Hahnenfuß und Löwenzahn in Futterwiesen
Die Giftpflanze Hahnenfuß und der Platzräuber Löwenzahnals Leistungsbremse in Weiden und Dauerwiesen und ihre Bekämpfung
Bremsklotz für gute Wiesenerträge und Futterqualitäten:Hahnenfuß und Löwenzahn
Bremsklotz für gute Wiesenerträge und Futterqualitäten:Hahnenfuß und Löwenzahn
Hahnenfuß, Moos und Löwenzahn in Futterwiesen:Hauptbremsklötze bei ersten/wichstigen Wiesenaufwuchs
Hauptbremsklötze für guten ersten Wiesenaufwuchs
Bremsklotz und Futterverpester für gute Tierleistungen
Scharfer Hahnenfuß gehört zur Gruppe der absoluten Unkräuter. Diese sind Platzräuber, Nährstoffkonkurrenten und Giftpflanzen. Hahnenfußarten sind weit verbreitet und bevorzugen frische wie bodenverdichtete Futterwiesen. Löwenzahn ist eine wichtige Zeigerpflanze für den Rückgang wertvoller Futtergräser. Nachdem Hahnenfuß und Löwenzahn in viele Futterwiesen dominieren sind hohe Futterverluste die Folgen. Dazu kommt, dass Giftpflanzen auch die Tierleistung und Tiergesundheit beeinträchtigen. Daher ist ihre Zurückdrängung eine besonders häufig gestellte Frage. Das beweist auch die Webseiten-Statistik dieses Fachartikels da dieser Beitrag am stärksten aufgesucht wird.
Aufgrund der grossen Ausbreitung dieser Kardinalunkräuter auf Kosten der Erträge und Futterqualität hat ihre Zurückdrängung eine besonders hohe Priorität in der Senkung der Futterkosten. Ihr tolerierbarer Anteil in einer guten Futterwiese sollte unter 5 % liegen.
Giftiger Scharfer Hahnenfuß in Futterwiese in Schliefau, NÖ.Schade um das gute Futter das hier wachsen könnte !
Wer solch giftiges Futter füttert, kann leistungsfähiges Milchvieh oder Mastvieh nicht füttern. Jedes giftige Futter schwächt den tierischen Organismus und ist damit eine klassische Leistungsbremse für die Tiere und den Betrieb. Geschädigt wird dabei nicht nur die Gesundheit der Rinder, sondern der Betrieb erleidet folgende mehrfache Einkommensverluste:
- Enorme Futterverluste, durch den Ausfall guter Gräser,
- Leistungseinbuße bei der Tieren
- unproduktive Ausgaben für Steuern und Abgaben wie:diverse Hebesätze für Grundsteuer,Sozialversicherungsabhabe, Kammerumlage, usw.
- Also ist es schade um jeden Fleck, wo Hahnenfuß statt guten Futtergräser wächst.
_ Hahnenfuß leicht, rasch und wirksam bekämpfbar! _
.
Hahnenfuß - eine Giftpflanze, die wertvollen Futtergräsern den Platz raubt
Speziell der Scharfe Hahnenfuß und der kleinere Knollige Hahnenfuß, der mehr in Halbtrockenrasen, und auch in Berglagen wächst sind wegen der Giftgehalte vor allem bei der Grünfütterung, aber auch noch bei der Silagefütterung giftig. Nur bei der Heutrocknung verliert Hahnenfuß infolge UV-Einstrahlung seine Giftigkeit. Bei der Beweidung wird er vom Tier verschmäht, wodurch er jedoch wiederum verstärkt zum Aussamen kommt. Weniger giftig ist der Kriechende Hahnenfuß. Er verdrängt aber das gute Futter oft besonders stark.
Hinzu kommt dass diese häufige Giftpflanze deb wertvollen Futtergräser den wertvollen Lebenraum stiehlt. Wenn man die Fotos hier betrachtet, sieht man, dass statt gutem Wiesengräsern 50% bis 70% der Futterfläche mit Hahenfuß bedeckt ist. Solche Flächen sind im Voralpengbeit keine Seltenheit. Die Ertragsverluste und Futterverdrängung erreichen damit leicht die Hälfte des Aufwuchs.
Hahnenfuß Vorbeugung
Wichtig ist daher das Vermeiden von Narbenverletzungen, was aber bei feuchten Ernte- oder Weidebedingungen nicht immer möglich ist. Offener Boden durch Narbenverletzungen infolge der Ernte oder lückige Bestände sollten generell durch eheste Nachsaat rasch geschlossen werden.
Dazu verwendet man für Mähwiesen Einsaatmischungen mit einem Teil aus Englischem Raygras als sehr raschwüchsige Grasart und einem Teil länger ausdauernder Gräserarten wie Knaulgras und Glatthafer.
In Weiden kann man die Trittfestigkeit des Rasens immer durch Etablierung extrem trittfester Weidepflanzen wie Englisches Raygras, Wiesenripse und Weißklee unterstützen, in dem man offenen Boden mit diesen Arten etwa eine Woche vor Weideende besät und von den Tieren eintreten läßt, wodurch sich das Anwalzen ersparen läßt. Beim Weidebetrieb ist nach jeder Beweidung eine Nachmahd besonders wichtig, wenn man die Unkrautausbreitung stoppen will. Ansonst vermehren sich die reifen, samentragenden ungefressenen Hahnenfußpflanzen, genauso wie das auf Weiden nicht zu viel erwünschte Knaulgras wie eine Saat.
Hahnenfuß rasch bekämpft mit hoch wirksamen und gesetzlich ausdrücklich zugelassenen Pflanzenschutzmittel
Am raschesten und am wenigsten umständlich bekämpft man Hahnenfuss mit Herbiziden. Am sinnvollsten greift man zu Herbiziden mit der besten Bekämpfungswirkung, also mit nahezu 100%iger Wirkung. Das sind folgende Mittel nach RWA-Angaben:
HERBIZIDE mit bester Bekämpfungswirkung gegen Hahnenfuß und Löwenzahn
Nur Dicopur 500 FL hat eine auffallend mäßige Wirkung und ist daher nicht empfehlenswert.
Besonders vor Nachsaaten wirkt eine chemische Bekämpfung unterstützend. Chemisch können Hahnenfußgewächse ganzjährig bekämpft werden, solange genügend grüne Blattmasse vorhanden ist. Der optimale Anwendungszeitpunkt ist ab 10 cm Wuchshöhe bis hin vor Beginn der Blüte. Spätere Behandlungen transportieren den Wirkstoff nicht mehr ausreichend in den Wurzelraum und beeinträchtigen dadurch den Erfolg. Außerdem stellt eine Bekämpfung während der Blüte eine Gefahr für die Bienen dar. Scharfer Hahnenfuß läßt sich auch durch Einzelpflanzenbehandlung mittels Harmony und eines Netzmittels mit dem Rotowiper einem speziellen Abstreifgerät bekämpfen, wenn ein ausreichender Höhenunterschied zur Grasnarbe vorhanden ist, was nach einer Weide ideal der Fall ist. Der Rotowiper hat zudem eine wirtschaftlich ansprechende Flächenleistung von 1 bis 1,5 ha je Stunde.
Für eine sanktionslose Herbizidanwendung sind immer die betreffenden gesetzlichen Vorschriften einzuhalten und eventuelle Auflagen von Umweltprogrammen wie ÖPUL oder Ökopunkte zu beachten.

Tabelle: Zulässige Herbizide gegen Hahnenfuß im Jahr 2012, Quelle: RWA
Hinweis: Alle im Jahr 2012 zulässigen Herbizide gegen Grünlandunkräuter sind in einer hochauflösenden gut lesbaren zweiten PDF-Datei HIER im Beitrag downloadbar.
Die chemische Bekämpfung allein ist nicht erfolgversprechend, wenn die entstehenden Lücken nach der Karenzzeit nicht sofort durch Einsaaten wüchsiger Gräser wieder rasch gefüllt werden. Dazu ist das Anwalzen des Saatgutes wichtig und ein frührer Reinigungsschritt hilfreich damit das verbleibende Grasgerüst keine zu starke Lichtkonkurrenz für die Nachsaat wird.
Vorbeugung und mechanische Bekämpfung von Scharfem Hahnenfuß

aus: Unkrautmanagement auf Wiesen und Weiden, PRAXISRATGEBER 2012, LFL, LFI
Gesamte Broschüre unter: http://www.lfl.bayern.de/publikationen/daten/informationen/p_21168.pdf
Wichtige Überlegungen: Nachsaaten oder Wieseneuanlagen ?
Vor der Überlegung zum Einsatz verschiedener Nachsaat- oder Einsaattechniken wie Schlitzdrillsaat oder Einsaatstriegel sollte immer berücksichtigt werden, daß bei stark verunkrauteten Futterwiesen eigentlich nur eine Wiesenneuanlage den größten Erfolg verspricht. Neuanlagen von Futterwiesen können den Ertrag nahezu verdoppeln, während Nachsaaten erfahrungsgemäß oft nur einen provisorischen Charakter mit geringer Wirkung haben (siehe Grafik unten).
Nachsaaten haben bei niederschlagsarmen Bedingungen in NÖ von oft nur 600 – 800 mm Jahresniederschlag nur mit Erfolgsraten von etwa 50 %. Bei ungünstigen Bedingungen sind wiederholte Nachsaaten, meist ab erst der dritten Einsaat erfolgversprechend. Dann erst liefern die eingesäten Arten eine wirklich signifikante Ertragsverbesserung. Für erfolgreiche Einsaaten ist daher oft eine geduldige Wiederholung erforderlich.
Ertragsverluste durch Gräserrückgang mit Ausbreitung von Unkräutern, oft hauptsächlich mit Hahnenfuss, Löwenzahn und Spitzwegerich
die durch Einsaaten wieder rückgängig gemacht werden können, zeigt nachfolgende Grafik.

Was sagen andere zur Bekämpfung von Hahnenfuß:
Interessanter Hahnenfussbekämpfungsversuch aus der Schweiz (2010)
Quelle: www.swissmilk.ch

Bekämpfung von Löwenzahn und Hahnenfuß auf dem Grünland www.dlr.rlp.de
Unerwünschten Hahnenfuß wirkungsvoll bekämpfen portal.bauernzeitung-online.ch (inzwischen gelöscht)
Quelle: Stutz, C. J. (2011).Unerwünschten Hahnenfuss wirkungsvoll bekämpfen. Aktuelles aus dem Futterbau. Bauernzeitung, 27.5.2011, 31.
Artikel BEITRAG Humer: "Bekämpfung der Giftpflanze Hahnenfuß" aus 2010 in PDF
Kriechender Hahnenfuß in Steinbachgraben, Göstling
Extreme Ausbreitung durch eine Beweidung bei nasser Witterung mit fast kompletten Verlust der wertvollen Gräser
Knolliger Hahnenfuss
kann auf nassen Wiesen ohne Wiesenpflege dominant werden
Fotos oben: HUMER

Scharfer Hahenfuß flächenhaft in Tirol auf einer Alm. Foto: Frank Peter, LK Tirol
Schade um das gute Futter das hier wachsen könnte !Wie man hier an den weidenen Kühen schön sieht, fressen Rinder dieses giftige Hahnenfussfutter ja wirklich im grüner giftigen Zustand !
Es ist mir völlig unverständlich. dass ein so umweltbewußter Staat wie Österreich und die EU mit ihren tausenden studierten Fachkräften zu soches gifthältigem Futter, dass es hierzulande mit tausenden Hektaren gibt:
- dazu schweigt
- das möglicherweise sogar gefällt
- Flächenprämien für derartige giftige Futterwiesen zahlt
- möglicherweise hier aus Umweltprogrammen wie ÖPUL und Bioförderungen neben den Flächenprämien sogar extra Umweltprämien zahlt
- solch produziertes Fleisch und Milch als als umweltgerecht zB durch EU geförderte AMA Werbeprämien zusätzlich unterstützt wird
- solche Landwirten nicht durch Fachberatung für optimales und giftfrei produziertes Futter unterstützt wird
- solche Flächen als NATURA 2000 als wertvoll einstuft werden, aber kein Ersatz geboten wird, wenn man sie nicht der Produktion haben will
- das als Naturschutz schlechthin dar gestellt wird,
Beim Internationalen Grünlandtag in Sankt Johann in Tirol (http://www.gruenlandtag.at/2015/) 2015 sah ich dort großflächig in diesem Tal, dass dort allein offenbar auf tausenden Hektar solches Gift-Kräuter Futter produziert wird. Nicht einmal vom Veranstalter wurde dieses vor Ort erkennbare Problem deutlich angesprochen und auch die Grünlandreferenten der Bundesländer war das kein haarstreubendes Thema. Zum Problematik von giftigem Hahnenfuß wird auch von den Gumpensteinern Wiesenexperten noch nie deutlich auf das himmelschreiende Problem aufmerksam gemacht. Man schweigt dazu lieber und erfreut sich still als Naturschützer das die giftig gelbe Blütentracht an dieser agromonisch bedeutenden Fettwiesen-Flora, weil durch Fördergeld das Problem mit Geld gut zugedeckt wird und man diesm Pseudo-Naturschutz schmeicheln und den Bart kratzen will und dem Ministerium mit schöne Biodiversitätsberichten eine heile Welt suggerieren will.
Habe das geschrieben, weil immer auch häufiger EU-Leute diese Seite aufrufen und ihnen damit die Augen für eine grössere hollistische Sicht öffnen möchte.
Wie soll damit eine solche Berg-Grünlandwirtschaft konkurrenzfähig bleiben können, wenn man woanders mit wüchisgen Gräsern oder Feldfutter wie in IRLAND oder den MILLIONEN ungenutzten Grünlandhektaren allein in RUMÄNIEN es wer verstehen wird diese Produktionsmaschiene anzuwerden?
Schreiben Sie dazu ruhig Ihre Meinnungen und Kommentare an: johann.humer@gmail.com
Werde sie dann hier auf diese Seite veröffentlichen.
J HUMER
Fotos unter
Weitere Artikel zu dem Thema:
Gelber Hahnenfuß wird zum „gelben Gift“ , Bauernzeitung, Josef Galler, Landwirtschaftskammer Salzburg vom 26.12.2012
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Herbstzeitlose, die verbreiteste Giftpflanze in Niederösterreich
Ausbreitung der giftigen Herbstzeitlose im Wienerwald und im Waldviertel auf Wiesen ohne Düngung, Foto: Riegler, LK NÖ
Herbstzeitlose-Vergiftungsfälle dem Autor in NÖ bekannt
Bilder unterhalb: Flächenhafte Ausbreitung von giftigem Wasserkreuzkraut (Senecio aquaticuas) seit 2003 im Waldviertel infolge massivem Düngeverzicht,
Folge: 2 Pferde, 10 Rinder tödlich vergiftet
Solches Futter von Futterballen dieser Fläche verfüttert führte zum Tod von 6 Rindern
Häufig sichtbare extreme Ausbreitung von giftigem Weißem Germer auf nö. Almen infolge Verzicht auf Düngung, Pflanzenschutz und geringem Tierbesatz
Germer-Vergiftungsfälle in NÖ bekannt
Löwenzahn als Hauptunkraut in Zuchtgräserbeständen.
Das Bild zeigt deutlich, dass auch bei besten Zuchtgräsern, der Löwenzahn in die Gräserbestände eindringt. Nach 3 bis 5 Jahren sind auch Zuchtgräser nach Ablauf ihrer Hochleistungsperiode erschöpft. Genauso ist das bei allen andern Gräsern ähnlich. Wer dauerhaft gute Ertragsleistungen will, muss daher dementsprechend die Wiesen regelmäßig mit neuem leistungsfähigem Saatgut versorgen.
Foto von Raygrassortenversuch des LFZ Gumpenstein,
eine österreichische Grünlandversuchsanstalt, Seehöhe: ca 700 m, 1000 mm Niederschlag
Typische Verunkrautungsbilder aus dem niederösterreichischen Voralpenland.
Sie zeigen Wiesen wie weit die Verunkrautung gehen kann und von guten Futterwiesen entfernt sind. Statt einem Flächenanteil von 90 % besten Futtergräsern findet man nicht selten Wiesen wo das Unkraut 90 % erreicht.
Löwenzahn, Schafgarbe, Giersch
Kriechender Hahnenfuss, Frauenmantel
Labkraut, Hahnenfuss
Besonders problematischer Giftpflanzenmix aus Herbstzeitlose, Klappertopf und Hahnenfuss.
Wirkt zwar für das menschliche Auge ästhetisch, hat aber keine Futterqualität
Schwerbachgegend, NÖ, 22.5.2012
Stumpfblättiger Ampfer, das klassische Wiesenunkraut
HIER: typische übernutzte ertragsschache Wiese trotz ausreichendem Weißkleeanteil.
Hier fehlt der hohe Anteil guter und qualitativ wertvoller Zuchtgräser wie Knaulgras, Raygras, Glatthafer und Goldhafer durch wiederholte Einsaat bis zum Erfolg
Die wichtigen Gräser sind hiere durch intensive Nutzung verschwunden.
Ampfer sollte immer laufend bekämpft werden. Der Herbst eignet sich besonders für die Flächenspritzung, da dabei die wenigsten Futterverluste entstehen. Flächenspritzungen haben eine anhaltende Wirkung von 3 bis 5 Jahren, sind also nicht jährlich notwendig.
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