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Montag, 15. Oktober 2018

Engerlinge gefährden Viehweiden in Berggebieten


Engerlinge gefährden Viehweiden in Steillagen und Berggebieten


Engerlinge wie hier im Bild gefährden Viehweiden in Steillagen und Berggebieten




2018 verursachen österreichweit Engerlingsschäden auf Viehweiden in Hanglagen besondere Schäden und Risiken. Der Viehtritt verschärft die Situation auf Hängen zusätzlich. Auf engerlingszerstörten Grasnarben verstärkt der Viehtritt Auflösung und Zerfall der Grasnarbe. Die Bodenfreilegung destabilisiert Hänge und fördert Abrutschungen, Bodenerosion und mindert die Ertragsfähigkeit. Der Regeneration einer stabilen, dichten und strapazfähigen Weidenarbe muss Programm sein.
Im Beitrag erfahren Sie mit welchen Gräsern die Viehweiden regeneriert werden können. Zerstörte Weidenarben brauchen zum Wiederaufbau eine ertragsorientierte, standortgerechte und klimaresiliente Artenwahl zur Sicherstellung der Grünlandbewirtschaftung im ländlichen Raum. Professionelle Grünlandberatung bietet dazu der Futterwiesenexperte HUMER.

Hohes Gefahren- und Verlustrisiko auf steilen Engerlingswiesen
Die Begutachtung der heurigen großflächigen Engerlingsschäden im Grünland durch den Autor ergab, dass der Boden von Weiden in Steillagen bereits stark aufgetreten wurde und damit offen und hoch erosionsanfällig ist.

In der Folge rutschen Wasenstücke und Boden zu Tal, da die Wurzelverbindung von Grasnarbe mit dem Boden durch den Wurzelfrass der Engerlinge fehlt. Zwischen verbliebenen grünen Schöpfen gesunder Weidenarbe zeigen sich bereits erste Erosionsgräben mit Bodenabtrag und Bodenanlandung.

Je länger so weitergeweidet wird umso schneller gleicht eine Weide einem zerwühlten Acker mit schwindenden Grasschöpfen.
Absterbende Grasnarben und aufgetretener Boden verfärben Weiden bereits ackerfarbig graubraun.

Es ist lebensgefährlich gelockerte Grasnarben rutschgefährdete Hänge für die Engerlingsbekämpfung zu befahren. Der Rasen von abgefressenen Wurzeln bietet keinen griffigen Halt. Bauern mit engerlingsgeschädigten Hängen berichteten bereits, dass bei Erntearbeiten die Griffikeit der Räder infolge Schlupfs fehlt. Damit gibt es kein Vorwärtskommen, vielmehr droht Abrutschgefahr.

In Zeiten des Klimawandels werden Starkregen immer wahrscheinlicher. Dadurch steigt exponentiell die Gefahr von Bodenabtrag mit Minderung der Bodenfruchtbarkeit. Absterben und Lockerung der Grasnarbe durch den Frass der Engerlinge erhöht im steilen Gelände das Unfallrisiko bei Pflege- und Sanierungsarbeiten. Hangrutschungen sind nicht auszuschließen. Abgetragener Boden führt auf Flächen im Anlandungsgebiet zusätzlich zu weiteren Folgeschäden und Ertragsverlusten. Die Rekultivierung erodierter und verschütteter Kulturen kostet zusätzlich Arbeitszeit, Geräte- und Saatgutkosten. Mit dem Verlust eines Jahresertrages auf Erosions- und Anlandungsflächen ist zu rechnen.
Was sind Engerlinge?
Engerlinge, sind die im Grünlandboden wurzelfressenden Larven von Maikäfer, Junikäfer (= Brachkäfer) oder Gartenlaubkäfer.
Ihr Leben durchläuft vier Stadien: Ei, Engerling, Puppe, Käfer. Der Lebensdauer von Engerlingen im Boden hängt von der Käferart ab. Bei Engerlingen des Maikäfers beträgt sie 3 bis 4 Jahre, beim Junikäfer 2 Jahre und beim Gartenlaubkäfer 1 Jahr. In wärmeren Regionen dauert der Lebenszyklus des Maikäfers drei, in kälteren vier Jahre. Mit zunehmender Wärme infolge Klimawandels steigt somit die Eiablage und damit die Engerlingszahl. 2018 wurden vor allem Engerlinge vom Junikäfer beobachtet. Nach den Trockenheit 2003, mehr die  vom Gartenlaubkäfer, der weniger in Tallagen sondern in Berglagen auftritt.

Wieviel frißt ein Engerling?
Den Aufstieg knapp unter der Bodenoberfläche und die Fraßtätigkeit beginnen Engerlinge, wenn die Bodentemperatur 11,5 °C erreicht. Im Jugendstadium sind Engerlinge  noch wenig gefräsig und schädlich. Da fressen sie ihre eigene Häutungshaut, kleine Humusteilchen und Feinwurzeln. Nach ENE (1942) frißt ein Engerling vom Ei bis zur vollen Entwicklung bei 4-jähriger Generationsdauer im ersten Jahr 13 Gramm, im zweiten 25 g, im dritten 52 g.  Finden Engerlinge zu wenig Futter, fressen die größeren Engerlinge auch die kleineren, wodurch die Population schwindet und oszilliert.
Bei einem Engerlingsbesatz  von einer Larve pro m2 werden jährlich 300 kg Wurzeln je ha gefressen. Das ist etwa 10% der Wurzelmenge. Im letzten Entwicklungsjahr fressen Engerlinge viel mehr. 100 Engerlinge je m2 vernichten 5 kg Wurzeln, am Hektar sogar 50 t Wurzeln, sofern vorhanden, vertilgen.

Engerlings-Schadschwellen
Es ist klar, dass bei einer Gesamtwurzelmasse von 2 bis 4 t TM/ha im Grünland (SCHMIED, 2010) die Grasnarbe mit bereits 10 Engerlingen/m2 die gesamte Weide-Wurzelmasse von 5 t TM/ha fressen können. Derzeit gibt die LK NÖ  40 Engerlinge/m2 als Schadschwelle für eine Schadensreparatur an. Eine Wurzel verliert ihre Aufgabe bereits, wenn sie weit genug oben abgebissen ist. Wenn heuer bereits bis zu 300 Engerlingen/m2 gefunden wurden, verwundert es nicht, dass die Grasnarbe fleckenweise bis großflächig abstirbt. Eigene Zählungen anfangs Oktober 2018 in NÖ ergaben 100 Engerlinge/m2 in NÖ.

Hitzejahre als Engerlingsjahre
2018 ist das Jahr mit europaweiten Hitze- und Dürrerekorden als Ausfluss des Klimawandels. Geschichtsbücher beschreiben Hitze und Trockenheit mehrmals als Treiber und Auslöser großer Kalamitäten durch Engerlinge. Der heiße und lange Spätsommer 2018 ist damit eine Ursache für die seuchenhafte Engerlingsplage in vielen Grünlandgebieten. Betroffen sind 2018 nicht nur Österreich, Deutschland und die Schweiz. Oberösterreich, Tirol, Kärnten und Südtirol waren bereits in den letzten Jahren stark von Engerlingsschäden betroffen und Pilzgerste wie Bodennetze eingesetzt wurden.


Die Invasion ist 2018 so massiv, dass neben exponiertem Grünland auch fruchtbares, ebenes Grünland, Sportplätze und Hausrasen von Engerlingen ruiniert wurde.

... vorläufiger Teiltxet wird weiterbearbeitet und fortgesetzt ... 

Samstag, 13. Oktober 2018

Engerlingsschaeden in Weiden reparieren mit klimaresilienten Weidegraesern


Engerlingsschäden in Weiden mit klimaresilienten Weidegräsern reparieren
Stand: 2018okt13 

Die heurigen, österreichweiten Engerlingsschäden in verursachen in Viehweiden in Hanglagen besondere Schäden und Risiken. Aufgetretener, offener Weideboden destabilisiert Hänge und neigt zu Erosion. Rasch ist wieder eine stabile, dichte und strapazfähige Weidenarbe aufzubauen. Im Beitrag erfahren Sie welche Weidegräser und Kleearten zur Reparatur und Regeneration zerstörter Weidenarben am besten geeignet sind. Bei der Artenwahl wird es ebenso immer wichtiger die zunehmende klimabedingte Trockenheit zu berücksichtigen.

Die Begutachtung der heurigen Engerlingsschäden im Grünland zeigt, das die Schäden besonders in Weiden durch die Gefahr der Erosionsbildung im oft steilen Gelände bei Starkregen noch sehr problematische Risiken bergen können.

Die Beweidung steiler engerlingsgeschädigter Wiesen führt zum zunehmenden Auftreten und Öffnen von Grasnarbe und Boden.

Derzeit ist es bereits lebensgefährlich solche Hänge für die Engerlingsbekämpfung zu befahren, da der Rasen durch die abgefressenen keinen griffigen Halt mehr gilt. Bauern mit engerlingsgeschädigten Hängen berichteten bereits, dass bei Erntearbeiten durch Schluff der Räder keine Griffikeit gegeben ist und damit kein Vorwärtskommen bzw vielmehr Abrutschgefahr gegeben ist.

Mittwoch, 11. Juli 2018

Besseres Weidefutter auf Almen und Weiden

Besseres Weidefutter auf Almen und Weiden Link zur Seite LK Tirol



Besseres Weidefutter auf Almen und Weiden

Beweidung liefert die Nährstoffe für Weidegräser mit gutem Futterwert. Doch einfach Vieh auftreiben genügt nicht. Was bei beweideten Flächen über die gesamte Saison zu beachten ist, damit sie ertragreich bleiben, erläutert Johann Humer, LK-Experte fürs Grünland.


Weidemanagement beginnt mit der Kontrolle der Zäune. Die Unterteilung der Almfläche in zwei bis drei Teilflächen ist notwendig, wenn hohe Anteile an Bürstling und Rasenschmiele das Problem sind. Mit Elektrozäunen kann man die Tiere dorthin lenken, wo die frühe Beweidung die Ungräser zurückdrängen soll. Die Ursache von Verunkrautung und Verstrauchung liegt oft auch im zu späten Almauftrieb, einem zu geringen Viehbesatz oder in der ungleichen Beweidung der Flächen durch Unter- oder Überbeweidung.
Besonders wichtig ist die Pflegemahd, um ein Ausbreiten unerwünschter Arten zu verhindern. Ungleiche Beweidung verteilt die Nährstoffe ungleich, wie Geilstellen um die Almhütte zeigen. Die wenig beweideten, meist von der Hütte weiter entfernten Flächen leiden an Nährstoffmangel und versauern. Langfristig vernässen die Böden.


Wichtige Faktoren im Weidemanagement

  • Standortangepasste Besatzdichte
  • Möglichst früh bestoßen, bevor das Futter fausthoch ist. Bürstling, Rasenschmiele werden nur im jungen Zustand verbissen.
  • Zu später Almauftrieb fördert überständiges Futter und die Ausbreitung unerwünschter Arten.
  • Einzäunen oder Pferchen sollte man im Frühjahr zur Sanierung der Problemflächen mit Bürstling und Rasenschmiele nutzen.
  • Schafe, Ziegen, Pferde sind besonders gute "Almputzer". Sie fressen auch weniger schmackhaftes Futter. Ihr tiefer Verbiss schwächt auch die Unkräuter.
  • Auszäunung von Feuchtflächen schützt vor Leberegel, Lungen- und Darmparasiten.

Stand- oder Umtriebsweide?

Almen haben meist extensive und großflächige Standweiden oder eine Mischung aus Standweide und Umtriebsweide (Koppelweide). Der Vorteil der Standweide liegt in der Einzäunung der Außengrenzen und weniger notwendiger Tränkestellen. Ihr Nachteil ist der Futterüberschuss zu Weidebeginn. Folge sind Futterverluste. Sie enstehen durch eine große Menge von Weideresten durch überständiges Futter. Ab August wird das Futter aufgrund längerer Nachwuchszeiten zu knapp. Trittschäden und zunehmende Verunkrautung können durch zu lange Verweilzeit auf derselben Fläche auftreten. Umtriebsweiden werden auf Almen wegen höheren Aufwandes für das Zäunen und der Trittschäden an der Zaungrenze kaum praktiziert. Eine dem Graswachstum angepasste Beweidung würde die Nachteile der Standweide verhindern und ein ausreichendes Futterangebot bis zum Ende der Alpung gewährleisten.
Die Waldweide hat in der Praxis gewisse Bedeutung. Sie bietet schattige Unterstände bei Sommerhitze und Schlechtwetter und unterdrückt die Verunkrautung von Jungkulturen. Nachteilig ist, dass das Vieh wegen höheren Flächenbedarfes und geringer Futterqualität weite Strecken zurücklegen muss. Bei zu hoher Bestoßung oder zu schweren Tieren sind Forstschäden möglich.

Früher Weidetrieb verbessert Qualität des Weidefutters

Der frühe Weidetrieb ist eine der wichtigsten steuerbaren Faktoren zur Qualitätsverbesserung des Weidefutters. Das Futter soll erst fausthoch sein. Wenn das erste "Graserl" ergrünt, sollte man zuerst das Jungvieh auftreiben. Nur im derart jungen Zustand verbeißen die Tiere auch minderwertige Gräser wie Bürstling, Rasenschmiele oder ungeliebte Platzräuber wie Ampfer und Hahnenfuß. Das noch geringe Futterangebot im Frühjahr zwingt sie dazu.

Ein zu später Weidetrieb im Frühjahr führt zu Futterüberschuss nach Weidebeginn. Im Frühjahr wächst Futter fast doppelt so rasch wie im Sommer. Weil ältere Pflanzen mehr abweisende Inhaltsstoffe enthalten, sind sie weniger schmackhaft. Die Tiere meiden und verbeißen sie nicht. Diese Auswahl durch die Tiere begünstigt unerwünschte Pflanzenarten mit geringem Futterwert, wie zum Beispiel die Rasenschmiele. Samen unerwünschte Arten verstärkt aus, beginnt der Teufelskreis immer schlechteren Futters.

Pflegemahd mindestens alle zwei Jahre

Zu den regelmäßigen Weidepflegemaßnahmen gehört die Pflegemahd. Dazu zählen das Mulchen der Weidereste, im Frühjahr das Striegeln oder Eggen bei nicht zu steiler Hanglage und die Flächenfreistellung durch das Schwenden holziger Pflanzen. So wird mehr Licht für die Gräser geschaffen. Bei mangelnder Weidepflege breiten sich minderwertige Pflanzen wie Bürstling, Rasenschmiele, Adlerfarn, später Zwergsträucher und Latschen aus. Zur Pflegemahd wird meist ein Motormäher eingesetzt. Bei harten Gräsern wie Bürstling, Rasenschmiele oder Zwergsträuchern sind Motormäher mit rotierenden Schlägelwerkzeugen notwendig. Die Motorsense (Freischneider) bewährt sich bei steilen und steinigen Flächen und kann auch zum Schwenden von Unkräutern und kleinen Sträuchern eingesetzt werden. Die Pflegemahd sollte man zumindest alle zwei Jahre - besser jedes Jahr - durchführen.

Almputzer einpferchen

Das Einpferchen ist die intensive Beweidung kleiner Flächen im zeitigen Frühjahr. Der tiefe Verbiss schwächt harte Gräser wie Bürstling oder Ampfer. Das unterschiedliche Fressverhalten der Tiere wird dabei genutzt. Den stärksten Verbiss haben Ziegen, gefolgt von Schafen und Pferden. Sie sind die besten "Almputzer", vorausgesetzt, die Weidezäune sind ausbruchsicher.

Zeichen mangelnder Pflege

Auch ein Nährstoffmangel durch zu geringen Weidebesatz fördert das Aufkommen unerwünschter Arten. Auf sauren Standorten macht der Bürstling die größten Probleme. Auf wechselfeuchten Standorten ist die Rasenschmiele der größte Futterfeind. Auch Klappertopf, Weißer Germer und Kreuzkräuter sind Anzeichen mangelnder Pflege und zu geringer Bewirtschaftungsintensität.

Von Adlerfarn bis Heidelbeere

Vom Waldrand ausgehend breitet sich gerne Adlerfarn aus. Dann dringt die Besenheide bevorzugt in nährstoffarme, saure, trockenere Bürstlingsrasen ein. Auf sauren Böden kann sich die Schwarz- oder Heidelbeere bis in hohe Lagen ausbreiten. Auch der Almrausch (Alpenrose) kann sich auf sauren Böden bis in hohe Lagen mit langer Schneebedeckung dominant ausbreiten.

Auch entfernte Almfläche beweiden

Auf großen Weiden wie Almen meiden die Tiere entfernt liegende Futterflächen und unterbrechen den Wirtschaftsdüngerkreislauf. Die Tiere verbleiben lieber im Nahbereich der Hütten. Dort bilden Kot und Harn "Lägerfluren". Almampfer oder Alpenkreuzkraut sind die typischen Arten für Lägerfluren. Beweidet das Vieh entfernte Almflächen im Laufe der Jahre nicht mehr, meiden sie diese immer mehr. Dabei versauern die Böden stärker und die Futterqualität verschlechtert sich weiter durch die zwei schlimmsten Ungräser Rasenschmiele und Bürstling.

Ansprüche wichtiger Kulturgräser für Weiden

Mit der Seehöhe steigt bei den Obergräsern die Empfindlichkeit gegen Auswinterung, weil sie ihre Nährstoffe in der Halmbasis speichern. Wiesenlieschgras und Alpenrispengras sind die beständigsten Gräser in niederösterreichischen Hochlagen.

Die wichtigsten und wertvollsten rasenbildenden Untergräser sind Rotstraußgras, Rotschwingel und Wiesenrispe. Sie speichern Nährstoffe in unterirdischen Kriechtrieben.

Wichtige Kleearten sind Weißklee, Schwedenklee für feuchte Lagen, Hornschotenklee für wärmere und trockene Hanglagen, Braunklee in Hochlagen. Kleearten gedeihen nur befriedigend, wenn Böden genug mit Phosphor und Kali versorgt sind. Eine Bodenuntersuchung sollte zumindest die Bodengehaltsklasse B anzeigen.

Hufkultivierung

Die Hufkultivierung ist das Weide-Einsaat-System zur Verbesserung des Pflanzenbestandes. Weiden mit Steilflächen kann man am besten mit dem System "Hufkultivierung" von Mai bis Ende August erneuern. Dazu sät man von Hand eine Weidemischung auf offenem oder kaum bedecktem Boden aus. Also meist dann, wenn eine Weide zu Ende geht.

Bodenkontakt durch Huftritt

Die Tiere treten das Saatgut besonders an den viel begangenen und offenen Bodenstellen, wie den Gangerln, gut an. Eine maschinelle Behandlung ist nicht notwendig und der Aufwuchs verbessert sich deutlich. Der Samen bekommt durch den Huftritt der Tiere Kontakt zum Boden. Auf ebenen Flächen gelingt dieses Verfahren auch. Hier kann man das Saatgut maschinell ausbringen. Besser ist es, den Aufwuchs nach der Einsaat nicht zu beweiden, um die junge empfindliche Saat zu schonen.

Wann hat man den besten Einsaateffekt?

Damit der Altbestand der jungen Saat möglichst wenig Licht wegnimmt, sollte man die Fläche nach der Weide putzen, damit Weidereste die Einsaat nicht behindern. Voraussetzung für dieses Verfahren ist, dass die Tiere die Fläche nach der Saat sofort ein bis zwei Wochen intensiv beweiden. Die Aussaat kann in Mittellagen vom Frühjahr bis etwa zum August erfolgen, bei Almen als Schlafsaat, also zwei Wochen vor Almabtrieb. Nach der Saat ist es günstiger, aber nicht unbedingt erforderlich, den Tierbestand zu erhöhen. Weniger anspruchsvolle Jungtiere, auch Schafe, eignen sich dafür am besten. Die Tiere treten das Saatgut mit ihren Hufen ein und schaffen den Bodenkontakt für einen guten Aufgang.

Ersten Aufwuchs eher mähen

Auf das Beweiden soll man einen Umtrieb lang verzichten, bis die jungen Pflanzen wieder fest im Boden verankert sind. Die Tiere können sie durch Abbeißen nicht mehr ausreißen. Schonender ist das Mähen des ersten Aufwuchses nach der Saat. Einsaaten sind immer anspruchsvoll im Licht- und Feuchtebedarf. Das Verfahren hat wenig Sinn, wenn man in dichte Bestände sät. Bei stark verunkrauteten Wiesen ist es sinnvoll, das Unkraut durch Rasierschnitt, Ausreißen oder Aufeggen zu verringern. Optimal ist, wenn der Boden etwa zur Hälfte offen ist und die restliche Vegetation der jungen Saat eine Deckfruchtwirkung gibt. Ist ein Reinigungsschnitt durchführbar, wirkt er bei einer Bestandeshöhe von zehn bis 15 Zentimeter meist unterstützend und verbessert den Erfolg.

Weidegräser mit hohem Nutz- und Futterwert

Die Edelgräser Englisches Raygras, Wiesenrispe, Timothe und Knaulgras sowie Weißklee und Rotklee fressen die Tiere gerne. Weidepflanzen sind Tritt und Verbiss besonders stark ausgesetzt. Bei der Saatgutwahl sind diese Eigenschaften zu berücksichtigen. Unsere am besten trittfesten und weideverträglichen Edelgräser sind Wiesenrispe und Englisches Raygras neben Weißklee.

Saatgutauswahl für Weiden

Für die Neuanlage von Weiden verwendet man die Dauerweidemischungen G oder H. Sie enthalten ein breiteres Artenspektrum als Nachsaatmischungen. Zur Einsaat gibt es die Nachsaatmischung NAWEI bis zu den Mittellagen. Für Almen und Hochlagen gibt es Spezialmischungen wie MONTEVERDI oder RENATURA MONTAN. Erfahrungsgemäß setzt sich bei all diesen Mischungen nur ein Teil der Arten wirklich durch. Eigene Beobachtungen zeigen, dass meist nur Timothe und Alpenrispengras entscheidend nutzbringende Anteile erreichen.

Fazit

Besseres Weidefutter auf Almen und Weiden entsteht durch Weidemanagement, also dem Zusammenspiel von Zeit und Intensität der Weidebestoßung, den Weidepflegemaßnahmen, Erkennen und Behandlung von Unkräuter und der Weideverbesserung durch Wahl und Einsaat geeigneter Gräser und Kleearten, die eine hohe Nutzeffizienz haben. Sie wachsen zuverlässig an, erreichen gute Erträge und hohe Futterqualität für gute Zuwachsleistungen bei den Weidetieren. Mit der Hufkultivierung kann man auch im unwegigen Gelände das Weidefutter verbessern.

Wichtigste problematische Pflanzenarten auf Weiden


PflanzenartProblemVorkommen
RasenschmielePlatzräuberAlm
BürstlingPlatzräuberAlm
Alpen-AmpferPlatzräuberAlm, Lägerflur
DistelartenPlatzräuberAlm, Weiden
RossminzePlatzräuberAlm, Weiden
GermerGiftpflanzeAlm, Extensivwiesen
AdlerfarnGiftpflanzeAlm, Extensivwiesen
SchneeroseGiftpflanzeAlm
EisenhutGiftpflanzeAlm
Alpen-KreuzkrautGiftpflanzeAlm, Lägerflur
Echtes JohanniskrautGiftpflanzeAlm, Weiden
HahnenfußGiftpflanzeAlm, Weiden
ZypressenwolfsmilchGiftpflanzeAlm, Weiden
Jakobs-KreuzkrautGiftpflanzeAlm, Weiden, Raine
KlappertopfGiftpflanzeExtensivwiesen
AugentrostGiftpflanzeExtensivwiesen
Wasser-KreuzkrautGiftpflanzeExtensivwiesen

Häufigste Weidegräser mit hohem Nutz- und Futterwert


AlmenKulturweiden
TimotheEnglisches Raygras
AlpenrispeWiesenrispe
WiesenrispeWeißklee
Englisches RaygrasKnaulgras, bedingt
Kammgras
Rotstraußgras


Beliebte und unbeliebte Pflanzenarten


gerne gefressengefressenungern gefressengemieden
WeißkleeKammgrasFlaumhaferSauergräser
RotkleeGlatthaferRohrschwingel, WildtypenRasenschmiele
Deutsches WeidelgrasGemeine RispeRuchgrasAmpferarten, alte
WiesenschwingelQuecke, jungQuecke, altBrennessel
WiesenfuchsschwanzRotschwingelWeiches HoniggrasBeinwell
Wiesenlieschgras
Wolliges HoniggrasHahnenfuß
WiesenrispeWeisses StraußgrasWeiche TrespeDisteln
Knaulgras, jungGroße Bibernelle
Dorniges Hauhechel
LöwenzahnWilde Möhre
Knaulgras, alt

28.04.2011 Autor: DI Johann Humer

Sonntag, 24. Juni 2018

Mehr Futter mit weniger Hahnenfuß und Löwenzahn in Futterwiesen

Mehr Futter mit weniger Hahnenfuß und Löwenzahn in Futterwiesen



Die Giftpflanze Hahnenfuß und der Platzräuber Löwenzahnals Leistungsbremse in Weiden und Dauerwiesen und ihre Bekämpfung
Bremsklotz für gute Wiesenerträge und Futterqualitäten:Hahnenfuß und Löwenzahn
Hahnenfuß, Moos und Löwenzahn in Futterwiesen:Hauptbremsklötze bei ersten/wichstigen Wiesenaufwuchs
Hauptbremsklötze für guten ersten Wiesenaufwuchs

Bremsklotz und Futterverpester für gute Tierleistungen

Scharfer Hahnenfuß gehört zur Gruppe der absoluten Unkräuter. Diese sind Platzräuber, Nährstoffkonkurrenten und Giftpflanzen. Hahnenfußarten sind weit verbreitet und bevorzugen frische wie bodenverdichtete Futterwiesen. Löwenzahn ist eine wichtige Zeigerpflanze für den Rückgang wertvoller Futtergräser. Nachdem Hahnenfuß und Löwenzahn in viele Futterwiesen dominieren sind hohe Futterverluste die Folgen. Dazu kommt, dass Giftpflanzen auch die Tierleistung und Tiergesundheit beeinträchtigen. Daher ist ihre Zurückdrängung eine besonders häufig gestellte Frage. Das beweist auch die Webseiten-Statistik dieses Fachartikels da dieser Beitrag am stärksten aufgesucht wird.

Aufgrund der grossen Ausbreitung dieser Kardinalunkräuter auf Kosten der Erträge und Futterqualität hat ihre Zurückdrängung eine besonders hohe Priorität in der Senkung der Futterkosten. Ihr tolerierbarer Anteil in einer guten Futterwiese sollte unter 5 % liegen. 


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Giftiger Scharfer Hahnenfuß in Futterwiese in Schliefau, NÖ.Schade um das gute Futter das hier wachsen könnte !
Wer solch giftiges Futter füttert, kann leistungsfähiges Milchvieh oder Mastvieh nicht füttern. Jedes giftige Futter schwächt den tierischen Organismus und ist damit eine klassische Leistungsbremse für die Tiere und den Betrieb. Geschädigt wird dabei nicht nur die Gesundheit der Rinder, sondern der Betrieb erleidet folgende mehrfache Einkommensverluste:

  1. Enorme Futterverluste, durch den Ausfall guter Gräser,
  2. Leistungseinbuße bei der Tieren
  3. unproduktive Ausgaben für Steuern und Abgaben wie:diverse Hebesätze für Grundsteuer,Sozialversicherungsabhabe, Kammerumlage, usw.
  4. Also ist es schade um jeden Fleck, wo Hahnenfuß statt guten Futtergräser wächst.


_ Hahnenfuß leicht, rasch und wirksam bekämpfbar! _



Es dürfte vielen Landwirten völlig unbekannt oder in Vergessenheit geraten sein, dass Hahnenfuß mit relativ billigen Herbiziden als völlig legale hoch wirksame Betriebsmittel leicht und rasch ausgeschaltet werden kann und durch gute Futtergräser ersetzbar ist. Mit DICOPUR M steht ein alt bekanntes gut wirksames Mittel zur Verfügung, das zudem recht kostengünstig ist und somit immer in die Überlegungen zur deutlichen Verbesserung der Futterqualität genutzt werden sollte. 
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Hahnenfuß - eine Giftpflanze, die wertvollen Futtergräsern den Platz raubt 

Speziell der Scharfe Hahnenfuß und der kleinere Knollige Hahnenfuß, der mehr in Halbtrockenrasen, und auch in Berglagen wächst sind wegen der Giftgehalte vor allem bei der Grünfütterung, aber auch noch bei der Silagefütterung giftig. Nur bei der Heutrocknung verliert Hahnenfuß infolge UV-Einstrahlung seine Giftigkeit. Bei der Beweidung wird er vom Tier verschmäht, wodurch er jedoch wiederum verstärkt zum Aussamen kommt. Weniger giftig ist der Kriechende Hahnenfuß. Er verdrängt aber das gute Futter oft besonders stark. 

Hinzu kommt dass diese häufige Giftpflanze deb wertvollen Futtergräser den wertvollen Lebenraum stiehlt. Wenn man die Fotos hier betrachtet, sieht man, dass statt gutem Wiesengräsern 50% bis 70% der Futterfläche mit Hahenfuß bedeckt ist. Solche Flächen sind im Voralpengbeit keine Seltenheit. Die Ertragsverluste und Futterverdrängung erreichen damit leicht die Hälfte des Aufwuchs. 


Hahnenfuß Vorbeugung 

Wichtig ist daher das Vermeiden von Narbenverletzungen, was aber bei feuchten Ernte- oder Weidebedingungen nicht immer möglich ist. Offener Boden durch Narbenverletzungen infolge der Ernte oder lückige Bestände sollten generell durch eheste Nachsaat rasch geschlossen werden. 

Dazu verwendet man für Mähwiesen Einsaatmischungen mit einem Teil aus Englischem Raygras als sehr raschwüchsige Grasart und einem Teil länger ausdauernder Gräserarten wie Knaulgras und Glatthafer

In Weiden kann man die Trittfestigkeit des Rasens immer durch Etablierung extrem trittfester Weidepflanzen wie Englisches Raygras, Wiesenripse und Weißklee unterstützen, in dem man offenen Boden mit diesen Arten etwa eine Woche vor Weideende besät und von den Tieren eintreten läßt, wodurch sich das Anwalzen ersparen läßt. Beim Weidebetrieb ist nach jeder Beweidung eine Nachmahd besonders wichtig, wenn man die Unkrautausbreitung stoppen will. Ansonst vermehren sich die reifen, samentragenden ungefressenen Hahnenfußpflanzen, genauso wie das auf Weiden nicht zu viel erwünschte Knaulgras wie eine Saat.

Hahnenfuß rasch bekämpft mit hoch wirksamen und gesetzlich ausdrücklich zugelassenen Pflanzenschutzmittel

Am raschesten und am wenigsten umständlich bekämpft man Hahnenfuss mit Herbiziden. Am sinnvollsten greift man zu Herbiziden mit der besten Bekämpfungswirkung, also mit nahezu 100%iger Wirkung. Das sind folgende Mittel nach RWA-Angaben:


HERBIZIDE mit bester Bekämpfungswirkung gegen Hahnenfuß und Löwenzahn




Nur Dicopur 500 FL hat eine auffallend mäßige Wirkung und ist daher nicht empfehlenswert.

Besonders vor Nachsaaten wirkt eine chemische Bekämpfung unterstützend. Chemisch können Hahnenfußgewächse ganzjährig bekämpft werden, solange genügend grüne Blattmasse vorhanden ist. Der optimale Anwendungszeitpunkt ist ab 10 cm Wuchshöhe bis hin vor Beginn der Blüte. Spätere Behandlungen transportieren den Wirkstoff nicht mehr ausreichend in den Wurzelraum und beeinträchtigen dadurch den Erfolg. Außerdem stellt eine Bekämpfung während der Blüte eine Gefahr für die Bienen dar. Scharfer Hahnenfuß läßt sich auch durch Einzelpflanzenbehandlung mittels Harmony und eines Netzmittels mit dem Rotowiper einem speziellen Abstreifgerät bekämpfen, wenn ein ausreichender Höhenunterschied zur Grasnarbe vorhanden ist, was nach einer Weide ideal der Fall ist. Der Rotowiper hat zudem eine wirtschaftlich ansprechende Flächenleistung von 1 bis 1,5 ha je Stunde. 

Für eine sanktionslose Herbizidanwendung sind immer die betreffenden gesetzlichen Vorschriften einzuhalten und eventuelle Auflagen von Umweltprogrammen wie ÖPUL oder Ökopunkte zu beachten. 

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Tabelle: Zulässige Herbizide gegen Hahnenfuß im Jahr 2012, Quelle: RWA
Hinweis: Alle im Jahr 2012 zulässigen Herbizide gegen Grünlandunkräuter sind in einer hochauflösenden gut lesbaren zweiten PDF-Datei HIER im Beitrag downloadbar. 

Die chemische Bekämpfung allein ist nicht erfolgversprechend, wenn die entstehenden Lücken nach der Karenzzeit nicht sofort durch Einsaaten wüchsiger Gräser wieder rasch gefüllt werden. Dazu ist das Anwalzen des Saatgutes wichtig und ein frührer Reinigungsschritt hilfreich damit das verbleibende Grasgerüst keine zu starke Lichtkonkurrenz für die Nachsaat wird.

Vorbeugung und mechanische Bekämpfung von Scharfem Hahnenfuß

ScharferHahnenfuß Vorbeugung und mechanische Bekämpfung.jpg
aus: Unkrautmanagement auf Wiesen und Weiden, PRAXISRATGEBER 2012, LFL, LFI

Wichtige Überlegungen: Nachsaaten oder Wieseneuanlagen ?

Vor der Überlegung zum Einsatz verschiedener Nachsaat- oder Einsaattechniken wie Schlitzdrillsaat oder Einsaatstriegel sollte immer berücksichtigt werden, daß bei stark verunkrauteten Futterwiesen eigentlich nur eine Wiesenneuanlage den größten Erfolg versprichtNeuanlagen von Futterwiesen können den Ertrag nahezu verdoppeln, während Nachsaaten erfahrungsgemäß oft nur einen provisorischen Charakter mit geringer Wirkung haben (siehe Grafik unten).



Nachsaaten haben bei niederschlagsarmen Bedingungen in NÖ von oft nur 600 – 800 mm Jahresniederschlag nur mit Erfolgsraten von etwa 50 %. Bei ungünstigen Bedingungen sind wiederholte Nachsaaten, meist ab erst der dritten Einsaat erfolgversprechend. Dann erst liefern die eingesäten Arten eine wirklich signifikante Ertragsverbesserung. Für erfolgreiche Einsaaten ist daher oft eine geduldige Wiederholung erforderlich. 



Ertragsverluste durch Gräserrückgang mit Ausbreitung von Unkräutern, oft hauptsächlich mit Hahnenfuss, Löwenzahn und Spitzwegerich
die durch Einsaaten wieder rückgängig gemacht werden können, zeigt nachfolgende Grafik.

Ertragsrückgang,in26jahren,Gräserverlust,Unkrautausbreitung.jpg

Was sagen andere zur Bekämpfung von Hahnenfuß:


Interessanter Hahnenfussbekämpfungsversuch aus der Schweiz (2010)
Quelle: www.swissmilk.ch 

hahnenfussbekaempungsvers_schweiz.jpg





Unerwünschten Hahnenfuß wirkungsvoll bekämpfen portal.bauernzeitung-online.ch (inzwischen gelöscht)
Quelle: Stutz, C. J. (2011).Unerwünschten Hahnenfuss wirkungsvoll bekämpfen. Aktuelles aus dem Futterbau. Bauernzeitung, 27.5.2011, 31.



Artikel BEITRAG Humer: "Bekämpfung der Giftpflanze Hahnenfuß" aus 2010 in PDF






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Kriechender Hahnenfuß in Steinbachgraben, Göstling
Extreme Ausbreitung durch eine Beweidung bei nasser Witterung mit fast kompletten Verlust der wertvollen Gräser

P5240019,Knollenhahnenfuss,sehr giftig.JPG
Knolliger Hahnenfuss
kann auf nassen Wiesen ohne Wiesenpflege dominant werden

Fotos oben: HUMER

hahnenfussfoto_Frank,ALM_Tirol.jpg

Scharfer Hahenfuß flächenhaft in Tirol auf einer Alm. Foto: Frank Peter, LK Tirol
Schade um das gute Futter das hier wachsen könnte !Wie man hier an den weidenen Kühen schön sieht, fressen Rinder dieses giftige Hahnenfussfutter ja wirklich im grüner giftigen Zustand !

Es ist mir völlig unverständlich. dass ein so umweltbewußter Staat wie Österreich und die EU mit ihren tausenden studierten Fachkräften zu soches gifthältigem Futter, dass es hierzulande mit tausenden Hektaren gibt:

  • dazu schweigt
  • das möglicherweise sogar gefällt
  • Flächenprämien für derartige giftige Futterwiesen zahlt
  • möglicherweise hier aus Umweltprogrammen wie ÖPUL und Bioförderungen neben den Flächenprämien sogar extra Umweltprämien zahlt
  • solch produziertes Fleisch und Milch als als umweltgerecht zB durch EU geförderte AMA Werbeprämien zusätzlich unterstützt wird
  • solche Landwirten nicht durch Fachberatung für optimales und giftfrei produziertes Futter unterstützt wird
  • solche Flächen als NATURA 2000 als wertvoll einstuft werden, aber kein Ersatz geboten wird, wenn man sie nicht der Produktion haben will
  • das als Naturschutz schlechthin dar gestellt wird,

Beim Internationalen Grünlandtag in Sankt Johann in Tirol (http://www.gruenlandtag.at/2015/) 2015 sah ich dort großflächig in diesem Tal, dass dort allein offenbar auf tausenden Hektar solches Gift-Kräuter Futter produziert wird. Nicht einmal vom Veranstalter wurde dieses vor Ort erkennbare Problem deutlich angesprochen und auch die Grünlandreferenten der Bundesländer war das kein haarstreubendes Thema. Zum Problematik von giftigem Hahnenfuß wird auch von den Gumpensteinern Wiesenexperten noch nie deutlich auf das himmelschreiende Problem aufmerksam gemacht. Man schweigt dazu lieber und erfreut sich still als Naturschützer das die giftig gelbe Blütentracht an dieser agromonisch bedeutenden Fettwiesen-Flora, weil durch Fördergeld das Problem mit Geld gut zugedeckt wird und man diesm Pseudo-Naturschutz schmeicheln und den Bart kratzen will und dem Ministerium mit schöne Biodiversitätsberichten eine heile Welt suggerieren will.

Habe das geschrieben, weil immer auch häufiger EU-Leute diese Seite aufrufen und ihnen damit die Augen für eine grössere hollistische Sicht öffnen möchte.

Wie soll damit eine solche Berg-Grünlandwirtschaft konkurrenzfähig bleiben können, wenn man woanders mit wüchisgen Gräsern oder Feldfutter wie in IRLAND oder den MILLIONEN ungenutzten Grünlandhektaren allein in RUMÄNIEN es wer verstehen wird diese Produktionsmaschiene anzuwerden?

Schreiben Sie dazu ruhig Ihre Meinnungen und Kommentare an: johann.humer@gmail.com
Werde sie dann hier auf diese Seite veröffentlichen.
J HUMER

Fotos unter





Weitere Artikel zu dem Thema:

Gelber Hahnenfuß wird zum „gelben Gift“ , Bauernzeitung, Josef Galler, Landwirtschaftskammer Salzburg vom 26.12.2012



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