Posts mit dem Label Futtergräser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Futtergräser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 11. Juli 2018
Holen Sie mehr Milchgeld aus guten Futterwiesen
Labels:
Beratung.Bessere Futterwiesen.Buchgraber,
Egge,
Einsaaten,
erkennen,
Futtergräser,
Gemeine Rispe,
Glatthafer,
Goldhafer,
Gräserführerschein,
Kleinsamenstreuer,
Knaulgras,
mehr Ertrag,
mehr Milchgeld
Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
PRAXISSEMINAR Futtergräser bestimmen erkennen Wiesenbegehungen mit dem Wiesenexperten HUMER
PRAXISSEMINAR – Wiesenfutterpflanzen
Futtergräser bestimmen und erkennen
Mehr Milchgeld mit guten Futtergräsern
Wiesenbegehungen mit dem Wiesenexperten HUMER
In meinen frei vereinbaren Praxisseminaren (unter johann.humer@gmail.com) lernen Sie unter persönlicher Anleitung ihre örtlich entscheidend wichtigen Futtergräser mit ihren Ansprüchen im Wirtschaftsgrünland erkennen. Die hilfreichen Unterscheidungsmerkmale der Futtergräser und Grünlandpflanzen werden dabei erklärt und besprochen. Sie erfahren so den Futterwert und Zeigerwert, das Ertragspotential, die Ausdauer und Nutzbarkeit, den Umweltnutzen sowie und die Bedeutung von Biodiversität von Gräsern und Kleearten auf Ihren Wiesen.
Mit dem Gräserführerschein „Spreu und Weizen“ in Futterwiesen erkennen
Zur Vertiefung des Wissens von Gräsern und zum Nachlesen empfehle ich meinen - in Google leicht findbaren und frei downloadbaren GRÄSERFÜHRERSCHEIN zu nutzen.
http://de.slideshare.net/JohannHumer/humer-grserfhrerschein-fr-bessere-futterwiesen-2015-178f
Wer mehr Milchgeld aus den Futterwiesen holen will, erkennt spontan die guten und schlechten Wiesenfutterpflanzen .Mit einem diagnostischen Blick kann man so die „Spreu vom Weizen“ zwischen guten und untauglichen Wiesenfutterpflanzen trennen.
Unter dem Namen „GRÄSERFÜHRERSCHEIN“ habe ich in den letzten Jahren eine einfache Beratungsunterlage - frei und downloadbar - entwickelt. Mit dem GRÄSERFÜHRERSCHEIN lernen Sie unter Anleitung in Praxisseminaren die wichtigsten Futtergräser im Wirtschaftsgrünland erkennen. Bei den Seminaren werden die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale der Futtergräser und Grünlandpflanzen erklärt und besprochen. Sie erfahren dabei nützliche Informationen zum landwirtschaftlichen Zeigerwert, den Futterwert sowie das Ertragspotential, die Nutzbarkeit und die Ausdauer von Gräsern und Kleearten. Neuerdings muss auch auf die regional verschiedene Zunahme von Giftpflanzen, Neophyten und aggressiver Unkräuter wie Gemeine Rispe und Riesenbärenklau aufmerksam gemacht werden. Bei Giftpflanzen informiere ich über die Ausbreitungsgründe, Vergiftungsverdacht und reale Vergiftungsfälle in Niederösterreich sowie Chancen zur Giftpflanzeneindämmung bei Futterwiesen. In den mit mir vereinbarbaren Seminaren mit Wiesenbegehungen erfahren Sie auch die besondere ökologische Schutzwirkung der Grünlandvegetation in der Kulturlandschaft. Dabei werden Sie auch befähigt, den Wert auch kleiner ökologisch wertvoller und schützenswerter Wiesenbiotope zu erkennen - als Lebensräume und Naturreservate schützenswerter Natur wie Trockenrasen oder Feuchtwiesen. Botanisch wertvolle Wiesen mit hoher Biodiversität und gefährdeten Rote-Liste-Wiesenpflanzen findet man in erster Linie auf Ungunstflächen mit geringer Bonität wie Produktivität, wo sich eine intensivere Nutzung nicht lohnt. Es sind dies meist die besonders steilen Wiesen wie Böschungen und vernässte Flächen, wo wegen der geringen Mähnutzung keine guten energie- und ertragreichen Wiesenfutterpflanzen (Fettwiesengräser) wachsen können. Untersuchungen zeigen diese Zusammenhänge in den Abbildung A und B anschaulich.
Viele Hinweise zu Futtergräsern lesen Sie auch in Fachbüchern von DEUTSCH, GALLER, BUCHGRABER und DIETL. Meine Web-Linksammlung mit freien informativ illustrierten Beschreibungen wichtiger Gräser im Web finden sie hier:
http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Pflanzen+Graeser+Kraeuter+erkennen
Zur ARTENVIELFALT und BIODIVERSITÄT
In Österreich gilt Intensivgrünland landläufig als Fläche, wo Futterwiesen oft gemäht werden, intensiv Gülle und meist zusätzlich Handelsdünger ausgebracht sowie chemische Unkrautbekämpfung durchgeführt wird. Die Häufigkeit liegt je nach Naturraum und Standortverhältnissen zwischen 3 und 6 Nutzungen pro Jahr (als Schnitt, Weide oder Mähweide). Inzwischen findet man bereits 7-Schnittwiesen in Vorarlberg und in Gunstlagen in Niederösterreich.
Nach dem 2014 verstorbenen Aulendorfer Grünlandbotaniker, Ökologe und Esotheriker Gottfried Briemle ist die Anzahl der Pflanzenarten in der BRD für sehr ertragreiches Wirtschaftsgrünland mit 15 bis 20 pro 25 m² Referenzfläche (etwa für norddeutsches Grünland) typisch. Das beträgt jedoch ein Mehrfaches der im Ackerfutterbau üblichen Artenvielfalt.
In den österreichischen nordsteirischen Grünlandgebieten schwankt die Biodiversität auf den intensivst bewirtschafteten Futterwiesen mit 4 Nutzungen im Jahr zwischen 7 und 52 Pflanzenarten und im Mittel bei 28 Pflanzenarten auf 100 m2 nach einer Zusammenstellung von Humer (2015).[12]. Diese ohnedies relativ hohe Biodiversität in Wirtschaftsgrünland wird von Ökologen und Naturfreunden in Österreich seit Jahren mit Bauern und Vertretern der Landwirtschaft sehr kontrovers diskutiert und man will noch höhere Biodiversitäten im Grünland.
Mein 2015 verstorbener Botanikprofessor an der BOKU und Ökologe Wolfgang Holzner erläuterte zur Biodiversität im Grünland dazu in einer seiner letzten Vortragsserien sehr weise:
Über die Bedeutung der Nutzung von Wiesen und Weiden für die Biodiversität (PDF):
- „1. 5-10% der Fläche genügen zur Erhaltung der Biodiversität! Auch Intensivflächen tragen zur Biodiversität bei und sind außerdem für die Wirtschaftlichkeit notwendig, ja entscheidend.
- 2. Wir alle produzieren Landschaft – wir alle haben Einfluss auf die Biodiversität.“– Wolfgang Holzner[13]
HOLZNER:
Wodurch ist die Biodiversität von Grünland gefährdet? .
Aufforstung (Christbaumkulturen) . Nutzungsaufgabe (Verbrachung, Verbuschung, Verwaldung) . Intensivierung vorverlegte und häufigere Nutzung . Verbauung, Zuschütten,.... . Naturschutz (Nichtmehrnutzung nach Unterschutzstellung), . Erschweren der Nutzung durch nicht landwirtschaftsgerechte Auflagen, späte Mähtermine.
Intensive Untersuchungen zur landwirtschaftlichen Biodiversität von Futterwiesen gab es nur im MAB Projekt , das sich aber nur in der Umbegung von Gumpenstein im oberen Ennstal abspielte.
Man kann aus den Ergenissen sehen, dass dort auf bäuerlichen Futterwiesen häufig um 20 bis 50 Pflanzenarten zu finden sind.
Dieses Ergebis- FAKTUM steht im völligen Gegensatz zu den Behaupftungen von
Univ. PROF. GEORG GRABHERR wird unter der Seite http://www.rettet-die-blumenwiesen.at/
im ORIGINAL angeführt: "Auf Intensiv-Grünland wachsen oft nur 5-7 Pflanzenarten – vor allem Gräser, die viel Dünger und häufige Mahd vertragen"
http://www.rettet-die-blumenwiesen.at/
Von Naturschutzleuten wie ihm werden also eine völlig verzerrende und irrführende Behauptungen in die Öffentlichkeit gesetzt um auf die EU-Agraruntersutzungsprogramme wie ÖPUL anzuschwärzen und zu beeinflussen.
Die realen Biodivwersitätsergebnisse habe ich in folgender Präsention veranschaulicht:
Vor der Haustür von BUCHGRABER um den Puterersee wie er selbst sagt findet man eine Biodiversität von an die 1000 Pflanzenarten.
Und um Gumpenstein fand man im MAB Project jedensfalls folgende enorme Breite an Biodiversität in den Futterwiesen:
Futterqualität und Biodiversität scheinbar vielfach unbekannte Zusammenhänge bei Futterwiesen - einfach mit Zahlen dargestellt von HUMER from HUMER, Futterwiesenexperte in Österreich mit 30jähriger Erfahrung
TAGS
PRAXIS SEMINAR, PRAXISSEMINAR, Futtergräser, Gräser bestimmen, erkennen, Wiesenbegehungen, HUMER, 2015, bessere futterwiesen, Futterwiesen, Graeserfuehrerschein, Gräserführerschein, Johann Humer, mehr Milchgeld, Seminare, Wiesenbegehung, Wiesenexkursionen
Labels:
bessere futterwiesen,
erkennen,
Futtergräser,
Gräser bestimmen,
Gräserführerschein,
mehr Milchgeld,
PRAXISSEMINAR,
Seminare,
Wiesenbegehung,
Wiesenbegehungen
Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
Fehlende Dauergrünlandversuche mit ÖAG-Dauerwiesenmischungen
These - Antithese - Synthese, LINGUISTIC TURN 2
FehlendeDauergrünlandversuchemit ÖAG-Dauerwiesenmischungen
Seit 1946 staatliche Grünlandforschung und es schaut so aus als ob es keine echten Dauergrünlandversuche von ALLEN propagierten und ausgelobten Dauergrünlandmischungen gibt. Fundiertes überprüftes Fachwissen über Nachhaltigkeit und langjährige Ausdauer von allen Dauerwiesenmischungen fehlt.
(Fehlende Deklaration der langjärigen produktiven "Haltbarkeitsdauer der Arten")
THESE 1
Es schaut auch so aus, dass hochrangige Wissenschafter im Staatsdienst einer Bundesanstalt und an österr. Universitäten lehren und nicht wissenschaftlich umfassend überprüfte Empfehlungen und Sonder-Belobigungen für sogenannte ÖAG-Dauergrünlandmischungen in Vorlesungen, Publikationen und Vorträgen abgeben,
die sie als privater Verein ÖAG nachkontrollieren und in Publikums-Vorträgen und Zeitschriften und dann vor allem auf die überprüfte Ampferfreiheit gerne bewerben, aber
ohne jemals geprüft zu haben, wie dauerhaft wirklich ALLE ÖAG-Dauergrünlandmischungen sind,
indem man die einzelnen, sich auch konkurrenzierenden Arten im Dauergrünland wirklich nachhaltig und sorgfältig mit möglichst der klassischen Länge von Dauergrünland in Österreich von ca 10 bis 50 Jahren prüft - wie eben Sinn und Bedeutung das Dauergrünland ist.
THESE 2
Es schaut vielmehr so aus, dass man sich nur mit wenigen Mischungen und kurzfristigen Prüfungenbegnügt. Nämlich 2x (1x 1994 GERL, 1x 2001 HIETZ von Dauerwiesenmischungen). Insgesamt gibt es derzeit 32 ÖAG-Mischungen. Man prüfte nur 3 bis 4 Jahre lang - als so nur die der Dauer von typischenWechselwiesen oder Feldfutter. Die häufig viel länger genutzten Dauerwiesen verfolgte man aber NICHT NACHHALTIG, was und wieviel dabei wächst.
Beleg Beispiele dafür sind:
1. Beispiel mit 4jähriger Prüfungsdauer der Hauptnutzungsjahre (GERL S. M., 2000)

Quelle: GERL Sigrid M,2000: Entwicklung des Pflanzenbestandes, Ertrag und Futterwert von Qualitätssaatgutmischungen für Feldfutterbau und Dauergrünland. Herausgeber Bundesanstalt für alpenländische Landwirtschaft Gumpenstein,A-8952 Irdning, Druck, Verlag und 2001, Bundesanstalt für alpenländische
2.Beispiel mit 3jähriger Prüfungsdauer der Hauptnutzungsjahre (HIETZ, 2009)

Abbildung 22: Zusammensetzung der Saatgutmischung und Entwicklung der Pflanzenarten (Mittelwert der Fl%) bei der „ÖAG DIE SAAT Dauerwiesenmischung B“ für mittelintensive Bewirtschaftung (bis zu 3i Nutzungen je Jahr) für mittlere (und trockene) Lagen - an den Standorten mit Dreischnittnutzung (Winklhof, Freistadt, Litzlhof und Rotholz) Quelle: LFZ Raumberg-Gumpenstein 2004.
Im ersten Hauptnutzungsjahr dominierten Glatthafer (Arrhenatherum elatius), Wiesenschwingel (Festuca pratensis), Englisches Raygras (Lolium perenne) und Weißklee(Trifolium repens) den Bestand.
Glatthafer konnte sich 3 Jahre nach der Ansaat mehr als verdreifachen und zu den bonitierten Fl% im Anlagejahr fast verzehnfachen. Damit wurde Glatthafer mit Knaulgras(Dactylis glomerata) und Goldhafer (Trisetum fl avescens) zu den Hauptbestandesbildnern des Grasgerüstes. Wiesenschwingel, Timothe (Phleum pratense) und Englisches Raygras konnten sich im Anlagejahr und im ersten Hauptnutzungsjahr gut im Bestand etablieren und wurden in den beiden darauf folgenden Jahren von den konkurrenzkräftigeren Arten zurückgedrängt. Der Rotschwingel (Festuca rubra), eine Kulturart mit langsamer Anfangsentwicklung, konnte sich nicht durchsetzen und blieb über alle Versuchsjahre in konstant geringen Anteilen im Bestand erhalten.
Q: HIETZ M. Auswirkungen der Saatgutqualitäten sowie der Arten- und Sortenauswahl von Gräser- und Kleearten bei internationalen Dauergrünlandmischungen auf den Pflanzenbestand im Österreichischen Alpenraum, , Dissertation Dipl.-Ing. Marianne Anita HIETZ, Wien Oktober 2009
THESE 2a
Es scheint auch so, dass bei den Gräsersortenversuchen keine einzige Sorte von Wiesenfutterpflanzen unter Konkurrenzbedingungen des Altbestandes getestet wurde. Man prüft immer nur als Neuanlage auf geackertem Bodenverhältnissen mit Ackervorfrüchten, das aber nichts über die langfristige Konkurrenzfähigkeit mit anderen Gräsern und aufkommenden Kräutern aussagt. Untersuchungen von Regula SCHMITT zeigen, dass in Mischungen die Lebensdauer durch Konkurrenz noch viel kürzer ist, als bei alleinigem Anbau, wie das bei Sortenprüfungen erfolgt.
Dabei ist diese Thematik bei allen Wiesenneuanlagen allgegenwärtig .
Mit jeder neuen verkauften Grassorte am Markt stellt sich zudem erneut die Frage der Dauerhaftigkeit dieser neuen Saat unter der Konkurrenz der anderen Futterpflanzen in den Wiesen immer wieder neu.
Neue Sorten für Dauerwiesen werden wie Ackerkulten in der Regel aber nur gleich lang (rund 3 Jahre) geprüft. Dabei sollen Dauerwiesen Jahrzehnte nachhaltig wüchsig bleiben, während bei Ackerkulturen bei Unzufriedenheit schon nächstes Jahr die Sorte wechselbar ist.
Von neuen gesäten Dauerwiesen erwartet man zumindest etwa 10 oder noch viel besser 50 Jahre dass sie zufriedenstellend halten. Oder ist das kein Ziel mehr? Man redet immer gern von Nachhaltigkeit verfolgt sie aber weder langfristig bei Dauerwiesenversuchen noch von Wiesen in der landwirschaftlichen Praxis. Zumindest untersucht man sie nicht nachhaltig in klassischer Dauerwiesenlänge von mehreren Jahrzehnten nicht. Man hebt in Vorträgen aber immer wieder die besonders gut überprüften Qualitäten von ÖAG-Mischungen hervor. Publiziert wird in der Fachliteratur und bei Vorträgen gezeigt wird aber seit Jahren immer nur der gleiche 6jährige Sortenvergleich für Knaulgras bzw. Wiesenschwingel. Konsequenterweise hat man aber auch nur 2 Sorten von 1994 bis 2004 geprüft und publiziert und stammen von Anna Voppichler aus Südtirol und heute ist schon 2013 !
Es scheint, dass es bei anderen Arten gar keine mehr als 3jährigen Vergleiche gibt oder man hält sie unpubliziert zurück. Leider fordert auch niemand öffentlich vehement die fundiert überprüfte angesprochene Nachhaltigkeit von Dauerwiesenmischungen in klassischer Dauerwiesenlänge ein und hinterfragt die Faktenbasis, wie ich. Dabei sind untersuchte und nicht veröffentlichte Wiesenversuche auch keine Amtsgeheimnisse, die zu verbergen wären.
Umso mehr sind Vergleiche der Wiesenmischungen in ihrer Dauerhaftigkeit von größter Bedeutung. Dabei ist das Saatgut einer der leicht steuerbaren Faktoren. Beim Saatgut kann sofort und leichtangesetzt werden - nämlich nur langjährig überprüftes Saatgut in Mischungen anzubieten.
Die Futterproduktionskosten sind damit vorweg durch staatliche Vorleistungen mittels Saatgutprüfung und Mischungsprüfung national leicht erkennbar senkbar, wenn der Landwirt weiß, dass die neu gesäten Gräser in den Futterwiesen lange durchhalten. Andersfalls müssen Grünlandbauern immer wieder selber Lehrgeld für neu gesäte und früh verschwundene Grasarten zahlen.
THESE 3
Alle LFZ - und ÖAG - Grünlandexperten und Forscher aus Gumpenstein zitieren seit 1999 bis 2012 NUR EINE nicht näher beschriebene Mitteilung über den Mehrertrag von ÖAG-Mischungen im Vergleich zu Standardmischungen - aber ohne jeglicher statistischer Absicherung - als ob wie es scheint sie selber seither keine eigenen unterstützenden Belege vorlegen können.
Dabei disqualifizieren sie Handelsmischungen in speziell in mündlichen Vorträgen so gut wie immer pauschal - und agieren damit, wenn es so ist, möglicherweise wie es scheint auch wissentlich geschäftsschädigend, weil sie ja auch Möglichkeit hätten, auf fundierter wissenchschaftlichen Basis differenziert vergleichend zu agieren.
Belegfile in :
2wv_2012_poetsch_krautzer_buchgraber.pdf
anläßlich der 18. Wintertagung für Grünland- und Viehwirtschaft, im Ennstal, Februar 2012

THESE 4
Es scheint auch so, dass man bei LFZ und der ÖAG für das ÖAG-Handbuch für die Grünlandmischungen keine spürbaren Konsequenzen aus den einigen bisher publizierten Versuchen gezogen hat - trotz meiner mehrfachen Einwände, bei Sitzungen zu den Mischungen, bei Seminaren und wie Grünlandtagen in den letzten 10 Jahren.
Nämlich, dass bestimmte Grasarten einerseits sich unter den heute häufigsten Nutzungsintensitäten immer weniger halten können und dadurch immer mehr verschwinden (ZB Timothe, Wiesenschwingel, Rotschwingel und teils Wiesenrispe) und andere dafür möglicherweise klimabedingt und nutzungsbedingt zunehmen (Glatthafer, Goldhafer).
Vermutlich ist für diese Forscher dieser schon seit 2000 erkennbare langjährige Effekt auf Dauergrünland nicht wirklich wert darüber breiter zu schreiben und referieren oder zumindest an Hand dieser Fakten wenigstens kritisch scharf zu diskutieren.

Zumindest sollten sie die Frage einmal
mit allem Gehirnschmalz alle für und wider fundiert erörtern (siehe Eingangsplakat an der UNI WIEN).
Dann verfaßt man eine entsprechende möglichst dauerhaft fundierte wissenschaftliche Begründung, warum man zB Glattafer oder Goldhafer ausschließt, obwohl diese Arten gut gedeihen und nachhaltig sind. Und warum man Arten in den Saatgutmischungen wie ZB Wiesenschwingel, Timothe und andere unbedingt haben will, die nach 3 Jahren schon weit unter 5 % in der Futterfläche liegen, aber dafür etwa bis 50% der Saatgutkosten für Dauerwiesen ausgegeben werden sollen.
Seit der skeptischen, ablehnenden bzw. faktischen NICHT-Reaktion von ÖAG und LFZ Gumpenstein auf meine empirischen Erfahrungen in NÖ schuf ich eigene Kreationen von Futterwiesenmischungen wieKampfmischung und Ertragsmischungen wegen dem immer mehr erkennbaren Verschwinden und Neuauftreten der angeführter Arten in NÖ.
Vor kurzem fand ich im WWW, dass Pötsch bzw.Graschi schon 2005 in Gumpenstein und 2006 in Piber mit einer sogenannten Kampfmischung bis 2010 Einsaatversuche durchführten.
Dabei hat Pötsch mich und die Grünlandreferenten der Landwirtschaftskammern seit 2005 uninformiert gelassen. Er hat auch nicht Teile davon wie es oft üblich ist in zB ÖAG-Sitzungen oder für Vorträge oder Presse einen Zwischenbericht gegeben. Erst die mit 2012 datierte Veröffentlichung mit den botanischen Bonituren und vor allem mit den zu- und abgenommenen Gräseranteilen für allen Einsaatvarianten wurde unter DAFNE ins Web gestellt. Dabei bestätigen sich meine empirischen Beobachtungen hoch korrelativ übereinstimmend über:
Das Ergebnis bestätigt meine Thesen perfekt wie meine folgende Auswertung für Timothe und Wiesenschwingel zeigt:

Dass 15-20% Timothe in den Einsaatmischungen verlorenes Geld ist zeigt die Auswertung. Die Einsaat verringert (!) statistisch sogar den Timotheanteil im Futter sogar um 0,1% von 1,43% auf 1,34%.
Aber selbst die 3malige Saat kann den Timothe-Anteil nur minimalst im Zehntel Prozentbereich steigern. Weil damit die Saatkosten nie abgedeckt werden können, sind Nachsatmischungen mit konkurrenzschwachen Gräsern wie Timothe völlig unwirtschaftlich, unproduktiv und falsch investiertes Geld.

Keine signifikante erkennbare Verbesserung durch Wiesenschwingel. Sät man nur Knaulgras und Raygras ist teils bald einmal mehr im 1%-Bereich als bei Einsaatmischungen mit 15% Wiesenschwingel. Also auch hier verlorenes investiertes Geld mit Wiesenschwingel !!
Wie sich alle gesäten Gräser bei Einsaaten entwickeln und vor allem der nicht gesäte Glatthafer und Goldhafer gut entwickeln, findet man HIER:
Die Kampfmischung wird in diesem Bericht, die meine Idee und Schöpfung ist und Buchgraber in seiner Powerpoint-Grafik tendenziös abwertend gezeigt und wird anonym "als Versuchsmischung der RWA" bezeichnet. Dabei ist wurde aber eine gravierend andere Zusammensetzung - vor allem ohne ROTKLEE verwendet. Dabei habe ich seit 2001 mehrere Typen von Kampfmischung kreiert.
Die Kampfmischung von mir, die bloß die Firma RWA gemischt hat, hat Pötsch ohne jegliche Rücksprache und Bezug zu mir eingesetzt. Man verwendet dabei aber eine völlig andere Mischungszusammensetzung (Knaulgras, Englisches Raygras 1:1) die ich nie eingesetzt oder je getestet habe, wie man sich im WWW mit Belegbild seit 2003 überzeugen kann. Zudem habe ich mit Buchgraber schon damals von den Kampfmischungen informiert, und auf sein anraten daraufhin zB diese Mischung geändert und probiert. Leider wuchs vor allem Wiesenschwingel und Timothe nicht.
Dazu der Belegtext vom Gumpensteiner Einsaat Bericht :
Zur Kampfmischung, die ebenfalls aus ausgewählten ÖAG-Sorten besteht, werden keine spezifischen Angaben zur Saatmenge angegeben. Diese Mischung wurde von der RWA für Versuchszwecke gemischt und ist im Handel nicht erhältlich.
Das Verwenden der Kampfmischung ohne jede Rücksprache interpretiert man so im Bericht: DiePflanzenbauabteilungen der Landwirtschaftskammern
wären Projektpartner gewesen und sogar das Wissen der Landwirtschaftskammern wurde berücksichtigt ", was aber für NÖ überhaupt nicht stimmt und bei der Mischung NIK nur bedingt.
Der Belegtext dazu vom Gumpensteiner Einsaat Bericht :
"Das Wissen der Fachleute aus den Landwirtschaftskammern, den Prüfanstalten und der ÖAG fließt in die Konzeption der Saatgutmischungen für Dauergrünland und den Feldfutterbau ein."
Meine Überlegungen zur Dauerhaftigkeit und Ertragseffizeinz von den gesäten Arten in der Saatgutwahl hat bisher nur in einer Nachsaatmischung (NIK) einen gewissen Teilerfolg gefunden.
Die meisten eigenen botanischen Überprüfungen des Saaterfolges und auch die in Publikationen (GERL, HIETZ) haben diesen sehr starken Trend: Schon nach 3 - 4 Jahren schmilzt ein Großteil der bestimmter Arten vieler Wiesenmischungen auf einen minimalen Prozentanteil auf wenige Prozente (ca 1-5%) zusammen.
Das heißt es gibt fast keinen Futterwuchs von gewissen konkurrenzschwachen Arten im solchem Saatgut. Das Phänomen ist übrigens schon lange bekannt: Früher hat man es zwar das Verschwinden von wertvollen gemeinten Grasarten erkannt und
HUNGERJAHRE EINER WIESE
bezeichnet, weil der Ertrag immer weniger wurde. Humusabbau oder Nährstoffmangel waren oft die umschweifenden Erklärungen, aber fundiert hat man das nie untersucht, wie es scheint. Dabei ist es die bloße begrenzte Lebensdauer vor allem der der Horstgräser mit 3-5 Jahren je nachdem wieviel sie Stress haben.
Ein von Giselher Schechtner angelegter Versuch von 1961 -1975 (publiziert von PÖTSCH 1997)
und eine weiterer Versuch von Regula Schmitt zeigen, dass man schon vor etwa 15-30 Jahren beobachtete, dass in den Dauerwiesen vor allem der Anteil bestimmter Gräser nach der Saat ständig weniger wird.
Regula SCHMITT zeigte auch , dass Horstgräser im Mischungen noch deutlich früher durch die Konkurrenz absterben
. Das Absterben erfolgt schon ab 3. Jahr.
Das erklärt auch den raschen Rückgang von Wiesenschwingel und Timothe bei den Untersuchungen von GERL und HIETZ .
ANTITHESE
Das ist einfach falsch.
Es reicht schon einige Mischungen mal 3 bis 5 Jahre zu beobachten.
EIGENE SYNTHESE
Können die Thesen hier aus mangelnder Publikation oder mangelnder Verbreitung oder Auffindbarkeit durch methodische Wahrheitsfindung in Form von Publikation unpublizierter Ergebnissen und am besten mit dialektischer Erörterung oder noch stärkeren Antithesen entkräftet werden, kann sich aus den diesen temporären Thesen hier eine weitaus breitere und fruchtbare Synthese entwickeln.
FehlendeDauergrünlandversuchemit ÖAG-Dauerwiesenmischungen
Seit 1946 staatliche Grünlandforschung und es schaut so aus als ob es keine echten Dauergrünlandversuche von ALLEN propagierten und ausgelobten Dauergrünlandmischungen gibt. Fundiertes überprüftes Fachwissen über Nachhaltigkeit und langjährige Ausdauer von allen Dauerwiesenmischungen fehlt.
(Fehlende Deklaration der langjärigen produktiven "Haltbarkeitsdauer der Arten")
Es schaut so aus, als ob bisher über echte Ausdauer, Leistung, Durchsetzungsvermögen und Effizienz der empfohlenen Sorten der Grasarten von Dauergrünlandmischungen wie Nachsaatmischungen kein Wissen an die Praxis weitergegeben wird. Wo ist die dann die Leistung der Forschung?
Es schaut so aus, als ob die echte Dauergrünlandforschung an Universitäten und Forschungsanstalten versagt.
THESE 1
Es schaut auch so aus, dass hochrangige Wissenschafter im Staatsdienst einer Bundesanstalt und an österr. Universitäten lehren und nicht wissenschaftlich umfassend überprüfte Empfehlungen und Sonder-Belobigungen für sogenannte ÖAG-Dauergrünlandmischungen in Vorlesungen, Publikationen und Vorträgen abgeben,
die sie als privater Verein ÖAG nachkontrollieren und in Publikums-Vorträgen und Zeitschriften und dann vor allem auf die überprüfte Ampferfreiheit gerne bewerben, aber
ohne jemals geprüft zu haben, wie dauerhaft wirklich ALLE ÖAG-Dauergrünlandmischungen sind,
indem man die einzelnen, sich auch konkurrenzierenden Arten im Dauergrünland wirklich nachhaltig und sorgfältig mit möglichst der klassischen Länge von Dauergrünland in Österreich von ca 10 bis 50 Jahren prüft - wie eben Sinn und Bedeutung das Dauergrünland ist.
THESE 2
Es schaut vielmehr so aus, dass man sich nur mit wenigen Mischungen und kurzfristigen Prüfungenbegnügt. Nämlich 2x (1x 1994 GERL, 1x 2001 HIETZ von Dauerwiesenmischungen). Insgesamt gibt es derzeit 32 ÖAG-Mischungen. Man prüfte nur 3 bis 4 Jahre lang - als so nur die der Dauer von typischenWechselwiesen oder Feldfutter. Die häufig viel länger genutzten Dauerwiesen verfolgte man aber NICHT NACHHALTIG, was und wieviel dabei wächst.
Beleg Beispiele dafür sind:
1. Beispiel mit 4jähriger Prüfungsdauer der Hauptnutzungsjahre (GERL S. M., 2000)

Quelle: GERL Sigrid M,2000: Entwicklung des Pflanzenbestandes, Ertrag und Futterwert von Qualitätssaatgutmischungen für Feldfutterbau und Dauergrünland. Herausgeber Bundesanstalt für alpenländische Landwirtschaft Gumpenstein,A-8952 Irdning, Druck, Verlag und 2001, Bundesanstalt für alpenländische
2.Beispiel mit 3jähriger Prüfungsdauer der Hauptnutzungsjahre (HIETZ, 2009)

Abbildung 22: Zusammensetzung der Saatgutmischung und Entwicklung der Pflanzenarten (Mittelwert der Fl%) bei der „ÖAG DIE SAAT Dauerwiesenmischung B“ für mittelintensive Bewirtschaftung (bis zu 3i Nutzungen je Jahr) für mittlere (und trockene) Lagen - an den Standorten mit Dreischnittnutzung (Winklhof, Freistadt, Litzlhof und Rotholz) Quelle: LFZ Raumberg-Gumpenstein 2004.
Im ersten Hauptnutzungsjahr dominierten Glatthafer (Arrhenatherum elatius), Wiesenschwingel (Festuca pratensis), Englisches Raygras (Lolium perenne) und Weißklee(Trifolium repens) den Bestand.
Glatthafer konnte sich 3 Jahre nach der Ansaat mehr als verdreifachen und zu den bonitierten Fl% im Anlagejahr fast verzehnfachen. Damit wurde Glatthafer mit Knaulgras(Dactylis glomerata) und Goldhafer (Trisetum fl avescens) zu den Hauptbestandesbildnern des Grasgerüstes. Wiesenschwingel, Timothe (Phleum pratense) und Englisches Raygras konnten sich im Anlagejahr und im ersten Hauptnutzungsjahr gut im Bestand etablieren und wurden in den beiden darauf folgenden Jahren von den konkurrenzkräftigeren Arten zurückgedrängt. Der Rotschwingel (Festuca rubra), eine Kulturart mit langsamer Anfangsentwicklung, konnte sich nicht durchsetzen und blieb über alle Versuchsjahre in konstant geringen Anteilen im Bestand erhalten.
Q: HIETZ M. Auswirkungen der Saatgutqualitäten sowie der Arten- und Sortenauswahl von Gräser- und Kleearten bei internationalen Dauergrünlandmischungen auf den Pflanzenbestand im Österreichischen Alpenraum, , Dissertation Dipl.-Ing. Marianne Anita HIETZ, Wien Oktober 2009
THESE 2a
Es scheint auch so, dass bei den Gräsersortenversuchen keine einzige Sorte von Wiesenfutterpflanzen unter Konkurrenzbedingungen des Altbestandes getestet wurde. Man prüft immer nur als Neuanlage auf geackertem Bodenverhältnissen mit Ackervorfrüchten, das aber nichts über die langfristige Konkurrenzfähigkeit mit anderen Gräsern und aufkommenden Kräutern aussagt. Untersuchungen von Regula SCHMITT zeigen, dass in Mischungen die Lebensdauer durch Konkurrenz noch viel kürzer ist, als bei alleinigem Anbau, wie das bei Sortenprüfungen erfolgt.
Dabei ist diese Thematik bei allen Wiesenneuanlagen allgegenwärtig .
Mit jeder neuen verkauften Grassorte am Markt stellt sich zudem erneut die Frage der Dauerhaftigkeit dieser neuen Saat unter der Konkurrenz der anderen Futterpflanzen in den Wiesen immer wieder neu.
Neue Sorten für Dauerwiesen werden wie Ackerkulten in der Regel aber nur gleich lang (rund 3 Jahre) geprüft. Dabei sollen Dauerwiesen Jahrzehnte nachhaltig wüchsig bleiben, während bei Ackerkulturen bei Unzufriedenheit schon nächstes Jahr die Sorte wechselbar ist.
Von neuen gesäten Dauerwiesen erwartet man zumindest etwa 10 oder noch viel besser 50 Jahre dass sie zufriedenstellend halten. Oder ist das kein Ziel mehr? Man redet immer gern von Nachhaltigkeit verfolgt sie aber weder langfristig bei Dauerwiesenversuchen noch von Wiesen in der landwirschaftlichen Praxis. Zumindest untersucht man sie nicht nachhaltig in klassischer Dauerwiesenlänge von mehreren Jahrzehnten nicht. Man hebt in Vorträgen aber immer wieder die besonders gut überprüften Qualitäten von ÖAG-Mischungen hervor. Publiziert wird in der Fachliteratur und bei Vorträgen gezeigt wird aber seit Jahren immer nur der gleiche 6jährige Sortenvergleich für Knaulgras bzw. Wiesenschwingel. Konsequenterweise hat man aber auch nur 2 Sorten von 1994 bis 2004 geprüft und publiziert und stammen von Anna Voppichler aus Südtirol und heute ist schon 2013 !
![]() |
| Knaulgrassorten Vergleich mit Tandem aus Gumpenstein 1994-2004 (VOPPICHLER BUCHGRABER KRAUTZER 2005) |
Es scheint, dass es bei anderen Arten gar keine mehr als 3jährigen Vergleiche gibt oder man hält sie unpubliziert zurück. Leider fordert auch niemand öffentlich vehement die fundiert überprüfte angesprochene Nachhaltigkeit von Dauerwiesenmischungen in klassischer Dauerwiesenlänge ein und hinterfragt die Faktenbasis, wie ich. Dabei sind untersuchte und nicht veröffentlichte Wiesenversuche auch keine Amtsgeheimnisse, die zu verbergen wären.
Umso mehr sind Vergleiche der Wiesenmischungen in ihrer Dauerhaftigkeit von größter Bedeutung. Dabei ist das Saatgut einer der leicht steuerbaren Faktoren. Beim Saatgut kann sofort und leichtangesetzt werden - nämlich nur langjährig überprüftes Saatgut in Mischungen anzubieten.
Die Futterproduktionskosten sind damit vorweg durch staatliche Vorleistungen mittels Saatgutprüfung und Mischungsprüfung national leicht erkennbar senkbar, wenn der Landwirt weiß, dass die neu gesäten Gräser in den Futterwiesen lange durchhalten. Andersfalls müssen Grünlandbauern immer wieder selber Lehrgeld für neu gesäte und früh verschwundene Grasarten zahlen.
THESE 3
Alle LFZ - und ÖAG - Grünlandexperten und Forscher aus Gumpenstein zitieren seit 1999 bis 2012 NUR EINE nicht näher beschriebene Mitteilung über den Mehrertrag von ÖAG-Mischungen im Vergleich zu Standardmischungen - aber ohne jeglicher statistischer Absicherung - als ob wie es scheint sie selber seither keine eigenen unterstützenden Belege vorlegen können.
Dabei disqualifizieren sie Handelsmischungen in speziell in mündlichen Vorträgen so gut wie immer pauschal - und agieren damit, wenn es so ist, möglicherweise wie es scheint auch wissentlich geschäftsschädigend, weil sie ja auch Möglichkeit hätten, auf fundierter wissenchschaftlichen Basis differenziert vergleichend zu agieren.
Belegfile in :
2wv_2012_poetsch_krautzer_buchgraber.pdf
anläßlich der 18. Wintertagung für Grünland- und Viehwirtschaft, im Ennstal, Februar 2012

THESE 4
Es scheint auch so, dass man bei LFZ und der ÖAG für das ÖAG-Handbuch für die Grünlandmischungen keine spürbaren Konsequenzen aus den einigen bisher publizierten Versuchen gezogen hat - trotz meiner mehrfachen Einwände, bei Sitzungen zu den Mischungen, bei Seminaren und wie Grünlandtagen in den letzten 10 Jahren.
Nämlich, dass bestimmte Grasarten einerseits sich unter den heute häufigsten Nutzungsintensitäten immer weniger halten können und dadurch immer mehr verschwinden (ZB Timothe, Wiesenschwingel, Rotschwingel und teils Wiesenrispe) und andere dafür möglicherweise klimabedingt und nutzungsbedingt zunehmen (Glatthafer, Goldhafer).
Vermutlich ist für diese Forscher dieser schon seit 2000 erkennbare langjährige Effekt auf Dauergrünland nicht wirklich wert darüber breiter zu schreiben und referieren oder zumindest an Hand dieser Fakten wenigstens kritisch scharf zu diskutieren.

Zumindest sollten sie die Frage einmal
mit allem Gehirnschmalz alle für und wider fundiert erörtern (siehe Eingangsplakat an der UNI WIEN).
Dann verfaßt man eine entsprechende möglichst dauerhaft fundierte wissenschaftliche Begründung, warum man zB Glattafer oder Goldhafer ausschließt, obwohl diese Arten gut gedeihen und nachhaltig sind. Und warum man Arten in den Saatgutmischungen wie ZB Wiesenschwingel, Timothe und andere unbedingt haben will, die nach 3 Jahren schon weit unter 5 % in der Futterfläche liegen, aber dafür etwa bis 50% der Saatgutkosten für Dauerwiesen ausgegeben werden sollen.
Seit der skeptischen, ablehnenden bzw. faktischen NICHT-Reaktion von ÖAG und LFZ Gumpenstein auf meine empirischen Erfahrungen in NÖ schuf ich eigene Kreationen von Futterwiesenmischungen wieKampfmischung und Ertragsmischungen wegen dem immer mehr erkennbaren Verschwinden und Neuauftreten der angeführter Arten in NÖ.
Vor kurzem fand ich im WWW, dass Pötsch bzw.Graschi schon 2005 in Gumpenstein und 2006 in Piber mit einer sogenannten Kampfmischung bis 2010 Einsaatversuche durchführten.
Dabei hat Pötsch mich und die Grünlandreferenten der Landwirtschaftskammern seit 2005 uninformiert gelassen. Er hat auch nicht Teile davon wie es oft üblich ist in zB ÖAG-Sitzungen oder für Vorträge oder Presse einen Zwischenbericht gegeben. Erst die mit 2012 datierte Veröffentlichung mit den botanischen Bonituren und vor allem mit den zu- und abgenommenen Gräseranteilen für allen Einsaatvarianten wurde unter DAFNE ins Web gestellt. Dabei bestätigen sich meine empirischen Beobachtungen hoch korrelativ übereinstimmend über:
- die hervorragende Bedeutung von Glatthafer und Goldhafer (obwohl er gar nicht eingesät wurde)
- über Geringfügigkeit des Aufkommens von Timothe, Wiesenschwingel (siehe eigene Auswertung unten) und Rotschwingel in Nachsaaten (die aber in beträchlichen Anteilen in den Nachsaatmischungen enthalten sind)
Das Ergebnis bestätigt meine Thesen perfekt wie meine folgende Auswertung für Timothe und Wiesenschwingel zeigt:

Dass 15-20% Timothe in den Einsaatmischungen verlorenes Geld ist zeigt die Auswertung. Die Einsaat verringert (!) statistisch sogar den Timotheanteil im Futter sogar um 0,1% von 1,43% auf 1,34%.
Aber selbst die 3malige Saat kann den Timothe-Anteil nur minimalst im Zehntel Prozentbereich steigern. Weil damit die Saatkosten nie abgedeckt werden können, sind Nachsatmischungen mit konkurrenzschwachen Gräsern wie Timothe völlig unwirtschaftlich, unproduktiv und falsch investiertes Geld.

![]() |
| 15% Wiesenschwingel in 4 ÖAG-Einsaatmischungstypen. |
Keine signifikante erkennbare Verbesserung durch Wiesenschwingel. Sät man nur Knaulgras und Raygras ist teils bald einmal mehr im 1%-Bereich als bei Einsaatmischungen mit 15% Wiesenschwingel. Also auch hier verlorenes investiertes Geld mit Wiesenschwingel !!
Wie sich alle gesäten Gräser bei Einsaaten entwickeln und vor allem der nicht gesäte Glatthafer und Goldhafer gut entwickeln, findet man HIER:
Die Kampfmischung wird in diesem Bericht, die meine Idee und Schöpfung ist und Buchgraber in seiner Powerpoint-Grafik tendenziös abwertend gezeigt und wird anonym "als Versuchsmischung der RWA" bezeichnet. Dabei ist wurde aber eine gravierend andere Zusammensetzung - vor allem ohne ROTKLEE verwendet. Dabei habe ich seit 2001 mehrere Typen von Kampfmischung kreiert.
Die Kampfmischung von mir, die bloß die Firma RWA gemischt hat, hat Pötsch ohne jegliche Rücksprache und Bezug zu mir eingesetzt. Man verwendet dabei aber eine völlig andere Mischungszusammensetzung (Knaulgras, Englisches Raygras 1:1) die ich nie eingesetzt oder je getestet habe, wie man sich im WWW mit Belegbild seit 2003 überzeugen kann. Zudem habe ich mit Buchgraber schon damals von den Kampfmischungen informiert, und auf sein anraten daraufhin zB diese Mischung geändert und probiert. Leider wuchs vor allem Wiesenschwingel und Timothe nicht.
Dazu der Belegtext vom Gumpensteiner Einsaat Bericht :
Zur Kampfmischung, die ebenfalls aus ausgewählten ÖAG-Sorten besteht, werden keine spezifischen Angaben zur Saatmenge angegeben. Diese Mischung wurde von der RWA für Versuchszwecke gemischt und ist im Handel nicht erhältlich.
Das Verwenden der Kampfmischung ohne jede Rücksprache interpretiert man so im Bericht: DiePflanzenbauabteilungen der Landwirtschaftskammern
wären Projektpartner gewesen und sogar das Wissen der Landwirtschaftskammern wurde berücksichtigt ", was aber für NÖ überhaupt nicht stimmt und bei der Mischung NIK nur bedingt.
Der Belegtext dazu vom Gumpensteiner Einsaat Bericht :
"Das Wissen der Fachleute aus den Landwirtschaftskammern, den Prüfanstalten und der ÖAG fließt in die Konzeption der Saatgutmischungen für Dauergrünland und den Feldfutterbau ein."
Meine Überlegungen zur Dauerhaftigkeit und Ertragseffizeinz von den gesäten Arten in der Saatgutwahl hat bisher nur in einer Nachsaatmischung (NIK) einen gewissen Teilerfolg gefunden.
Die meisten eigenen botanischen Überprüfungen des Saaterfolges und auch die in Publikationen (GERL, HIETZ) haben diesen sehr starken Trend: Schon nach 3 - 4 Jahren schmilzt ein Großteil der bestimmter Arten vieler Wiesenmischungen auf einen minimalen Prozentanteil auf wenige Prozente (ca 1-5%) zusammen.
Das heißt es gibt fast keinen Futterwuchs von gewissen konkurrenzschwachen Arten im solchem Saatgut. Das Phänomen ist übrigens schon lange bekannt: Früher hat man es zwar das Verschwinden von wertvollen gemeinten Grasarten erkannt und
HUNGERJAHRE EINER WIESE
bezeichnet, weil der Ertrag immer weniger wurde. Humusabbau oder Nährstoffmangel waren oft die umschweifenden Erklärungen, aber fundiert hat man das nie untersucht, wie es scheint. Dabei ist es die bloße begrenzte Lebensdauer vor allem der der Horstgräser mit 3-5 Jahren je nachdem wieviel sie Stress haben.
Ein von Giselher Schechtner angelegter Versuch von 1961 -1975 (publiziert von PÖTSCH 1997)
| PÖTSCH 1997, Auswirkungen langjähriger Wirtschafts- und Mineraldüngeranwendung auf Pflanzensoziologie, Ertrag, Futterinhaltsstoffe und Bodenkennwerte von Dauergrünland, Diss.) |
und eine weiterer Versuch von Regula Schmitt zeigen, dass man schon vor etwa 15-30 Jahren beobachtete, dass in den Dauerwiesen vor allem der Anteil bestimmter Gräser nach der Saat ständig weniger wird.
Regula SCHMITT zeigte auch , dass Horstgräser im Mischungen noch deutlich früher durch die Konkurrenz absterben
. Das Absterben erfolgt schon ab 3. Jahr.Das erklärt auch den raschen Rückgang von Wiesenschwingel und Timothe bei den Untersuchungen von GERL und HIETZ .
ANTITHESE
Das ist einfach falsch.
Es reicht schon einige Mischungen mal 3 bis 5 Jahre zu beobachten.
EIGENE SYNTHESE
Können die Thesen hier aus mangelnder Publikation oder mangelnder Verbreitung oder Auffindbarkeit durch methodische Wahrheitsfindung in Form von Publikation unpublizierter Ergebnissen und am besten mit dialektischer Erörterung oder noch stärkeren Antithesen entkräftet werden, kann sich aus den diesen temporären Thesen hier eine weitaus breitere und fruchtbare Synthese entwickeln.
Labels:
Buhgraber,
Dauerwiesenmischungen,
Fehlende Dauergrünlandversuche,
Futtergräser,
Grünland.ÖAG,
ÖAG-Dauerwiesenmischungen,
Wiesen Zuchtgräser
Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
Abonnieren
Posts (Atom)


NEU: Futterwiesen Spontanberatung - Schnell und ohne Bürokratie! HIER: >>> http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/+Gruenland+Beratung+vom+Futterwiesenexperten+HUMER
BB
Mit guten Gräsern holen Sie mehr Milchgeld aus Futterwiesen
Foto HUMER: 29.4.2015 Scheibbbs. Mehr Fotos HIER
LÖWENZAHN - Starker Besatz und damit Futterverlust im Grünland.
Hier ist mit mehr als 50% Ertrags-Masseverlust bzw ca 2 t TM/ha durch den Krautbesatz zu rechnen.
Bei einem Heupreis von 20 Cent/kg entspricht das einem Ernteentgang von ca 200 € je Hektar beim ersten Aufwuchs.
Der entgangene Ertrag verdoppelt sich für das ganze Jahr durch die bleibenden Lücken in der Grasnarbe auf ca 400€/ha.
Bei einem 20 ha Grünland Betrieb kann damit der Einkommensverlust ca 8000 € betragen.
Rechnet man mit jährlich für die Regeneration mit 10kg/ha Saatgut á 5 €/kg sind das bei 20 ha: 20x10x5= 1000 € jährliche Investitionskosten. Da bleibt ein Rohertrag von 7000 € im Jahr.
Wie bekommt man eine deratige Verzinsung seiner Investion mit 700% ?
---> Wenn man die konsequente Grünlandverbesserung in die eigene Hand nimmt !
MOTIV und MOTTO
In vielen Wiesen ist oft viel mehr drin, als was man erntet.
Wiesen kann man nach jedem Schnitt oder nach der Weide etwas verbessern.
Schließlich ist in Österreich jeder m² Grund kostbar.
Und man muß für jeden m² seine Steuer und Sozialversicherung zahlen,
ob dort beste Futtergräser wachsen oder kein Futter steht.
"Viel Milch aus der Kuh nur rinnt, wenn der Bauer ihr gutes Futter bringt"
Einleitung
Der neue Milchmarkt schafft ganz neue Bedingungen für die Grünlandnutzung, nachdem es keine Lieferbeschränkung mehr gibt. Darauf wird und muss jeder Milchbauer aus Gründen der Wirtschaftlichkeit über kurz oder lang reagieren, egal wie man dazu steht. Der Milchpreis reagiert bekanntlich sehr sensibel auf Milchüberangebote ohne Absatz. Heute gibt es für unsere hohe Milchqualität gute Absatzchancen in aufstrebenden Länder wie China. Der Beitrag soll motivieren und zeigen, wie man das meiste Milchgeld mit guten Futtergräsern aus Futterwiesen holt.
Das Einfrieren der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Milchkontingentierung führte vielfach zum einem auffälligen Bewußtseins– und Wissensverlust für eine selbstverantwortliche erfolgreiche Wiesenbewirtschaftung. Sicher hat damals die Schaffung stabilerer Preise und Absatzmärkte auch seinen Wert gehabt. Der Preis dafür war anderseits ein Entwicklungs-Stillstand, sich mit der schleichenden absinkenden Futterqualität in Wiesen zu beschäftigen. Vielfach sah ich nach einem Jahrzehnt Düngungsverzicht die unbemerkte, stillschleichend laufende Ausbreitung von Giftpflanzen und futteruntauglichen Wiesenpflanzen in naturnahen Extensivwiesen. Ich sah und hörte in der Beratung wie solche Betriebe vielfach an Futtermangel leiden.
Der Beitrag zeigt die Möglichkeiten auf, wie man Futterwiesen wieder auf Schuß bringt. Dabei geht es auch darum, das Hochleistungseiweiß für gute Milchleistungen selbst zu erzeugen. Damit ist Sojakraftfutter weitest gehend verzichtbar. Das hat positive Auswirkungen auf das Klima. Klimaschädigende Sojaimporte werden damit zurückgedrängt. Dem steigenden Sojabedarf werden ja immer neue Urwaldbrandrodungen für neue Sojaflächen nachgesagt.
Wie Sie Ihre Wiesen auf Ertrag bringen
Nur wer die besten Futtergräser kennt, hat Ertrag und Qualität bei den Wiesen in Kontrolle seiner Hand. Zuerst sollten Sie wissen was die guten und besten Futtergräser und nun wirklich sind. Zum Trost: Es sind nur ein paar wenige. Natürlich gibt es noch andere gute Futtergräser. Aber da müssen Sie wahrscheinlich 3 bis 10 Jahre oder gar ewig warten bis Sie zum Futter von morgen etwas beitragen. Also nutzen Sie nur die Gräser, die erfolgreich sind.
Die besten Futtergräser für Einsaaten
Für die Wiesenverbesserung bei Vielschnittnutzung durch Einsaaten ohne Umbruch sind folgende FUTTERGRÄSER, im Wesentlichen diese VIER Gräserarten in der Regel:
a) die leistungsfähigsten und die
b) durchsetzungsfähigsten
bei den (nieder-) österreichischen voralpinen Klimabedingungen mit 600 - 1000 mm Niederschlag.
1. Knaulgras,
2. Deutsches Weidelgras,
3. Glatthafer, auf nicht nassen Wiesen
4. Goldhafer5. Rohrschwingel,vor allem als vorläufige Testpflanze für einen Einsaatversuch, da sie eine enorme ökologische Breite hat von Überschwemmung bis Trockenheit und ist ziemlich trittfest. Sie hat auch eine gute Erkennbarkeit in neuen Saaten und man sieht daher der Erfolg viel deutlicher als bei vielen Arten.
Die Gumpensteiner, im besonderes Pötsch bzw. seine Mitarbeiter beharren seit Jahren daran fest, den Rohrschwingel abzuqualifizieren. Trotz meiner Kritik halten sie unbeirrlich fest, Rohrschwingel in ihren Unterlagen sogar als
"landwirtschaftlich wertloses Unkrautgras"
zu bezeichnen.Dabei gibt es diesen vermischeten und botanisch widersprüchlichen Begriff gar nicht. Trotz der Hinweise wurde beim folgenden Seminar ohne Korrektur wieder die selben Unterlagen mit
"Unkrautgras" verteilt.Folgende Beratungsunterlage zeigt, die PÖTSCH in seinen kostenpflichtigen Pflanzenbestimmungskursen verteilt, wie die Gumpensteiner Rohrschwingel zwiespältig beurteilen, weil nicht klar zwischen Wildpflanzen und Zuchtpflanzen unterschieden wird.
In der Kommission für die Zulassung von Saatgutmischungen plädierten dagegen die Gumpensteiner BUCHGRABER und PÖTSCH für die Verwendung von Rohrschwingel in den Mischungen auf Vermutung hin ohne solide Prüfung auf Eignung österreichischer Standorte:
Je nach Lage und Durchsetzungsvermögen kommen auch andere Arten wie Wiesenrispe und Wiesenfuchsschwanz und verschiedene Kleearten in Frage. Diese Arten gedeihen teils aber nur unter besonderen Bedingungen wie Standort und Nutzungsart gut, weil sie recht artspezifische Ansprüche stellen.
Zur Vertiefung des Wissens von Gräsern empfehle ich meinen - in Google leicht findbaren und frei downloadbaren GRÄSERFÜHRERSCHEIN. In Praxisseminaren dazu lernen Sie unter persönlicher Anleitung die wichtigsten Futtergräser mit ihren Ansprüchen im Wirtschaftsgrünland erkennen. Die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale der Futtergräser und Grünlandpflanzen werden dabei erklärt und besprochen. Sie erfahren so den Futterwert und Zeigerwert, das Ertragspotential, die Ausdauer und Nutzbarkeit, den Umweltnutzen sowie und die Bedeutung von Biodiversität von Gräsern und Kleearten. Viele Hinweise stehen auch in Fachbüchern von DEUTSCH, GALLER, BUCHGRABER und DIETL. Meine Web-Linksammlung mit informativ illustrierten Beschreibungen wichtiger Gräser-findet man hier: http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Pflanzen+Graeser+Kraeuter+erkennen
Wie Sie beste Futtergräser in Ihre Wiesen einbringen
Die eindeutig beste und wirksamste Verbesserung der Wiesenerträge erzielt man bei Neuanlagen mit Umbruch. Der Umbruch wird wegen Aufwand und Kosten ist nur mehr Gunstlagen durchgeführt, zudem verursacht einen mindestens halbjährigen Futterausfall.
Die Einsaat und Übersaat kam, da in steilen Grünland-Berggebieten heute kaum mehr Ackergeräte zum Umbruch und Anbau vorhanden sind. Auch schwere Einsaatgeräte sind in steilen und nassen Lagen untauglich, da sie die Grasnarbe beim Wenden mehr zerstören als schonen.
Rotoreggen – Wiesenanlage in einem Zug
Mit Rotoreggen wie ROTOTILLER und UMKEHR-ROTOR-EGGEN kann man Wiesen IN-EINEM-ZUG neu anlegen - und das vom Frühjahr an bis in den August. Das erspart die mühevolle und zeitaufwändige Arbeit von Umbruch, Saatbettbereitung und Saat. Ist die obere Bodenkrume nach der Saat zu locker walzt man zum besseren Aufgang. In Niederösterreich sind Wiesenanlagen mit dem ROTOTILLER sehr gut gelungen. GALLER berichtet bei Wiesenanlagen mit UMKEHRROTOREGGEN mit guten Erfahrungen in Salzburg. Es fehlen aber zahlreiche breitgestreute Erfahrungen.
Smarte, leichte Wieseneinsaat-Technik mit Zukunft
Unter leichten Wieseneinsaat-Geräten verstehe ich Einsaaten mit geringer Bodenbelastung und keinen Narbenschäden beim Wenden am Berg. Das sind:
Die überraschend gute Wirkung von Wieseneggen bestätigt auch ELSÄSSER, indem er schon 2007 schreibt:
Eggen bringt sowohl hinsichtlich des Schließens von Lücken große Vorteile.
Die Wirkung der Egge
ohne Nachsaatmaßnahmen war mit fast allen geprüften Nachsaatvarianten vergleichbar.
Das ist hier schwarz auf weiß als als Versuchsergebnis im vollen Text klar nachzulesen:
https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/ipz/dateien/aggf_2007_elsaesser_gruenewald.pdf
Ich halte Einsaaten mit leichten und smarten Techniken für aussichtsreicher als schwere Einsaatgeräte - die BUCHGRABER,
aber ohne wissenschaftlich publizierter VERSUCHSDATEN EMPFIEHLT -
weil die schweren Striegel die Reste guter Gräser der Grasnarbe zusätzlich wahllos zerstören und weil solche Einsaat-Striegel auch nicht garatieren, dass das gesäte Saatgut in einem verunkrauten, ungespritzen Wiesen kaum keinem und aufkommen kann !!!
Frühjahrseinsaaten mit schweren Einsaatgeräten schädigen Narbe und Ertrag - ACHTUNG!
Drei 3-bis 6-jährige Einsaat-Exaktversuche (SCHECHTNER; PÖTSCH; SAUTER) belegen, dass Frühjahrseinsaaten in den meisten Fällen den Ertrag mindern statt verbessern. Schwere Einsaatgeräte schädigen mutwillig die alte Narbe, um der Einsaat Platz zu machen. Da die Einsaat den Ertragsausfall überwiegend nicht wettmacht, kommt es leicht zu Ertragsminderungen. Frühjahrseinsaaten verursachen statt besserer Erträge und Qualitäten also Kollateralschäden durch die Schädigung der Altnarbe. Schädigend wirken vor allem Wiesenstriegel und Schlitzdrillsaat. Nur die Einsaat mit Wiesenegge war bei Frühjahreseinsaaten auffällig ertragsverbessend und reduzierte sogr die Gemeine Rispe besser als der Güttler-Starkstriegel (SAUTER; ELSÄSSER).
Begünstigen Wieseneinsaatstriegel sogar die Gemeine Rispe?
Einsaatstriegel begünstigen die Gemeine Rispe aus folgenden handfesten Gründen.
- Die Gemeine Rispe bildet ein ganz feines Netz an Wurzelausläufer an der Bodenoberfläche. Diese feinen Wurzelausläufer werden durch das Striegeln teils herausgerissen, teils bleiben sie im Boden. Diese ausgezogenen Wurzelausläufer werden durch das Striegeln in Fahrtrichtung auf der Fläche verschleppt, ausgebreitet und verteilt.
- Die durch das Striegeln teils herausgerissen, teils über die Wiese verschleppten Wurzelausläufer haben an der Bodenoberfläche wieder Chancen zur weiteren Ausbreitung.
- Die vielen inzwischen ausgefallenen Samen der Gemeinen Rispe werden zusätzlich durch Einsaatstriegel geradezu zum Keimen und Samenverbreitung anregt.
- Die Gemeine Rispe liebt besonders gelockerte frischfeuchte Bodenoberflächen. Einsaatstriegel, Engerlinge, Mäuse und Maulwurfshügel lockern den Boden an der Oberfläche und fördern damit die Gemeine Rispe.
- Die Gemeine Rispe liebt besonders mit schweren Geräten oder Hufen zertretene, zerdrückte und zerqueschte feuchte Böden (Gatschböden), da sie darauf besser wachsen kann als andere Arten.
- Werden solche zu feuchte Böden mit schwerem Gerät befahren, wird der Unterboden verdichtet, sodass dort die guten Futtergräser mit ihren tieferen Wurzeln kaum Chancen zur Nährstoffaufnahme haben.
- Für die Gemeine Rispe mit ihren bodenoberflächennahen Wurzeln ist das eine ideale Umwelt, weil dort ihre Konkurrenten nicht wachsen können.
- Für die nur bodenoberflächennah wurzelnde Gemeine Rispe ist das ideales Umfeld, weil damit ihre Konkurrenten - die guten Futtergräser – unterdrückt werden.
Das begründet meinen Eindruck und Verdacht:Je mehr mit schwerem Gerät wie Striegeln gefahren wird, umso mehr verbreitet man die Gemeine Rispe auf der ganzen Fläche.
Bilder zur Ausbreitung der Gemeine Rispe durch ihr zahlreichen Wurzelausläufer an den Knoten von Halm und Wurzel der Pflanze.
Es genügen dazu bereits ein geringer Besatz von dieser Wildpflanzen, dass sich die Gemeine Rispe wieder erneut ausbreitet. Wiesenstriegeln und intensives Befahren von Wiesen fördern demgemäß die Ausbreitung der Gemeinen Rispe außergewöhnlich - nach meiner Erfahrung.
Es ist daher ziemlich unverständlich, dass trotz Versuchserfahrungen und solcher Praxiserfahrungen in Östeterreich, das Starkstriegeln als derzeit modernstes Verfahren zur Bemämpfung der Gemeinen Rispe von den Gumpensteiner Grünlandexperten empfohlen wird.
Gumpenstein hat nach meinen Informationen auch keine nachhaltig mehrjährig erfolgreiches Bekämpfungs Ergebnisse für die Gemeine Rispe vorgelegt. Und wenn sie es haben sollen sie breit veröffentlichen wie den propagandistischen Unfug mit dem Starkstriegel. Der wird nämlich ohne fundierte und international publizierten Beweise extrem propagiert. Bei Firmen und Bauern werden nämlich auf diese Weise ziemliche falsche Hoffnungen geweckt, weil sie auf fehlenden nicht signifikant soliden Ergebnissen mit hoher Reproduktivität beruhen. Es wird vielmehr mit dem typischen BIAS Täuscheffekt unkontrollierter, bislang sogar undokumentierter Einzeleffekten viel proagandistischer Wind bei Bauern und Studenten gemacht, ohne dass solide Wissenschaft mit handfeste Ergebnissen dahinter stehen.
Gäbe es diese, so hätte ich diese schon längst hier anschaulich publiziert.
damit auch die Welt die Ergebnisse bzw. Behauptungen nachprüfen kann.
Fortsetzung folgt ...
Dieses Bild zeigt:
Bessere Milchleistungen gibts nur bei hoher Futterwertzahl mit Wiesenfutter - trotz Kraftfuttereinsatz (FWZ-Skala: -1 bis 7)
Mittlere Milchleistung in 3 Jahren in 22 Grünlandbetrieben
Nordwestdeutschlands 2005-2007.
Quelle:Bewertung von Pflanzenbeständen und Milchleistung Ökobetrieben Nordwestdeutschlands M. Vormann1 , U. von Börstel2, E. Leisen 1 Abb.: Milchleistung, Kraftfuttergabe und Futterwertzahlen in Öko-Grünlandbetrieben (Milchleistung und Kraftfuttermenge: dreijähriges Mittel, unberücksichtigt: Moor- und Trockenstandorte)
Gräserführerschein
Die derzeitige Situation der Futterwiesen mit Wuchstumsstillstand beim Wintereinbruch am 1. April 2015 in meiner Heimat im Mühlviertel in Oberösterreich bei einem Spaziergang in der Osterwoche. Der Tag an dem die Milchkontigentierung in der EU und Österreich aufgehoben wurde.
NEU 2015 - ab sofort:
Spontanberatung
durch den Futterwiesenexperten HUMER
Sie wissen sicher wie man mit einer kleinen Investition am meisten bewegen kann?
: Mit mehr Wissen aus erfahrender und kompetenter Hand !
Mit einem Experten am Feld vor Ort erfahren Sie das Neueste, das Entscheidende und das Wichtige.
Und zwar sofort und spontan - ohne X Fachartikel, Bücher, etc zu suchen, lesen und studieren zu müssen.
So kommt man am leichtesten zu besten Informationen und zahlt das wenigste Lehrgeld.
Nutzen Sie daher dieses Wissen eines einmaligen Futterwiesen-Experten mit über 30järiger Futterwiesen-Erfahrung in Beratung, Vorträgen, Seminaren, Weisenbegehungen und Fachbeiträgen.
Für die nächste Zeit biete ich
als TEST
versuchsweise kostenlose Telefonauskünfte und begrenzte, aber
schnellstmögliche Spontan - Beratungen für Ihre zu verbessernden Wiesen an Ort und Stelle nach Vereinbarung an.
Am besten Sie informieren sich dabei schon vorher über meine Fachbeiträge im Web
unter
http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com
und
http://de.slideshare.net/JohannHumer
um vorweg zu profitieren.
Anmeldung zur Spontanberatung:
johann.humer@gmail.com
Mailen Sie mir Ihren Wunsch mit wenigen Worten oder schreiben Sie kurz über Ihr Problemmit ihrer Telefonnummer und ihrer Gegend / Lage - ich rufe ehestens zurück.
Ich bin an der Stimmungslage zum obigen Fachthema sehr interessiert !Wer seine Meinung oder Stimmung dazu äußern will, kann dies einfach mit einer EMAIL an mich tun:johann.humer@gmail.comMFG