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Mittwoch, 11. Juli 2018
Holen Sie mehr Milchgeld aus guten Futterwiesen
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Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
Wiesen clever verbessern Nur saeen was fehlt und Ertrag bringt
- Dipl. - Ing. Johann HUMER
- 29. November 2013
- Wiesen clever verbessern: Nur säen was fehlt und Ertrag bringt!
- Die gute Bodenfeuchte im Frühjahr und der oft offene Boden im Frühjahr durch Schädlinge oder Verletzungen der Wiesennarbe vieler Wiesen ist eine gute Chance zur Wiesenverbesserung durch Einsaaten. Praktiker die ihre Futterwiesen wieder auf Schwung bringen wollen sollten dieses Zeitfenster als günstige Gelegenheit nutzen um die Lücken mit den besten und ertragreichen Wiesenfutterpflanzen zu füllen, bevor Unkräuter die Lücken ausnutzen. Das wichtigste Merkmal ertragsreicher Wiesen ist ein hoher Gräseranteil mit wertvollen Zuchtgräsern. Zumindest 80% an wertvollen Futtergräsern solllte man im Bestand anstreben. Mit der gezielten Auswahl der wirklich wüchsigen Futtergräsern wird auch das Saatgut effizienter eingesetzt. Man will ja nur den Ergänzungsbedarf fehlender Grasarten säen. Damit vermeidet man auch die verlorenen Kosten für kaum, langsam oder nie wüchsige Arten fertiger Einsaatmischen. Mit dem Wissen über Eigenschaften und Ansprüche der ertragreichsten Edelgräser kann man die Futterwiesen gezielt in Richtung beste Qualität und Ertrag trimmen. Letztlich hat jeder Grünlandwirt sicher seien Freude daran, wenn jene gesäten Arten zielgenau heranwachsen, die er mit Mühe gesät hat. Edelgräser und Klee im Überblick Alle Futtergräser haben bestimmte Vorteile wie Nachteile. Auskunft über die wichtigsten Eigenschaften und Ansprüche gibt folgender Überblick. Knaulgras ist das am breitesten einsetzbare und ertragsreichste Edelgras – selbst bis in Lagen von 1000 m Seehöhe. Junge Saaten bilden dabei besonders auffällig extrem lange und breite Blätter in den ersten Jahren nach der Saat. Jung angewachsenes Knaulgras sticht im Bestand immer durch die viltalen, kräftig grünen Blattfarbe besonders leicht in Auge. Der enorme Blattanteil jung gesäter Bestände ist die Energiefabrik dieser Grasart. Wird diese Blattmasse vor dem Erscheinen der verholzten Samentriebe siliert, bringt Knaulgras die höchsten Blattmasse und Energiegehalte. Die sehr breiten und bis zu ½ Meter langen jungen Knaulgrasblätter haben infolge ihrer grosse zusammenhängenden Masse auch kaum Bröckelverluste. Solche Jungpflanzen mit höchster Energiekonzentration gelangen daher nur mit minimalen Futterverlusten bis zum Futterbarren. Knaulgras wächst auf allen Futterwiesen gut, wenn es ausreichend mit Wirtschaftsdünger oder NPK-Dünger und Kalk versorgt wird. Es ist sehr winterhart, dauerhaft und auch bei Trockenheit zuverlässig. Auch bei intensiver und früherer Nutzung ist es rund gut 5 Jahre lang ausdauernd. Sein einziger Nachteil ist die grobe Struktur der rohfaserreichen Stängel nach dem Ährenschieben. Daher ist die Mahd vor dem Ährenschieben wichtig. Rotklee ist die ertragreichste Kleeart der Futterwiesen. Seine Menge ist in Wiesen mit der Saatmenge gut steuerbar und entwickelt sich im Gegensatz zur Luzerneinsaaten höchst zuverlässig. Es stellt wenig Ansprüche an den Boden braucht nur eine mittlere PK-Nährstoffversorgung (60 kgPhosphat und 200 Kali kg/ha/Jahr).
- Im Gegensatz zum Weißklee ist Rotklee wesentlich ertragreicher und seine Bröckelverluste sind viel geringer. Für Wieseneinsaaten ist ein Anteil von 10-20 % optimal. Zu hohe Anteile sollen aus Schutz vor Kleemüdigkeit nicht angestrebt werden. Bei erstmaliger Einsaaten hat sich 5 kg Rotklee/ha bewährt. Wenn er sich gut entwickelt, kann er bei weiteren Einsaaten weggelassen oder auf 1 kg/ha reduziert werden. Durch seine Pfahlwurzel ist er dem Weißklee und Hornklee in Trockenzeiten ertraglich klar überlegen. Weißklee ist in Wiesen oft genug vorhanden, sodass er nur selten und daher bei Bedarf einzusäen ist. Er ist ein sehr guter Bodenbedecker und Eiweißlieferant. 2013 habe ich entdeckt, dass Weißklee als starker Bodenbedecker die natürliche Kampfpflanze gegen die Gemeine Rispe ist. In schwachen niedrigwüchsigen Beständen breitet er gern zu stark aus. Ab Anteilen von 20% unterdrückt er sogar den Wuchs guter Gräser und mindert damit den Futterertrag. In Vielschnittwiesen (4-7 Schnitte) in warmen Lagen in Niederösterreich wird in letzten Jahren das natürliche Einjährige Raygras oft völlig bestandesbeherrschend. Solche Horstgraswiesen mit ihrem oft offenen Boden sind durch das viele Befahren zusätzlich sehr anfällig für das Eindringen von unerwünschter Gemeine Rispe. Haben aber Einjährige Raygraswiesen eine gute bodennahe Bodenbedeckung mit Weißklee kann keine Gemeine Rispe eindringen. Sind Wiesen mit durch Gemeine Rispe verseucht kann Weißklee leicht als natürliche Kampfpflanze zur Bekämpfung der Gemeine Rispe eingesetzt werden. Das von BUCHGRABER propagierte Herausreissen der Gemeinen Rispe durch Herausstriegeln mit Starkzinken mit Fahrten in kreuz und querer Richtung, wurde aber gar nicht auf dauerhafte Effizienz wissenschaftlich fundiert untersucht. Bedenklich ist dabei gar der dann notwendige Abtransport von massenhaft Sodmassen von leicht über 50 t / ha ist aus meiner Sicht vielmehr kontraproduktiv, weil die Bodenstruktur durch das weiter intensivierte Überfahren weiter zerstört wird und damit den Wuchs von Gemeiner Rispe sogar noch fördert. Fördern wird auch der schon inzwischen stattgefundene riesige Samenausfall von Gemeiner Rispe ihre weitere Ausbreitung und Keimung durch diese intensive Striegel-Bodenbearbeitung. Englisches Raygras ist das energiereichste Wiesengras. Im unserem Klimaraum ist es nur in Dauerweiden infolge seines Betrittbedarfes dauerhaft. Bei der Schnittnutzung verliert es diese ausdauernde Eigenschaft. Englisches Raygras liefert so wie Rotklee nur im ersten Jahr Höchsterträge. Nach 2 Jahren wird der Ertrag bei Englischem Raygras wie bei Rotklee unbedeutend. Wer die hohen Energieerträge von Englischem Raygras dauerhaft ernten will, muss es mindestens alle 1-2 Jahre einsäen. Profis säen es sogar 2-3 Mal im Jahr ein und walzen es nach der Ernte um laufend Spitzenerträge und Topfutterqualitäten für leistungsstarkes Milchvieh parat zu haben. Englisches Raygras ist nur im ersten und letzten Aufwuchs sehr blattreich und rohfaserarm. In den heißen Monaten entwickelt es rasch Ähren mit verholzten, drahtigen, energiearmen Halmen. Raygräser sind zudem sehr verschieden rostanfällig, sodass es empfehlenswert ist, immer mehrere und unterschiedlich anfällige Sorten zu wählen, um der Verrostung vorzubeugen. Gute Erträge bei Raygras wie Knaulgras erfordern langfristig auch eine ausreichende Nährstoffzufuhr mit NPK (ca 100-200 kg N, 50-80 kg Phosphat und 200-300 Kali/ha/Jahr). Die Konsequez dieser Nachteile ist, dass Engl. Raygras unter unseren Verhältnissen entweder nur in mäßigen Anteilen sinnvoll ist oder nur eine intensive jährlich wiederholte Dauereinsaat erfolgreich sein kann. Für Mutterkuhbetriebe ist zu beachten, dass sich Englisches Raygras sich selbst in den recht trockenen Lagen in Ostösterreich in Weiden wesentlich besser als die Wiesenrispe entwickelt. wiesencleververbessern2013-131129070608-phpapp02-reupload.doc 2/6
- 3. Goldhafer ist ein sehr wertvolles , feinhalmiges und feinblättriges Futtergras, das besonders in Mittelgebirgslagen bei 2-4 Schnitten oft überhand nimmt, weil es durch das raue Klima dort sehr begünstigt wird. Als konkurrenzstarke Art ist Goldhafer in Einsaaten eine ideale Bereicherung der Bestände in Ergänzung zum gröberen Knaulgras. Goldhafer hat aber einen schwerwiegenden Nachteil. Er führt bei dauerhaft zu hohen Anteilen von mehr als etwa 50% (Spannbreite 40-70%) in der Ration zur Calzinose. Calzinose kann infolge überhöhter Vitamin D Gehalte des Grases bis zu Vergiftungen mit Todesfolge führen. In NÖ trat zuletzt bei einem Goldhaferanteil von 70% die nahezu verschwundene tödliche Erkrankung bei Rindern und Schafen 2009 wieder mehrfach auf. Goldhafer ist daher bei Einsaaten jedenfalls wegzulassen, wenn er bereits 10-20% Anteil im Bestand hat! Nutzt man Goldhafer als optimale Ergänzung zum Knaulgras als Einsaat muss man den Goldhaferanteil seiner Wiesen kennen. Weitere Nachteile sind die schlechte Fließfähigkeit in Sägeräten infolge der zarten 3 Grannen je Samen und der hohe Preis mit über 20€/ha. Wiesenrispe ist ein ertragschwaches Untergras mit der Kraft sehr dichte Narben zu bilden. Sie ist extrem trittverträglich wie Weißklee und Englisches Raygras und gedeiht nur wirklich gut in höheren Lagen mit genug Niederschlag. Ihr Schwachpunkt ist der niedrige Ertrag und die extrem langsame Anfangsentwicklung. Deswegen setzt sie sich in den Grünlandgebieten Niederösterreichs mit unter 900 mm Niederschlag bei Einsaaten nicht wirklich durch. Ihre Stärke hat sie aber in Weiden höherer Lagen und eignet sich ideal zur Einsaat offener, stark betretener Weidestellen da sie dort dichte Narben bildet. Timothe ist das spätestreifste Futtergras im nö. Grünland. Seine früher so bedeutende Rolle wie in der Buckligen Welt hat es völlig verloren. Timothe kann wegen seiner extrem späten Samenreife infolge der heute immer früheren Wiesenutzung zwecks hoher Energiegehalte überhaupt nicht mehr aussamen. Nur bei 1- und 2-Schnittwiesen und höheren Lagen wie Almen zeigt es seine Stärke. Timothe hat heute seine Bedeutung nur in extensiven Heuwiesen und auf Almen infolge seiner guten Frostresistenz. Wiesenschwingel ist ein gutes mittelzartes Obergras. Leider ist es so konkurrenzschwach, dass es meist von wüchsigen Arten verdrängt wird. In Einsaaten setzt es sich deshalb kaum durch. Nur bei optimalen Verhältnissen hinsichtlich Klima, Boden und Düngung hat es bessere Chancen zur Entwicklung. Er verlangt eine gute Düngung, warme Lagen, frische und schwere Böden und versagt auf trockenem Sand, sauren Böden und bei Nässe. Rotschwingel und Rotstraußgras wachsen bevorzugt auf sauren, mageren und kaum gedüngten Böden. Rotschwingel ist wegen seiner steifen, harten nadelartigen Blätter schwer mähbar und zudem ertragsschwach. Die zähen Blätter liefern zudem nur geringe Futterqualität. Rotschwingel und Rotstraußgras haben nur in höheren, rauen Lagen eine Bedeutung wo bessere Arten nicht mehr gedeihen. Besonders der Ausläufer-Rotschwingel kann Lücken gut schließen. Rotstraußgras findet man meist nur auf sehr saueren Böden, wo gute Futtergräser kaum mehr gedeihen. wiesencleververbessern2013-131129070608-phpapp02-reupload.doc 3/6
- 4. Glatthafer ist ein sehr hoch- und massenwüchsiges Obergras. Bestwüchsig ist es in gedüngten warmen hängigen Südlagen der Berggebiete und auch in rauen Lagen. Vom Wuchstyp ist es ein mittelbis feinstängeliges Horstgras mit hochwertiger Futterqualität. Bislang galt es als klassisches Heugras. Beobachtungen seit 2000 zeigen, dass es neuerdings sogar auch 4-Schnittwiesen beständig ist. Es ist kampfkräfig und zeigt bei Ansaat entgegen den meisten Gräsern eine zunehmende Anteilstendenz, was positiv ist. Entgegen bisherigen Lehrmeinungen ist es aber im Fall vom sogar Mutterkuhweiden im Weinviertel bei Ansaat beständig. Glatthafer stellt keine hohen Bodenanforderungen und ist in der Natur häufig auf mageren und trockenen Standorten verbreitet. Glatthafer braucht für gute Erträge ein mittleres Düngungsniveau. Ungeignet sind flachgründige und nasse Böden sowie Beschattung. Zur Auswahl der besten Zuchtsorten sollten die Ergebnisse der österreichischen Zuchtsortenprüfung bei Gräsern und Kleearten intensiv genutzt werden. Informieren Sie sich dazu kostenfrei (!) unter: www.ages.at wiesencleververbessern2013-131129070608-phpapp02-reupload.doc 4/6
- 5. Kompakter Sortenüberblick aus der österr. Sortenwertprüfung 2009 der besprochenen Arten (Quelle: AGES,2009). Knaulgras Englisches Raygras Goldhafer Timothe Glatthafer Wiesenrispe Wiesenschwingel Auslaeuferrotschwingel Rotes Straussgras Luzerne Rotklee Amba, Ambassador, Baraula, Barexcel, Intensiv, Lidacta, Lidaglo, Tandem Aberavon, Aberdart, Abersilo, Alligator, Aubisque, Barnauta, Calibra, Cavia, Ernesto, Foxtrot, Guru, Heraut, Kimber, Lihersa, Lipresso, Liprovence, Montando, Option, Pimpernel, Prana, Premium, Respect, Sponsor, Telstar, Tivoli, Tornado, Trani, Turandot Gunther, Gusto, Trisett 51 Comer, Kampe II, Licora, Liglory, Lirocco, Lischka, Tiller Arone, Median Adam 1, Balin, Compact, Lato, Limagie, Monopoly, Oxford Cosima , Cosmolit, Darimo, Laura, Leopard, Lifara, Limosa, Pradel, Premil, Stella Condor, Echo, Gondolin Gudrun, Red Mountain Amelia, Alpha, Daphne, Derby, Europe, Franken Neu, Maya, Mercedes, Palava, Planet, Sitel, SW Nexus, Symphonie, Vlasta Amos , Gumpensteiner, Astur, Beskyd, Diplomat, GKT Tetra, Global, Kvarta, Larus, Lemmon, Mercury, Merula, Milvus , Pavo, Reichersberger Neu, Start, Taifun, Tedi, Temara, Tempus, Titus, Vesna, Vulkan, Renova, Vanessa Gute Kenner der Futtergräser können bei der gezielten Wahl ihr Geld für das Saatgut damit viel gezielter und effizienter einsetzen als bei fertigen Wiesensaatgutmischungen. Fertige Wiesensaatgutmischungen mit ihren vielen Arten, haben ihren Nutzen, dass man testen kann, welche Gräser- und Kleearten jeweils auf einem Wiesenboden wirklich spürbar was zum Ertrag beitragen. Voraussetzung ist nur die gesäten Arten im Bestand zu erkennen. Man kann sich dadurch Kosten für das Saatgut von Arten ersparen, die sich nicht durchsetzen. Fertige Wiesensaatgutmischungen mit ihrem breiten Gießkannenprinzip - möglichst viele Arten zu säen damit sie bei möglichst vielen Wiesenstandorten in Österreich einige passende Arten dabei sind – widerspricht dem Prinzip einer standortspezifischen Artenauswahl. Wer daher nur jenes sät was fehlt und Ertrag bringt, hat den Vorteil der Kostenersparnis für Saatgutarten, die nichts bringen und zudem den Ertragsvorsprung infolge standortspezifischer besser wüchsiger Futterarten. wiesencleververbessern2013-131129070608-phpapp02-reupload.doc 5/6
- 6. Fazit Der Beitrag zeigt dass alle Gräser und Kleearten standortspezifische Vor- und Nachteile haben. Mit der Kenntnis dieser Futterarten hat jeder Grünlandwirt das Steuer in der Hand jene Arten zu wählen und säen, die für jede Futterwiese die geeignetsten Arten sind. Gleichzeitig wird damit das Saatgut so effizient wie möglich eingesetzt. Knaulgras , Englisches Raygras und Rotklee die besten und schnellsten Ertragslieferanten auf Futterwiesen
- 7. Fazit Der Beitrag zeigt dass alle Gräser und Kleearten standortspezifische Vor- und Nachteile haben. Mit der Kenntnis dieser Futterarten hat jeder Grünlandwirt das Steuer in der Hand jene Arten zu wählen und säen, die für jede Futterwiese die geeignetsten Arten sind. Gleichzeitig wird damit das Saatgut so effizient wie möglich eingesetzt. Knaulgras , Englisches Raygras und Rotklee die besten und schnellsten Ertragslieferanten auf Futterwiesen
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Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
Glatthafer Goldhafer wichtige Bergwiesengräser in Österreich
Glatthafer und Goldhafer
stärkste Gräser guter Futterwiesen
für den fortschrittlichen extensiveren Grünlandbetrieb auch in Ungunstlagen mit Spitzenfutterqualität ohne Intensivierungsbedarfund gleichzeitig heimisch, konkurrenzstark, langlebig undmäßigem Düngebedarf
Überlegene Glatthafer Ertragswirkung im Feldfutter ab dem 2. Ertragsjahr !
Überlegene ROTKLEE Ertragswirkung im Feldfutter NUR IM ERSTEN Ertragsjahr !

Glatthafer und Goldhafer sind LANGFRISTIG die kampfkräftigsten und durchsetzungsfägigsten heimischen Gräser vieler unserer Futterwiesen.
Noch dazu sind diese 2 Gräser ohne Zweifel stark in den Jugendentwicklung und das langfristig. Das kann man von meisten anderen Futtergräsern nicht behaupten. Warum wird dann GLATTHAFER nicht so breit wie möglich eingesetzt und bestmöglich genutzt? - Weil unser SYSTEM dazu viel zu
wenig flexibel ist. Gerade was GLATTHAFER und zT GOLDHAFER betrifft ist das SYSTEM: übersteigert orthodox und betont dogmatisch lehrhaft, unbeweglich, einseitig, festgefahren, wenig verbesserlich, engstirnig, rechthaberisch und starrköpfig - einfach ziemlich blind und einäugig. Schuld ist, dass nur eine viel zu kleine offizielle monistische Forscher - und Vordenkerschule den Ton angibt - und damit fehlt einfach eine beflügelnde Konkurrenz in der Futterwiesenforschung. Darin sehen freie Vordenker wie Roman SCHAFFER , Norbert ECKER und eloquente EM- und Steinmehlpropagandisten ihre gewerbliche Chance. Das ist meine überzeugende und freie Meinung.
Der breite nützliche Einsatz beider Arten als gute Gräser für viele Wiesensaatgutmischungen und vor allem Nachsaatmischungen wird in Österreich von gewissen Experten geradezu hysterisch gemieden und totgeschwiegen. Erklärbar ist das durch starre scholastisch tradierte kaum überprüfte und veraltete, verstaubte Lehrbuchmeinungen zu Wiesenmischungen und eine neue grünorientierte Scheu der zuständigen Forscher zur Ertragsforschung.
Es scheint, es herrscht bei ihnen eine blinde wie viel stärkere Liebe zur Blumenwiesenliebhaberei. Man hängt sich mit den ÖPUL-Beschränkungen viel lieber das grüne Röckchen der modisch gewordenen Biodiversitäts - Liebhaberei um, statt nach den bestmöglichen Erträgen für Futterwiesen für die Praxis zu forschen. Von der Universität bis zu den Anstalten des Ministeriums vernachlässigt man zusehends mehr die einkommensbildende Produktionsforschung zugunsten produktionshemmender Umweltforschung - und das in einer vergleichsweisen zu anderen Ländern recht problemarmen Agrarumwelt. Deshalb verlangen die Bundesländer zunehmend praxis-, ertrags- und betriebsorientierte Fachhochschulen, wo was wirklich produktives für die Betriebe gelehrt und gelernt wird. Die heutigen Argraruniversitäten scheinen mehr Lehrwissen zur Kontrolle der Bauern auszubilden durch: Schadstoffhysterie bis letzten auffindbaren Schadstoffmolokül und für die Brüsseler Agrarbürokratie mit immer mehr fehlendem Praxisbezug und bürokrativer Gängelung der Bauern. Dazu hat auch PÖTSCH von Gumpenstein einen erheblichen Beitrag geleistet - durch seine für fortschrittliche Bauern nachteilhaften N-AnfallsBerechnungen je Kuh und seine sehr zweifelhaften und von Praxiserfahrungen weit abweicheneden problematischen Berechnungen der Wirtschaftsdüngerwirkung (vermutlich durch fehlende Repräsenativität und BIAS) geleistet, mit der er samt seiner überscharfen Wasserrechtsgesetzauslegung seine Studenten löchert und impft.
Dabei übersehen die Agrarwiesenforscher in ihrem Elfenbeinturm vermutlich aus bestimmtem Umweltfanatismus die wunderbaren Ertragskräfte von den zwei urheimischen Futtergräsern GLATTHAFER und GOLDHAFER.
Ihre gewaltige Rasselpropaganda allein für die ÖAG-Mischungen, die zumeist ohnedies nur am Papier und per Kommission konstruiert wurden
-ich nenne das ab nun SCHREIBTISCHMISCHUNGEN -
und deren langfristige dauerwiesengemäße Ausdauer der einzelnen Arten dabei aber sie bis heute scheinbar nicht überprüft haben - weil bislang undokumentiert - dürfte ihnen den Blick für das praktische Gedeihen und Vorkommen der einzelnen Gräserarten in der heutigen Futterwiesenbetrien ziemlich verstellen.
Würde die heimischen Forscher die wahren Naturpotentiale dieser zwei guten und lange bekannten Futtergräser genauer beobachten und studieren, würde es ihnen wie die Schuppen von den Augen fallen, welche breiten ertraglichen und ökologischen Nutzeneffekte sich damit verbinden.
So ist es mir vorbehalten, Bauern die wirklich von Futterwiesen leben und ihr Einkommen daraus generieren müssen von dem überragenden polyvalenten Mehrfachnutzen dieser zwei Futtergräser zu informieren.
Seitdem ich mich immer stärker mit den einzelenen Pflanzen von Futterwiesen beschäftige, ist mir immer stärker im Bewußtsein klar geworden, dass ja diese zwei besonders ohnedies als edel eingestufte Futtergräser (Futterwertzahl: 7) auch noch dazu gepaart sind: mit einer ganz besonders aufälligen Wuchskraft und einem starken Durchsetzungsvermögen. Also alles was man sich für alle Wiesenmischungen schon längst wünscht und wonach man schon lange sucht. Aber weil diese Arten sowenig in den derzeitigen Mischungen vorkommen, sieht man den wunderbaren "HAFER-Effekt nach HUMER" kaum.
Ich frage mich daher seit Jahren immer mehr, warum man diese wunderbaren und weitaus beständigeren und nachhaltigeren Nutzkräfte nicht viel mehr in die Hand den Bauern geben will
Wer die Naturkräfte dieser zwei wunderbaren heimischen Naturgräser einmal kennt, dem fällt sofort auf:
Glatthafer und Goldhafer entwickeln von Natur aus gewaltige Futtermatten und noch dazu mit einem bescheidenem Düngeaufwand wie er ohnedies von vielen Betrieben betrieben wird und noch weit und den österr. offiziellen SGD-Dünge-Empfehlungen für optimale Höchsterträge liegen.
Die Natur hat diese Gräser noch dazu so intrinsisch günstig ausgestattet, dass sie bei mittler und mäßiger Düngung ihre optimale Entfaltung haben und keine intensive Bewirtschaftung brauchen und auch nicht wollen.
Dazu kommen noch folgende weitere Vorteile:
Intensivwiesen verlangen dagegen mit den heute propagierten Massenertragsgräsern wie Raygräsern und Knaulgras dagegen immer frühere und öftere Nutzungen und eine höhere Nährstoffversorgung. Dazu kommt nochfür bessere Futterqualitäten immer mehr bodenschädliche Überfahrten mit immer schwerem Gerät.
Es ist noch viel zu wenig bekannt und vor allem zuwenig bewußt, dass es beiimmer mehr Überfahrten zur problematischenGatschbodenbildung kommt. Das ist erst recht der Hauptgrund für die Förderung der die Gemeine Rispe, die allein auch auf zerfahreneGatschböden gut wachsen kann, nicht aber die Kulturgräser.
gefördert. Und zwar infolge der immer mehr Nutzungen infolge oberflächennaher Bodenstrukturzerstörung durch häufiges Zerfahren bei zu feuchtem Boden.
Heute sind ja bei fortschrittlichen Betrieben inzwischen 5 Nutzungen selbst in Bergregionen in NÖ durchaus üblich. In Gunstlagen des Voralpengebietes sind mir in NÖ sogar schon 7-Schnittnutzungen bekannt. Früher galt diese extreme Nutzungsintensität in Österreich nur für das Bodenseegebiet.
Was ist nun so überzeugend, dass Glatthafer und Goldhafer so ideale Futtergräser sind?
1.
Meine letzten Recherchen ergaben zu GLATTHAFER folgendes unerwartetes erfreuliches Bild:
In Nationalparks der USA, in Tschechischen und in Wien wird
Glatthafer von den Naturschützern nicht als wertvolles Futtergras, vielmehr neuerdings sogar als unerwünschter invasiver Neophyt eingestuft, weil er sich ohne Zutun allein so stark ausbreiten kann. Da muß doch jeder Futterbauer aufhorchen! Glatthafer ist ja bei uns ein wertvolles Futtergras im Spitzenbereich mit Futterwertzahl 7 !
Zur
Den sich in Wiesen- oder NATIONALPARKS immer mehr ausbreitenden Glatthafer haben daher mit verschiedener Beweidungszeiten mit der bekannten Weideempfindlichkeit zurückdrängen wollen. Folgende Grafik zeigt andererseits die Straße zum Erfolg für Futterwiesenbauern wie dagegen mit Weide GLATTHAFER vielmehr vermehren kann - wahrscheinlich durch Herbstweide!
In Tschechien wollte man wissen wie man den Glatthafer durch Weide bekämpfen kann! Weil er immer mehr zunahm - was ja für Futterwiesen geradezu optimal ist. Es stellte sich heraus, daß Glatthafer selbst bei Weide mit Ziegen und Schafen zwar dann einwenig weniger wird, aber

Man sieht, dem Glatthafer schadet eigentlich nur die Frühjahresweide spürbar, wenn die jungen Triebe zertreten werden. Weide im Herbst fördert vielmehr zusätzlich den Glatthafer auffällig. Das kommt sicher vielen Betrieben mit ihrer häufigen Herbstweide sehr entgegen und sollten sie daher ohne besonderen Kostenaufwand nutzen.
Das einzige was dazu nötig ist:
Man braucht die Wiesen also einfach nur mit Glattfhafer Saatgut auffrischen.Und schon hat genau jenes SUPER Gras im Bestand, das von allen von Natur aus am durchsetzungskräftigsten ist, sehr beständig ist und am längsten hält.Leider fehlt Glatthafer in den heutigen allermeisten Wiesenmischungen.
Diese Erkenntnis und meine Erfahrungen mit verschiedenen Mischungen bei intensiver Mutterkuhweide in Kreuzstetten im nö. Weinviertel sowie die eigenen Feldfuttermischungsveruchen in Amstetten bestätigten mir seit Jahren den Erfolg mit Glatthafer.
Leider wird in der Lehre das vielfach bloß verstaubt gelehrte aber nicht überprüfte Lehrbuchwissen gelehrt, dass der Glatthafer so gut wie nicht weidetauglich sei und verschwinden würde.
Wenn man sich den Kurvenverlauf der Entwicklung von Glatthafer unter Weide als Maßstab hernimmt und mit der Entwicklung von Timothe, Wiesenschwingel etc vergleicht, müßte man analog bei diesem Prinzip noch viel, viel deutlicher sagen, daß wegen ihrer vielen massiveren Abnahme im Vergleich zu Glatthafer und innerhalb weniger Jahre sogar - dass vielmehr
Timothe, Wiesenschwingel für Dauerwiesen langfristig völlig tauglich wären.

Quelle:
The Impact of Different Grazing Periods in Dry Grasslands on the Expansive Grass Arrhenatherum elatius L. and on Woody Species
Jirı Dostalek • Tomas Frantık
Environmental Management (2012) 49:855–861
DOI 10.1007/s00267-012-9819-4
Dry grassland plant diversity conservation using low-intensity sheep and goat grazing management Prague -Dostalek Frantik
http://www.parkpruhonice.cz/mykosym/download/articles/Dostalek%20and%20Frantik_2008__Biodivers%20Conserv.pdf
Biodivers Conserv (2008) 17:1439–1454
DOI 10.1007/s10531-008-9352-1
Glatthafer besitzt nämlich alleine und ohne Zutun auf Wiesen und Rainen die stärkste natürliche Massenausbreitungkraft von allen unseren guten Futtergräsern, gefolgt vom Goldhafer und Knaulgras. Clevere Futterbauern werden dieses neue Wissen um diese Ausbreitungskraft sofort nützen.
Damit GLATTHAFER in Futterwiesen und genau sogut wie in Feldfuttermischungen wächst, muß er klarerweise wie alle Futtergräser erst einmal durch Anbau ausgesät werden. Mehrere eigene mehrjährige Versuchserfahrungen an der Lw. Fachschule Gießhübl zeigten mir folgendes Bild:
Glatthafer zeigte in meinen Versuchen schon mit bloß 1 kg Saatgut je ha bei mehreren Neuanlagen und Mischungszusammensetzungen einen unerwartet sicheren Aufgang und Anwuchs. Trotz 4 Schnitte je Jahr lieferten die Bestände einen beachtlichen Glatthaferanteil von sogar 5-10% der Aufwuchsmasse mehrjährig über alle Jahre und Schnitte - und das bei mäßiger Düngung. Deshalb werden ca 5 - 8 kg/ha eine optimale Saatgutmenge sein.
Meine guten Erfahrungen mit Glatthafer fanden bei den österr. staatlichen Grünlandsaatgutexperten in Gumpenstein trotz wiederholten Hinweisen bei mehreren Besprechungen und Seminaren zum Erkennen von Grünlandpflanzen kein Gehör und stießen vielmehr geradezu auf empörte Ablehnung weil sie meine unverhüllten, unerwarteten Erfahrungen und Ideen als Vordenker noch ziemlich überfordern. So hat man die schon bestehende Vielzahl an Mischungen als Ausrede, als wenn das schon ein wissenschaftliches Argument.
Auch die Narbendichte hält man bei GLATTHAFER für bedenklich. Dabei gibt es meinen Erfahrungen nach nicht nicht einmal einen sauberen wissenschaftlich definierten und klar beschriebenen Standard und noch weniger eine BIAS freie und sauber reproduzierbare Methode zur Bestimmung der Narbendichte samt der vermeintlich erwiesenen wirtschaftlichen Nützlichkeit. Hoffentlich meint da nicht jeder was anderes unter Narbendichte.
Die Gumpensteiner Grünlandsaatgutexperten PÖTSCH und BUCHGRABER dürften nämlich sogar ihren eigenen Versuchsergebnisse nicht trauen, nicht kennen oder entweder nicht wirklich ernst nehmen. PÖTSCH und BUCHGRABER haben nämlich selbst folgendes Wissen in ihren Schriften so zusammen gefaßt, wie es hier von mir so auf folgenden Nenner gebracht wird:
Sogut wie immer, wenn Glatthafer in einer vielen Versuchs - Wiesen- oder Feldfuttermischung angbaut wurde entwickelte er sich nahezu am besten aller gesäten Gräser. Glatthafer und teils auch Goldhafer und Knaulgraswurde mit den Jahren nicht wie die meisten Gräser weniger sondern nahmen fast immer auffällig und sogar beträchtlich zu. Die meisten anderen anbauten Gräser und von den Gumpensteinern heute noch unverständlich hochgelobten Zuchtgräsern wie vor allem Wiesenschwingel, Timothe, Englisches Raygras und teils Wiesenrispe werden dagegen in der Regel in wenigen Jahren nach dem Anbau immer weniger und sind dann teils extrem ausgedünnt, bis auf eher seltenere Sonderstandorte abgesehen- also schnell verlorenes Kapital bei Dauerwiesen, die JAHRZEHNTE halten sollen wie der HINWEIS mit "DAUER" wohl bedeuten soll.
Zusammengefaßt bedeutet das, dass die Gumpensteiner Superwiesen - Saatgutexperten bis heute Wiesensaatgutmischungen über die ÖAG und das Saatgutgestz propagieren von denen teils über die Hälfte der gesäten Saatgutgräser in der Entwicklung schon ab dem zweiten bis vierten Jahr stark abnehmende Tendenz hat in den Wiesen ja nahezu verschwinden. Sie täuschendamit viele unerfahrene Landwirte auf diese Weise: bei den vielen Grünlandtagen zeigen sie nämlich nur die einjährigen TOP-Bestände dem Publikum. Da sind noch die meisten gesäten Arten noch täuschend mächtig enthalten und auffallend dichter als in späteren Jahren. Sie vorführen und zeigen damit fast immer nur Saatgutmischungen her, wo man in der Regel die angesäten Arten nur in ihrem ersten und besten Jahr und Lebenswuchsstadien sieht. Sie täuschen das Publikum mit einem beliebten und klassichen wissenschaftlichen Fehler der Täuschung durch den schon lange bekannten BIAS Effekt. Also verwendet man die Methode der Potemkinschen Dörfer - also nur das Herzeigen was schön und optimal aussieht, aber in der Realität später selten der Fall ist. Eine Schwalbe im Sommer macht eben noch keinen Sommer, sagt der Volksmund dazu. Dieses Sprichwort entspricht damit genau der Schönung und Täuschung durch BIAS. Es fehlt damit die entscheidende Repräsentativität, weil die wichtige Nachhaltigkeit von Dauerwiesen im Dunkeln bleibt.
Ein vergnügliches wie lehrreiches Buch zu verschiedensten BIAS Fehlern kann ich dazu allen Interessierten und Managern empfehlen:
Rolf Dobelli
DIE KUNST DES KLAREN DENKENS
52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen
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So gut wie nichts habe ich bisher bei den vielen Tagungen oder Vorträgen von den Gumpensteinern gehört, wie sich die Bestände mit den propagierten TOP-ÖAG-Sorten und Gräserarten aus den Gumpensteiner Erfahrungen langfristig entwickeln. Dass sich langfristig nur ganz bestimmte und wenige Gräserarten wie Glatthafer, Goldhafer und zum Teil wenige andere dauerhaft halten, steht nämlich wie gut versteckt nur in den ohnedies von Bauern kaum gelesenenVersuchsberichten wie diesem:

von GERL und BUCHGRABER.
Ein Beleg Beispiel dafür ist:
Beispiel mit 4jähriger Prüfungsdauer der Hauptnutzungsjahre (GERL S. M., 2000)
Quelle: GERL Sigrid M,2000: Entwicklung des Pflanzenbestandes, Ertrag und Futterwert von Qualitätssaatgutmischungen für Feldfutterbau und Dauergrünland.Herausgeber Bundesanstalt für alpenländische Landwirtschaft Gumpenstein,A-8952 Irdning, Druck, Verlag und 2001, Bundesanstalt für alpenländische
Glatthafer und Goldhafer -
die starken Gräser, die nach dem Anbau mehr werden und nicht weniger werden wie Wiesenschwingel und Timothe
2.Beispiel mit 3jähriger Prüfungsdauer der Hauptnutzungsjahre (HIETZ, 2009)
Abbildung 22:
Zusammensetzung der Saatgutmischung und Entwicklung der Pflanzenarten (Mittelwert der Fl%) bei der „ÖAG DIE SAAT Dauerwiesenmischung B“ für mittelintensive Bewirtschaftung (bis zu 3 Nutzungen je Jahr) für mittlere (und trockene) Lagen - an den Standorten mit Dreischnittnutzung (Winklhof, Freistadt, Litzlhof und Rotholz) Quelle: LFZ Raumberg-Gumpenstein 2004.
Im ersten Hauptnutzungsjahr dominierten Glatthafer (Arrhenatherum elatius),Wiesenschwingel (Festuca pratensis), Englisches Raygras (Lolium perenne) und Weißklee(Trifolium repens) den Bestand.
Kommentar von Dr. Marianne HIETZ:
Glatthafer konnte sich 3 Jahre nach der Ansaat mehr als verdreifachen und im Verleich zum Anlagejahr fast verzehnfachen !!!.
Damit wurde Glatthafer mit Knaulgras (Dactylis glomerata) und Goldhafer (Trisetum flavescens) zu den Hauptbestandesbildnern des Grasgerüstes.
Wiesenschwingel, Timothe (Phleum pratense) und Englisches Raygras konnten sich im Anlagejahr und im ersten Hauptnutzungsjahr gut im Bestand etablieren und wurden in den beiden darauf folgenden Jahren von den konkurrenzkräftigeren Arten zurückgedrängt. Der Rotschwingel (Festuca rubra), eine Kulturart mit langsamer Anfangsentwicklung, konnte sich nicht durchsetzen und blieb über alle Versuchsjahre in konstant geringen Anteilen im Bestand erhalten.
Q: HIETZ M. Auswirkungen der Saatgutqualitäten sowie der Arten- und Sortenauswahl von Gräser- und Kleearten bei internationalen Dauergrünlandmischungen auf den Pflanzenbestand im Österreichischen Alpenraum, , Dissertation Dipl.-Ing. Marianne Anita HIETZ, Wien Oktober 2009
Entwicklung eines Grünlandbestands nach Neuansaat, bei wenig intensiver Bewirtschaftung nach Hans EGGER, LK Kärnten:
Man beachte auch hier wieder die klare Überlegenheit von Glatthafer in der Nachhaltigkeit von Ausdauer und Stabilität in diesem 2013 neu publizierten Versuch!
Timothe und Wiesenschwingel erweisen sich wiederum als die großen Verlierer und hier mit einem 25% Anteil im Saatgut völlig überzogen.
Die vielgerühmte und immer wieder gefordertete Nachhaltigkeit und Standortgerechtheit bei der Saatgutwahl von Timothe und Wiesenschwingel wird hier wieder einmal ignoriert.
Also sind Timothe und Wiesenschwingel auch hier hinausgeworfenes und verlorenes Geld und verlorene Investition in die Zukunft für Bauern mit Futterwiesen - LandWIRTSCHAFT.
Q: EGGER H: 13.03.2014 Grünland – Achtung, fertig, Start
http://www.bauernzeitung.at/?id=2500,1041306,,
Ich mache hier damit wiederholt aufmerksam, dass man also mit den vielfach propagierten ÖAG-Wiesen-Saatgutmischungen, aber auch anderen ähnlichen Mischungen man nur erwarten kann, dass leider nur grob rund die Hälfte der gesäten Arten langfristig nach 4 Jahren nur mehr als Futter bei neuangelegten Dauerwiesen über bleibt.
Bei Wieseneinsaaten oder Nachsaaten mit ÖAG-Mischungen zur Wiesenverbesserung steht es um den Erfolg von Aufgang und Anwuchs der gesägten Arten noch viel schlechter. Es können sich nämlich nur ganz wenige und nur die konkurrenzstärksten und durchsetzungsfähigsten Gräser etablieren.
Eine völlige Niete ist zB Timothe bei Nachsaaten wie folgende Abbildung von dem einzigen Mähwiesen-Nachsaatversuch von Pötsch hervorgeht:


Folgedessen sind sie konkurrenzbedingt selten wirklich erfolgreich. Erfolgen Wieseneinsaaten nur gelegentlich und ohne guter Unkrautbekämpfung ist ein Erfolg eher selten.
Erfahrungsgemäß breiten sich durch Bodenverletzungen und zu intensives Befahren in den letzten Jahren inzwischen sogar vermehrt Löwenzahn, Spitzwegerich, Ampfer und neuerdings stark Gemeine Rispe und verschiedene lästige Unkrauthirsen durch Zukaufstroh oder Fremdbodenaufbringung aus.
Die eigenen Erfahrungen zeigen, dass erst ständige Übersaaten in geduldiger Wiederholgung mit den wirklich wüchsigen Gräsern auf offenen Bodenstellen, ja inzwischen sogar jährlich mehrmalige Einsaaten die besten Chancen für bestmögliche Futterwiesenertäge bringen.
Wie lange sind solche Wiesenverbessungen notwendig?
Sicher werden sich viele das zu Recht fragen. Die Antwort ist relativ einfach aber sehr variabel. Die Wiesen muss man nämlich solange durch regelmäßige Einsaaten verbessern, bis man den vollen Erfolg der Saaten sieht. Nach eigenen Erfahrungen sieht man den Erfolg nach 3 Jahren dauernder Einsaat. In eher seltenen Fällen habe ich auch schon im Folgejahr sehr schöne Erfolge erlebt.
Da bei intensiverer Nutzung die Horstgräser nach 5 - 10 Jahren unweigerlich absterben ist bei intensiverer Nutzung dementsprechend eine häufigere Nachsaat notwendig. Erfolgt sie dennoch nicht, habe ich die Erfahrung gemacht, dass dann sogar das Knaulgras schon nach 5 Jahren völlig verschwindet. Beständig sind dann nur mehr wertlose Arten die zudem ungern gefressen werden wie: Gemeine Rispe, Einjährige Rispe, Hirsen und viel Ampfer.
Der einzige gravierenden Nachteil von Glatthafer ist der, dass er nicht für feuchtere Wiesen geeigent ist. Da kann man aber auf den Wiesenfuchsschwanz setzen. Er hat nämlich in etwas feuchteren Wiesen wie Glatthafer die intrinsiche Tendenz zur Selbstausbreitung.
Die bemerkenswerte Nützlichkeit - der Effekt der natürlichen Selbstausbreitung von Wiesenfuchsschwanz in der Praxis, fehlt unerklärlich ebenso in der Gumpensteiner Wiesenforschung. Dabei ist derWiesenfuchsschwanz überhaupt das häufigste Wiesengras vieler Wiesen, nicht nur von besonderen Feuchtwiesen.
Leider haben das nur die Bayern genauer untersucht. Nach meinen vielen Wiesenbegehungen und Beratungen gilt die hohe Statigkeit und Frequenz von Wiesenfuchsschwanz sogar in NÖ mit meist nur 600 - 800 mm Jahresniederschlag in den Futterwiesengebieten.
stärkste Gräser guter Futterwiesen
für den fortschrittlichen extensiveren Grünlandbetrieb auch in Ungunstlagen mit Spitzenfutterqualität ohne Intensivierungsbedarfund gleichzeitig heimisch, konkurrenzstark, langlebig undmäßigem Düngebedarf
Überlegene Glatthafer Ertragswirkung im Feldfutter ab dem 2. Ertragsjahr !
Überlegene ROTKLEE Ertragswirkung im Feldfutter NUR IM ERSTEN Ertragsjahr !

Glatthafer und Goldhafer sind LANGFRISTIG die kampfkräftigsten und durchsetzungsfägigsten heimischen Gräser vieler unserer Futterwiesen.
Noch dazu sind diese 2 Gräser ohne Zweifel stark in den Jugendentwicklung und das langfristig. Das kann man von meisten anderen Futtergräsern nicht behaupten. Warum wird dann GLATTHAFER nicht so breit wie möglich eingesetzt und bestmöglich genutzt? - Weil unser SYSTEM dazu viel zu
wenig flexibel ist. Gerade was GLATTHAFER und zT GOLDHAFER betrifft ist das SYSTEM: übersteigert orthodox und betont dogmatisch lehrhaft, unbeweglich, einseitig, festgefahren, wenig verbesserlich, engstirnig, rechthaberisch und starrköpfig - einfach ziemlich blind und einäugig. Schuld ist, dass nur eine viel zu kleine offizielle monistische Forscher - und Vordenkerschule den Ton angibt - und damit fehlt einfach eine beflügelnde Konkurrenz in der Futterwiesenforschung. Darin sehen freie Vordenker wie Roman SCHAFFER , Norbert ECKER und eloquente EM- und Steinmehlpropagandisten ihre gewerbliche Chance. Das ist meine überzeugende und freie Meinung.
Der breite nützliche Einsatz beider Arten als gute Gräser für viele Wiesensaatgutmischungen und vor allem Nachsaatmischungen wird in Österreich von gewissen Experten geradezu hysterisch gemieden und totgeschwiegen. Erklärbar ist das durch starre scholastisch tradierte kaum überprüfte und veraltete, verstaubte Lehrbuchmeinungen zu Wiesenmischungen und eine neue grünorientierte Scheu der zuständigen Forscher zur Ertragsforschung.
Es scheint, es herrscht bei ihnen eine blinde wie viel stärkere Liebe zur Blumenwiesenliebhaberei. Man hängt sich mit den ÖPUL-Beschränkungen viel lieber das grüne Röckchen der modisch gewordenen Biodiversitäts - Liebhaberei um, statt nach den bestmöglichen Erträgen für Futterwiesen für die Praxis zu forschen. Von der Universität bis zu den Anstalten des Ministeriums vernachlässigt man zusehends mehr die einkommensbildende Produktionsforschung zugunsten produktionshemmender Umweltforschung - und das in einer vergleichsweisen zu anderen Ländern recht problemarmen Agrarumwelt. Deshalb verlangen die Bundesländer zunehmend praxis-, ertrags- und betriebsorientierte Fachhochschulen, wo was wirklich produktives für die Betriebe gelehrt und gelernt wird. Die heutigen Argraruniversitäten scheinen mehr Lehrwissen zur Kontrolle der Bauern auszubilden durch: Schadstoffhysterie bis letzten auffindbaren Schadstoffmolokül und für die Brüsseler Agrarbürokratie mit immer mehr fehlendem Praxisbezug und bürokrativer Gängelung der Bauern. Dazu hat auch PÖTSCH von Gumpenstein einen erheblichen Beitrag geleistet - durch seine für fortschrittliche Bauern nachteilhaften N-AnfallsBerechnungen je Kuh und seine sehr zweifelhaften und von Praxiserfahrungen weit abweicheneden problematischen Berechnungen der Wirtschaftsdüngerwirkung (vermutlich durch fehlende Repräsenativität und BIAS) geleistet, mit der er samt seiner überscharfen Wasserrechtsgesetzauslegung seine Studenten löchert und impft.
Dabei übersehen die Agrarwiesenforscher in ihrem Elfenbeinturm vermutlich aus bestimmtem Umweltfanatismus die wunderbaren Ertragskräfte von den zwei urheimischen Futtergräsern GLATTHAFER und GOLDHAFER.
Ihre gewaltige Rasselpropaganda allein für die ÖAG-Mischungen, die zumeist ohnedies nur am Papier und per Kommission konstruiert wurden
-ich nenne das ab nun SCHREIBTISCHMISCHUNGEN -
und deren langfristige dauerwiesengemäße Ausdauer der einzelnen Arten dabei aber sie bis heute scheinbar nicht überprüft haben - weil bislang undokumentiert - dürfte ihnen den Blick für das praktische Gedeihen und Vorkommen der einzelnen Gräserarten in der heutigen Futterwiesenbetrien ziemlich verstellen.
Würde die heimischen Forscher die wahren Naturpotentiale dieser zwei guten und lange bekannten Futtergräser genauer beobachten und studieren, würde es ihnen wie die Schuppen von den Augen fallen, welche breiten ertraglichen und ökologischen Nutzeneffekte sich damit verbinden.
So ist es mir vorbehalten, Bauern die wirklich von Futterwiesen leben und ihr Einkommen daraus generieren müssen von dem überragenden polyvalenten Mehrfachnutzen dieser zwei Futtergräser zu informieren.
Seitdem ich mich immer stärker mit den einzelenen Pflanzen von Futterwiesen beschäftige, ist mir immer stärker im Bewußtsein klar geworden, dass ja diese zwei besonders ohnedies als edel eingestufte Futtergräser (Futterwertzahl: 7) auch noch dazu gepaart sind: mit einer ganz besonders aufälligen Wuchskraft und einem starken Durchsetzungsvermögen. Also alles was man sich für alle Wiesenmischungen schon längst wünscht und wonach man schon lange sucht. Aber weil diese Arten sowenig in den derzeitigen Mischungen vorkommen, sieht man den wunderbaren "HAFER-Effekt nach HUMER" kaum.
Ich frage mich daher seit Jahren immer mehr, warum man diese wunderbaren und weitaus beständigeren und nachhaltigeren Nutzkräfte nicht viel mehr in die Hand den Bauern geben will
- als Dauerwiesenmischungen
- als Nachsaatmischungen
- als Feldfuttermischungen.
Wer die Naturkräfte dieser zwei wunderbaren heimischen Naturgräser einmal kennt, dem fällt sofort auf:
Glatthafer und Goldhafer entwickeln von Natur aus gewaltige Futtermatten und noch dazu mit einem bescheidenem Düngeaufwand wie er ohnedies von vielen Betrieben betrieben wird und noch weit und den österr. offiziellen SGD-Dünge-Empfehlungen für optimale Höchsterträge liegen.
Die Natur hat diese Gräser noch dazu so intrinsisch günstig ausgestattet, dass sie bei mittler und mäßiger Düngung ihre optimale Entfaltung haben und keine intensive Bewirtschaftung brauchen und auch nicht wollen.
Dazu kommen noch folgende weitere Vorteile:
- weil sie hohe und dichte Bestände bilden, unterdrücken sie leicht unerwünschte bodenkriechende Unkräuter als natürliche Kampfmischung gegen Unkräuter.
- weil sie keine immer frühere und intensivere Vielschnittnutzung wollen und brauchen.
Intensivwiesen verlangen dagegen mit den heute propagierten Massenertragsgräsern wie Raygräsern und Knaulgras dagegen immer frühere und öftere Nutzungen und eine höhere Nährstoffversorgung. Dazu kommt nochfür bessere Futterqualitäten immer mehr bodenschädliche Überfahrten mit immer schwerem Gerät.
Es ist noch viel zu wenig bekannt und vor allem zuwenig bewußt, dass es beiimmer mehr Überfahrten zur problematischenGatschbodenbildung kommt. Das ist erst recht der Hauptgrund für die Förderung der die Gemeine Rispe, die allein auch auf zerfahreneGatschböden gut wachsen kann, nicht aber die Kulturgräser.
gefördert. Und zwar infolge der immer mehr Nutzungen infolge oberflächennaher Bodenstrukturzerstörung durch häufiges Zerfahren bei zu feuchtem Boden.
Heute sind ja bei fortschrittlichen Betrieben inzwischen 5 Nutzungen selbst in Bergregionen in NÖ durchaus üblich. In Gunstlagen des Voralpengebietes sind mir in NÖ sogar schon 7-Schnittnutzungen bekannt. Früher galt diese extreme Nutzungsintensität in Österreich nur für das Bodenseegebiet.
Was ist nun so überzeugend, dass Glatthafer und Goldhafer so ideale Futtergräser sind?
1.
Meine letzten Recherchen ergaben zu GLATTHAFER folgendes unerwartetes erfreuliches Bild:
In Nationalparks der USA, in Tschechischen und in Wien wird
Glatthafer von den Naturschützern nicht als wertvolles Futtergras, vielmehr neuerdings sogar als unerwünschter invasiver Neophyt eingestuft, weil er sich ohne Zutun allein so stark ausbreiten kann. Da muß doch jeder Futterbauer aufhorchen! Glatthafer ist ja bei uns ein wertvolles Futtergras im Spitzenbereich mit Futterwertzahl 7 !
Zur
Den sich in Wiesen- oder NATIONALPARKS immer mehr ausbreitenden Glatthafer haben daher mit verschiedener Beweidungszeiten mit der bekannten Weideempfindlichkeit zurückdrängen wollen. Folgende Grafik zeigt andererseits die Straße zum Erfolg für Futterwiesenbauern wie dagegen mit Weide GLATTHAFER vielmehr vermehren kann - wahrscheinlich durch Herbstweide!

In Tschechien wollte man wissen wie man den Glatthafer durch Weide bekämpfen kann! Weil er immer mehr zunahm - was ja für Futterwiesen geradezu optimal ist. Es stellte sich heraus, daß Glatthafer selbst bei Weide mit Ziegen und Schafen zwar dann einwenig weniger wird, aber
- NUR an 2 von 7 Standorten ( a large decline of Arrhenatherum elatius in the localities Podbabske skaly and Baba, siehe Tabelle 4 unten, Q: Dostalek Frantik)
- und dennoch immerhin ca 5 - 10% Glatthafer im Bestand bleiben von den anfänglichen ca 15% im Bestand.

Man sieht, dem Glatthafer schadet eigentlich nur die Frühjahresweide spürbar, wenn die jungen Triebe zertreten werden. Weide im Herbst fördert vielmehr zusätzlich den Glatthafer auffällig. Das kommt sicher vielen Betrieben mit ihrer häufigen Herbstweide sehr entgegen und sollten sie daher ohne besonderen Kostenaufwand nutzen.
Das einzige was dazu nötig ist:
Man braucht die Wiesen also einfach nur mit Glattfhafer Saatgut auffrischen.Und schon hat genau jenes SUPER Gras im Bestand, das von allen von Natur aus am durchsetzungskräftigsten ist, sehr beständig ist und am längsten hält.Leider fehlt Glatthafer in den heutigen allermeisten Wiesenmischungen.
Diese Erkenntnis und meine Erfahrungen mit verschiedenen Mischungen bei intensiver Mutterkuhweide in Kreuzstetten im nö. Weinviertel sowie die eigenen Feldfuttermischungsveruchen in Amstetten bestätigten mir seit Jahren den Erfolg mit Glatthafer.

Leider wird in der Lehre das vielfach bloß verstaubt gelehrte aber nicht überprüfte Lehrbuchwissen gelehrt, dass der Glatthafer so gut wie nicht weidetauglich sei und verschwinden würde.
Wenn man sich den Kurvenverlauf der Entwicklung von Glatthafer unter Weide als Maßstab hernimmt und mit der Entwicklung von Timothe, Wiesenschwingel etc vergleicht, müßte man analog bei diesem Prinzip noch viel, viel deutlicher sagen, daß wegen ihrer vielen massiveren Abnahme im Vergleich zu Glatthafer und innerhalb weniger Jahre sogar - dass vielmehr
Timothe, Wiesenschwingel für Dauerwiesen langfristig völlig tauglich wären.

Quelle:
The Impact of Different Grazing Periods in Dry Grasslands on the Expansive Grass Arrhenatherum elatius L. and on Woody Species
Jirı Dostalek • Tomas Frantık
Environmental Management (2012) 49:855–861
DOI 10.1007/s00267-012-9819-4
Dry grassland plant diversity conservation using low-intensity sheep and goat grazing management Prague -Dostalek Frantik
http://www.parkpruhonice.cz/mykosym/download/articles/Dostalek%20and%20Frantik_2008__Biodivers%20Conserv.pdf
Biodivers Conserv (2008) 17:1439–1454
DOI 10.1007/s10531-008-9352-1
Glatthafer besitzt nämlich alleine und ohne Zutun auf Wiesen und Rainen die stärkste natürliche Massenausbreitungkraft von allen unseren guten Futtergräsern, gefolgt vom Goldhafer und Knaulgras. Clevere Futterbauern werden dieses neue Wissen um diese Ausbreitungskraft sofort nützen.
Damit GLATTHAFER in Futterwiesen und genau sogut wie in Feldfuttermischungen wächst, muß er klarerweise wie alle Futtergräser erst einmal durch Anbau ausgesät werden. Mehrere eigene mehrjährige Versuchserfahrungen an der Lw. Fachschule Gießhübl zeigten mir folgendes Bild:
Glatthafer zeigte in meinen Versuchen schon mit bloß 1 kg Saatgut je ha bei mehreren Neuanlagen und Mischungszusammensetzungen einen unerwartet sicheren Aufgang und Anwuchs. Trotz 4 Schnitte je Jahr lieferten die Bestände einen beachtlichen Glatthaferanteil von sogar 5-10% der Aufwuchsmasse mehrjährig über alle Jahre und Schnitte - und das bei mäßiger Düngung. Deshalb werden ca 5 - 8 kg/ha eine optimale Saatgutmenge sein.
Meine guten Erfahrungen mit Glatthafer fanden bei den österr. staatlichen Grünlandsaatgutexperten in Gumpenstein trotz wiederholten Hinweisen bei mehreren Besprechungen und Seminaren zum Erkennen von Grünlandpflanzen kein Gehör und stießen vielmehr geradezu auf empörte Ablehnung weil sie meine unverhüllten, unerwarteten Erfahrungen und Ideen als Vordenker noch ziemlich überfordern. So hat man die schon bestehende Vielzahl an Mischungen als Ausrede, als wenn das schon ein wissenschaftliches Argument.
Auch die Narbendichte hält man bei GLATTHAFER für bedenklich. Dabei gibt es meinen Erfahrungen nach nicht nicht einmal einen sauberen wissenschaftlich definierten und klar beschriebenen Standard und noch weniger eine BIAS freie und sauber reproduzierbare Methode zur Bestimmung der Narbendichte samt der vermeintlich erwiesenen wirtschaftlichen Nützlichkeit. Hoffentlich meint da nicht jeder was anderes unter Narbendichte.
Die Gumpensteiner Grünlandsaatgutexperten PÖTSCH und BUCHGRABER dürften nämlich sogar ihren eigenen Versuchsergebnisse nicht trauen, nicht kennen oder entweder nicht wirklich ernst nehmen. PÖTSCH und BUCHGRABER haben nämlich selbst folgendes Wissen in ihren Schriften so zusammen gefaßt, wie es hier von mir so auf folgenden Nenner gebracht wird:
Sogut wie immer, wenn Glatthafer in einer vielen Versuchs - Wiesen- oder Feldfuttermischung angbaut wurde entwickelte er sich nahezu am besten aller gesäten Gräser. Glatthafer und teils auch Goldhafer und Knaulgraswurde mit den Jahren nicht wie die meisten Gräser weniger sondern nahmen fast immer auffällig und sogar beträchtlich zu. Die meisten anderen anbauten Gräser und von den Gumpensteinern heute noch unverständlich hochgelobten Zuchtgräsern wie vor allem Wiesenschwingel, Timothe, Englisches Raygras und teils Wiesenrispe werden dagegen in der Regel in wenigen Jahren nach dem Anbau immer weniger und sind dann teils extrem ausgedünnt, bis auf eher seltenere Sonderstandorte abgesehen- also schnell verlorenes Kapital bei Dauerwiesen, die JAHRZEHNTE halten sollen wie der HINWEIS mit "DAUER" wohl bedeuten soll.
Zusammengefaßt bedeutet das, dass die Gumpensteiner Superwiesen - Saatgutexperten bis heute Wiesensaatgutmischungen über die ÖAG und das Saatgutgestz propagieren von denen teils über die Hälfte der gesäten Saatgutgräser in der Entwicklung schon ab dem zweiten bis vierten Jahr stark abnehmende Tendenz hat in den Wiesen ja nahezu verschwinden. Sie täuschendamit viele unerfahrene Landwirte auf diese Weise: bei den vielen Grünlandtagen zeigen sie nämlich nur die einjährigen TOP-Bestände dem Publikum. Da sind noch die meisten gesäten Arten noch täuschend mächtig enthalten und auffallend dichter als in späteren Jahren. Sie vorführen und zeigen damit fast immer nur Saatgutmischungen her, wo man in der Regel die angesäten Arten nur in ihrem ersten und besten Jahr und Lebenswuchsstadien sieht. Sie täuschen das Publikum mit einem beliebten und klassichen wissenschaftlichen Fehler der Täuschung durch den schon lange bekannten BIAS Effekt. Also verwendet man die Methode der Potemkinschen Dörfer - also nur das Herzeigen was schön und optimal aussieht, aber in der Realität später selten der Fall ist. Eine Schwalbe im Sommer macht eben noch keinen Sommer, sagt der Volksmund dazu. Dieses Sprichwort entspricht damit genau der Schönung und Täuschung durch BIAS. Es fehlt damit die entscheidende Repräsentativität, weil die wichtige Nachhaltigkeit von Dauerwiesen im Dunkeln bleibt.
Ein vergnügliches wie lehrreiches Buch zu verschiedensten BIAS Fehlern kann ich dazu allen Interessierten und Managern empfehlen:
Rolf Dobelli
DIE KUNST DES KLAREN DENKENS
52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen
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So gut wie nichts habe ich bisher bei den vielen Tagungen oder Vorträgen von den Gumpensteinern gehört, wie sich die Bestände mit den propagierten TOP-ÖAG-Sorten und Gräserarten aus den Gumpensteiner Erfahrungen langfristig entwickeln. Dass sich langfristig nur ganz bestimmte und wenige Gräserarten wie Glatthafer, Goldhafer und zum Teil wenige andere dauerhaft halten, steht nämlich wie gut versteckt nur in den ohnedies von Bauern kaum gelesenenVersuchsberichten wie diesem:

von GERL und BUCHGRABER.
Ein Beleg Beispiel dafür ist:
Beispiel mit 4jähriger Prüfungsdauer der Hauptnutzungsjahre (GERL S. M., 2000)
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| GERL200,DWBGumpblaueArten.jpg |
Quelle: GERL Sigrid M,2000: Entwicklung des Pflanzenbestandes, Ertrag und Futterwert von Qualitätssaatgutmischungen für Feldfutterbau und Dauergrünland.Herausgeber Bundesanstalt für alpenländische Landwirtschaft Gumpenstein,A-8952 Irdning, Druck, Verlag und 2001, Bundesanstalt für alpenländische
Glatthafer und Goldhafer -
die starken Gräser, die nach dem Anbau mehr werden und nicht weniger werden wie Wiesenschwingel und Timothe
2.Beispiel mit 3jähriger Prüfungsdauer der Hauptnutzungsjahre (HIETZ, 2009)
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| Hietz,Diss,ÖAG-DieSaat,DauerwieseB,3Schnitt.jpg |
Abbildung 22:
Zusammensetzung der Saatgutmischung und Entwicklung der Pflanzenarten (Mittelwert der Fl%) bei der „ÖAG DIE SAAT Dauerwiesenmischung B“ für mittelintensive Bewirtschaftung (bis zu 3 Nutzungen je Jahr) für mittlere (und trockene) Lagen - an den Standorten mit Dreischnittnutzung (Winklhof, Freistadt, Litzlhof und Rotholz) Quelle: LFZ Raumberg-Gumpenstein 2004.
Im ersten Hauptnutzungsjahr dominierten Glatthafer (Arrhenatherum elatius),Wiesenschwingel (Festuca pratensis), Englisches Raygras (Lolium perenne) und Weißklee(Trifolium repens) den Bestand.
Kommentar von Dr. Marianne HIETZ:
Glatthafer konnte sich 3 Jahre nach der Ansaat mehr als verdreifachen und im Verleich zum Anlagejahr fast verzehnfachen !!!.
Damit wurde Glatthafer mit Knaulgras (Dactylis glomerata) und Goldhafer (Trisetum flavescens) zu den Hauptbestandesbildnern des Grasgerüstes.
Wiesenschwingel, Timothe (Phleum pratense) und Englisches Raygras konnten sich im Anlagejahr und im ersten Hauptnutzungsjahr gut im Bestand etablieren und wurden in den beiden darauf folgenden Jahren von den konkurrenzkräftigeren Arten zurückgedrängt. Der Rotschwingel (Festuca rubra), eine Kulturart mit langsamer Anfangsentwicklung, konnte sich nicht durchsetzen und blieb über alle Versuchsjahre in konstant geringen Anteilen im Bestand erhalten.
Q: HIETZ M. Auswirkungen der Saatgutqualitäten sowie der Arten- und Sortenauswahl von Gräser- und Kleearten bei internationalen Dauergrünlandmischungen auf den Pflanzenbestand im Österreichischen Alpenraum, , Dissertation Dipl.-Ing. Marianne Anita HIETZ, Wien Oktober 2009
Entwicklung eines Grünlandbestands nach Neuansaat, bei wenig intensiver Bewirtschaftung nach Hans EGGER, LK Kärnten:
Man beachte auch hier wieder die klare Überlegenheit von Glatthafer in der Nachhaltigkeit von Ausdauer und Stabilität in diesem 2013 neu publizierten Versuch!
Timothe und Wiesenschwingel erweisen sich wiederum als die großen Verlierer und hier mit einem 25% Anteil im Saatgut völlig überzogen.
Die vielgerühmte und immer wieder gefordertete Nachhaltigkeit und Standortgerechtheit bei der Saatgutwahl von Timothe und Wiesenschwingel wird hier wieder einmal ignoriert.
Also sind Timothe und Wiesenschwingel auch hier hinausgeworfenes und verlorenes Geld und verlorene Investition in die Zukunft für Bauern mit Futterwiesen - LandWIRTSCHAFT.
Q: EGGER H: 13.03.2014 Grünland – Achtung, fertig, Start
http://www.bauernzeitung.at/?id=2500,1041306,,
Ich mache hier damit wiederholt aufmerksam, dass man also mit den vielfach propagierten ÖAG-Wiesen-Saatgutmischungen, aber auch anderen ähnlichen Mischungen man nur erwarten kann, dass leider nur grob rund die Hälfte der gesäten Arten langfristig nach 4 Jahren nur mehr als Futter bei neuangelegten Dauerwiesen über bleibt.
Bei Wieseneinsaaten oder Nachsaaten mit ÖAG-Mischungen zur Wiesenverbesserung steht es um den Erfolg von Aufgang und Anwuchs der gesägten Arten noch viel schlechter. Es können sich nämlich nur ganz wenige und nur die konkurrenzstärksten und durchsetzungsfähigsten Gräser etablieren.
Eine völlige Niete ist zB Timothe bei Nachsaaten wie folgende Abbildung von dem einzigen Mähwiesen-Nachsaatversuch von Pötsch hervorgeht:


Folgedessen sind sie konkurrenzbedingt selten wirklich erfolgreich. Erfolgen Wieseneinsaaten nur gelegentlich und ohne guter Unkrautbekämpfung ist ein Erfolg eher selten.
Erfahrungsgemäß breiten sich durch Bodenverletzungen und zu intensives Befahren in den letzten Jahren inzwischen sogar vermehrt Löwenzahn, Spitzwegerich, Ampfer und neuerdings stark Gemeine Rispe und verschiedene lästige Unkrauthirsen durch Zukaufstroh oder Fremdbodenaufbringung aus.
Die eigenen Erfahrungen zeigen, dass erst ständige Übersaaten in geduldiger Wiederholgung mit den wirklich wüchsigen Gräsern auf offenen Bodenstellen, ja inzwischen sogar jährlich mehrmalige Einsaaten die besten Chancen für bestmögliche Futterwiesenertäge bringen.
Wie lange sind solche Wiesenverbessungen notwendig?
Sicher werden sich viele das zu Recht fragen. Die Antwort ist relativ einfach aber sehr variabel. Die Wiesen muss man nämlich solange durch regelmäßige Einsaaten verbessern, bis man den vollen Erfolg der Saaten sieht. Nach eigenen Erfahrungen sieht man den Erfolg nach 3 Jahren dauernder Einsaat. In eher seltenen Fällen habe ich auch schon im Folgejahr sehr schöne Erfolge erlebt.
Da bei intensiverer Nutzung die Horstgräser nach 5 - 10 Jahren unweigerlich absterben ist bei intensiverer Nutzung dementsprechend eine häufigere Nachsaat notwendig. Erfolgt sie dennoch nicht, habe ich die Erfahrung gemacht, dass dann sogar das Knaulgras schon nach 5 Jahren völlig verschwindet. Beständig sind dann nur mehr wertlose Arten die zudem ungern gefressen werden wie: Gemeine Rispe, Einjährige Rispe, Hirsen und viel Ampfer.
Der einzige gravierenden Nachteil von Glatthafer ist der, dass er nicht für feuchtere Wiesen geeigent ist. Da kann man aber auf den Wiesenfuchsschwanz setzen. Er hat nämlich in etwas feuchteren Wiesen wie Glatthafer die intrinsiche Tendenz zur Selbstausbreitung.
Die bemerkenswerte Nützlichkeit - der Effekt der natürlichen Selbstausbreitung von Wiesenfuchsschwanz in der Praxis, fehlt unerklärlich ebenso in der Gumpensteiner Wiesenforschung. Dabei ist derWiesenfuchsschwanz überhaupt das häufigste Wiesengras vieler Wiesen, nicht nur von besonderen Feuchtwiesen.
Leider haben das nur die Bayern genauer untersucht. Nach meinen vielen Wiesenbegehungen und Beratungen gilt die hohe Statigkeit und Frequenz von Wiesenfuchsschwanz sogar in NÖ mit meist nur 600 - 800 mm Jahresniederschlag in den Futterwiesengebieten.
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Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
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BB
Mit guten Gräsern holen Sie mehr Milchgeld aus Futterwiesen
Foto HUMER: 29.4.2015 Scheibbbs. Mehr Fotos HIER
LÖWENZAHN - Starker Besatz und damit Futterverlust im Grünland.
Hier ist mit mehr als 50% Ertrags-Masseverlust bzw ca 2 t TM/ha durch den Krautbesatz zu rechnen.
Bei einem Heupreis von 20 Cent/kg entspricht das einem Ernteentgang von ca 200 € je Hektar beim ersten Aufwuchs.
Der entgangene Ertrag verdoppelt sich für das ganze Jahr durch die bleibenden Lücken in der Grasnarbe auf ca 400€/ha.
Bei einem 20 ha Grünland Betrieb kann damit der Einkommensverlust ca 8000 € betragen.
Rechnet man mit jährlich für die Regeneration mit 10kg/ha Saatgut á 5 €/kg sind das bei 20 ha: 20x10x5= 1000 € jährliche Investitionskosten. Da bleibt ein Rohertrag von 7000 € im Jahr.
Wie bekommt man eine deratige Verzinsung seiner Investion mit 700% ?
---> Wenn man die konsequente Grünlandverbesserung in die eigene Hand nimmt !
MOTIV und MOTTO
In vielen Wiesen ist oft viel mehr drin, als was man erntet.
Wiesen kann man nach jedem Schnitt oder nach der Weide etwas verbessern.
Schließlich ist in Österreich jeder m² Grund kostbar.
Und man muß für jeden m² seine Steuer und Sozialversicherung zahlen,
ob dort beste Futtergräser wachsen oder kein Futter steht.
"Viel Milch aus der Kuh nur rinnt, wenn der Bauer ihr gutes Futter bringt"
Einleitung
Der neue Milchmarkt schafft ganz neue Bedingungen für die Grünlandnutzung, nachdem es keine Lieferbeschränkung mehr gibt. Darauf wird und muss jeder Milchbauer aus Gründen der Wirtschaftlichkeit über kurz oder lang reagieren, egal wie man dazu steht. Der Milchpreis reagiert bekanntlich sehr sensibel auf Milchüberangebote ohne Absatz. Heute gibt es für unsere hohe Milchqualität gute Absatzchancen in aufstrebenden Länder wie China. Der Beitrag soll motivieren und zeigen, wie man das meiste Milchgeld mit guten Futtergräsern aus Futterwiesen holt.
Das Einfrieren der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Milchkontingentierung führte vielfach zum einem auffälligen Bewußtseins– und Wissensverlust für eine selbstverantwortliche erfolgreiche Wiesenbewirtschaftung. Sicher hat damals die Schaffung stabilerer Preise und Absatzmärkte auch seinen Wert gehabt. Der Preis dafür war anderseits ein Entwicklungs-Stillstand, sich mit der schleichenden absinkenden Futterqualität in Wiesen zu beschäftigen. Vielfach sah ich nach einem Jahrzehnt Düngungsverzicht die unbemerkte, stillschleichend laufende Ausbreitung von Giftpflanzen und futteruntauglichen Wiesenpflanzen in naturnahen Extensivwiesen. Ich sah und hörte in der Beratung wie solche Betriebe vielfach an Futtermangel leiden.
Der Beitrag zeigt die Möglichkeiten auf, wie man Futterwiesen wieder auf Schuß bringt. Dabei geht es auch darum, das Hochleistungseiweiß für gute Milchleistungen selbst zu erzeugen. Damit ist Sojakraftfutter weitest gehend verzichtbar. Das hat positive Auswirkungen auf das Klima. Klimaschädigende Sojaimporte werden damit zurückgedrängt. Dem steigenden Sojabedarf werden ja immer neue Urwaldbrandrodungen für neue Sojaflächen nachgesagt.
Wie Sie Ihre Wiesen auf Ertrag bringen
Nur wer die besten Futtergräser kennt, hat Ertrag und Qualität bei den Wiesen in Kontrolle seiner Hand. Zuerst sollten Sie wissen was die guten und besten Futtergräser und nun wirklich sind. Zum Trost: Es sind nur ein paar wenige. Natürlich gibt es noch andere gute Futtergräser. Aber da müssen Sie wahrscheinlich 3 bis 10 Jahre oder gar ewig warten bis Sie zum Futter von morgen etwas beitragen. Also nutzen Sie nur die Gräser, die erfolgreich sind.
Die besten Futtergräser für Einsaaten
Für die Wiesenverbesserung bei Vielschnittnutzung durch Einsaaten ohne Umbruch sind folgende FUTTERGRÄSER, im Wesentlichen diese VIER Gräserarten in der Regel:
a) die leistungsfähigsten und die
b) durchsetzungsfähigsten
bei den (nieder-) österreichischen voralpinen Klimabedingungen mit 600 - 1000 mm Niederschlag.
1. Knaulgras,
2. Deutsches Weidelgras,
3. Glatthafer, auf nicht nassen Wiesen
4. Goldhafer5. Rohrschwingel,vor allem als vorläufige Testpflanze für einen Einsaatversuch, da sie eine enorme ökologische Breite hat von Überschwemmung bis Trockenheit und ist ziemlich trittfest. Sie hat auch eine gute Erkennbarkeit in neuen Saaten und man sieht daher der Erfolg viel deutlicher als bei vielen Arten.
Die Gumpensteiner, im besonderes Pötsch bzw. seine Mitarbeiter beharren seit Jahren daran fest, den Rohrschwingel abzuqualifizieren. Trotz meiner Kritik halten sie unbeirrlich fest, Rohrschwingel in ihren Unterlagen sogar als
"landwirtschaftlich wertloses Unkrautgras"
zu bezeichnen.Dabei gibt es diesen vermischeten und botanisch widersprüchlichen Begriff gar nicht. Trotz der Hinweise wurde beim folgenden Seminar ohne Korrektur wieder die selben Unterlagen mit
"Unkrautgras" verteilt.Folgende Beratungsunterlage zeigt, die PÖTSCH in seinen kostenpflichtigen Pflanzenbestimmungskursen verteilt, wie die Gumpensteiner Rohrschwingel zwiespältig beurteilen, weil nicht klar zwischen Wildpflanzen und Zuchtpflanzen unterschieden wird.
In der Kommission für die Zulassung von Saatgutmischungen plädierten dagegen die Gumpensteiner BUCHGRABER und PÖTSCH für die Verwendung von Rohrschwingel in den Mischungen auf Vermutung hin ohne solide Prüfung auf Eignung österreichischer Standorte:
Je nach Lage und Durchsetzungsvermögen kommen auch andere Arten wie Wiesenrispe und Wiesenfuchsschwanz und verschiedene Kleearten in Frage. Diese Arten gedeihen teils aber nur unter besonderen Bedingungen wie Standort und Nutzungsart gut, weil sie recht artspezifische Ansprüche stellen.
Zur Vertiefung des Wissens von Gräsern empfehle ich meinen - in Google leicht findbaren und frei downloadbaren GRÄSERFÜHRERSCHEIN. In Praxisseminaren dazu lernen Sie unter persönlicher Anleitung die wichtigsten Futtergräser mit ihren Ansprüchen im Wirtschaftsgrünland erkennen. Die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale der Futtergräser und Grünlandpflanzen werden dabei erklärt und besprochen. Sie erfahren so den Futterwert und Zeigerwert, das Ertragspotential, die Ausdauer und Nutzbarkeit, den Umweltnutzen sowie und die Bedeutung von Biodiversität von Gräsern und Kleearten. Viele Hinweise stehen auch in Fachbüchern von DEUTSCH, GALLER, BUCHGRABER und DIETL. Meine Web-Linksammlung mit informativ illustrierten Beschreibungen wichtiger Gräser-findet man hier: http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Pflanzen+Graeser+Kraeuter+erkennen
Wie Sie beste Futtergräser in Ihre Wiesen einbringen
Die eindeutig beste und wirksamste Verbesserung der Wiesenerträge erzielt man bei Neuanlagen mit Umbruch. Der Umbruch wird wegen Aufwand und Kosten ist nur mehr Gunstlagen durchgeführt, zudem verursacht einen mindestens halbjährigen Futterausfall.
Die Einsaat und Übersaat kam, da in steilen Grünland-Berggebieten heute kaum mehr Ackergeräte zum Umbruch und Anbau vorhanden sind. Auch schwere Einsaatgeräte sind in steilen und nassen Lagen untauglich, da sie die Grasnarbe beim Wenden mehr zerstören als schonen.
Rotoreggen – Wiesenanlage in einem Zug
Mit Rotoreggen wie ROTOTILLER und UMKEHR-ROTOR-EGGEN kann man Wiesen IN-EINEM-ZUG neu anlegen - und das vom Frühjahr an bis in den August. Das erspart die mühevolle und zeitaufwändige Arbeit von Umbruch, Saatbettbereitung und Saat. Ist die obere Bodenkrume nach der Saat zu locker walzt man zum besseren Aufgang. In Niederösterreich sind Wiesenanlagen mit dem ROTOTILLER sehr gut gelungen. GALLER berichtet bei Wiesenanlagen mit UMKEHRROTOREGGEN mit guten Erfahrungen in Salzburg. Es fehlen aber zahlreiche breitgestreute Erfahrungen.
Smarte, leichte Wieseneinsaat-Technik mit Zukunft
Unter leichten Wieseneinsaat-Geräten verstehe ich Einsaaten mit geringer Bodenbelastung und keinen Narbenschäden beim Wenden am Berg. Das sind:
Die überraschend gute Wirkung von Wieseneggen bestätigt auch ELSÄSSER, indem er schon 2007 schreibt:
Eggen bringt sowohl hinsichtlich des Schließens von Lücken große Vorteile.
Die Wirkung der Egge
ohne Nachsaatmaßnahmen war mit fast allen geprüften Nachsaatvarianten vergleichbar.
Das ist hier schwarz auf weiß als als Versuchsergebnis im vollen Text klar nachzulesen:
https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/ipz/dateien/aggf_2007_elsaesser_gruenewald.pdf
Ich halte Einsaaten mit leichten und smarten Techniken für aussichtsreicher als schwere Einsaatgeräte - die BUCHGRABER,
aber ohne wissenschaftlich publizierter VERSUCHSDATEN EMPFIEHLT -
weil die schweren Striegel die Reste guter Gräser der Grasnarbe zusätzlich wahllos zerstören und weil solche Einsaat-Striegel auch nicht garatieren, dass das gesäte Saatgut in einem verunkrauten, ungespritzen Wiesen kaum keinem und aufkommen kann !!!
Frühjahrseinsaaten mit schweren Einsaatgeräten schädigen Narbe und Ertrag - ACHTUNG!
Drei 3-bis 6-jährige Einsaat-Exaktversuche (SCHECHTNER; PÖTSCH; SAUTER) belegen, dass Frühjahrseinsaaten in den meisten Fällen den Ertrag mindern statt verbessern. Schwere Einsaatgeräte schädigen mutwillig die alte Narbe, um der Einsaat Platz zu machen. Da die Einsaat den Ertragsausfall überwiegend nicht wettmacht, kommt es leicht zu Ertragsminderungen. Frühjahrseinsaaten verursachen statt besserer Erträge und Qualitäten also Kollateralschäden durch die Schädigung der Altnarbe. Schädigend wirken vor allem Wiesenstriegel und Schlitzdrillsaat. Nur die Einsaat mit Wiesenegge war bei Frühjahreseinsaaten auffällig ertragsverbessend und reduzierte sogr die Gemeine Rispe besser als der Güttler-Starkstriegel (SAUTER; ELSÄSSER).
Begünstigen Wieseneinsaatstriegel sogar die Gemeine Rispe?
Einsaatstriegel begünstigen die Gemeine Rispe aus folgenden handfesten Gründen.
- Die Gemeine Rispe bildet ein ganz feines Netz an Wurzelausläufer an der Bodenoberfläche. Diese feinen Wurzelausläufer werden durch das Striegeln teils herausgerissen, teils bleiben sie im Boden. Diese ausgezogenen Wurzelausläufer werden durch das Striegeln in Fahrtrichtung auf der Fläche verschleppt, ausgebreitet und verteilt.
- Die durch das Striegeln teils herausgerissen, teils über die Wiese verschleppten Wurzelausläufer haben an der Bodenoberfläche wieder Chancen zur weiteren Ausbreitung.
- Die vielen inzwischen ausgefallenen Samen der Gemeinen Rispe werden zusätzlich durch Einsaatstriegel geradezu zum Keimen und Samenverbreitung anregt.
- Die Gemeine Rispe liebt besonders gelockerte frischfeuchte Bodenoberflächen. Einsaatstriegel, Engerlinge, Mäuse und Maulwurfshügel lockern den Boden an der Oberfläche und fördern damit die Gemeine Rispe.
- Die Gemeine Rispe liebt besonders mit schweren Geräten oder Hufen zertretene, zerdrückte und zerqueschte feuchte Böden (Gatschböden), da sie darauf besser wachsen kann als andere Arten.
- Werden solche zu feuchte Böden mit schwerem Gerät befahren, wird der Unterboden verdichtet, sodass dort die guten Futtergräser mit ihren tieferen Wurzeln kaum Chancen zur Nährstoffaufnahme haben.
- Für die Gemeine Rispe mit ihren bodenoberflächennahen Wurzeln ist das eine ideale Umwelt, weil dort ihre Konkurrenten nicht wachsen können.
- Für die nur bodenoberflächennah wurzelnde Gemeine Rispe ist das ideales Umfeld, weil damit ihre Konkurrenten - die guten Futtergräser – unterdrückt werden.
Das begründet meinen Eindruck und Verdacht:Je mehr mit schwerem Gerät wie Striegeln gefahren wird, umso mehr verbreitet man die Gemeine Rispe auf der ganzen Fläche.
Bilder zur Ausbreitung der Gemeine Rispe durch ihr zahlreichen Wurzelausläufer an den Knoten von Halm und Wurzel der Pflanze.
Es genügen dazu bereits ein geringer Besatz von dieser Wildpflanzen, dass sich die Gemeine Rispe wieder erneut ausbreitet. Wiesenstriegeln und intensives Befahren von Wiesen fördern demgemäß die Ausbreitung der Gemeinen Rispe außergewöhnlich - nach meiner Erfahrung.
Es ist daher ziemlich unverständlich, dass trotz Versuchserfahrungen und solcher Praxiserfahrungen in Östeterreich, das Starkstriegeln als derzeit modernstes Verfahren zur Bemämpfung der Gemeinen Rispe von den Gumpensteiner Grünlandexperten empfohlen wird.
Gumpenstein hat nach meinen Informationen auch keine nachhaltig mehrjährig erfolgreiches Bekämpfungs Ergebnisse für die Gemeine Rispe vorgelegt. Und wenn sie es haben sollen sie breit veröffentlichen wie den propagandistischen Unfug mit dem Starkstriegel. Der wird nämlich ohne fundierte und international publizierten Beweise extrem propagiert. Bei Firmen und Bauern werden nämlich auf diese Weise ziemliche falsche Hoffnungen geweckt, weil sie auf fehlenden nicht signifikant soliden Ergebnissen mit hoher Reproduktivität beruhen. Es wird vielmehr mit dem typischen BIAS Täuscheffekt unkontrollierter, bislang sogar undokumentierter Einzeleffekten viel proagandistischer Wind bei Bauern und Studenten gemacht, ohne dass solide Wissenschaft mit handfeste Ergebnissen dahinter stehen.
Gäbe es diese, so hätte ich diese schon längst hier anschaulich publiziert.
damit auch die Welt die Ergebnisse bzw. Behauptungen nachprüfen kann.
Fortsetzung folgt ...
Dieses Bild zeigt:
Bessere Milchleistungen gibts nur bei hoher Futterwertzahl mit Wiesenfutter - trotz Kraftfuttereinsatz (FWZ-Skala: -1 bis 7)
Mittlere Milchleistung in 3 Jahren in 22 Grünlandbetrieben
Nordwestdeutschlands 2005-2007.
Quelle:Bewertung von Pflanzenbeständen und Milchleistung Ökobetrieben Nordwestdeutschlands M. Vormann1 , U. von Börstel2, E. Leisen 1 Abb.: Milchleistung, Kraftfuttergabe und Futterwertzahlen in Öko-Grünlandbetrieben (Milchleistung und Kraftfuttermenge: dreijähriges Mittel, unberücksichtigt: Moor- und Trockenstandorte)
Gräserführerschein
Die derzeitige Situation der Futterwiesen mit Wuchstumsstillstand beim Wintereinbruch am 1. April 2015 in meiner Heimat im Mühlviertel in Oberösterreich bei einem Spaziergang in der Osterwoche. Der Tag an dem die Milchkontigentierung in der EU und Österreich aufgehoben wurde.
NEU 2015 - ab sofort:
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