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Dienstag, 23. April 2019

Raschwüchsiges Zwischenfrucht-Feldfutter bei Dürre und Futternot

2019 Raschwüchsiges Zwischenfrucht-Feldfutter 
bei Dürre und Futternot


Autor: Dipl.-Ing. Johann HUMER
Mehrere Anfragen zeigen den Informationsbedarf bei der Produktion von raschwüchsigem Zwischenfrucht-Feldfutter. Zunehmend treten im Sommer in exponierten Lagen- und sogar jetzt schon im Frühjahr 2019, verstärkt  durch den Klimawandel, lokale Dürren mit Futterknappheit auf. Schnellwüchsiges Sommerfeldfutter schafft Abhilfe. Raschwüchsige Zwischenfrüchte mit Kreuzblütlern und Feldfuttergräsern liefern nach frühräumenden Getreidearten hohe Erträge bei Futterzwischenfrüchte und verbessern zusätzlich Bodeneigenschaften und binden klimarelevantes CO2.

Eine frühe Saat bringt frühere und höhere Futtererträge

Entscheidend für Sommerzwischenfrüchte ist, dass sie so früh als möglich gesät werden. Jeder früherer Anbautag ist mit freiem Auge am früheren und höheren Ertrag ersichtlich. Bei sehr früher Saat kommen zusätzlich positive Wirkungen vor allem bei Kleearten z. B.  als Bienenweide und bei der Stickstoffbindung zu tragen. Futterleguminosen sind absolut ungeeignet für Spätsaaten, da dann keine wirtschaftlichen Erträge erzielt werden. Eine Ausnahme bildet der Inkarnatklee. Er ist auch im besonders ertragsfähigem „Landsberger Gemenge“ als Gemengepartner mit Winterwicke und Italienischem Raygras enthalten. Insbesondere einjährige Ackerfuttergräser und einjährige Kleearten wie Alexandrinerklee und Perserklee eignen sich für einen ertragsfähigen Sommerfutterbau, zur Deckung des Eiweiss-Futterbedarfs bei einjähriger Nutzung.

Wirtschaftsdünger für Zwischenfrüchte verlustarm nutzen und einarbeiten

Alle Kreuzblütler und Raygräser verwerten die Wirtschaftsdünger mit hoher Effizienz. Entscheidend ist, dass sie nach der Ausbringung und vor dem Anbau so schnell als möglich  eingearbeitet werden. Der wertvolle Ammonium-Stickstoff, der bei hohen Temperaturen besonders verlustanfällig ist, wird so vor der Ammoniak-Ausgasung geschützt und nachfolgend genutzt. Die höchste Ertragswirkung wird erzielt, wenn den Zwischenfrüchten zusätzlich zum Wirtschaftsdünger 1/3 bis ½ des N-Bedarfes als rasch wirksamer Mineraldünger-Stickstoff gedüngt werden. Die gesamte N-Düngemenge muss aber CC-konform bleiben und darf den Höchstwert einer sachgerechten Stickstoffdüngungsmenge nicht übersteigen.

Die Saat des Sommerzwischenfruchtfutters muss unmittelbar nach der Getreideernte erfolgen, da nur dann die Restbodenfeuchte und die optimale Keimtemperatur für den raschen Aufgang des ausgebrachten Saatgutes genutzt werden kann. Bei starkem Unkrautaufkommen ist ein  Reinigungsschnitt vorteilhaft, er darf aber nicht zu spät erfolgen.

SOMMERFUTTERRAPS und PERKO ergeben das früheste Zwischenfruchtfutter

Schnellwüchsiges Sommerfutter vom Acker wird mit SOMMERFUTTERRAPS und dem Chinakohl-Rübsen-Bastard PERKO PVH erzielt.  



Beide Pflanzenarten liefern in der Sommerzeit das früheste und die höchstmöglichen Futtererträge. Sie sind sogar auch gut spätsaat-verträglich. Sie werden sowohl im frischen Zustand als auch siliert gern gefressen. Das Silieren ist zwar möglich aber kommt zu hoher Silosickerwasserbildung und stärkerem Silogeruch. Für eine ertragreiche Futterernte brauchen alle Kreuzblütler eine Stickstoffdüngung von 50 bis 70 kg N/ha, beste Böden verwerten auch 100 kg N gut.

Eine weitere Möglichkeit für die Produktion von Zwischenfruchtfutter besteht mit Gräsern in Mischungen mit Futterleguminosen; die Saatgutkosten für die Kleearten sind aber deutlich höher. Sie liefern bei raschem Wuchs ein qualitativ hochwertiges und gut verdauliches Futter. Steht Zwischenfruchtfutter infolge Dürre ohne Zuwachs, können auch Rostkrankheiten und Schädlingsfraß auftreten. Futterleguminosen und Feldfuttergräser sind im Jugendstadium deutlich langsamer im Wuchs und bei kurzer Vegetationszeit ertragsschwächer als der raschwüchsige Sommerfutterraps. Um hohe Erträge zu erreichen, müssen Zwischenfrüchte unmittelbar nach der Getreideernte gesät werden. Mischungen weisen eine etwas höhere  Aufgangs- und Ertragssicherheit auf, vor allem wenn ungünstige Anbau- und Wachstums-bedingungen herrschen. Ein gelungener Zwischenfrucht-Erbsen und Wickenbestand verbessert spürbar die Bodengare und Bodenstruktur und liefert der Folgekultur etwa 30 kg N/ha nach und ergibt damit einen Beitrag zur umweltfreundlichen Stickstoffdüngung.





Wiesenschweidel oder Festulolium,

eine Kreuzung von Raygras und Wiesenschwingel, bewährt sich in Deutschland und könnte als klimaresilientes Gras noch größere Bedeutung erlangen. Gelegentlich findet man auch Naturvorkommen dieser Kreuzung. ZB im niederösterreichischen Alpenvorland bei Steinakirchen. Die frühe Nutzungsreife prädestiniert diesen Bastard als Sommerzwischenfrucht-Feldfutter. Für warme, gutwüchsige Standorte empfehle ich neuere Futterarten wie Wiesenschweidel zuerst in einer kleinen Versuchsfläche in einer Mischung aus Italienischem Raygras, Einjährigem Raygras und Wiesenschweidel laut Tabelle zu testen.

Trockentoleranz von Luzerne und Rotklee nutzen


Bei trockenheitsgefährdetem Grünland soll überlegt werden, auch die Luzerne auf geeigneten Böden als Feldfutter zu nutzen. Werden die Mindestansprüche der Luzerne (pH>6, Knöllchenbesatz, keine Staunässe) erfüllt, liefert sie auch bei längerer Trockenheit erstaunlich hohe Futtererträge – wegen ihres sehr tief gehenden Wurzelsystems. Auf kühleren, feuchteren und lehmigen Böden ist der Rotklee (und Schwedenklee) mit seiner  langen Pfahlwurzel bei Trockenheit die Alternative zu den seicht wurzelnden Gräsern; er ist auch im Ertrag überlegen. Generell zeigt sich, dass der tiefere Wurzelgang mittels Pfahlwurzel für alle trockenheitsverträglicheren / klimaresilienten Futterpflanzen der Grund besserer Trockenheitsverträglichkeit ist.

 

Schwierige Zwischenfrüchte


MARKSTAMMKOHL und ÖLRETTICH sind ebenfalls tiefwurzelnde und damit raschwüchsige fütterbare Kreuzblütler. Wegen ihrer schwierigeren Produktion, der schlechteren Futterqualität, der schwierigen Erntbarkeit und der unerwünschten Überwinterung sind diese Fruchtarten weniger beliebt. GRÄSER als Zwischenfrucht und Ölrettich können in milden Wintern unerwünscht überwintern. Sie überwintern dann nicht, wenn sie hohe Erträge im Herbst erreichen und sich dadurch erschöpfen. Die hohe Leistungsfähigkeit von Einjährigem, Italienischem- und Bastardgras erschöpft die Vitalität (Lebensdauer) rasch, sie frieren in raueren Lagen meist über den Winter ab.

Wassersparende Bestellung und Fruchtfolge


Für einen hohen Feldaufgang der Stoppelsaat ist erforderlich, die Restbodenfeuchte nach der Getreideernte durch die unmittelbare Bodenbearbeitung und Saat zu nutzen. Beim Futterbau darf kein Tag für die Vegetationszeit der Zweitfrucht verloren gehen. Das Stroh muss rasch  abgeführt werden; die Bodenbearbeitung, die Rückverdichtung und Saat muss sobald als möglich erfolgen, damit das Bodenwasser für den produktiven Wuchs genutzt wird. Zur Vermeidung von Fruchtfolgekrankheiten (= Bodenhygiene), dürfen keine Fruchtarten als Zwischenfrucht verwendet werden, die zuvor als Hauptfrucht geerntet wurden oder die Fruchtfolge belasten.

Positive Nebenwirkung der Fruchtfolge mit Zwischenfrüchten


Optimale Ackerzwischenfruchtarten als Fruchtfolgeglied verbessern im hohen Maß die  phytosanitäre Wirkung einer Fruchtfolge. Sie dämmen den Krankheitsdruck ein, der im Boden durch die Vorfrucht bezüglich mikrobieller Bodenschädlinge aufgebaut wurde. Eine Bodenbearbeitung mit Umbruch unterbricht die grüne Brücke und vermindert den Infektionsgrad bei speziellen Pflanzenkrankheiten der Folgehauptfrucht. Auch die  Wurzelausscheidungen der Zwischenfrüchte bewirken einen bedeutenden bodenhygienischen Fruchtfolgeeffekt.

Einen aktuellen Sorten-Überblick bietet die Beschreibenden Sortenlisten des Bundessortenamtes mit samt von Zwischenfrüchten unter:
in Österreich unter




Reinsaaten

Saatmenge
je ha

bevorzugte
Eignung

Nutzung im Folgejahr möglich
erhältlich als

Perko PVH
15
Grünfutter
NEIN
Handelsfertig
Sommerraps
15
Grünfutter
NEIN
Handelsfertig
Italienisches Raygras
30
Silage, Grünfutter
JA
Handelsfertig
Einjähriges Raygras, zB Lirasand
40
Silage, Grünfutter
JA
Handelsfertig
Gemenge




Einsömmerige Kleegrasmischung EZ
25
Silage, Grünfutter
NEIN
Handelsfertig
Landsberger Gemenge, handelsfetig
50-80
Silage, Grünfutter
JA
Handelsfertig
Landsberger Gemenge
Ital.Raygras + Inkarnatklee + Winterwicke
für höchste Futtererträge, Spitzenqualität
20+20+20
Silage, Grünfutter

JA
sehr teuer, aber viel u. bestes Futter, ideale Vorfrucht, Frühjahrsfutter
Alexandrinerklee + Einj. Raygras
20+15
Silage, Grünfutter
NEIN
Einzel-komponenten mit Eigenmischung
Perserklee + Einj. Raygras
20+15
Silage, Grünfutter
NEIN
Grünhafer + Futtererbsen
60+100
Silage
NEIN
Grünhafer + Sommerwicke
70+80
Silage
NEIN
Engl. Raygras + Inkarnatklee
20+10
Silage, Grünfutter
JA
Einj.Raygras + Erbsen + Sommerwicken
20+60+80
Silage, Grünfutter
NEIN
Sonnenblume + Hafer + Erbse + Mais
30+70+60+10
Silage
NEIN
Ital.+Einjähriges Raygras+Wiesenschweidel
mit höherer Umweltanpassungsfähigkeit
15+15+10
Silage, Grünfutter
JA
eigene Mischung notwendig

Donnerstag, 24. Januar 2019

Produktive Futterwiesen in Gefahr: Dürre Engerlinge Wildschäden Giftpflanzen

Produktive Futterwiesen in Gefahr:
Dürre Engerlinge Wildschäden Giftpflanzen


Vortrag Schärding  2019jan23

Downloadbar unter:
Als PPT:  goo.gl/SGqqSH 13mb
Als PDF: goo.gl/wAWvsE  4mb

Einige Folien davon: 

Produktive Futterwiesen in Gefahr







Dienstag, 22. Januar 2019

Produktive Futterwiesen in Gefahr:
Dürre Engerlinge Wildschäden Giftpflanzen
Vortrag Schärding  2019jan23

HUMER Produktive Futterwiesen in Gefahr, Dürre Engerlinge Wildschäden Giftpflanzen.
Downloadbar unter:
Als PPT:  goo.gl/SGqqSH 13mb
Als PDF: goo.gl/wAWvsE  4mb







Donnerstag, 4. Oktober 2018

Historischer Schaden durch Dürre und Engerlinge in NÖ an Grasnarben von Futterwiesen



Historischer Schaden durch Dürre und Engerlinge in NÖ an Grasnarben von Futterwiesen


Engerlinge wie hier im Bild gefährden Viehweiden in Steillagen und Berggebieten


Seit September 2018 steht fest, dass im westlichen NÖ ein historischer Schaden durch Dürre und zusätzlich durch Engerlinge vorliegt. Es berichtet der Futterwiesenexperte HUMER.

Der heisse Sommer 2018 mit wochenlanger Dürre vertrocknete Futterwiesen in sonnenexponierten Lagen. Zuerst waren die Wiesen von der Dürre rot bis braun verfärbt. Inzwischen weiß man, dass dürregeschädigte Wiesen nicht nur durch Dürre sondern auch durch Engerlinge des Junikäfers ertragsgeschädigt sind.

Nach Regenfällen ergrünen dürre Wiesen aber wieder und erholen sich.

In besonders sonnenexponierte Lagen wurde nun aber die Wiesennarbe braun und vegetationslos. Ja, die Grasnarbe wurde immer weniger und verschwand sogar. Auf sonnigen Flächen verschwanden die Gräser sogar völlig, wurden bis auf tief wurzelnde Kräuter wie Wiesenwitwenblume oder Flockenblume sogar vergetationslos, brach und ackergrau.


Betroffen sind in NÖ sonnenexponierte Futterwiesen und Weiden um Ertl, Konradsheim, Sonntagsberg bis Hollenstein an der Ybbs, um den Ötscher und dem Waldviertel seit August bis September 2018.

Nachdem die Wiesen nicht mehr grün werden und kein Nachtrieb erfolgt,
wurde vielen Bauern klar, dass eine weitere Schadensursache vorliegt.

Die immer heissere Sommerwitterung durch den sich jährlich verschärfenden Klimawandel führt zu der in Lehrbüchern bekannten Explosion von wärmeliebenden Insekten.

Evident wird das an der explosiven Zunahme von Schäden durch:

Maikäfer, Junikäfer, Gartenlaubkäfer und deren Engerlingsraupen in Wiesen,
Borkenkäfer in Wäldern,
Getreidehähnchen, Laufkäfern in Getreidefeldern,
Rüsselkäfer in Zuckerrübe,
Drahtwürmern in Kartoffel und der
Maiswurzelbohrer mit rasend flächenhafter Ausbreitung in Maisfeldern in ganz Mitteleuropa und angrenzenden Kulturen wie Kürbis und Wiesen.

….
wird fortgesetzt …

Meldungen, Meinungen und Erfahrungen sind erbeten an
0664-824458

Stand: 2018okt4
nach Wiesenbegehungen in NÖ, Sonntagsberg, Ertl, Stankt Georgen in der Klaus, Kreuztanne,

Hunderte eigene Belegfotos unter
https://photos.app.goo.gl/eV6EwcYjDMVsJ4Bf7

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Meinen aktuellen Powerpoint Vortrags Entwurf zum Thema

Regeneration / Sanierung engerlingsgeschädigter Futterwiesen​

finden Sie hier:

https://1drv.ms/p/s!AqsU3jum5ctNwknaszy2uaHzXyRx 


Vergebene Vortragstermine
zum Thema: Regeneration / Sanierung engerlingsgeschädigter Futterwiesen​

30.11.2018: Opponitz, Ybbstal, für Bauernbundgruppe
Jänner 2018: Mollendorf, Weitental, für Ortsgruppe Rinderzuchtverband NÖ Gentetik

23.1.2019: 
Thema: Produktive Futterwiesen in Gefahr. Dürren - Engerlinge - Giftpflanzen - Wildtiere Ursachen & Lösungen
für Bodenkalk Fachtagung in der Fachschule Otterbach (Raum Schärding).  



Dienstag, 10. Juli 2018

Perko rasches Sommerfeldfutter bei Futterknappheit durch Dürre

Perko – raschwüchsigstes Sommerfeldfutter
bei Futterknappheit durch Dürre
Autor: Dipl.-Ing. Johann HUMER
Bei Sommertrockenheit kann der Sommer-Zwischenfruchtbau nach der Getreideernte bei Futterknappheit etwas Abhilfe schaffen. Hier lesen Sie welche Zwischenfrüchte in Frage kommen und am raschesten im Sommer und Herbst noch Futter bringen.

Die diesjährige extreme Trockenheit im Juli verursacht hohe Futterausfälle im Grünland. Abgeerntetes Getreide bietet die Möglichkeit für einen raschen Zwischenfruchtbau, um die Futterknappheit teilweise auszugleichen. Für gute Futtererträge ist der baldige Anbau nach der Getreideernte entscheidend. 

Die schnellwüchigsten Zwischenfrüchte – SOMMERFUTTERRAPS und PERKO

DSCN0811 Perko Zagersdorf.JPG

Das schnellwüchsigste Sommerfutter vom Acker sind die Kreuzblütler SOMMERFUTTERRAPS und der Chinakohl-Rübsen-Bastard PERKO PVH. Beide liefern in der Sommerzeit die höchst möglichen Futtererträge und werden grün oder siliert gern gefressen. Zudem sind beide gut spätsaatverträglich. Silieren ist auch möglich, aber ohne Anwelke tritt Silosickerwasser auf. MARKSTAMMKOHL und ÖLRETTICH zählen ebenso zu den raschwüchsigen Kreuzblütlern, sind aber wegen schlechterer Futterqualitäten, Erntbarkeit und Überwinterung weniger beliebt. Für eine ertragreiche Futterernte ist eine Stickstoffdüngung von 50 bis 70 kg N/ha angebracht. Optimal wirkt dabei immer je die Hälfte mit Wirtschaftsdünger-N, bevorzugt mit Gülle oder Jauche, und als Mineraldünger-N einzusetzen. 

Eine weitere Möglichkeit des Zwischenfruchtfutterbaues besteht mit Gräsern in Mischungen mit Futterleguminosen. Sie liefern qualitativ hochwertiges und gut verdauliches Futter. Futterleguminosen und Gräser sind aber deutlich langsamer im Wuchs und ertragsschwächer als der raschwüchsige Sommerfutterraps. Zusätzlich müssen sie zeitig angebaut werden, um gute Erträge zu erreichen. Mischungen haben zumeist eine etwas größere Anbau- und Ertragssicherheit, wenn ungünstige Anbau- und Wachstumsbedingungen herrschen.

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Kulturen für den Sommer-Zwischenfruchtbau mit Angaben über Saatmenge, Futtereignung, Folgenutzung und Saatgutart.

Wassersparende Bestellung der Zwischenfrüchte


Für einen guten Aufgang der Stoppelsaaten ist es erforderlich, die verbliebene Bodenfeuchte durch rasche Bodenbearbeitung und raschen Anbau nach der Ernte möglichst gut zu nutzen. Beim Futterbau sollte kein Tag in der Vegetationszeit verloren gehen. Das Stroh ist möglichst rasch abzufahren und die Bodenbearbeitung, Rückverdichtung und Saat soll bald als möglich erfolgen um Wasser zu sparen.

Kulturen für den Sommer-Zwischenfruchtbau.jpg
Einsömmerige Kleegrasmischung,EZ,RWA,DieSAAT.jpg
Q: Einsömmerige Kleegrasmischung, RWA, die Saat 2013

Link zum vollen DieSaat Katalog Ausgabe 2011/12/13 für Mischungen für Wiesen und Feldfutter:
http://www.diesaat.at/media.php?filename=download%3D%2F2012.09.10%2F1347283412065454.pdf&rn=DIE%20SAAT%20Das%20Fachblatt%20f%FCr%20Gr%FCnland%202013.pdf


searchable Text:




Kulturen für den Sommer-Zwischenfruchtbau
ReinsaatenSaatmenge
jeha
Hinweisebevorzugte
Eignung
Nutzung im folgejahr möglicherhältlich als
Perko PVH15raschwüchsig und beste ErträgeGrünfutterNEINHandelsfertig
Sommerraps (Sorten: 

Petranova, Kardinal, Jumbo)
15GrünfutterNEINHandelsfertig
Ital. Raygras30Leguminosen

und Gräser

erfordern einen frühen Anbau für mittere Erträge
Silage, GrünfutterJAHandelsfertig
Einjähr. Raygras40Silage, GrünfutterJAHandelsfertig
Gemenge



Einsömmerige Kleegrasmischung EZ25Silage, GrünfutterNEINHandelsfertig
Landsberger Gemenge50-80Silage, GrünfutterJAHandelsfertig
Alexandrinerklee+Einj. Raygras20+15Silage, GrünfutterNEINEinzel-komponenten mit Eigenmischung
Perserklee+Einj. Raygras20+15Silage, GrünfutterNEIN
Grünhafer+Futtererbsen60+100SilageNEIN
Grünhafer+Sommerwicke70+80SilageNEIN
Engl.Raygras+Inkarnatklee20+10Silage, GrünfutterJA
Landsberger Gemenge
Ital.Raygras+Inkarnatklee+W.Wicke
20+20+20Silage, GrünfutterJA
Einj.Raygras+Erbsen+S.Wicken20+60+80Silage, GrünfutterNEIN
Sonnenblume+Hafer+Erbse+Mais30+70+60+10SilageNEIN
LK-Link

http://www.lk-noe.at/?+Perko++ndash++raschwuechsigstes+Sommerfeldfutter+bei+Futterknappheit+durch+Duerre+&id=2500%2C1896043%2C%2C%2C

PDF-LINK: von http://www.dlr.rlp.de
Feldfutterbau mit ertragsstarken Arten

Quelle: Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Eifel

Versuchsergebnisse aus den Wertprüfungen bzw. aus den Landessortenversuchen der Jahre 2004-2006
Einjähriges Weidelgras als Zwischenfrucht,DLR.jpg
Einjähriges Weidelgras als Zwischenfrucht,DLR,TAB.jpg