Sonntag, 28. Oktober 2018

Regeneration / Sanierung engerlingsgeschädigter Futterwiesen​

Grünlandregeneration engerlingsgeschädigter Wiesen


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Dienstag, 16. Oktober 2018

Fotos Engerlingsschäden in Niederösterreich West

Fotos Engerlingsschäden in Niederösterreich West 

HUMER, Oktober 2018 




















































Montag, 15. Oktober 2018

Engerlinge gefährden Viehweiden in Berggebieten


Engerlinge gefährden Viehweiden in Steillagen und Berggebieten


Engerlinge wie hier im Bild gefährden Viehweiden in Steillagen und Berggebieten




2018 verursachen österreichweit Engerlingsschäden auf Viehweiden in Hanglagen besondere Schäden und Risiken. Der Viehtritt verschärft die Situation auf Hängen zusätzlich. Auf engerlingszerstörten Grasnarben verstärkt der Viehtritt Auflösung und Zerfall der Grasnarbe. Die Bodenfreilegung destabilisiert Hänge und fördert Abrutschungen, Bodenerosion und mindert die Ertragsfähigkeit. Der Regeneration einer stabilen, dichten und strapazfähigen Weidenarbe muss Programm sein.
Im Beitrag erfahren Sie mit welchen Gräsern die Viehweiden regeneriert werden können. Zerstörte Weidenarben brauchen zum Wiederaufbau eine ertragsorientierte, standortgerechte und klimaresiliente Artenwahl zur Sicherstellung der Grünlandbewirtschaftung im ländlichen Raum. Professionelle Grünlandberatung bietet dazu der Futterwiesenexperte HUMER.

Hohes Gefahren- und Verlustrisiko auf steilen Engerlingswiesen
Die Begutachtung der heurigen großflächigen Engerlingsschäden im Grünland durch den Autor ergab, dass der Boden von Weiden in Steillagen bereits stark aufgetreten wurde und damit offen und hoch erosionsanfällig ist.

In der Folge rutschen Wasenstücke und Boden zu Tal, da die Wurzelverbindung von Grasnarbe mit dem Boden durch den Wurzelfrass der Engerlinge fehlt. Zwischen verbliebenen grünen Schöpfen gesunder Weidenarbe zeigen sich bereits erste Erosionsgräben mit Bodenabtrag und Bodenanlandung.

Je länger so weitergeweidet wird umso schneller gleicht eine Weide einem zerwühlten Acker mit schwindenden Grasschöpfen.
Absterbende Grasnarben und aufgetretener Boden verfärben Weiden bereits ackerfarbig graubraun.

Es ist lebensgefährlich gelockerte Grasnarben rutschgefährdete Hänge für die Engerlingsbekämpfung zu befahren. Der Rasen von abgefressenen Wurzeln bietet keinen griffigen Halt. Bauern mit engerlingsgeschädigten Hängen berichteten bereits, dass bei Erntearbeiten die Griffikeit der Räder infolge Schlupfs fehlt. Damit gibt es kein Vorwärtskommen, vielmehr droht Abrutschgefahr.

In Zeiten des Klimawandels werden Starkregen immer wahrscheinlicher. Dadurch steigt exponentiell die Gefahr von Bodenabtrag mit Minderung der Bodenfruchtbarkeit. Absterben und Lockerung der Grasnarbe durch den Frass der Engerlinge erhöht im steilen Gelände das Unfallrisiko bei Pflege- und Sanierungsarbeiten. Hangrutschungen sind nicht auszuschließen. Abgetragener Boden führt auf Flächen im Anlandungsgebiet zusätzlich zu weiteren Folgeschäden und Ertragsverlusten. Die Rekultivierung erodierter und verschütteter Kulturen kostet zusätzlich Arbeitszeit, Geräte- und Saatgutkosten. Mit dem Verlust eines Jahresertrages auf Erosions- und Anlandungsflächen ist zu rechnen.
Was sind Engerlinge?
Engerlinge, sind die im Grünlandboden wurzelfressenden Larven von Maikäfer, Junikäfer (= Brachkäfer) oder Gartenlaubkäfer.
Ihr Leben durchläuft vier Stadien: Ei, Engerling, Puppe, Käfer. Der Lebensdauer von Engerlingen im Boden hängt von der Käferart ab. Bei Engerlingen des Maikäfers beträgt sie 3 bis 4 Jahre, beim Junikäfer 2 Jahre und beim Gartenlaubkäfer 1 Jahr. In wärmeren Regionen dauert der Lebenszyklus des Maikäfers drei, in kälteren vier Jahre. Mit zunehmender Wärme infolge Klimawandels steigt somit die Eiablage und damit die Engerlingszahl. 2018 wurden vor allem Engerlinge vom Junikäfer beobachtet. Nach den Trockenheit 2003, mehr die  vom Gartenlaubkäfer, der weniger in Tallagen sondern in Berglagen auftritt.

Wieviel frißt ein Engerling?
Den Aufstieg knapp unter der Bodenoberfläche und die Fraßtätigkeit beginnen Engerlinge, wenn die Bodentemperatur 11,5 °C erreicht. Im Jugendstadium sind Engerlinge  noch wenig gefräsig und schädlich. Da fressen sie ihre eigene Häutungshaut, kleine Humusteilchen und Feinwurzeln. Nach ENE (1942) frißt ein Engerling vom Ei bis zur vollen Entwicklung bei 4-jähriger Generationsdauer im ersten Jahr 13 Gramm, im zweiten 25 g, im dritten 52 g.  Finden Engerlinge zu wenig Futter, fressen die größeren Engerlinge auch die kleineren, wodurch die Population schwindet und oszilliert.
Bei einem Engerlingsbesatz  von einer Larve pro m2 werden jährlich 300 kg Wurzeln je ha gefressen. Das ist etwa 10% der Wurzelmenge. Im letzten Entwicklungsjahr fressen Engerlinge viel mehr. 100 Engerlinge je m2 vernichten 5 kg Wurzeln, am Hektar sogar 50 t Wurzeln, sofern vorhanden, vertilgen.

Engerlings-Schadschwellen
Es ist klar, dass bei einer Gesamtwurzelmasse von 2 bis 4 t TM/ha im Grünland (SCHMIED, 2010) die Grasnarbe mit bereits 10 Engerlingen/m2 die gesamte Weide-Wurzelmasse von 5 t TM/ha fressen können. Derzeit gibt die LK NÖ  40 Engerlinge/m2 als Schadschwelle für eine Schadensreparatur an. Eine Wurzel verliert ihre Aufgabe bereits, wenn sie weit genug oben abgebissen ist. Wenn heuer bereits bis zu 300 Engerlingen/m2 gefunden wurden, verwundert es nicht, dass die Grasnarbe fleckenweise bis großflächig abstirbt. Eigene Zählungen anfangs Oktober 2018 in NÖ ergaben 100 Engerlinge/m2 in NÖ.

Hitzejahre als Engerlingsjahre
2018 ist das Jahr mit europaweiten Hitze- und Dürrerekorden als Ausfluss des Klimawandels. Geschichtsbücher beschreiben Hitze und Trockenheit mehrmals als Treiber und Auslöser großer Kalamitäten durch Engerlinge. Der heiße und lange Spätsommer 2018 ist damit eine Ursache für die seuchenhafte Engerlingsplage in vielen Grünlandgebieten. Betroffen sind 2018 nicht nur Österreich, Deutschland und die Schweiz. Oberösterreich, Tirol, Kärnten und Südtirol waren bereits in den letzten Jahren stark von Engerlingsschäden betroffen und Pilzgerste wie Bodennetze eingesetzt wurden.


Die Invasion ist 2018 so massiv, dass neben exponiertem Grünland auch fruchtbares, ebenes Grünland, Sportplätze und Hausrasen von Engerlingen ruiniert wurde.

... vorläufiger Teiltxet wird weiterbearbeitet und fortgesetzt ... 

Samstag, 13. Oktober 2018

Engerlingsschaeden in Weiden reparieren mit klimaresilienten Weidegraesern


Engerlingsschäden in Weiden mit klimaresilienten Weidegräsern reparieren
Stand: 2018okt13 

Die heurigen, österreichweiten Engerlingsschäden in verursachen in Viehweiden in Hanglagen besondere Schäden und Risiken. Aufgetretener, offener Weideboden destabilisiert Hänge und neigt zu Erosion. Rasch ist wieder eine stabile, dichte und strapazfähige Weidenarbe aufzubauen. Im Beitrag erfahren Sie welche Weidegräser und Kleearten zur Reparatur und Regeneration zerstörter Weidenarben am besten geeignet sind. Bei der Artenwahl wird es ebenso immer wichtiger die zunehmende klimabedingte Trockenheit zu berücksichtigen.

Die Begutachtung der heurigen Engerlingsschäden im Grünland zeigt, das die Schäden besonders in Weiden durch die Gefahr der Erosionsbildung im oft steilen Gelände bei Starkregen noch sehr problematische Risiken bergen können.

Die Beweidung steiler engerlingsgeschädigter Wiesen führt zum zunehmenden Auftreten und Öffnen von Grasnarbe und Boden.

Derzeit ist es bereits lebensgefährlich solche Hänge für die Engerlingsbekämpfung zu befahren, da der Rasen durch die abgefressenen keinen griffigen Halt mehr gilt. Bauern mit engerlingsgeschädigten Hängen berichteten bereits, dass bei Erntearbeiten durch Schluff der Räder keine Griffikeit gegeben ist und damit kein Vorwärtskommen bzw vielmehr Abrutschgefahr gegeben ist.

Weidemischungen Vergleich HUMER OEAG





Weidemischungen Vergleich: HUMER/ÖAG
Stand 13.Okt. 2018
Zusammensteller--> HUMER HUMER ÖAG ÖAG ÖAG ÖAG Empfohlene Sorten
Lage warm feucht mild rau Pferde Hinweis:
Kurzer Name WTW WFR G H PW Hinweis: Der Handel benutzt nur wenige dieser Sorten
Mischung im Handel auf Bestellung fertig fertig fertig teils  viel aktuellere, teils ältere Sorten
Zusammenstellung --> nach Erfahrungen Buchgraber
Weißklee 4 4 3,0 2,1 0,0 Fiona, Klondike, Merida, Merlyn, (Riesling),
Silvester, (SW Hebe)
Hornklee 1 1 1,5 1,6 0,0 (Bull), Marianne, (Rocco)
Luzerne 6 0 0,0 0,0 0,0 Luzelle (Weidetyp); Alpha, Babelle, Concerto, Europe,
Galaxie,  Palava, Prosementi Bologna, Vlasta
Engl. Raygras 6 6 2,5 1,3 6,2 Alligator, Barnauta, Charisma, Guru, Ivana, (Tivoli)
Rotschwingel 4 6 3,0 3,1 3,0 Gondolin, (Light)
Timothe 0 5 2,0 3,1 1,0 Comer, (Liglory), Lischka, Summergraze, Switch, Tiller
Wiesenschwingel 1 0 4,5 4,7 1,5 Cosima, Cosmolit, (Darimo), (Laura), Pradel
Kammgras 1 2 0,0 1,6 1,5 Lena, (Southland)
Rotstraussgras 0 2 0,0 1,0 1,0 Gudrun, (Highland)
Rohrschwingel 3 3 0,0 0,0 4,0 Barelite, Barolex, Kora
Glatthafer 3 0 0,0 0,0 0,0 Arone, Median
Wiesenrispe: Narbentyp 1 1 3,7 3,1 3,0 Limagie, Oxford
Wiesenrispe: Wiesentyp 0 0 3,7 3,1 3,0 (Balin), Lato, Selista
Schwedenklee 0 0 0,0 1,0 0,0 Aurora, Dawn
Knaulgras 0 0 2,0 1,0 3,0 (Baraula), (Diceros), (Lidacta), Tandem
Saatmenge kg/ha 30 30 26 27 27

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Historischer Schaden durch Dürre und Engerlinge in NÖ an Grasnarben von Futterwiesen



Historischer Schaden durch Dürre und Engerlinge in NÖ an Grasnarben von Futterwiesen


Engerlinge wie hier im Bild gefährden Viehweiden in Steillagen und Berggebieten


Seit September 2018 steht fest, dass im westlichen NÖ ein historischer Schaden durch Dürre und zusätzlich durch Engerlinge vorliegt. Es berichtet der Futterwiesenexperte HUMER.

Der heisse Sommer 2018 mit wochenlanger Dürre vertrocknete Futterwiesen in sonnenexponierten Lagen. Zuerst waren die Wiesen von der Dürre rot bis braun verfärbt. Inzwischen weiß man, dass dürregeschädigte Wiesen nicht nur durch Dürre sondern auch durch Engerlinge des Junikäfers ertragsgeschädigt sind.

Nach Regenfällen ergrünen dürre Wiesen aber wieder und erholen sich.

In besonders sonnenexponierte Lagen wurde nun aber die Wiesennarbe braun und vegetationslos. Ja, die Grasnarbe wurde immer weniger und verschwand sogar. Auf sonnigen Flächen verschwanden die Gräser sogar völlig, wurden bis auf tief wurzelnde Kräuter wie Wiesenwitwenblume oder Flockenblume sogar vergetationslos, brach und ackergrau.


Betroffen sind in NÖ sonnenexponierte Futterwiesen und Weiden um Ertl, Konradsheim, Sonntagsberg bis Hollenstein an der Ybbs, um den Ötscher und dem Waldviertel seit August bis September 2018.

Nachdem die Wiesen nicht mehr grün werden und kein Nachtrieb erfolgt,
wurde vielen Bauern klar, dass eine weitere Schadensursache vorliegt.

Die immer heissere Sommerwitterung durch den sich jährlich verschärfenden Klimawandel führt zu der in Lehrbüchern bekannten Explosion von wärmeliebenden Insekten.

Evident wird das an der explosiven Zunahme von Schäden durch:

Maikäfer, Junikäfer, Gartenlaubkäfer und deren Engerlingsraupen in Wiesen,
Borkenkäfer in Wäldern,
Getreidehähnchen, Laufkäfern in Getreidefeldern,
Rüsselkäfer in Zuckerrübe,
Drahtwürmern in Kartoffel und der
Maiswurzelbohrer mit rasend flächenhafter Ausbreitung in Maisfeldern in ganz Mitteleuropa und angrenzenden Kulturen wie Kürbis und Wiesen.

….
wird fortgesetzt …

Meldungen, Meinungen und Erfahrungen sind erbeten an
0664-824458

Stand: 2018okt4
nach Wiesenbegehungen in NÖ, Sonntagsberg, Ertl, Stankt Georgen in der Klaus, Kreuztanne,

Hunderte eigene Belegfotos unter
https://photos.app.goo.gl/eV6EwcYjDMVsJ4Bf7

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Meinen aktuellen Powerpoint Vortrags Entwurf zum Thema

Regeneration / Sanierung engerlingsgeschädigter Futterwiesen​

finden Sie hier:

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Vergebene Vortragstermine
zum Thema: Regeneration / Sanierung engerlingsgeschädigter Futterwiesen​

30.11.2018: Opponitz, Ybbstal, für Bauernbundgruppe
Jänner 2018: Mollendorf, Weitental, für Ortsgruppe Rinderzuchtverband NÖ Gentetik

23.1.2019: 
Thema: Produktive Futterwiesen in Gefahr. Dürren - Engerlinge - Giftpflanzen - Wildtiere Ursachen & Lösungen
für Bodenkalk Fachtagung in der Fachschule Otterbach (Raum Schärding).  



Montag, 1. Oktober 2018

Engerling Pflanzenschutzmittel 

Quelle: AGES Pflanzenschutzmittelregister NEU

Stand der Abfrage: 1.Oktober 2018



Die Anwendung dieser Pflanzenschutzmittel, sie sind Insektizide, ist in Österreich gemäß den Auflagen und Anwendungsbestimmungen zu beachten.

Sonntag, 30. September 2018


Trockenmasse Ertrag

Trockenheitstolerante Futtergräser 

geprüft am Standort Piber 

 

ACHTUNG: 

Nach LFZ Gumpenstein ist der Standort PIBER ein Trockenstandort mit 880mm Jahresniederschlag!


Grafische Versuchsauswertung des folgenden Versuches
http://www.raumberg-gumpenstein.at/filearchive/fodok_2_11333_ab_trockenresistenz_final.pdf
Der sofortige visuelle Überblick aus 44 Seiten Bericht und Zahlenbergen
aus http://www.raumberg-gumpenstein.at/filearchive/fodok_2_11333_ab_trockenresistenz_final.pdf




Durchblätterbare PDF PPT unter






Titel (deutsch)Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung von Grünlandbeständen in trockenheitsgefährdeten Produktionsgebieten Österreichs
Titel (englisch)Measures for preservation and improvement of grassland in Austrian production areas, endangered by dryness
Projektstart01.01.2004
Projektende15.08.2012
AuftragnehmerInDirektion Raumberg-Gumpenstein
WissenschaftlicheR ProjektleiterInDr. Erich M. PÖTSCH
FinanzierungsstellenBundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
ZielstellungMit Hilfe dieses Projektes sollen vordringliche Fragen im Zusammenhang mit der in den vergangenen Jahren aufgetretenen Trockenheit und den daraus resultierenden Ertrags- und Qualitätseinbußen im österreichischen Grünland bearbeitet werden. Die primären Zielsetzungen sind die Verminderung von Ertrags- und Qualitätsverlusten im Grünland und damit die Sicherstellung der Grundfutterversorgung sowie die Vermeidung bzw. Verringerung von Folgeschäden durch die Trockenheit.

In der Bearbeitung dieser Zielstellungen stehen folgende Detailfragen im Vordergrund:
1) Selektion von trockenheitstoleranten Leguminosen- und Gräserarten für Weide- und Mähnutzung
2) Prüfung von trockenheitstoleranten Leguminosen- und Gräserarten in Reinsaat und Mischungen auf Ertragsleistung und Futterqualität
3) Technische Möglichkeiten der Beregnung im Grünland mit besonderer Berücksichtigung von Hanglagen
4) Erfassung der Auswirkung von künstlicher Beregnung auf Ertrag und Futterqualität sowie die botanische Zusammensetzung von Grünlandbeständen
5) Erfassung der Auswirkung von künstlicher Beregnung auf Abfluss- und Infiltrationsverhalten von Grünlandbeständen unter Berücksichtigung des Nährstofftransportes
6) Prüfung der kombinierten Anwendung einer Beregnung und der Ausbringung flüssiger Wirtschaftsdünger.
Abschlussbericht
Kurzfassung (deutsch)
Landwirtschaftliche Grünlandnutzung ist insbesondere in alpinen Randregionen durch Klimaerwärmung aufgrund zunehmenden Trocken- und Hitzestress gefährdet. Das Artenspektrum wird sich langfristig hin zu trockenheitsverträglichen Gräsern, Kräutern und Leguminosen verschieben. Das Ziel der Untersuchung von alternativen Gräser-, Kräuter- und Leguminosenarten in Reinsaat auf dem Feuchtstandort Admont und dem Trockenstandort Piber ist, Ertrag, Futterqualität und Ausdauer der einzelnen Sorten/Herkünfte zu quantifizieren und die Leistungseigenschaften von Ökotypen und Zuchtsorten abzuklären.
Das Spektrum der untersuchten Gräser enthielt Dactylis glomerata, Festuca pratensis, Festulolium loliaceum, Festuca arundinacea, Festuca rupicola, Festuca rubra, Poa angustifolia, , Poa compressa, Poa pratensis, Bromus inermis und Bromus erectus. Bei den Kräutern wurden die Arten Pimpinella saxifraga, Carum carvi, Daucus carota Cichorium intybus und Plantago lanceolata untersucht.
Alle untersuchten Leguminosen und Kräutern konnten sich nicht ausreichend entwickeln und damit ist auch keine konkrete Aussage möglich. Einige Sorten der Art Festuca arundinacea and Festulolium loliaceum entwickelten sich vielversprechend am Trockenstandort Piber in Bezug auf Ertrag und Ausdauer und sollten deshalb in weiteren Untersuchungen in Grünlandmischungen auf Trockenstandorten in Österreich getestet werden. Um eine hohe Futterqualität auf Trockenstandorten zu gewährleisten sollte eine züchterische Bearbeitung von Bromus erectus und Bromus inermis in Betracht gezogen werden. Die Sorten/Herkünfte von Festuca rupicola, Poa compressa and Poa angustifolia entwickelten sich sehr schlecht und sind deshalb keine Alternative zu den zurzeit verwendeten Sorten.
Kurzfassung (englisch)
Climate change causes increasing drought and heat stress, endangering the agricultural use of grassland especially in the marginal alpine areas. A changing species spectrum towards heat tolerant grasses, forbs and legumes has therefore to be expected in the long term. The aim of this study was to test and compare various grass species both under humid and dry site conditions in Austria in terms of yield, forage quality and endurance.
The grass species studied were Dactylis glomerata, Festuca pratensis, Festulolium loliaceum, Festuca arundinacea, Festuca rupicola, Festuca rubra, Poa angustifolia, Poa compressa, Poa pratensis, Bromus inermis and Bromus erectus.
The herb species studied were Pimpinella saxifraga, Carum carvi, Daucus carota Cichorium intybus and Plantago lanceolata. The studied leguminosae and herbs couldn´t established sufficient and therefore no conclusion is possible.
The cultivars Festuca arundinacea and Festulolium loliaceum performed promising in terms of productivity and endurance and should therefore be further tested for grassland seed mixtures on dry sites of Austria. Also Bromus erectus and Bromus inermis adapted well to dry site conditions and should therefore be considered as potential components in grassland seed mixtures for referring sites. The cultivars Festuca rupicola, Poa compressa and Poa angustifolia established very bad and are no alternatives to existing cultivars.
Berichtsdokumente/Anlagen
BerichtsautorInnen: Graiss Wilhelm; Krautzer Bernhard
Download Abschlussbericht: Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung von Grünlandbeständen in trockenheitsgefährdeten Produktionsgebieten Österreichs (6464.85 kB)

Freitag, 28. September 2018

Dürre Wiesen attraktiver Brutplatz für Engerlinge

Dürre Wiesen attraktiver Brutplatz für Engerlinge

Dürre, magere, sonnige Wiesen attraktiver Brutplatz für Engerlinge


Dürre Wiesen attraktiver Brutplatz für Engerlinge

Dürre Wiesen attraktiver Brutplatz für Engerlinge





Mittwoch, 26. September 2018


Engerlingsschäden in Futterwiesen sanieren


Publikations Stand: 26.9.2018
Derzeit, Anfang September 2018, kommt es landesweit in mehreren Gebieten Österreichs, besonders in OÖ und NÖ zu einem flächenhaften, massiven Ausbruch an schweren Schäden durch Engerlinge in Futterwiesen.


Foto unten: Flächenhafter Totalschaden durch Engerling
In der Südost-Schweiz sind ganze Hänge von Engerlingen kahlgefressen ().

Auch in Österreich sind Gebiete davon schwer betroffen. 
https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhslKjEwb0YaV_hyAftF3RCgPF1wJtRPKzn-AEREtIs_HhIAAilhcKkRwSJAohSDs-pSD1CrEtmfpI3DNGUrGm8hkYSn5Z816nRPQFT2h6woAyAlZ49orfuQQe8Y_RawmyDry2bjh8Dk6g/s1600/Engerlinge+Totalschaden+SO-Schweiz++Valzeiner+Schafbauer+Guido+Stirnimann+cut.jpg



1. 
Die andauernde Trockenheit mehrere Jahre hintereinander 

und 

2.

zusätzliche finanzielle Anreize zur Umstellung vieler Wiesen auf Düngeverzicht und Pflanzenschutzverzicht mit keiner oder nicht ausreichender Unkrautbekämpfung


begünstigen seit Jahren die Massenvermehrung wärmeliebender Insekten wie Engerlingen
auf den ohnedies mageren, ertragsgeschwächten Wiesen. Ebenso nehmen immer häufiger wärmeliebende und andere Problemunkräuter zu. Der Grund dafür ist neben dem klimawandelbedingten Temperaturanstieg ebenso die Unkrautausbreitung durch Verzicht und Vernachlässigung von Pflanzenschutz unserer Kulturpflanzen.



Mechanische Engerlingsbekämpfung mit Kreiseleggen


Die rasch wirksamste Maßnahme bei engerlingsgeschädigten Wiesen ist, diese Flächen mit rotierenden Bodenwerkzeugen wie Kreiseleggen, Rotortiller, Umkehrfräsen intensiv, mehrmals und immer tiefgründiger mechanisch zu bearbeiten. So werden die fetten Larven der diversen Maikäferarten verletzt und zerquetscht. Die warme Jahreszeit soll gut genützt werden. Da befinden sich die Engerlinge massenhaft knapp unter der Grasnarbe und fressen sich an den Wurzeln fett.

AMA Meldung dazu notwendig
Die AMA reagierte bereits auf diesen Beitrag und verweist, dass dazu eine Meldung notwendig ist. Infos gibt es dazu auch auf den BBKs und LKs.


Wiesenregeneration muss sofort folgen


Viele Bauern wollen, die von Dürre und Engerlingen geschädigten Futterwiesen mit Saatgut regenerieren. Derzeit sind aber Saatguthändler bei Wiesensaatgut bereits nahezu ausverkauft, da eine unerwartet enorme landesweite Nachfrage nach Wiesensaatgut besteht. Es soll noch ehestens im September eingesät werden. Ohne Regeneration der abgestorbenen Grasnarbe mit Wiesensaatgut breiten sich erfahrungsgemäß lästige Unkräuter und vor allem die höchst unerwünschte Gemeine Rispe mit Vorliebe aus. Sie ist derzeit zwar meist vertrocknet, regeneriert sich aber mit der Winterfeuchte schnell. An jedem am Boden niederliegenden Stängelknoten schlägt sie Seitentriebe, die wieder zu vollen Pflanzen im Frühjahr heranwachsen.



Was soll gesät werden?


Für die oft in trockenen, mageren Lagen dürftigen dahinvegetierenden Wiesen, ist der Aufbau einer dichten, gut bodenbedeckenden Grasnarbe der Schlüsselpunkt zur Schadensabwehr von Engerlingen. Denn die Maiskäfer legen ihre Brut meist in lichten, wenig dicht bewachsenen Futterbeständen - meist Magerwiesen - ab. In diesen warmen, aufgeheizten Wiesenböden erfolgt eine besonders ideale, rasche und daher massenhafte Brutentwicklung. Zur Saat werden auf Standorten mit starker Sonneneinstrahlung und Bodenaufheizung wegen der immer häufigeren Dürrezeiten trockenheitsresistente klimaresiliente Futterwiesenpflanzen mit tieferen Wurzelgang immer wichtiger. Auf Standorten mit starker Sonneneinstrahlung und Bodenaufheizung sind daher klimaresiliente Saatmischungen von vorrangiger Bedeutung.


Klimaresiliente Futterpflanzen sind:

KNAULGRAS, GLATTHAFER, ENGLISCHES RAYGRAS, ROTSCHWINGEL, WIESENSCHWINGEL, ROHRSCHWINGEL, FESTULOLIUM, HORNKLEE und ROTKLEE. Die Bauernzeitung berichtete über empfehlenswerte klimaresiliente Wiesenmischungen für Einsaat und Wiesenneuanlage jüngst ausführlich in Nr. 36 vom 6. September 2018.
Notmischungen

Bei vielen Wiesenmischungen und einzelnen Komponenten herrscht bereits Knappheit. Wenn nur mehr wenige Arten oder passsende Wiesenmischungen erhältlich sind, soll versucht werden Notmischungen aus den Komponenten KNAULGRAS, ENGLISCHEM RAYGRAS und ROTSCHWINGEL anzusäen. Die anderen trockenheitsverträglichen Arten und die Kleearten müssen notgedrungen im Folgejahr auf den offenen Bodenstellen nachgesät werden damit ein genug artenreicher Bestand entsteht. Ohne regenative Wieseneinsaat kann es leicht zu einer Verwilderung und weiteren Ertrags- und Futterwertminderung auf diesen ohnedies geschwächten Futterwiesen kommen.


Letzte Einsaat Chance: ENGLISCHEs RAYGRAS ENGLISCHEs RAYGRAS Wenn kein geeignetes Saatgutmischungen vorhanden sind, sollte zumindest noch versucht werden ENGLISCHEs RAYGRAS einzusäen. ENGLISCHEs RAYGRAS ist am ehesten bei später Saat noch geeignet anzuwachsen und den Boden zu bedecken. Im ersten Ansaatjahr ist auch die Auswinterungsgefahr gering. Es bringt auch im Frühjahr rasch einen Ertrag.

Auch Maulwürfe können überhandnehmen

Auch Maulwürfe finden in Engerlingen eine gute Futtergrundlage. In jüngerer Vergangenheit war auf Grünlandstandorten eine starke Zunahme extrem großer Maulwurfshügel zu beobachten. Aufgrund der großen Erdhaufen kommt es zu massiv verschmutzen Silagen und nachhaltig zerstörten Gräserhorsten. Auf Ertrag und Futternachwuchs hat dies über Jahre eine nachteilige Wirkung. Die entstehenden Lücken ohne Vegetation begünstigen die Ausbreitung biodiverser, futteruntauglicher Unkräuter wie Ampfer. In Extremfällen verweigern die Tiere die Aufnahme ganzer Silopartien, bzw. es kann durch clostridienverseuchtes Futter zu Todesfällen beim Vieh kommen. Auch Wühlmäuse schädigen zunehmend das Grünland, indem sie mit Löchern und Wühlgängen die Narbe aufbrechen und unterminieren. Eine starke Mäusepopulation kann über den Winter sogar große Wiesenflächen zerstören.
Auch Feld- und Wühlmäuse können sich massenhaft vermehren.
Zur Abwehr von Nagern hat sich das Aufstellen von Sitzstangen für Greifvögel bewährt. Auch das konsequente Fangen der Schädlinge mit Fallen sowie die Beobachtung von Neueinwanderungen sind wichtige Vorbeugungsmaßnahmen.


https://www.bauernzeitung.at/wp-content/uploads/2017/10/1732_web05-Mausschaden.jpg




Ausblick


Schließlich ist zu überlegen, ob die staatlich geförderten Programme mit Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutz nicht im Einzelfall mehr Schaden als Nutzen bringen. Denn gut gedüngte, üppige, dichte Futterbestände sind für Engerlinge kein Anziehungspunkt. Der viel zu einseitig propagierte Nutzen von Biodiversität führt inzwischen zu einer explosiven Zunahme unerwünschter Flora und Fauna (Giftpflanzen, Wolf, Bär, Engerlinge) und wird immer mehr zu einem Bumerang und Bedrohung für produktiv wirtschaftende Bauern. Die Umsetzung von ROBUSTEM FACHWISSEN in Grünland-Lehre und -Praxis satt produktionshemmender Förderprogramme bei Düngung und Pflanzenschutz würde in der Agrarproduktion zu viel weniger Ertragsschäden führen.


Fachberatung zum Thema gibt der Autor und Futterwiesenexperte HUMER unter: johann.humer@gmail.com / M: 0664/8244458




Weiterführende Informationen
und Belege zu Engerlingsschäden im österreichischen Grünland:

insbesondere weil der Naturschutzexperte FRANK WEIHMANN vom Naturschutzbund Steiermark, wie er selbst schreibt, er ist so dreist und frei und behauptet vom Bürostuhl aus, dass er diese Dimension der Engerlingsproblematik und meine Grünlandfachkompetenz fraglich hält. In seiner zweiten Email mußte er doch zurückrudern und gibt nun zu, dass er bei intensiver Recherche zu, dass ich mich seriös und professionell damit auseinandergesetzt habe. Nun zweifelt er nur mehr die „Explosion von Wolf und Bär“ an.


Die zahlreichen Beiträge bestätigen, dass es in Österreich ein zunehmendes und massives Engerlingsproblem gibt.



05.02.2019 | von DI Peter Frühwirth


Engerling - wie können wir mit ihm leben?

https://www.lko.at/engerling-wie-k%C3%B6nnen-wir-mit-ihm-leben+2500+2869798

Nahezu ganz Oberösterreich zählt nunmehr zum Befallsgebiet des Maikäfers bzw. seines Engerlings. .... Langjährige Erfahrungen zeigen: Rechtzeitige Bekämpfung und richtige Folgebewirtschaftung bringen einen dauerhaften Erfolg.

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05.02.2019 | von Rudlstorfer Stefan, ABL

Abgestufte Grünlandwirtschaft in der Praxis etablieren

https://www.lko.at/abgestufte-gr%C3%BCnlandwirtschaft-in-der-praxis-etablieren+2500+2869634

... "Geschwächte“ Grünlandbestände hat der Engerling im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern! ....


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10.09.2018 | von DI Peter Frühwirt, LK OÖ, lk-online:


Engerling-Bekämpfung September 2018
Ganz OÖ ist Engerling Befallsgebiet.


04.09.2018 | von Redaktion "Der Bauer", LK OÖ, lk-online, 5. September 2018 Der Bauer INVEKOS 7 (PDF)


Grünlanderneuerung
DI THOMAS WALLNER ING. KARL THUMFART. Der Grund für die derzeit häufigen Anfragen zur Grünlanderneuerung liegt beinahe immer in den durch Engerlinge verursachten Schädigungen.

28.08.2018 | von DI Peter Frühwirth, LK OÖ, lk-online:


Engerlingschäden rasch sanieren!


Beilage zum OÖ. Grünland-Infomail Nr.: 8/2018; 28. August 2018





30.08.2018 | von DI Matthias Greisberger, LK Salzburg,
lk-online 
https://ooe.lko.at/nach-der-trockenheit-die-wiese-sanieren+2500+2780891

Nach der Trockenheit die Wiese sanieren


… Zudem verschärft sich vielerorts die Lage aufgrund des Wurzelfraßes durch Engerlinge und durch vermehrtes Aufkommen unerwünschter Pflanzenarten.

Engerlinge
Fräsen, Kreiselegge - ÖPUL-Tauglichkeit prüfen!Erosionsgefahr in Hanglagen!Pilzgerste - Fördermöglichkeit durch das Land Salzburg



26.08.2018,

Der Engerling: Die nächste Plage für Schärdings Landwirte




12.08.2018 | von DI Peter Frühwirth, LK OÖ, lk-online: https://ooe.lko.at/engerlinge-werden-wieder-aktiv+2500+2767840

Engerlinge werden wieder aktiv


… Es war ja zu befürchten: Die ersten Engerlingschäden sind am Grünland bereits sichtbar.


12.08.2018 | ORF Kärnten


Engerling-Plage im Mölltal


Im Mölltal haben heimische Landwirte erneut mit einer Engerling-Plage zu kämpfen. Wie schon vor drei Jahren ist heuer vor allem wieder die Gemeinde Reißeck betroffen. 40 Hektar Grünfläche sind befallen. Immer wieder kommt es im Mölltal, sowie im oberen Drau- und Gailtal zu einem Engerling-Befall. 


23.03.2018 | von Österreichischer Weinbauverband, lk-online: https://ooe.lko.at/insekten-engerling-maik%C3%A4fer+2500+2733888

Insekten - Engerling - Maikäfer


… Der Engerling verursacht in Junganlagen und Rebschulen durch Fraßtätigkeit an den Wurzeln und am Wurzelstamm starke Schäden, die zu Stockausfällen führen. In Ertragsanlagen verursacht der Engerling keinen weiteren Schaden. In besonders starken Flugjahren können Engerling bzw. Käfer durch Wurzel- oder Blattfraß zu Schäden führen.


04.08.2017 | LK-Kundenservice | von DI Peter Frühwirth, LK OÖ, lk-online: https://ooe.lko.at/der-feld-maik%C3%A4fer-gr%C3%BCnlandwirtschaft-mit-dem-engerling+2500+2543033

Der Feld-Maikäfer – Grünlandwirtschaft mit dem Engerling


In diesem Handbuch werden die nunmehr 10-jährigen Erfahrungen mit der Bekämpfung des Engerlings durch mechanische Methoden und mit der Pilzgerste dokumentiert. Wert gelegt wurde auf eine möglichst praxisnahe Darstellung von Methoden, die auch wirklich einen Sinn haben und deren Wirkung über mehrere Jahre hinweg nachweisbar ist. Die 90 Seiten umfassende Broschüre ist zusätzlich mit zahlreichen Farbfotos anschaulich gestaltet. Angesprochen werden auch die Thematik der Bewirtschaftung des Dauergrünlandes und deren Einfluss auf die Engerling-Problematik. 




Nachhaltige Populationsregulierung des Maikäfers und seiner Engerlinge


Mechanische Verfahren in Kombination mit Melocont®-Pilzgerste.

Mit bis zu 200 Engerlingen/m2 Wiese ist der Maikäfer in den letzten Jahren in Österreich zur regelrechten Plage geworden.
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Folgeschaden durch Dachs nach Engelingsschaden. Foto TWITTER
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Wurzel fressender Engerling , Q: Zeichnung Assadallah Mrkarim
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Maikäfer-Zeichnung von-Edmund-Reitter-1908-wikicommons-PD.jpg

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Maikäfer und Engerlinge als Profiteure von Klimawandel und Dürren.

Extreme Schäden durch Engerlinge in Futterwiesen treten in Jahren mit großer Hitze und langer Trockenheit besonders stark auf.
Das berichtet 1826 Pfarrer Martin Kügelin im seinen Aufzeichnugen:

im Buch neu veröffentlicht von Helmut Vester:


Birkenfelder Theologen: während der Reformation und im 19. Jahrhundert





Birkenfelder Theologen: während der Reformation und im 19. Jahrhundert. Neu publiziert von Helmut Vester BoD – Books on Demand, 27.09.2017 - 208 Seiten

Pfarrer Martin Kügelin berichtet:

Auch Gräser blühten, namentlich Poa pratensis. Dennoch verzog der Frühling lange, und das nasskalte Wetter dauerte bis zum Mai. Dieser Monat war aber so heiß und fruchtbar, dass die ältesten Leute sich keiner ähnlich warmen, so anhaltenden Witterung erinnern konnten. Man glaubte, nun in der Tat und buchstäblich alles wachsen zu sehen. Auch der darauf folgende Sommer war ausgezeichnet trocken und heiß, dass das Obst meist abfiel, das Heu sehr sparsam ausfiel und das Öhmd sowie der zweite Schnitt vom Klee gänzlich fehlschlug.

Dazu kamen die unzähligen Engerlinge oder Quatten, wie sie hier genannt werden, welche die Wiesen vollends ganz verwüsteten, dass man - ohne die mindeste Übertreibung gesprochen - oft nicht wusste, ob es Wiesen oder Äcker seien. Der Futtermangel wurde nach und nach so groß, dass der Zentner Heu 2 f. 42 s. kostete, dass man Laub und Mistel und dergleichen als Futter benutzte und endlich Staat und Gemeinden den Notleidenden die Wälder zum Grasen öffneten.

Auch die Kartoffeln missrieten gänzlich durch die Dürre und die Engerlinge, dass das Simri 51 auf 24 - 30 s. zu stehen kam. Und selbst die wenigen eingeheimsten Kartoffeln waren nicht gut, da ihnen die Feuchte gänzlich gefehlt hatte. Dieser Mangel war die Ursache, dass gegen den Herbst hin eine ungeheuere Anzahl Vieh im ganzen Lande und besonders auch hier -meist an Juden, die es nach Frankreich führten - um wahre Spottpreise verkauft wurde, dass man wirklich die Zeit nahe glaubte, „wo die Kuh einen Batzen gelte“.
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Wiesen und Bauern werden hier durch den Klimawandel, Dürren und Engerlinge mehrfach geschädigt:

- Kein Futter durch Trockenheit
- Engerlinge fressen die Graswurzeln massenhaft ab.
- die Grasnarbe stirbt folglich ab, wird braun.
- kein Wiesenfutter im Folgejahr, wenn die Bekämpfung nicht gelingt
und Wiesen-Neuanlage im Herbst fachlich nicht mehr möglich ist
- gelingt die neue Wiesenanlage im Herbst nicht, sondern erst im Frühjahr im - so fehlt trotzdem auch im Folgejahr ca 50-70% des Futters, da erst im Juli der erste Aufwuchs erntbar ist.
- Durch die fehlenden Aufwüchse im Sommer, Herbst und der Frühjahresaufwüchse fehlen also 100% des Grünlandertrages auf den Flächen mit Schädigung und sogar bei einer gelungenen Wiesenregeneration

Die letzten Engerlingsjahre zeigen, dass der Maikäfer auch Laubwälder, Obstanlagen und Weinstöcke stark befällt.

Der Klimawandel mit immer mehr Jahreszeiten mit Trockenheit und Dürre hat vielfache Schäden zur Folge,
nämlich:

·    sonnenexponierte Wiesen durch Futtermangel und Engerlingsschäden,
·    Fichtenwälder mit fehlenden Niederschlag durch Borkenkäfer Befall,
·    Laubwälder durch starken Blattfraß der Maikäfer
·    Weingärten durch starken Blattfraß der Maikäfer
·    Obstgärten durch starken Blattfraß der Maikäfer


Bild eines sehr typischen weiblichen Maikäfers
Abbildung aus 2002 Fröschle, Der Feldmaikäfer und seine Engerlinge
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Grünlandwirte in Österreich sollten ihr Augenmerk auf diese wichtigen Futtergräser in ihren Futterwiesen legen.
Sie sind es, die die entscheidenden Futtererträge bringen.



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Für gute Futtererträge ist die Auswahl örtlich passender Futtergräser entscheidend. FUTTERWIESENEXPERTE HUMER berät Sie hinsichtlich bestmöglicher Gräser und Leguminosen für produktive Futterwiesen nach Ihren Vorstellungen.


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