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Freitag, 20. Juli 2018

Anfrage Maikäfer Junikäfer Engerlinge Bekämpfung Pilzgerste Kreiselegge Nachaaat Düngung Wiesenneuanlage

Anfrage zu:

Maikäfer Junikäfer Engerlinge Bekämpfung Pilzgerste Kreiselegge Nachaaat Düngung Wiesenneuanlage


Hallo, ich heiße C P und möchte wissen ob man bei den Wiesen in Frühjahr einsähen kann und gleich Düngen kann mit NAC oder NAC+S oder KALKSTICKSTOFF? Hab in den Wiesen Junikäfer drinnen!



Sehr geehrter Herr P, 

wenn man in den Wiesen den Mai/Junikäfer als Schädling hat, ist düngen und einsäen im Frühjahr keine gute Lösung, da die Düngung hauptsächlich nur der Altbestand nutzt und die junge Saat beschattet bis verkümmern kann.

Zuerst sollte man die Gelege der Schädlingslarven durch Wiesenumbruch bzw mehrmaliges Kreiseleggen möglichst mechanisch stören und zerstören. Natürlich kommt es dann zum einem Futterausfall.

Eine Bekämpfung kann auch durch Pilzgerste erfolgen, wenn sie nach Vorschrift angewendet wird. Siehe dazu: https://www.landwirt.com/Forum/350184/Engerlingplage.html .
Da steht zB:
Wir haben in unserer Gemeinde auch große Probleme mit Engerlingen. Bei uns wurde flächendeckend Pilzgerste ausgebracht (Kosten bei 450 Euro/ha). Es dauert halt mind. 8 - 10 Jahre bis sie zu wirken beginnt, weil der Pilz schon länger braucht bis er sich ausbreiten kann. Wenn es nur diese Wechselwiese betrifft habe ich schon einen Tipp für dich. Und zwar ist mir einmal der Zufall zu gute gekommen: Ich habe eine Wiese nach enormer Verunkrautung umgebrochen im Herbst eines Flugjahres der Maikäfer und übern Winter brach liegen lassen und im Jahr darauf eingesät. nach 3 Jahren begann wieder der Engerlingsfraß und auffällig war bzw. ist dass ringsherum enorme Engerlingsschäden bis zu 0 - Ertrag waren und meine Parzelle auffällig guten Ertrag hatte. Also meine Theorie ist, dass die Eier der Maikäfer durch meine Pflugarbeit im Spätherbst nach oben gefördert wurden und erfroren sind übern Winter.
Vielleicht hilft dir dieser Tipp.
mfg
Honns

Anmerkung HUMER:Das es mind. 8 - 10 Jahre dauert, halte ich für übertrieben, bis sie zu wirken beginnt. Die Wirkung sollte man schon im nächsten Jahr spüren.


Auch eine intensive Düngung mit Jauche mit ihrer ätzenden Wirkung führen nach einer meiner Erfahrungen offensichtlich zur Engerlingsvernichtung.

Ohne Bekämpfung nehmen die Schäden, Bekämpfungskosten und Rekultivierungskosten jährlich zu.Erst nach der Bekämpfung ist eine Neuanlage, dann aber mit einer Dauerwiesenmischung A, B, C oder D sinnvoll.

Nachsaatmischungen sind für die Reparatur einer Wiese mit Engerlingsschäden daher wenig erfolgversprechend.

Das Auftreten von Engerlingen hat mitunter auch die Ursache, wenn Wiesen sehr schwach und daher niedrigwüchsig bleiben und viel Sonneneinstrahlung bieten. Dadurch wird der Mai/Junikäfer angezogen. Die Engerlingsarven entwickeln sich im wärmeren Boden besonders gut und locken zudem die Wildschweine an, die zusätzlich viel Schaden anrichten. Eine bessere Düngung und der dadurch höher wüchsige und dichtere Futterbestand bieten dem Maikäfer oder Junikäfer viel weniger Chancen für die Eiablage und Larvenentwicklung.

Kalkstickstoff Hinweis von Frühwirth:Dieser wird mit 3 bis 4 dt/ha unmittelbar vor dem Fräsen oder Kreiseleggen ausgebracht und dann eingearbeitet. Damit soll eine Wirkungsverstärkung erreicht werden. Versuchsergebnisse liegen nicht vor. Die Stickstoffmenge ist in der Jahresdüngermenge zu berücksichtigen.

Dowloadbare PDF Engerlingsbekämpfungshinweise von Peter Frühwirth unter:https://www.hochlandimker.at/?+Der-Feld-Maikaefer-Gruenlandwirtschaft-mit-dem-Engerling-Ein-Handbuch+&id=2500,1111709




Später würde es mich interessieren, was Sie unternommen haben und wie die Erfolge waren, um sie auch anderen zu vermitteln.
Eigene Infos zu Frühjahreswieseneinsaaten mit Hinweisen zur Engerlingsbekämpfung:http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Junge+Saat+st%C3%A4rkt+Ertrag+und+Wiesennarbe http://www.bauernzeitung.at/junge-saat-staerkt-ertrag-und-wiesennarbe/ 

MFG
J HUMER, 2017mrz16


Neuer Beitrag aus 2017 dazu unter:
Dürre Wiesen: ein attraktiver Brutplatz für Engerlinge und Jakobskreuzkraut

https://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/D%C3%BCrre+l%C3%BCckige+Wiesen+ein+attraktiver+Brutplatz+f%C3%BCr+Engerlinge+und+Jakobskreuzkraut




Neuer Engerlingsbeitrag
13.9.2018 J HUMER, 
Massenhafte Engerlingsschäden in Futterwiesen rasch sanierenDerzeit, Anfang September 2018, kommt es landesweit in mehreren Gebieten Österreichs, besonders in OÖ und NÖ zu einem flächenhaften, massiven Ausbruch an schweren Schäden durch Engerlinge in Futterwiesen. ...
auch in Gartenrasen und Hausrasen.

Anfrage zu Engerlingen in Gartenrasen aus Stainz, 2018sep24

AGES der Liste von INSEKTIZIDEN gegen Engerlingen
Stand:  2018sep24



Anfragebeantwortung zu Mitteln gegen Engerlinge
aus Stainz in der Steiermark
auf einer sehr sonnenbeschienen Rasenfläche eines Hausbesitzers.


Die Anwendung darf nur exakt nach den Mittelzulassungsbedingungen erfolgen.

Alle Auflagen gemäß Text der Mittelzulassung sind einzuhalten.

Bei Unklarheiten fragen Sie besser vorher einen Experten, der Ihnen sagt was die jeweiligen Vorschriften / Auflagen bedeuten.

Ohne Einhaltung der Auflagen kann es bei Folge-Problemen zu gesetzlicher Verfolgung kommen.

Die Mittelzulassungsbedingungen sind also genau einzahlten. !

Hier folgend der Registerauszug von Mitteln gegen Engerlinge.







Alternativen sind:

1.
Intensiver Mehrfach-Umbruch des Rasens
danach Neuanlage mit raschwüchsigen Raygras
mit Folgeeinsaat anderer Arten im Frühjahr.

2.
Rasen kühl und feucht halten ( aber wie?)

3.
Mindestens 2malige Einarbeitung von 
Melocont® Pilzgerste
gegen die Entwicklung neu abgelegten Eier und vor allen gegen die Entwicklung der Engerlingsraupen in den Folgejahren.

Wirkt nicht gegen bereits grosse Engerlingsraupen und nur spezifisch auf Maikäfer-Engerlinge, nicht gegen Junikäfer oder Gartenlaubkäfer, die ähnlich wie Maikäfer-Engerlinge aussehen.

Mehr erfahren zur genauen Wirkung unter:

Nachhaltige Populationsregulierung des Maikäfers und seiner Engerlinge mit Hilfe von Melocont® Pilzgerste



Eigenschaften und Wirkungsweise von  
Melocont® Pilzgerste
unter




Neueste Engerlingsanfrage
vom 29.1.2019 

p....a@yahoo.de


Lieber Herr Humer!

Wie erfahre ich, daß Sie Vorträge/Beratungen/etc. im Raum Perg halten? Oder auch in der Nähe von Amstetten?
Ich bin Bäurin in Windhaag bei Perg und bin gerade zufällig über ihre sehr interessante website gestolpert.
Ich wollte nämlich für die kommende Saison meine Saatgutmischungen bei "'DieSaat" bestellen bzw. habe mir die Ratschläge vom LFZ Raumberg-Gumpenstein für eine umbruchlose (haha, mit Engerlingen eher nicht) Umstellung von Dauergrünland (vier-mehrmähdig) auf Dauerweide angesehen.
Tja. Jetzt bin ich durch Sie etwas hellhörig geworden.
Und außerdem sind mein Freund und ich sowieso mit unseren 20 Milchkühen plus Nachzucht etwas anders gepolt, als der immer-mehr-immer-größer-wollende Hauptstrom der Bauern. Wir wollen Richtung Bewahrung des Hofes und seiner LN gehen, nicht unbedingt BIO, aber auf jeden Fall weniger auf Leistung, mehr auf Lebenserwartung und Lebensqualität der Kühe und definitiv mehr extensiv (im Moment sind wir leider noch reine Anbindehaltung mit Kühen, die sich gerade mal spazieren gehen trauen - und das auch nur mit mir). Weniger Ausbeute in Hinblick auf finanziellen Nutzen, als Wertschätzung und Wertschöpfung von Mutter Natur um uns herum. Trotzdem müssen wir wie alle Milchviehbauern gut wirtschaften, sonst geht es nicht einmal mehr mit Nebenerwerb. Das scheint ja auch in ihrem Interesse zu sein, wenn ich Ihre Kommentar im Internet richtig verstanden habe.

Danke im voraus für eine Antwort!
Freundlich Grüße 

Meine Antwort:
Sehr geschätzte Frau P.,
Vorträge mache ich immer auf Einladung, die mehr über meine Grünlanderfahrungen wissen wollen.
Um meine Vorträge für die Gemeinde zu bekommen, geht man am besten zum lokalen Ortsbauernobmann.
Man erzählt ihm von den Problemen, die vielleicht auch die Nachbarn haben.
Meist organisiert er mit der Bauernschaft einen Termin mit mir, dann zahlt den Vortrag die Ortsbauernschaft.
Oder der Obmann oder Sie fragen den Vortrag über das LFI Ihrer Landwirtschaftskammer an, wie es die LK in NÖ oder Kärnten bereits mehrfach mit mir tun. Dann zahlt das LFI den Vortrag.

Hören Sie sich auch den leicht satirischen, kabaretistisch zynischen  Vortrag von DI. Frühwirth von der LK OÖ an, am:
6. Februar 2019: Bezirke Freistadt und Perg. Ort: GH Aumayr. Oberndorf 6, 4274 Oberndorf.
Sie werden sicher viel neues und die aktuellsten lokalen Infos von OÖ erfahren.

Derzeit will auch der Landwirt Herr L F , 4263 Windhaag,  einen Vortrag zur Eindämmung der Engerlingsplage von mir.  Einen Termin haben wir noch fixiert. Vielleicht reden Sie sich auch mit ihn ab und organisieren einen gemeinsamen Vortragstermin in eurer Region.

Da sich die Engerlingsfrage mit Weide und eigenen Saatgutmischungen für jeden Betrieb sehr betriebsindividuell gestaltet, ist möglichweise auch eine individuelle Beratung sinnvoll. Viele schätzen dabei meine WHATSAPP Nachbetreuung bei neu auftauchenden Fragen, habe ich bemerkt.
Die Organisation des Saatgutes ist mit Händlern meist schneller und flexibler oder mit einen lokalen Einkaufsgemeinschaft sinnvoll, wie es bereits etliche tun (zB: EKG Kitz Agrar, EKG Oepping/Rohrbach/OÖ, EIG Ennstaler Informationsgemeinschaft). Die rechtzeitige Beschaffung wird wahrscheinlich heuer wieder kritisch, da der Handel dem riesigen Extrasaatgutbedarf durch die Engerlingsschäden vielleicht überfordert sein wird.

Meine Vorträge zum Engerlingsproblem zum Nachlesen finden Sie hier:
Produktive Futterwiesen in Gefahr: Dürre Engerlinge Wildschäden Giftpflanzen
Regeneration / Sanierung engerlingsgeschädigter Futterwiesen​
https://futterwiesenexpertehumer.blogspot.com/2018/10/regeneration-sanierung.html

Meine Engerling Expressberatung finden sie unter:

Ich hoffe Ihnen mit diesen Infos geholfen zu haben.

Beste Grüsse
Futterwiesenexperte HUMER

M: 0664/8244458



Neue Engerlingsanfrage

Dienstag, 19. Juni 2018

Grünlandberatung Anfragen Beantwortung Beispiele HUMER

Beratungsanfragen


Grünland Beratung Anfrage Beispiele


Sehr geehrter Herr Humer,
meine Schwester hat am Schneeberg einen Bio-Mutterkuhbetrieb mit fast 40 ha Grünland.
Die Wiesenbestände sind nicht mehr optimal trotz durchgehender Sommerweide, Gülle und Rottemistausbringung.Wann wäre es von der Vegetation optimal eine Spontanberatung vor Ort mit Ihnen zu terminisieren?Mit freundlichen GrüßenOK


Antwort
Lieber Herr ,
bei Weiden ist es mit Beginn der Vegetationszeit schon möglich die Narbe zu verbessern.
Jetzt im Frühjahr wirkt sich jeder frühere Tag einer Wiesenverbesserung umso eher schneller und besser aus.
Ausserdem braucht es Zeit bis man das gewünschte Saatgut bestellt und am Hof hat.
Bei einer Tonne TM Mehrertrag/ha, werden bereits um 100 - 200 € besseres Futter mehr generiert. Nicht selten könnten Pflanzenbestände 2 bis 4 t TM/ha mehr bringen, wenn Saatgut, Düngung und Management optimal eingesetzt werden, also alles zusammenpasst.
Ich war dort auch in der Nähe von Pfenningbach auf 2 Betrieben, wo der Weiße Germer bzw Wiesenpippau statt dem guten Futter sich problematisch ausbreitet, wenn Stillstand herrscht.
Ich freue mich auf den Rückruf von Ihren bzw. Ihrer Schwester.

MFG
J HUMER


Sehr geehrter Herr Humer,

ich bin durch ihre Internetseite auf Ihre Beratung aufmerksam geworden, und möchte Sie fragen ob im Frühjahr eine Grünlandberatung auf meinem Betrieb in der Steiermark möglich ist
RP


Hallo Hr.Humer

​ich habe einen Milchviehbetrieb mit 30 Milchkühen + 25 St. Nachzucht im unteren Mühlviertel (Bez. Perg, 4323 Münzbach)
15 ha Wiesen,davon 6ha Steilflächen von 25-50 %, und 8 ha Acker.
​Ich suche schon einige Jahre nach einer Möglichkeit mein Grünland zu verbessern und verfolge ihre Beiträge mit sehr großem Interesse.
​Momentan überlege ich die Anschaffung eines Grünlandstriegels ( Einböck) einen Kleinsamenstreuer hab ich schon.
Es wäre eine große Hilfe wenn sie mir bei einer Wiesenbegehung die Möglichkeiten einer Grünlandverbesserung
(Gräserbestimmung,Düngung, Übersaat,Saatmischungen.etc...) aufzeigen könnten.

Meine Adresse: 4323 Münzbach TelNr:
(Mo Di Mi bin ich zuhause,Do Fr arbeite ich außerbetrieblich)

Mit freundlichen Grüßen und Dank im voraus
KMH

Antwort:

Liebe Familie ,
Empfehlungen zur Grünlandverbesserung kann man im Frühjahr am bestem durch eine Wiesenbegehung ein paar Wochen bis zum ersten Schnitt durchführen. Ich selber bin Ende April wiederin Österreich, was für eine Wiesenbegehung bei Ihnen vielleicht noch passt.
Man muss sich zuerst die Gras Arten anschauen, die bei Ihnen am besten gedeihen und noch mit solchen Gräsern und Kleearten ergänzen, die Chancen auf guten Wuchs und gutes Durchkommen haben.

Da Gräser bei stärkerer Nutzung immer weniger werden und auch absterben, ist wichtig, dass ein gewisser regelmäßiger Samennachschub durch geeignete Arten erfolgt.

Nach meinen Erfahrungen decken Wiesenmischungen zur Anlage und Nachsaat ein gewisses Gräser Spektrum gut ab, oft wachsen aber davon einige Arten kaum oder gar nicht an. Deshalb muss man Wiesen mit gut wüchsigen und ertragreichen Arten immer wieder auffrischen, was oft mit einer Saat kaum gelingt. Der Samenstreuer ist daher ein wichtiges Gerät. Bei Frühjahreseinsaaten ist wichtig die grossen Lücken zumindest wieder zu füllen. Für die generelle Grünlandverbesserung ist der Sommer besser geeignet, da da die Einsaat mehr Licht bekommt.

Meine Erfahrungen zeigen, dass man dann in 1 bis 3 Jahren wesentlich wüchsigere Futtergräser ernten kann.

Mit besten Grüssen
DI Johann HUMER



Sehr geehrter Herr Humer,

meine Mähweide für Pferdeheu ist gerade übersät von Spitzwegerich!Seit nunmehr zwei Jahre explodiert dieser Wegerich! Im letzten Jahr ist zwei Mal Simplex zum Einsatz gekommen! Eine zügige Nachsaat und anschließende AHL Düngung hatten nur kurzfristigen Erfolg! Eine Untersuchung des Bodens durch die LUFA ergab keinen nennenswerten Befund! Nach dem ersten Wiesenschnitt in diesem Jahr (Heuernte) keimte der Spitzwegerich durch das hohe Samenpotential im Boden wieder hoch! Nun steht der Wegerich wieder in voller Blüte! Kein Lohnunternehmen will die Weide mähen und den Schnitt abfahren!!! Ich selbst habe nicht die Landwirtschaftlichen Geräte.Können Sie weiterhelfen!Für eine Beratung wäre ich Ihnen sehr dankbar!

Ich überlege jetzt Totalherbizid Round Up mit anschließender Neuansaat!

Mit freundlichen GrüßenSM26180 Rastede


Antwort:
Geschätzte 
,
Wegerich ist in der Regel ein Zeiger für wenig Nährstoffe (Phosphor und Kali) und dass die Futtergräser ausgehungert sind und absterben - meistens durch Verzicht auf Düngung mit N, P und K.

Auch scharfe Beweidung schadet den Horstgräsern (= Heugräser), weil Horste zertreten werden.
Zur Beweidung sind andererseits nur Weidegräser geeignet, weil sie durch starker Ausläuferbildung überleben können.
Insofern entspricht eine Mähweide keine dieser Voraussetzungen auf Dauer. Eine Trennung für Heu und Weide entspricht daher besser den Ansprüchen der Gräser. Mehr dazu unter:
http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Gr%C3%A4serartenwahl+f%C3%BCr+Weiden+und+M%C3%A4hwiesen

Eine wirkliche Wiesenverbesserung bringt nach dem Scheitern Ihrer bisherigen Versuche wohl nur eine Neuanlage von Heuwiese und Weide.
Glyphosat ohne Umbruch, kann manchmal zwar gelingen, ist aber bei schlechten Aufgang der Saat keine Verbesserung.

Wirklich wirksam ist nur die Kombination von Glyphosat zur Vernichtung der meisten grünen Unkräuten und dann der Umruch mit einigen Bodenbearbeitungsgängen durch Eggen zur Narbenauflösung und dann die Neusaat mit max 1 cm Sätiefe und Anwalzen bei Trockenheit. Es ist klar, dass das aufwändig ist. Unter Umständen kann auch ohne Glphosat erfolgreich gearbeitet werden.

Für eine Pferdeheuwiese sowie für eine Pferdeweide sollten auch eigene Mischungen verwendet werden, da die bessere Chancen für die jeweilige Nutzung bieten. Dazu gibt es bei uns die Mischungen PH und PW. Notfalls können ähnliche Grundmischungen mit einzelnen Horstgräsern oder Weidegräsern gemäß PH oder PW-Mischungen angereichert bzw dazugemischt werden.

Donwload PDF mit PH und PW Mischungen = Pferdeheuwiese Pferdeweide
https://www.google.at/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwjS2oawuObVAhVPL1AKHfUgB0YQFggnMAA&url=https%3A%2F%2Fwww.lagerhaus.at%2Fmedia.php%3Ffilename%3Ddownload%253D%252F2014.01.22%252F1390399565184461.pdf%26rn%3DDas%2520Fachblatt%2520f%25FCr%2520Gr%25FCnland.pdf&usg=AFQjCNFDe8IoNTppjpFNH2rHu2FfwyIJgg

Nach dem Anbau der Neuansaat keimen auch einjährige Ackerunkräuter, die sind durch einen Reinigungsschnitt zu kürzen. Eine Weide sollte erst nach dem ersten Hauptnutzungsschnitt nach dem Anbau erfolgen, dass die Narbe für Betritt gefestigt ist.

Es gibt auch noch weitere Neuanlageverfahren wie Direkteinsaat mit Rototiller usw. Mehr dazu unter:
http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Gr%C3%BCnlanderneuerungsverfahren

Ein mühseeligeres Verfahren ist, ständig und mehrmals im Jahr die offen Bodenstellen zu besämen bis das eingesäte Gras langsam Oberhand gewinnt. Es dauert etwa 3 Jahre bis eine Änderung eintritt. Das Verfahren hat den Namen Hufkultivierung. Ich habe es näher beschrieben unter:
http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Hufkultivierung+Fitnesskur+f%C3%BCr+Weiden
http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Hufkultivierung+hoof+culivation+in+www



Mit besten Grüssen und wünsche guten Erfolg
Johann HUMER, Wien, Österreich


Lieber Herr Humer, 
vielen Dank für die ausführliche Beratung! Ich werde mit dem Einsatz von Round Up sowie mit einer anschließenden Neuansaat und der von Ihnen empfohlen Weidesaat-Mischung dem Wegerich wohl beikommen (so hoffe ich!)!
Eine Frage stellt sich mir nur noch, favorisieren Sie eher eine Neuansaat im Herbst oder im Frühjahr?

Herzliche Grüße
aus dem Ammerland


Hallo,
eine Neuansaat im Herbst ist konkurrenzfähiger und entwickelt weniger Unkrautaufgang, sowie liefert im nächsten Jahre bereits den vollen Ertrag. MFG J HUMER



31.8.2017

Sehr geehrter Herr Humer,

Mein Mann und ich sind Neueinsteiger in der Landwirtschaft und daher noch ziemlich unerfahren was Anbau betrifft. Wir starten mit einer Alpakazucht im Marchfeld und haben dafür u.a. ca. 4000 m2 mit Saatmischung für Dauerweiden in mittlerer bis trockener Lage angelegt. Die Saat ist durch zusätzliche Bewässerung schön aufgegangen und jetzt ca. 5-6 cm hoch. Mein Mann ist der Meinung wir sollten mit dem Rasenmäher durchfahren, um das Wurzelwachstum anzuregen ( so hat er es gehört von Jemandem der Fertigrasen produziert). Ich bin der Meinung wir sollten die Weide wachsen lassen bis zum Einzug unsere Tiere in ca. 4 Wochen.
Würden Sie uns hierzu bitte Ihre geschätzte Expertenmeinung mitteilen.

Mit besten Grüßen


Hallo,
wenn man Grünland neu anlegt, wachsen zumeist einige oder sogar viele Feldunkräuter mit. Dass diese die junge Saat nicht überwuchern ist ein Reinigungsschnitt (Mahd siehe: http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/search/view/Reinigungsschnitt%20)
notwendig. Den macht man wenn das Gras ca 15 cm hoch ist bzw. wenn das Unkraut droht die Saat zu überwachsen. Weiden sollte man nie bereits beim ersten Aufwuchs nach einer Neuanlage. Die Weide mit Tieren sollte erst nach ein bis zwei Schnittnutzungen erfolgen, wenn das Gras gut verwurzelt ist und der Boden gut abgesetzt ist, damit es zu keiner vorzeitigen Schädigung der jungen Narbe kommt. Möglicherweise schädigt auch die zu tiefe Mahd mit solchen Rasenmähern, wenn die Schnitthöhe unter 6 cm liegt.
Ich hoffe, dass Sie mit diesen Informationen durchkommen und wünsche guten Erfolg.
Beste Grüsse
J HUMER

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Vielen Dank für Ihre rasche Antwort, Sie haben mir damit sehr geholfen!Beste Grüße aus dem Marchfeld 1.9.2017











SMS Anfrage 2018apr27
I bin a Damwildhalter mit Wolfmilchproblemen.
Ersuche um Auskunft. 


LG PFELDBACH Stmk


Empfehlung zur Zurückdrängung von Wolfmilchverunkrautungen


Natürliche biologische Eindämmung

Wolfsmilch mitregelmäßiger Motorsensen Mahd schwächen

Regelmäßige Nachsaat auf LückenNarbe dicht machen mitEngl RaygrasWiesenrispeWeisskleeKammgrasevTimotheWiesenschwingel

und NPK Düngung für guten Wuchs der Gräser

Bekämpfung mit Herbiziden geht schneller

Nachteile,1 - Flächen müssen gesperrt werden2 - ohne Bestandesverbesserung mit Nachsaat und Düngung werden alle Unkräuter trotzdem wieder nachwachsen---Wolfsmilch breitet sich auffällig 2018 bei trockener Witterung im Frühjahr in Österreich immer stärker aus.

Wegen der Giftwirkung von Wolfsmilch im Wiesenfutter für die Tierhaltung muss die Ausbreitung generell verhindert werden, wenn die Flächen nicht noch mehr entwertet werden sollen.




Folgeberatung bei Hansjörg
nach einer Grünlandberatung in Tirol, Hollenzen.





Hallo Hans kennst du diesen Käfer hier in Ginzling Kann man da über die Bewirtschaftung Schaden abwenden🤔 LG Hansjörg
[29.5., 11:53] J HUMER: Es ist eine Maikäferart, dessen Larven, die Engerlinge in ertragsschwachen Wiesen die Gräserwurzel anfressen, sodass die Grasnabe abstirbt u braun wird u sich wie eine Haut abziehen lässt![29.5., 12:11] J HUMER: Abhilfe: Wiese umbrechen, mehrmals tief grubbern oder Fräsen. Später gut düngen, da sich die Larven nur in lichten, schwachen, dünnen Wiesen in warmen Lagen entwickeln.[29.5., 12:39] Hansjörg : Hans das ist auf der Alm 1000m
[29.5., 15:04] J HUMER: Ja auch dort fliegen sie, weil es immer wärmer wird! Einsäen und düngen , wo die Grasnarbe dünn und schwach ist - auch auf der schönen ALM dort![29.5., 18:25] Hansjörg: Dieser Käfer ist aber viel kleiner als der Gartenlaubkäfer[29.5., 19:05] J HUMER: Hier einige Infos in 2 PDF.Engerlinge Maikäfer Feldmaikäfer Gartenlaubkäfer Junikäfer[29.5., 19:31] Hansjörg : Vielen Dank Hans
Hier ein Vergleich der Käfer.Foto aus Beitrag:Pötsch, E.M., Strasser, H. und Berger, H. (1997):Was Sie über tierische Schädlinge am Grünlandwissen sollten. ÖAG Sonderbeilage 2/97Käfer aus Engerlingen


Reine Knaulgrasansaat für Jungvieh und Pferde?
07.07.2018, 01:34
Sehr geehrter Herr Humer,

Seit Jahren lese ich Ihre Berichte bezüglich Futterproduktion und bin von Ihren Kenntnissen hochbegeistert.
Ich erlaube mir Ihnen auf diesem Wege zwei Fragen zu stellen.
Kann eine reine Knaulgrasansaat für Jungvieh und Pferde eine ausgewogenen Grundfutterversorgung (Eiweiss- Energie) liefern?
Wo kann ich die von Ihnen vorgeschlagene LK-Heuwiesemischung beziehen?

Mit besten Grüssen
Guido S.
Grünlandlandwirt aus Alterswil, Kanton Freiburg, Schweiz


Lieber Guido,
zu Ihren Fragen:

Kann eine reine Knaulgrasansaat für Jungvieh und Pferde eine ausgewogenen Grundfutterversorgung (Eiweiss- Energie) liefern?
Wo kann ich die von Ihnen vorgeschlagene LK-Heuwiesemischung beziehen?

Ja im Prinzip. Jungvieh braucht aber ein jüngeres, früherer gemähtes, gedüngtes eiweissreichere Futter, während Pferde das viel weniger brauchen und mehr naturbelassenes Futter bevorzugen. Eine reine Knaulgrasansaat würde ich auch deswegen nicht machen,  weil die Narbe vom Knaulgras allein sehr lückig wird. Eine gewisse Beimengung anderer Arten, macht ein bekömmlicheres Futter und eine bessere Narbe. In dem Fall , würde ich auch Glatthafer, Timothe und Rotschwingel als Untergras als guten Narbenbildner hinzunehmen.

 Meine Mischung müssen sie bei Ihren Samenhändlern mischen lassen. In Westösterreich 
ZB Fa. Schwarzenberger 
A-6176 Völs, Bahnhofstraße 32 Tel. +43 512/ 303 333
office@samen-schwarzenberger

Es gibt auch fertige artenreichere Pferde Heu und Pferdeweide Mischungen in Österreich unter
https://www.diesaat.at/das-fachblatt-fuer-gruenland-2018+2500+3053453
Ich hoffe ich habe Ihnen damit weitergeholfen.

 J HUMER
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Mit besten Grüssen aus der Schweiz


Sehr geehrter Herr Humer,

Herzlichen Dank für Ihre rasche Antwort.
Gerne wende ich mich bei ausstehenden Fragen nochmals an Sie.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Mit besten Grüssen aus der Schweiz




10.07.2018, 15:46
Sehr geehrter Her Humer, 

Eine Anruferin hat mit Interesse den Artikel „Kreuzkraut“ in der BauernZeitung KW 27, S. 7, gelesen. Sie fragte nun, wie man das Kraut entsorgen kann.
Ist es möglich, dass Sie sie zurückrufen? 
Hier ihr Name und ihre Telefonnummer:  
Fr. Erika F., Arbing
Herzlichen Dank und liebe Grüße,
Eva Zitz 
__________________________________

Eva Zitz
Österreichische BauernZeitung

Agrar-Media Verlags GesmbH (AMV)
Schauflergasse 6, A-1010 Wien
Tel. +43/(0)1/533 14 48-36
Fax +43/(0)1/533 14 48-33
e.zitz@bauernzeitung.at
www.BauernZeitung.at 


Erfahrungen mit Weidemischungen 
in trockenen Lagen in Niederösterreich

EMAIL Anfragebeantwortung:

Gesendet: Montag, 07. Juli 2014 14:20



Hallo Hans,

hast du Erfahrungen mit Weidemischungen für trockene Lagen. Bisher haben wir in Tirol immer die Kwei (50%Wiesenrispe und 50% Raigras) verwendet. Wie ist dazu deine fachliche Einschätzung? Rotschwingel? Kammgras?

Schöne Grüße aus Tirol


Ich habe vor ein paar Jahren einige Mutterkuhbetriebe mit Dauerweiden im Weinviertel und an der Grenze zum Burgenland mit dem Kollegen Daniel Heindl vom Weidereferat mit Dauerweiden besucht und folgendes festgestellt:

  1. Engl. Raygras war überraschenderweise in allen Betrieben das typischste Weidegras
  2. Wieserispe - habe ich nur bei einem Betrieb im Weinviertel etwas gefunden, in den andere Betrieben in so gut wie nur unbedeutenden Mengen. Nur in Lagen mit mehr Niederschlag traue ich der Wiesenrispe höhere und signifikantere Anteile zu.
  3. Rotschwingel - in nur besonders trockenen Lagen, ist aber sicher die robusteste Art unter besonders trockenen Bedingungen
  4. Kammgras – findet man nur in sehr selten und nur in wirklich extensiveren Lagen
  5. Rotstraussgras wie Flechtstraussgras (ist für mich unerwünscht !!) trat im Juli 2008 bei einigen stark auf
  6. Knaulgras und Weißklee waren die beständigsten Arten mit je 10 – 20% Flächenanteil
  7. Timothe und Wiesenschwingel tritt bei uns fast nie auf, ausser in 1-2 Schnittwiesen mit später Nutzung
  8. Glatthafer ist auch auf einer Mutterkuhweide im Weinviertel gut gewachsen, wo er in mit einer Dauerwiese „A“ für trockene Lagen 2004 neu angelegt wurde.


Für Weidemischungen in trockenen Lagen 
haben folgende Weidefutterpflanzen in der Reihenfolge mit abnehmend gereihter Bedeutung 
nach meinen Erfahrungen die beste futterbauliche Effizienz:

  1. Englisches Raygras
  2. Weißklee
  3. Knaulgras
  4. Rotschwingel
  5. Rotes Straußgras
  6. Glatthafer
  7. Wiesenrispe
  8. Hornklee

IMGP0379 Mutterkuh Weide in Niederkreuzstetten mit Luzerne Gras Mischung.jpg

IMGP0379 Mutterkuh Weide in Oberkreuzstetten mit Luzerne Gras Mischung


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Mutterkuh Weide in Obererkreuzstetten mit Luzerne u Engl Raygras


IMG_0034 - Glatthafer Oberkreuzstetten in Mutterkuhweide Anlage 2004 Foto 2013.jpg
IMG_0034 - Glatthafer Oberkreuzstetten in Mutterkuhweide Anlage 2004, Foto 2013
Glatthafer hat sich hier auch auf einer Dauerweide mit gelegentlicher Schnittnutzung gut gehalten.
Diese Erfahrung in dieser trockenen warmen Ackerbaulage widerspricht der typischen Lehrbuchmeinung, dass Glatthafer kein Weidegras sei.
Es kommt eben darauf an. 

IMG_0013 Hornklee in Mutterkuhweide Oberkreuzstetten 2013, 1024x768.jpg
IMG_0013 Hornklee in Mutterkuhweide Oberkreuzstetten 2013, 1024x768

IMG_0718 Wiesenrispe 2011mai13 Mutterkuhweide beweidet Oberkreuzstetten.JPG
IMG_0718 Wiesenrispe 2011mai13 Mutterkuhweide beweidet Oberkreuzstetten.JPG"








HIER GEHTS ZUR LÖSUNG IHRER PROBLEME MIT SCHLECHTEN FUTTERWIESEN.




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