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Freitag, 6. Juli 2018
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Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
Montag, 25. Juni 2018
Moos in Wiesen warum?
Langfristig und am effizientesten verdrängt die sachgerechte Düngung mit Mineraldüngern das Moos in Wiesen .
Denn Moos wächst vor allem
auf nährstoffarmen Böden. Auch Kalkung hilft.
Auch Kalkstickstoff hilft.
Aber nicht so gut wie Mineraldünger.
Die Vermoosung von Wiesen wird hauptsächlich durch folgende Ursachen gefördert:
- zu radikal tiefen Kurzschnitt oder Rasenmäherschnitt von Futterwiesen
- zu scharfe Beweidung oder Verbiss
- zu geringe oder fehlende Düngung mit den Nährstoffen NPK (Stickstoff, Phosphat und Kali)
- zu niedrigen pH-Wert des Bodens
- zu starke Beschattung durch Gehölze
- zu geringe Samenregeneration durch mangelnden Samenausfall infolge früher Nutzung
- zu geringer Samennachschub der Wiesen durch seltene Nachsaat mit neuem Saatgut
- zu geringe Kenntnis und mangelnde und zu späte Beobachtung der Veränderung der Vegetation und botansichen Zusammensetzung einer Futterwiese
--> Daher den adhoc Rat von einem Futterwiesenexperten holen, der auch zusätzlich die örtlich weiteren Umstände erkennt und berücksichtigt. Oft sind es Umstände, die man im Konnex selber trotz lesen von Lehrbücher oder Fachbeiträgen nicht erkennt. Werden Sie dann künftig selber Experte auf dem Gebiet !
Nehmen Sie daher zu Moos Bekämpfung einen Experten.
Vermeiden die vielen Chemiepulver die dazu angeboten werden, sie ändern nicht die Gründe warum das Moos vor Ort so gut wächst.
Das kostet relativ wenig Geld im Vergleich zu jahrelangen Eigenversuchen mit viel Lehrgeld ohne viel Wirkung und im Vergleich zum dem künftigen DauerNutzen.
Warum wächst immer mehr Moos in Futter - Wiesen?
Themenlinks:
Probleme mit Wiesenmoos
Wiese wird moosig - was kann schuld sein?
Zuviel Moos in der Wiese
Zu-viel-moos-auf-der-pferdewiese
http://www.wochenblatt.com/frage-und-antwort/zu-viel-moos-auf-der-pferdewiese-2117.html
Moos-Verdrängung in Wiesen durch Kalkdüngung: teileffizient

Datenquelle:
Gottfried Briemle, Karin Speck, Martin Elsäßer und Rolf Hess
Moosverdrängung am besten mit ordnungsgemäßer Mineraldüngung
in
http://www.lazbw.de/pb/,Lde/668144
Die effizienteste Moos-Bekämpfung erfolgt durch sachgerechte Mineraldüngung

Datenquelle:
Gottfried Briemle, Karin Speck, Martin Elsäßer und Rolf Hess
Moosverdrängung am besten mit ordnungsgemäßer Mineraldüngung
in
http://www.lazbw.de/pb/,Lde/668144
Am effizientesten verdrängt das Moos in Wiesen die sachgerechte Düngung mit Mineraldüngern, weil Moose naturbedingt auf nährstoffarmen Substraten wachsen und keine höheren Salzkonzentrationen vertragen.
https://www.landwirtschaft-bw.info/pb/,Lde/644515
Agrarforschung=
Versuche zur Möglichkeit der Moosverdrängung auf Extensiv-Grünland
durch unterschiedliche Düngung
Dr. Gottfried Briemle, Dr. Martin Elsäßer, Rolf Hess, RP FR, LVVG, RP Freiburg, ÄLLB1994-1998
gefunden unter:
- Agrarforschung Baden-Württemberg
- Pflanzliche Erzeugung
- Moosverdrängung durch Düngung
Originalgrafik des Originalartikels:

Quelle:
https://www.landwirtschaft-bw.info/pb/,Lde/644515
Dr. Gottfried Briemle, Karin Speck, P.D. Dr. Martin Elsäßer und Rolf Hess
Moosverdrängung am besten mit ordnungsgemäßer Mineraldüngunggefunden unter:http://www.lazbw.de/pb/,Lde/668144
Der Infodienst Landwirtschaft - Ernährung - Ländlicher Raum stellt das gemeinschaftliche Internetangebot der Landwirtschaftsverwaltung in Baden-Württemberg dar. Er ist der zentrale Online-Dienst für die Veröffentlichung von Fachbeiträgen aller Einrichtungen der Landwirtschaftsverwaltung.
Herausgeber und inhaltliche Redaktion:Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) Kernerplatz 10, 70182 Stuttgart
| Grünlandwirtschaft und Futterbau > Extensivgrünland >Boden und Nährstoffe > Moosverdrängung am besten mit ordnungsgemäßer Mineraldüngung |

Quelle: http://www.lazbw.de/pb/,Lde/668144
So wird man Moos in Wiesen los
Moos kann in Wiesen derart überhand nehmen, dass eingeschritten werden muss. Folgende Ursachen begünstigen das Ausbreiten von Moos:
||schattige Wiesenränder: Ausgangspunkt der meisten Moosflächen im Grünland
||
- Lichtmangel
ist ein natürlicher Standortvorteil für das Moos und ein Standortnachteil für Futterpflanzen, der kaum zu beseitigen sein wird. Vermoosungen treten deshalb oft an schattigen Wiesenrändern auf.
- Nährstoffarmer Boden
Moose bevorzugen sehr nährstoffarme Böden. Auch vermooste Grünlandflächen sind im Vergleich zum Wirtschaftsgrünland meist nährstoffarm, weil schattige Flächen oder Weisenränder kaum oder weniger gedüngt werden.
- Ausfall wertvoller Futtergräser
Futtergräser haben an vermoosten Stellen ungünstige Wuchsbedingungen. Tiefer Schnitt begünstigt zudem die Verdrängung der wertvollen Futterpflanzen und fördert die Vermoosung schattiger Stellen.
Aufbauend auf diesen Informationen lässt sich eine entsprechende schrittweise Strategie entwickeln, wie man das Moos zurückdrängen kann und die Futterpflanzen fördert.
Schritt 1: Moos mit Eggen ausreißen
| Das Eggen der Wiesen kann gleichzeitig mit Grünland-Einsaaten genutzt werden. Statt Moos oder Unkräuter füllen später wertvolle Futterpflanzen die Lücken |
Schritt 2: Düngung vor der Einsaat
| Düngung , besondes mit Jauche verdrängt das Moos |
Schritt 3: Einsaat mit Nachsaatmischung „NA“
Um wieder einen zufrieden stellenden Grünlandbestand zu aufzubauen ist notwendig ebenso auf die anzusäende Futtersamenmischung besonderen Wert zu legen, die rasch keimt und bald einen dichten Pflanzenbestand entwickelt. Dazu empfiehlt sich die im Handel erhältliche fertige Samenmischung mit der Typbezeichnung „Nachsaatmischung für Dauerwiesen und Dauerweiden - NA mit Klee“ zu wählen. Als Saatmenge verwendet man bei derartigen Neuanlagen rund 30 kg/ha. Wenn wie immer eine Anlage infolge ungünstiger Anlagebedingungen nicht vollkommen gelingt und Lücken ohne Futterwuchs bleiben, ist eine korrigierende Nachsaat empfehlenswert. Als Zeitpunkt zur Nachsaat wählt man das Frühjahr unmittelbar vor dem Striegeln der Wiesen oder die Zeit sofort nach einer Nutzung bis Anfang August.
| NA – Nachsaatmischung für Dauerwiesen und Dauerweiden mit ÖAG Sortenempfehlung |
Zusammensetzung der Nachsaatmischung „NA“ wie sie bewährter ampferfreier ÖAG-Qualität im Handel angeboten wird. Bei Neuanlagen vermooster Flächen empfiehlt sich eine etwas erhöhte Saatmenge von rund 30 kg/ha. Für Übersaaten im Frühjahr wählt man Saatmengen von 10-15 kg/ha.
Zusammenfassung
Wie dargestellt hat die Vermoosung im Grünland vielschichtige Ursachen. Zur Erhaltung eines zufrieden stellenden Grünlandbestandes ohne Moos reicht nicht nur die alleinige Beseitigung des Mooses. Wenig effizient wäre es das Moos nur mit einem Moosvernichtungsmittel zu bekämpfen. Damit werden die Ursachen der Vermoosung nicht beseitigt.
Für eine erfolgreiche Moosbebekämpfung ist folgendes Schema empfehlenswert:
- 1. Das Entfernen des Mooses (mechanisch oder eventuell chemisch)
- 2. Schaffung eines Saatbeetes mittels Eggen für eine Einsaat
- 3. Ausbringung und leichte Einarbeitungung der Düngung
- 4. Die Wahl einer raschwüchsigen Nachsaatmischung z.B. „NA mit Klee“
- 5. Die Saat selbst kann mit allen üblichen Sätechniken wie Sämaschine, Wiesenstriegel mit Säkasten, Schlitzdrillsägeräten oder auch per Hand erfolgen
- 6. Für einen gleichmäßigen und dichten Aufgang wird im Grünland die kreuzweise (2-fache) Saat bei halber Saatmenge empfohlen
Über den Erfolg von Einsaaten entscheidet letztlich immer auch die sachgerechte Bewirtschaftung des Grünlandes mit folgenden Elementen:
- die Vermeidung von Tiefschnitt
- eine maßvolle, wie ausgeglichene Nährstoffversorgung für die Einsaat
- eine Verjüngung des Pflanzenbestandes durch Nachsaat besonders im Frühjahr unmittelbar vor dem Wiesenstriegeln speziell dann, wenn der Anteil wertvoller Futterpflanzen im Grünland zurückgeht.
Weitere Bilder zum Artikel „So wird man Moos in Wiesen los“
Unter den Titel:
Meist von kurzer Dauer:
Lücken im Grünland Stabile und hochwertige Pflanzenbestände anstreben
findet man auf Seite 10 einen wertvollen Hinweis, warum Moos austritt: wen Wiesen so kurz wie mit dem 'Rasenmäher gemäht werden.
gefunden unter:
http://www.dlr.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/103c88d92f5ba6cac1257501002d028e/cfd3fee8de5ffa1cc12571710043a6d7/$FILE/Meist%20von%20kurzer%20Dauer_L%C3%BCcken%20im%20Gr%C3%BCnland.pdf
In
http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/dokumente/11888505_98030328/2a209daa/Zeigerpflanzen_im_Wirtschaftsgruenland.pdf
unter den Titel:
Zeigerpflanzen im Wirtschaftsgrünland
schreiben die Autoren: Dr. Andreas BOHNER, Abteilung für Umweltökologie und DI Walter STARZ, Institut für Biologische Landwirtschaft Lehr- und Forschungszentrum für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein,
die junge, erfahrene, reputierte und objetive Grünlandpflanzenkenner in Gumpenstein sind, über Moos:
Moose In regelmäßig gedüngten Dauerwiesen, Mähweiden und Dauerweiden findet man selten Moose. Sie erreichen in Magerwiesen und Magerweiden, vor allem aber in lückigen Halbtrockenrasen, Feucht- und Nasswiesen einen höheren Deckungsgrad. Auch schattige Standorte sind mitunter sehr moosreich. Moose sind im Wirtschaftsgrünland ein Bioindikator für lückenhafte Pflanzenbestände und eine geringe Stickstoff-Verfügbarkeit im Boden.
http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/dokumente/11888505_98030328/2a209daa/Zeigerpflanzen_im_Wirtschaftsgruenland.pdf
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Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
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Gute Gründe für die Bodenuntersuchung von FutterwiesenDas stärkste ökonomische und sofort wirksame Instrument zur Kosteneinsparung
bei der Düngung mit Stickstoff, Phosphor, Kali und Kalk
Um gute Futtererträge und -qualitäten zu erreichen düngt man Futterwiesen zeitig im Frühjahr. Es gilt zu überlegen wie viel und welcher Dünger das beste Ergebnis bringt. Auch aus ökonomischen und ökologischen Gründen ist es bedeutungsvoll, die eingesetzten Nährstoffe der Dünger möglichst effizient zu nutzen. Vor jeder Düngung ist es wichtig den Nährstoffbedarf für Stickstoff, Phosphor und Kali der einzelnen Fläche genau zu errechnen. Bodenuntersuchungen samt Düngeplan sind die kostengünstigen Instrumente um wirtschaftlich zu düngen. Mit einem Untersuchungsaufwand von rund EINEM EURO je Hektar und Jahr können Landwirte die Dünger treffsicher bemessen.
Kosten der Bodenuntersuchung – nur rund 1€/ha/Jahr !
Für die gewöhnliche Düngeplanung reicht die Grunduntersuchung des Bodens auf Phosphor, Kali und der pH-Wert für den Kalkbedarf. Zusätzlich ist bei jeder Bodenuntersuchung in NÖ ein Düngeplan für die angegebene Kultur als Service der Landwirtschaftskammer dabei. Die Kosten für eine Bodenprobe liegen 2013 samt Service der Landwirtschaftskammer NÖ bei rund € 13,-. Bei der allgemein empfohlenen Beprobungsfläche von zwei Hektar je Probe und dem empfohlenen Untersuchungsrhythmus von sechs Jahren je Fläche liegen die jährlichen Kosten pro Hektar und Jahr bei bloß rund einem EURO.Tabelle 1:Einstufung der pflanzenverfügbaren Phosphor- und Kaliumwerte bei der chemischen Bodenuntersuchung (CAL-Methode) von Grünlandböden in die Gehaltsklassen A bis E
Das Benotungssystem ABCDE zeigt den Versorgungszustand des Bodens an. A und B zeigen, dass die Düngung langfristig zu niedrig lag, D und E sagt, dass sie zu hoch war. Die Nährstoffgehalte des Bodens für eine ausreichende Pflanzenernährung von Wiesen sollten Gehaltsklasse C mit 88 mg Kalium und 47 mg Phosphor je kg Boden aufweisen. Hat man das ABCDE-Schema seiner Wiesen im Kopf steuert man die Düngung durch Beibehaltung, Verbesserung oder Drosselung. Somit kann man auch die betriebseigenen Wirtschaftsdünger künftig zielgenauer platzieren, um ihre beste Wirkung zu entfalten. Wer künftig noch ökonomischer wirtschaften will, für den ist die Bodenuntersuchung mit einem Aufwand von rund 1 €/ha/Jahr eine unverzichtbare Investition. Düngt man 10 ha mit 100 Tonnen Wirtschaftsdünger nicht zielgerecht, werden 600 bis 1600 € in eine falsche Richtung gelenkt. Der Einsatz von 1 €/ha für die Bodenuntersuchung ist somit eine der rentabelsten Investitionen die die Landwirtschaft hat.
Wie düngt man bei zu hohen oder zu niedrigen Bodennährstoffgehalten richtig?
Liegen die Werte der Bodenanalyse bei A oder B, erfolgt eine Zuschlagsempfehlung von 20% bzw. 40% zur normalen Düngungshöhe der Stufe C. Liegen die Werte bei D oder E ist eine Nährstoffrückführung aus eigenen Wirtschaftsdüngern in der Höhe der empfohlenen Nährstoffzufuhr nach Tabelle 3 erlaubt, aber weniger sinnvoll. Mineralische Phosphat- oder Kaliumdünger sind bei D und E sogar verschwendetes Geld und widersprechen einer sachgerechten Düngung.
Tabelle 2: Handlungsanleitung zur Düngung von Grünland bei Unter- und Überversorgung der Bodennährstoffe P und K je nach Gehaltsstufe bzw. Note gemäß den Richtlinien für die sachgerechte Düngung (2006).Tabelle 3: Phosphor und Kalibedarf von Wiesen und Feldfutter bei mittlerer Ertragslagegemäß der Richtlinie für die sachgerechte Düngung für die Gehaltsstufe C
Untersuchungen zeigen hohe Phosphor-Unterversorgung bei Futterwiesen
Eine neue Auswertung der Ergebnisse der Routine-Bodenuntersuchung der AGES (www.ages.at) zeigt, dass in den meisten Gebieten Österreichs ein hoher Anteil der Grünlandböden eine sehr niedrige (Gehaltsklasse A) bzw. niedrige (Gehaltsklasse B) Phosphor-Versorgung aufweist (Abb. 1). Nur 15 % der Grünlandböden erreichen die ausreichende Versorgungstufe C. Beträchtliche 75 % der Futterwiesen weisen eine Unterversorgung (A,B) auf.Abb. 1: Ergebnisse von Wiesen-Bodenuntersuchungen der AGES. Beträchtliche 75 % der Futterwiesen sind bei Phosphor unterversorgt (A,B). 40% liegen davon in der A-Klasse.
Auch die Bodenuntersuchungsaktionen der LKNÖ zeigen diesen Trend. Im Waldviertel sind die Wiesenböden bei Phosphor sogar zu 82 % unterversorgt (A,B). Selbst landesweit lag 2008 in NÖ die Phosphor-Unterversorgung immerhin noch bei 54%. Diese Fakten zeigen, dass bei der P-Düngung ein breites ungenutztes Feld vor uns liegt. Diese extrem niedrigen Versorgungswerte sollten Landwirte mit Futterwiesen aufhorchen lassen, weil hier noch viele Reserven in Qualität und Ertrag ungenutzt liegen. Sowohl zu niedrige Mineralstoffgehalte im Futter als auch ein erheblicher Verzicht in der Ertragsleistung wird damit aufgezeigt.Abb. 2: Phosphor-Bodenwerte der Futterwiesen im Waldviertel 2008,Die starke Unterversorgung (Note A und B) dominiert wie auf vielen Wiesen. Die Leistungsreserven vieler Böden werden damit nicht ausgeschöpft. Der kostenintensive Eiweiß– oder Kraftfutterzukauf in der Tierhaltung könnte in vielen Betrieben verringert werden, wenn auf den eigenen Flächen bessere Futterqualitäten produziert werden würden.
Bei Böden mit Phosphor-Mangel(A,B) ist die Düngung folgend neu zu überlegen: Es sollten nur jene eigenen Wirtschaftsdüngerarten vorrangig gedüngt werden, welche höhere Phosphorgehalte haben. Dazu zählt vor allem Stallmist und Gülle, nicht aber Jauche. Zu überlegen ist auch, ob zulässige phosphorreiche betriebsfremde Wirtschaftsdünger oder Sekundärrohstoffdünger (Tabelle 4) kostengünstig verfügbar sind, z.B. Komposte, Carbokalk, Kartoffelrestfruchtwasser oder Klärschlamm. Als Handelsdünger kommen standardmäßig die rasch wirksamen wie Diammonphosphat, Super- oder Triplephosphat am besten in Frage.Tabelle 4: Sekundärrohstoffdünger haben teils ungewöhnliche und hohe Nährstoffgehalte im Vergleich zu Wirtschaftsdünger. Mittels Düngeplanung und Exaktverteiler können sie genau auf den Nährstoffbedarf der Pflanzen eingestellt werden.
Einseitige Stallmistdüngung auf Äckern forciert Phosphormangel auf Wiesen
Wenn infolge der Jauchedüngung der Wiesen, der phosphorreichere Stallmist hauptsächlich auf die Felder gebracht wird, verschärft dies zusätzlich auf den Wiesen den Phosphormangel. Äcker mit Stallmist zu düngen ist prinzipiell für die Humuserhaltung sinnvoll. Man muss dabei aber folgendes wissen: In früheren Zeiten hat die Stallmistdüngung auf Äcker im Rahmen der Egart-Fruchtfolgewirtschaft durchaus auch den Wiesen genützt, weil damals nach Hackfrucht und Getreide wieder der Futterbau folgte. Wird aber Stallmist nur mehr einseitig auf Äcker und die Jauche auf Wiesen ausgebracht, ist zu bedenken, dass dadurch Wiesen mit immer weniger Phosphor versorgt werden. Wiesen verschlechtern sich dadurch ertraglich und qualitativ, wenn der entzogene Phosphor mittels P-Düngung nicht ausgeglichen wird.
Absolut falsch und nicht sachgerecht wäre es, bei hohen Kali-Versorgungsstufen D oder E kalihältige Mineraldünger oder Wirtschaftsdünger mit hohen Kaligehalten wie Jauche einzusetzen. Eine weitere Kalizufuhr bei den Stufen D und E führt zu keiner Ertragsverbesserung, sondern vielmehr zu problematisch hohen Kaligehalten in Futterpflanzen, die auch langfristig gesundheitsschädlich sind und die Fruchtbarkeit zB infolge Zystenbildung und die Leistung der Tiere schwer beeinträchtigen kann.
Der jährliche Bodenuntersuchungs-Service der LK NÖ für Landwirte bietet:1. Sondertarife für Massenuntesuchung in Gemeinden mit Untersuchungsaktionen durch die LK NÖ
2. Organisation von Probesäckchen, Bodenbohrer und Probentransport
3. Einleitungsversammlungen mit Informationen zur Probenahme und Ausfüllhilfe zum Erhebungsbogen, Kulturangaben, Untersuchungsparameter, Berücksichtigung der Wirtschaftsdünger und Vorfruchtwirkungen, Probenahmeschema
4. Übergabeversammlungen mit fachlichem Vortrag von DI. Johann HUMER zur Erläuterung der Bodenwerte, Düngepläne und aktuelle Hinweise zur Düngung & Umwelt, Wirtschaftdüngerfragen, Aktionsprogramm-Nitrat, Bodenerosionsschutz, Nährstoffverlust-Vermeidung, aktuelle Dünger (zB Harnstoff, Spurenelemente), optimaler Düngereinsatz und Bodenbearbeitung
5. Diskussionen und damit Erfahrungsaustausch von Landwirten bei der Versammlung
6. Individuelle Beratungen von DI. Johann HUMER nach jedem Vortrag
Auskünfte zur nächsten Bodenuntersuchung in NÖ richten Sie zuerst immer an Ihre Bezirksbauernkammern, die die örtlichen Versammlungen mit dem Autor DI Johann Humer organisieren.
Wo sind Bodenproben besonders wichtig?1. Auf neuen Pachtflächen, da sie oft extrem unterversorgt sind
2. Auf hofnahen Flächen, vor allem bei Betrieben mit Wirtschaftsdüngeranwendung
3. Auf intensiv gedüngten Flächen und Flächen mit hoher Ertragsleistung zur Kontrolle des Gleichgewichtes zwischen Nährstoffzufuhr durch Düngung und der Abfuhr durch die Ernte
4. Bei der Düngung mit Sekundärrohstoffen (Kartoffelrestfruchtwasser, Restmelasse, Carbokalk, Klärschlamm)
5. Auf allen Flächen wo noch nie oder seit 6 Jahren keine Bodenuntersuchung mehr erfolgt ist, das sind zirka 90 % Futterwiesen in NÖ.
Bodenproben können während der frostfreien Jahreszeit und einen Monat nach einer vorangegangenen Düngung gezogen werden.Begleitformular für die Abgabe von Bodenproben bei der AGES, als Auftrag zur Bodenuntersuchung von Ackerböden und Futterwiesen (Erhebungsbogen)
Um bei der AGES einen Auftrag zur Untersuchung von landwirtschaftlich genutzten Böden zu erteilen, ist es notwendig das dafür vorgesehene Formular vollständig auszufüllen und zusammen mit der Bodenprobe an die AGES zu übermitteln.
Anleitung zur Entnahme von Bodenproben, Erläuterungen zur Bodenuntersuchungsaktion
In diesem Formular finden Sie wichtige Informationen zur Probenahme und Auftragserteilung.
AGES Untersuchungsangebot Boden
2013 Preise der Bodenuntersuchung bei der AGES, Für Wiesen reicht die Grunduntersuchung incl Daten/Probenerfassung (Punkt 3700 und 3701)
Für eine Bodenuntersuchung von Futterwiesen bzw Weiden / Grünland kann man in Niederösterreich von ca 14 € je Probe einkalkulieren (Grundunteruchung).
Weltweite Knappheit - Chance für eigene Produktion
Der weltweite Preisanstieg bei Getreide bewirkt auch, dass inzwischen Futtergetreide, Heu wie Stroh ein teures Gut ist. Der weltweit stark zunehmende Bevölkerungsanstieg führt zusätzlich bedingt durch größere klimabedingte Ernteausfälle zu steigenden Nachfragen bei pflanzlichen und tierischen Produkten. Wenn Landwirte davon profitieren wollen, werden sie daher jetzt daran denken die Produktivität ihrer Futterwiesen und Felder zu verbessern. Bei vilen Futterwiesen in NÖ wird das Ertragspotential etwa nur zur Hälfte ausgeschöpft Die Futtererträge vieler Wiesen können nach eigener Einschätzung verbessert werden. In der Regel erntet man bei Futterwiesen 6 – 8 t TM/ha. Neu angelegte Wiesen zeigen dagegen Erträge von meist 12 t TM/ha und sogar bis 15t TM/ha , also um 1/3 bis sogar 50% höhere Erträge als alte Dauerwiesen. Ertäge neu angelegter Wiesen kommen durch aus an die üblichen Feldfuttererträge in NÖ von 10 bis 20 t TM/ha heran.
Die Ausschöpfung der sachgerechten Düngung verbunden mit einer cleveren Wiesenverbesserung durch Einsaaten mit unseren produktivsten Gräsern, lässt die Futterproduktion auch heute noch ernorm verbessern wie verbilligen. Zur Nutzung der Verbesserung der Produktivität aller Futterbestände offeriert daher die LK NÖ allen Landwirten ständig das Service der Bodenuntersuchung sowie das Angebot der Beratung zur Verbesserung ihrer Futterwiesen.
FazitMit dem Wissen über die verfügbaren Nährstoffgehalte der Böden mittels Bodenuntersuchung haben Landwirte die Möglichkeit die Nährstoffe Phosphor und Kali der eigenen Wirtschaftsdünger gezielt dorthin zu lenken, wo sie am besten ausgenutzt werden. Auch ökonomische und ökologische Gründe erfordern heute immer mehr die eigenen Nährstoffe aus den Wirtschaftsdüngern effizienter zu nutzen. Vor jeder Düngung kann der Nährstoffbedarf der einzelnen Flächen mittels Bodenuntersuchung und Düngeplan noch viel zielgerichteter und wirtschaftlicher erfolgen. Mit einem Untersuchungsaufwand von nur EINEM EURO je Hektar können alle eingesetzten Dünger wesentlich präziser und somit kostensenkend eingesetzt werden. Gleichzeitig hat man mit der Düngeplanung ein Instrument in der Hand den CC-Anforderungen (cross compliance) voll zu entsprechen. Weil die Leistungsreserven vieler unserer Futterwiesen bei weitem nicht ausgeschöpft sind, kann der Zukauf und Import Eiweißfuttermitteln und Kraftfutter reduziert werden.
Der Autor steht für weiterführende fachliche Fragen und Vorträge zur Bodenutersuchung und rasch wirksamen Verbesserung von Wiesen mittels „LK Beratung+“ zur Verfügung. Tel. 05-0259-22502 oder johann.humer(et)lk-noe.atLetzter Fachartikel von Johann HUMER zur Bodentersuchung von Grünland bzw. Futterwiesen, 01.02.2013
online seit: 15.1.2013
Buchtipps:
“Know Soil Know Life”
Released: 1/24/2013 9:00 AM ESTSource Newsroom: American Society of Agronomy (ASA), Crop Science Society of America (CSSA), Soil Science Society of America (SSSA)
SOIL TESTING
Was andere über die Bodenuntersuchung von Wiesen schreiben:
Andreas Bohner vom LFZ Gumpenstein:
http://www.biola.at/de/boden-biola-wissensdatenbank-fuer-den-biologischen-landbau/articles/bodenuntersuchung.html
Möglichkeiten und Grenzen der Bodenuntersuchung
Ziel der Bodenuntersuchung ist es, einen Überblick über denNährstoffzustand der landwirtschaftlich genutzten Böden zu bekommen. Auf der Basis von Bodenuntersuchungsergebnissen werden kulturartenspezifische Düngeempfehlungen abgegeben mit dem Ziel die Bodenfruchtbarkeit zu steigern.......
...
Als ausschließliches Kriterium für die Ermittlung des Düngerbedarfs und die Ableitung von Düngeempfehlungen reicht die chemische Bodenanalyse aus mehreren Gründen nicht aus. Die wichtigsten Gründe sind:...
Trotz einiger Probleme, Einschränkungen und Fehlermöglichkeiten ist eine regelmäßige Bodenuntersuchung zur Charakterisierung des Nährstoffzustandes von Böden anzuraten. Der Düngerbedarf der Pflanzen kann allerdings mittels routinemäßiger Bodenuntersuchung nur grob abgeschätzt werden. Die Einstufung der Böden in Gehaltsklassen gemäß den derzeitigen RICHTLINIEN FÜR DIE SACHGERECHTE DÜNGUNG (2006) kann insbesondere bei Grünlandböden nur als ein sehr grobes Hilfsmittel für Düngeempfehlungen betrachtet werden. Dies gilt vor allem für den CAL-löslichen Phosphorgehalt im Grünlandboden.
Andreas Bohner