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Mittwoch, 11. Juli 2018
Grünlanderneuerungsverfahren
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Wiesenumbruch
Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
Sonntag, 24. Juni 2018
WIESENANLAGE erfolgreich
Es gibt 3 Arten Wiesen anzulegen:
NEU-Anlage auf einem blanken Acker oder Waldstück
NEU-Anlage durch Umbruch von ertragsschwachen Wiesen
Umbruchlose Regeneration ertragsschwacher Wiesen
Gründe für Wiesenneuanlagen
Meistens liegen Schäden und Ertragsschwäche mangels hochwertiger Futtergräser vor.
Die Schwierigkeit dabei ist, dass die ausgewählten u ausgesäten Gräser nicht rasch genug auflaufen.
Ausfall oder Rückgang hochwertiger Futtergräser
durch Erschöpfung der Grasnarbe mangels natürlichem Samen Nachschub.
Mangels an natürlicher Regeneration durch genug Samen Nachschub.
durch Erschöpfung
.
NEU-Anlage auf einem blanken Acker oder Waldstück
NEU-Anlage durch Umbruch von ertragsschwachen Wiesen
Umbruchlose Regeneration ertragsschwacher Wiesen
Gründe für Wiesenneuanlagen
Meistens liegen Schäden und Ertragsschwäche mangels hochwertiger Futtergräser vor.
Die Schwierigkeit dabei ist, dass die ausgewählten u ausgesäten Gräser nicht rasch genug auflaufen.
Ausfall oder Rückgang hochwertiger Futtergräser
durch Erschöpfung der Grasnarbe mangels natürlichem Samen Nachschub.
Mangels an natürlicher Regeneration durch genug Samen Nachschub.
.
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Wiesenumbruch
Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
Mittwoch, 20. Juni 2018
Wiesenumbruch mit Rototiller und Umkehrrotoreggen 3
Wiesenumbruch mit Rototiller und Umkehrrotoreggen

Diese grosse Rototiller Kombination passt für ebene größere Flächen. Es gibt auch kleinere Ausführungen, die auch in Berggebieten einsetzbar sind. Die Wiesen-Neuanlage erfolgt hier im Ruckzuck mit einer einzigen Überfahrt.
Häufig fehlen in alten Dauerwiesen leistungsfähige und milchtreibende Futtergräser. Die Ausbreitung von Unkräutern, Auswinterung und Schäden an der Grasnarbe halbieren oft die Futtererträge. Mit einfacher Technik können Sie Ihre Futterwiesen wieder auf Ertrag bringen. Das erfahren Sie nachfolgend vom Futterwiesenexperten Hans HUMER.
Rototiller – Vorteile von Keilzinken
Der größte Vorteil der Rototiller-Sätechnik von RAU oder KUHN ist, dass Umbruch und Ansaat in einem Zug erledigbar ist. Die Wiesennarbe soll vorher möglichst kurz gemäht werden, damit die Narbenreste gut in den Boden eingearbeitet werden. Der Vorteil des Rototillers ist auch das Vergraben von Unkräutern.
Das Besondere am Rototiller sind die Keilzinken. Sie rütteln Boden von der alten Grasnarbe und legen Pflanzenreste sauber unter dem Saatbett ab. Die Rototillersaat hinterlässt ein feines, gut eingeebnetes Saatbett. Die Saatgutablage erfolgt oberflächennah im feinkrümeligen Erdstrom. Der Aufgang der Saat wird so durch Vegetationsreste nicht gestört. Später können klarerweise kräftige Wurzelreste der Altnarbe durchtreiben und neu keimende Unkräuter aufkommen. Sie sind mit einem Reinigungsschnitt und selektiver Ampferbekämpfung im Herbst beherrschbar.

Der Rototiller ist gut bei seichten und steinigen Böden einsetzbar. Bei großen Steinen hebt sich der Rototiller. Es treten die nachteiligen Effekte einer Bodenfräse wie Erosionsgefahr, Vermehrung von Wurzelunkräutern und hoher Energieaufwand viel weniger auf. Der Rototiller kommt ertraglich nicht an den echten Pflugumbruch heran, da beim Pflug auch phytosanitäre und Fruchtfolge-Effekte mitspielen.

Nachteile abwägen
Die Nachteile der Rototillersaat sind, dass bei einem Stopp während der Saat das Gerät angehoben werden muß, da sonst Fräsmulden und Erdhaufen im Saatgang entstehen. Außerdem sind etwas mehr Niederschläge als beim Umbruch für den guten Aufgang notwendig sind. Wenn viele Unkräuter im Altbestand waren, kann auch ein Teil wieder durchwachsen. Das Problem ist mit einem selektiven oder Total-Herbizideinsatz vorher lösbar. Nachteilig ist auch, dass Rototiller in Grünlandgebieten wenig verbreitet sind. Da aber dieser Gerätetyp im Ackerbau immer weniger eingesetzt wird, war es früher nicht leicht ein derartiges Gerät zu finden. Heute sind Rototiller unter www.willhaben.at, www.landwirt.com und EBAY zu finden. Es gibt mehrere Arbeitsbreiten. Bei einem praktischen Arbeitseinsatz, meinte ein Bauer, dass das schmälere Gerät unterdimensioniert ist. Überraschend gut waren eigene Beobachtungen in NÖ zum Saataufgang bei Rototillersaat – selbst im hängigen Gelände.
Wiesenumbruch mit Umkehrrotoreggen / Klingenrotor
Zur Grünlandsanierung werden auch Umkehrrotoreggen mit Klingen eingesetzt, wird von Galler und Maschinenringen berichtet. Bei einer vergleichenden Maschinenvorführung der LK Salzburg 2010 war zu beobachten: Bei Umkehrrotoreggen ist das hinterlassene Saatbett aber viel grob-scholliger als beim Rototiller. Nachher muss gewalzt oder eingeebnet werden, damit keine Erde ins gemähte Futter kommt (siehe Vergleichsfoto).

Mögliche Zeiträume zur Saat für die Anlage von Dauerwiesen
300 bis 500 Meter Seehöhe: bis Ende August, spätestens Mitte September
500 bis 900 Meter Seehöhe: bis Mitte August, spätestens Ende August
Grünlandneuanlagen sind auch im Frühjahr möglich. Sinnvoll sind sie bei Spätherbst-Wiesenumbrüchen. Dabei richtet sich die Saatzeit nach Bodenabtrocknung und guter Befahrbarkeit. Nachteilig bei Frühjahransaaten ist, dass da das Unkraut stärker aufkommt.
Startphase mit N unterstützen
Damit die eingesäten Gräser eine schnelle Startphase haben, bewirkt knapp vor dem Anbau die Gabe von 30 kg pro Hektar Stickstoff oder 20 Kubikmeter Gülle ein möglichst schnelles keimen und auflaufen zur raschen Bodenbedeckung. Dieser Anschub für die eingesäten Arten unterdrückt vorweg das Unkraut. Herrscht nach der Saat großer Unkrautdruck sind sofort Pflanzenschutzmaßnahmen zur Sicherung des Bestandes durchzuführen.
Die Chance für Agrardienstleister / Lohnunternehmer / Maschinenringe
Vom Typ her sind beide Gerätetypen für Agrardienstleister prädestiniert, zumal es allein in Österreich einen riesigen Verbesserungsbedarf auf einer geschätzten Million Hektar Grünland besteht. Kompetente Agrardienstleister sollten diese riesige österreichweite Chance erkennen und diesen Service in Kooperation mit kompetenten Grünlandexperten anbieten. Schließlich können beste Erträge nur mit standörtlich perfekt passenden Arten und richtiger Mischungsauswahl und abgestimmter Düngung erreicht werden. Vor einem großen Einstieg ist es empfehlenswert diese Technik zuerst in Wiesenlänge als Versuchstreifen in unterschiedlichen Wiesen mit variierten Wiesensaatgutmischungen sofort nach der Ernte zu testen.
Gelungene Wiesenerneuerung, stark verunkrauteter Wiesen bringt Ertragsverbesserungen bis zu 5 t TM/ha. Das bedeutet eine enorme Steigerungsmöglichkeit betriebseigener Wertschöpfung von etwa 1000 €/ha, wenn der Wert mit zugekauftem Heu verglichenen wird. Der ÖPUL-Betriebsmittelverzicht im Grünland bringt dagegen nur 100 €/ha, führt zu immer mehr Futterverlusten durch Giftpflanzenausbreitung und forciert daher Sojaimporte und sogar Heuimporte in Tirol.
Fazit
Die Wiesenverbesserung ist heute als Wiesen-Neuanlage mit Rototiller oder Umkehrrotoreggen als Ruckzuck-Einsaat mit einer einzigen Überfahrt möglich. Die Futtererträge lassen sich bei Neuanalgen nahezu um 5 Tonnen je ha verdoppeln. Futterwiesenexperte Hans HUMER und Agrardienstleister bieten dazu ihre Dienste und Beratungen an.
Grünlandberatung vom Experten zum Thema
Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com
Anrufe nur wer keine EMAIL hat M: 0664-8244458
PPT Folien dazu unter
https://www.evernote.com/shard/s240/sh/5f39157f-67b3-4044-8837-46471f531c12/330d94de0cc8e17993d865b2d6c95d39
https://goo.gl/DSCB8C
Wiesenumbruch in einem Zug einer grossen Rototillerkombination mit Einsaatbild.
Umkehrrotoregge![]() |
| Arbeitsbild verschiedener Umkehrrotoreggen im Wiesenumbruch |
Alle eigenen Bilder zu Wiesen-Neuanlagen mit Rototiller und Umkehrrotoreggen
2007_0630 Rototiller Vorführung Grünlandtag Bromberg NÖ
https://photos.app.goo.gl/1gcDd3rRxfjLXCHPA
https://photos.app.goo.gl/jVbQqWBtKRz8Rx1t
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Ihr Futterwiesenexperte HUMER
Hans HUMER, 20.6.2018
Hans HUMER, 20.6.2018
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Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
Sonntag, 17. Juni 2018
Wiesenumbruch mit Rototiller und Umkehrrotoreggen
Die Wiesen-Neuanlage im Ruckzuck mit einer einzigen Überfahrt

Häufig fehlen in alten Dauerwiesen leistungsfähige und milchtreibende Futtergräser. Die Ausbreitung von Unkräutern, Auswinterung und Schäden an der Grasnarbe halbieren oft die Futtererträge. Mit einfacher Technik können Sie Ihre Futterwiesen wieder auf Ertrag bringen. Das erfahren Sie nachfolgend vom Futterwiesenexperten Hans HUMER.
Rototiller – Vorteile von Keilzinken
Der größte Vorteil der Rototiller-Sätechnik von RAU oder KUHN ist, dass Umbruch und Ansaat in einem Zug erledigbar ist. Die Wiesennarbe soll vorher möglichst kurz gemäht werden, damit die Narbenreste gut in den Boden eingearbeitet werden. Der Vorteil des Rototillers ist auch das Vergraben von Unkräutern.
Das Besondere am Rototiller sind die Keilzinken. Sie rütteln Boden von der alten Grasnarbe und legen Pflanzenreste sauber unter dem Saatbett ab. Die Rototillersaat hinterlässt ein feines, gut eingeebnetes Saatbett. Die Saatgutablage erfolgt oberflächennah im feinkrümeligen Erdstrom. Der Aufgang der Saat wird so durch Vegetationsreste nicht gestört. Später können klarerweise kräftige Wurzelreste der Altnarbe durchtreiben und neu keimende Unkräuter aufkommen. Sie sind mit einem Reinigungsschnitt und selektiver Ampferbekämpfung im Herbst beherrschbar.

Der Rototiller ist gut bei seichten und steinigen Böden einsetzbar. Bei großen Steinen hebt sich der Rototiller. Es treten die nachteiligen Effekte einer Bodenfräse wie Erosionsgefahr, Vermehrung von Wurzelunkräutern und hoher Energieaufwand viel weniger auf. Der Rototiller kommt ertraglich nicht an den echten Pflugumbruch heran, da beim Pflug auch phytosanitäre und Fruchtfolge-Effekte mitspielen.

Nachteile abwägen
Die Nachteile der Rototillersaat sind, dass bei einem Stopp während der Saat das Gerät angehoben werden muß, da sonst Fräsmulden und Erdhaufen im Saatgang entstehen. Außerdem sind etwas mehr Niederschläge als beim Umbruch für den guten Aufgang notwendig sind. Wenn viele Unkräuter im Altbestand waren, kann auch ein Teil wieder durchwachsen. Das Problem ist mit einem selektiven oder Total-Herbizideinsatz vorher lösbar. Nachteilig ist auch, dass Rototiller in Grünlandgebieten wenig verbreitet sind. Da aber dieser Gerätetyp im Ackerbau immer weniger eingesetzt wird, war es früher nicht leicht ein derartiges Gerät zu finden. Heute sind Rototiller unter www.willhaben.at, www.landwirt.com und EBAY zu finden. Es gibt mehrere Arbeitsbreiten. Bei einem praktischen Arbeitseinsatz, meinte ein Bauer, dass das schmälere Gerät unterdimensioniert ist. Überraschend gut waren eigene Beobachtungen in NÖ zum Saataufgang bei Rototillersaat – selbst im hängigen Gelände.
Wiesenumbruch mit Umkehrrotoreggen / Klingenrotor
Zur Grünlandsanierung werden auch Umkehrrotoreggen mit Klingen eingesetzt, wird von Galler und Maschinenringen berichtet. Bei einer vergleichenden Maschinenvorführung der LK Salzburg 2010 war zu beobachten: Bei Umkehrrotoreggen ist das hinterlassene Saatbett aber viel grob-scholliger als beim Rototiller. Nachher muss gewalzt oder eingeebnet werden, damit keine Erde ins gemähte Futter kommt (siehe Vergleichsfoto).

Mögliche Zeiträume zur Saat für die Anlage von Dauerwiesen
300 bis 500 Meter Seehöhe: bis Ende August, spätestens Mitte September
500 bis 900 Meter Seehöhe: bis Mitte August, spätestens Ende August
Grünlandneuanlagen sind auch im Frühjahr möglich. Sinnvoll sind sie bei Spätherbst-Wiesenumbrüchen. Dabei richtet sich die Saatzeit nach Bodenabtrocknung und guter Befahrbarkeit. Nachteilig bei Frühjahransaaten ist, dass da das Unkraut stärker aufkommt.
Startphase mit N unterstützen
Damit die eingesäten Gräser eine schnelle Startphase haben, bewirkt knapp vor dem Anbau die Gabe von 30 kg pro Hektar Stickstoff oder 20 Kubikmeter Gülle ein möglichst schnelles keimen und auflaufen zur raschen Bodenbedeckung. Dieser Anschub für die eingesäten Arten unterdrückt vorweg das Unkraut. Herrscht nach der Saat großer Unkrautdruck sind sofort Pflanzenschutzmaßnahmen zur Sicherung des Bestandes durchzuführen.
Die Chance für Agrardienstleister / Lohnunternehmer / Maschinenringe
Vom Typ her sind beide Gerätetypen für Agrardienstleister prädestiniert, zumal es allein in Österreich einen riesigen Verbesserungsbedarf auf einer geschätzten Million Hektar Grünland besteht. Kompetente Agrardienstleister sollten diese riesige österreichweite Chance erkennen und diesen Service in Kooperation mit kompetenten Grünlandexperten anbieten. Schließlich können beste Erträge nur mit standörtlich perfekt passenden Arten und richtiger Mischungsauswahl und abgestimmter Düngung erreicht werden. Vor einem großen Einstieg ist es empfehlenswert diese Technik zuerst in Wiesenlänge als Versuchstreifen in unterschiedlichen Wiesen mit variierten Wiesensaatgutmischungen sofort nach der Ernte zu testen.
Gelungene Wiesenerneuerung, stark verunkrauteter Wiesen bringt Ertragsverbesserungen bis zu 5 t TM/ha. Das bedeutet eine enorme Steigerungsmöglichkeit betriebseigener Wertschöpfung von etwa 1000 €/ha, wenn der Wert mit zugekauftem Heu verglichenen wird. Der ÖPUL-Betriebsmittelverzicht im Grünland bringt dagegen nur 100 €/ha, führt zu immer mehr Futterverlusten durch Giftpflanzenausbreitung und forciert daher Sojaimporte und sogar Heuimporte in Tirol.
Fazit
Die Wiesenverbesserung ist heute als Wiesen-Neuanlage mit Rototiller oder Umkehrrotoreggen als Ruckzuck-Einsaat mit einer einzigen Überfahrt möglich. Die Futtererträge lassen sich bei Neuanalgen nahezu um 5 Tonnen je ha verdoppeln. Futterwiesenexperte Hans HUMER und Agrardienstleister bieten dazu ihre Dienste und Beratungen an.
Grünlandberatung vom Experten zum Thema
https://www.evernote.com/shard/s240/sh/5f39157f-67b3-4044-8837-46471f531c12/330d94de0cc8e17993d865b2d6c95d39
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Häufig fehlen in alten Dauerwiesen leistungsfähige und milchtreibende Futtergräser. Die Ausbreitung von Unkräutern, Auswinterung und Schäden an der Grasnarbe halbieren oft die Futtererträge. Mit einfacher Technik können Sie Ihre Futterwiesen wieder auf Ertrag bringen. Das erfahren Sie nachfolgend vom Futterwiesenexperten Hans HUMER.
Rototiller – Vorteile von Keilzinken
Der größte Vorteil der Rototiller-Sätechnik von RAU oder KUHN ist, dass Umbruch und Ansaat in einem Zug erledigbar ist. Die Wiesennarbe soll vorher möglichst kurz gemäht werden, damit die Narbenreste gut in den Boden eingearbeitet werden. Der Vorteil des Rototillers ist auch das Vergraben von Unkräutern.
Das Besondere am Rototiller sind die Keilzinken. Sie rütteln Boden von der alten Grasnarbe und legen Pflanzenreste sauber unter dem Saatbett ab. Die Rototillersaat hinterlässt ein feines, gut eingeebnetes Saatbett. Die Saatgutablage erfolgt oberflächennah im feinkrümeligen Erdstrom. Der Aufgang der Saat wird so durch Vegetationsreste nicht gestört. Später können klarerweise kräftige Wurzelreste der Altnarbe durchtreiben und neu keimende Unkräuter aufkommen. Sie sind mit einem Reinigungsschnitt und selektiver Ampferbekämpfung im Herbst beherrschbar.

Der Rototiller ist gut bei seichten und steinigen Böden einsetzbar. Bei großen Steinen hebt sich der Rototiller. Es treten die nachteiligen Effekte einer Bodenfräse wie Erosionsgefahr, Vermehrung von Wurzelunkräutern und hoher Energieaufwand viel weniger auf. Der Rototiller kommt ertraglich nicht an den echten Pflugumbruch heran, da beim Pflug auch phytosanitäre und Fruchtfolge-Effekte mitspielen.

Nachteile abwägen
Die Nachteile der Rototillersaat sind, dass bei einem Stopp während der Saat das Gerät angehoben werden muß, da sonst Fräsmulden und Erdhaufen im Saatgang entstehen. Außerdem sind etwas mehr Niederschläge als beim Umbruch für den guten Aufgang notwendig sind. Wenn viele Unkräuter im Altbestand waren, kann auch ein Teil wieder durchwachsen. Das Problem ist mit einem selektiven oder Total-Herbizideinsatz vorher lösbar. Nachteilig ist auch, dass Rototiller in Grünlandgebieten wenig verbreitet sind. Da aber dieser Gerätetyp im Ackerbau immer weniger eingesetzt wird, war es früher nicht leicht ein derartiges Gerät zu finden. Heute sind Rototiller unter www.willhaben.at, www.landwirt.com und EBAY zu finden. Es gibt mehrere Arbeitsbreiten. Bei einem praktischen Arbeitseinsatz, meinte ein Bauer, dass das schmälere Gerät unterdimensioniert ist. Überraschend gut waren eigene Beobachtungen in NÖ zum Saataufgang bei Rototillersaat – selbst im hängigen Gelände.
Wiesenumbruch mit Umkehrrotoreggen / Klingenrotor
Zur Grünlandsanierung werden auch Umkehrrotoreggen mit Klingen eingesetzt, wird von Galler und Maschinenringen berichtet. Bei einer vergleichenden Maschinenvorführung der LK Salzburg 2010 war zu beobachten: Bei Umkehrrotoreggen ist das hinterlassene Saatbett aber viel grob-scholliger als beim Rototiller. Nachher muss gewalzt oder eingeebnet werden, damit keine Erde ins gemähte Futter kommt (siehe Vergleichsfoto).

Mögliche Zeiträume zur Saat für die Anlage von Dauerwiesen
300 bis 500 Meter Seehöhe: bis Ende August, spätestens Mitte September
500 bis 900 Meter Seehöhe: bis Mitte August, spätestens Ende August
Grünlandneuanlagen sind auch im Frühjahr möglich. Sinnvoll sind sie bei Spätherbst-Wiesenumbrüchen. Dabei richtet sich die Saatzeit nach Bodenabtrocknung und guter Befahrbarkeit. Nachteilig bei Frühjahransaaten ist, dass da das Unkraut stärker aufkommt.
Startphase mit N unterstützen
Damit die eingesäten Gräser eine schnelle Startphase haben, bewirkt knapp vor dem Anbau die Gabe von 30 kg pro Hektar Stickstoff oder 20 Kubikmeter Gülle ein möglichst schnelles keimen und auflaufen zur raschen Bodenbedeckung. Dieser Anschub für die eingesäten Arten unterdrückt vorweg das Unkraut. Herrscht nach der Saat großer Unkrautdruck sind sofort Pflanzenschutzmaßnahmen zur Sicherung des Bestandes durchzuführen.
Die Chance für Agrardienstleister / Lohnunternehmer / Maschinenringe
Vom Typ her sind beide Gerätetypen für Agrardienstleister prädestiniert, zumal es allein in Österreich einen riesigen Verbesserungsbedarf auf einer geschätzten Million Hektar Grünland besteht. Kompetente Agrardienstleister sollten diese riesige österreichweite Chance erkennen und diesen Service in Kooperation mit kompetenten Grünlandexperten anbieten. Schließlich können beste Erträge nur mit standörtlich perfekt passenden Arten und richtiger Mischungsauswahl und abgestimmter Düngung erreicht werden. Vor einem großen Einstieg ist es empfehlenswert diese Technik zuerst in Wiesenlänge als Versuchstreifen in unterschiedlichen Wiesen mit variierten Wiesensaatgutmischungen sofort nach der Ernte zu testen.
Gelungene Wiesenerneuerung, stark verunkrauteter Wiesen bringt Ertragsverbesserungen bis zu 5 t TM/ha. Das bedeutet eine enorme Steigerungsmöglichkeit betriebseigener Wertschöpfung von etwa 1000 €/ha, wenn der Wert mit zugekauftem Heu verglichenen wird. Der ÖPUL-Betriebsmittelverzicht im Grünland bringt dagegen nur 100 €/ha, führt zu immer mehr Futterverlusten durch Giftpflanzenausbreitung und forciert daher Sojaimporte und sogar Heuimporte in Tirol.
Fazit
Die Wiesenverbesserung ist heute als Wiesen-Neuanlage mit Rototiller oder Umkehrrotoreggen als Ruckzuck-Einsaat mit einer einzigen Überfahrt möglich. Die Futtererträge lassen sich bei Neuanalgen nahezu um 5 Tonnen je ha verdoppeln. Futterwiesenexperte Hans HUMER und Agrardienstleister bieten dazu ihre Dienste und Beratungen an.
Grünlandberatung vom Experten zum Thema
Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com
Anrufe nur wer keine EMAIL hat M: 0664-8244458
PPT Folien dazu unter
https://www.evernote.com/shard/s240/sh/5f39157f-67b3-4044-8837-46471f531c12/330d94de0cc8e17993d865b2d6c95d39
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Wiesenumbruch in einem Zug einer grossen Rototillerkombination mit Einsaatbild.

- Umkehrrotoregge

- Arbeitsbild von Umkehrrotoreggen, Wiesenumbruch mit Umkehrrotoreggen-Kombination mit Einsaatbild.
- Beitrag wurde zusammengestellt vom Futterwiesenexperten Hans HUMER, 15.6.2018
- Alle eigenen Bilder zu Wiesen-Neuanlagen mit Rototiller und Umkehrrotoreggen
2007_0630 Rototiller Vorführung Grünlandtag Bromberg NÖ
https://photos.app.goo.gl/1gcDd3rRxfjLXCHPA
2006-0622, Umkehrrotoreggen / Klingenrotor Einsaatvorführung Salzburg Berndorf
https://photos.app.goo.gl/jVbQqWBtKRz8Rx1t8
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Rototiller mit Wienneuanlage,
Startphase,
Stickstoff,
Umkehrrotoreggen,
Wiesenumbruch
Engagierter österreichischer Grünlandexperte, (30j.Erfahrung LK NÖ) zu Futterwiesen, Weiden u Feldfutterbau. Exzellenten Pflanzenkentnisse incl ökologischer Ansprüche, Düngung, Abwehr von Schädlingen u Unkrauteindämmung. Integration u Berücksichtigung von Auflagen durch CC, GAP, ÖPUL, LE, Biololandbau. Biodiversitätswissen u Umsetzungsmöglichkeiten. Praktische Erfahrung durch langjährige eigene Versuchs- und Beratungstätigkeit. aEntwicklung eines eigenen Agrarkonzeptes. für die Grünlandwirtschaft. Entwicklungsvorschläge zur realen Nutzung der 1 Million ha Grünland, die in Österreich in den Berg- und Grenzregionen bereits von Aufgabe und Landflucht bedroht ist. Seit 2015 als Seniorexperte tätig in China, Aserbaidschan, Türkei u Tansania.
Bauern biete ich meine breite Erfahrung an: Vorträge, Fachbeiträgen, Beratungen am Hof, Entwicklungskonzepte für hoch ertragreiche Futterwiesen und Versuchsvorschlägen zur Optimierung der Futtererträge. Email-Anmeldungen bevorzugt: johann.humer@gmail.com. Anrufe nur wer keine EMAIL oder ein dringendes Problem hat! Mobil: 0664-8244458.
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Grünlanderneuerungsverfahren zur Lösung von Verunkrautung von Futterwiesen
Starke Verunkrautungen von Wiesen sind nicht mit einer Maßnahme wie eines Herbizideinsatzes allein lösbar. Herbzide können zwar die Unkräuter kurzfristig ausschalten, nicht aber dauerhaft. Um dauerhaft gutes Futter ernten zu können ist, muß alles unternommen werden, dass unsere besten Futtergräser vor allem Freiraum (offener Boden als Wuchsfläche, Licht, Wasser und Nährstoffe) für ein gutes Wachstum zur Verfügung haben. Unsere Hochleistungszuchtgräser können ihre hohe Leistung nur bringen, wenn sie von Unkraut nicht bedrängt werden. Alle Verfahren der Grünlanderneuerung zielen der ab, einerseits den Kulturgräsern Freiraum für beste Wachstumsbedingungen zu schaffen, andererseits die oft stark konkurrenzierenden, unerwünschten Unkräuter zu unterdrücken.
Grünlanderneuerungsverfahren
Grünlanderneuerungsverfahren 1:
Neuanlage durch Umbruch.
Die Neuanlage durch Umbruch ist das sicherste Wiesenanlageverfahren von allen. Es ist aber auch das teuerste und mit dem längsten Futterausfall von etwa einem Jahr. Am sinnvollsten ist der Umbruch mit dem Pflug im Sommer mit einer Bodenbearbeitung (Egge) für die Ansaat bis Ende Sommer, weil der Futterausfall in Ertrag wie Qualität dabei am geringsten ist.
Wenn erst im Herbst der Umbruch erfolgt ist eventuell eine Bodenbearbeitung einmal mit Egge im Herbst sinnvoll, sonst sobald wie möglich im Frühjahr.
Die Ansaat im Frühjahr
ist im März bis April je nach Höhenlage durchzuführen, wenn der Boden gut befahrbar ist und die Gräser beim ersten Spitzen ergrünen. In der Regel mit Sämaschine mit Kleinsamenstreuer, Saatstriegel oder per Hand bei Kleinflächen.
Saat mit Deckfrucht meist sinnvoll
Meist ist die Saat einer Deckfrucht sinnvoll, weil damit die schneller aufwachsenden Unkräuter viel besser unterdrückt werden. Beste Deckfrüchte sind: Hafer bei kargem oder saurem Boden oder Sommergerste, Saatstärke ca 50 bis 70 kg/ha. Mahd der Deckfrucht mit 30 bis 50 cm Wuchshöhe, spätestens jedenfalls vor dem Ährenschieben.
Nutzung der Deckfrucht:
als Grünfutter oder Anwelksilage. Futter mit sehr hohem Anteil von schnell auflaufendem Unkraut wie Hirtentäschel, etc wird aber meist verschmäht. Dertart verunkrautete Deckfrucht ist mulchen, aber rechtzeitig! Oft wird das leicht übersehen und dann bereut, weil eine solche Wiese noch lange mit dem vielen Unkraut kämpfen muß und nicht wirklich gut gelingt.
Saatgutmischungen für Wiesenneuanlagen
Wer Futterwiesen das erste Mal neu anlegt, dem wird wirklich am besten geraten, vorerst nur die offiziellen österreichischen Standardmischungen für Dauerwiesen, Daerweiden oder Wechselwiesen zu verwenden. Diese Mischungen gibt es in üblicher EU-Handelsqualität und in höherer ÖAG-Qualität. Die ca 30% teurere ÖAG-Qualität verspricht Ampferfreiheit und die Garantie für besonders für Österreich bewährte, da intensiver geprüfte Zuchtsorten.
Eine sehr übersichtliche Darstellung aller Standard Handels-Saatgutmischungen für Futterwiesen und Feldfutter für Österreich aus einer Hand (Die Saat) finden Sie unter diesem Weblink HIER
Eine Voransicht dazu:
Düngeempfehlungen kurzgefasst
Richtlinien für die sachgerechte Düngung SGD6 einhalten, dazu neuen LK-Düngeplaner 2012 nutzen. Bodenuntersuchung alle 5 bis 10 Jahre für sachgerechte Düngemenge für NPK und Kalk. Kosten nur ca 1 €/Jahr/ha ! Häufiger NPK-Düngebedarf pro Jahr für 3 bis 4 Schnittwiesen je ha: 100 kg N, 70 kg P2O5, 200 kg K2O. Beste Stickstoffwirkung mit 50% Wirtschaftsdünger-N und 50 % Mineraldünger-N. Beste Mineraldünger: Diammonphosphat, wirkt ähnlich wie das altbekannte Thomasphosphat oder NPK-Volldünger.
Grünlanderneuerungsverfahren 2:
Neuanlage in einem Zug mit dem Rototiller.
Mögliche Anlagezeiträume wie bei Anlageverfahren 1.
Der Rototiller ist ein Bodenbearbeitungsgerät, dass statt Frässchaufeln Keilzinken hat. Dadurch ist auf für steinige Böden einsetzbar und es treten die nachteiligen Effekte einer Bedenfräse wie Erosionsgefahr, Vermehrung von Wurzelunkräutern und hoher Energieaufwand viel weniger auf.
Der größte Vorteil ist, dass Bodenbearbeitung und Saat in einem Zug erledigbar ist und dass der Rototiller auch bei seichten und steinigen Böden gut einsetzbar ist. Vom Typ her ist das Gerät für die Maschinenringarbeit prädestiniert ist, zumal es nicht billig ist. Die Wiesennarbe soll vorher möglichst kurz gemäht werden, damit die Wurzelstöcke gut in den Boden eingearbeitet werden.
Die Nachteile der Rototillersaat sind, dass bei einem Stopp während der Saat muss das Gerät angehoben werden muß, da sonst Fräsmulden und Erdhaufen im Saatgang entstehen. Außerdem sind etwas mehr Niederschläge als beim Umbruch für den guten Aufgang notwendig sind. Wenn viele Unkräuter im Altbestand sind, kann auch ein Teil wieder durchwachsen. Das Problem könnte mit einem selektiven oder Total-Herbizideinsatz vorher gelöst werden. Da aber dieser Gerätetyp im Ackerbau immer, weniger eingesetzt werden, ist es nicht leicht ein derartiges Gerät zu finden.
Grünlanderneuerungsverfahren 3:
Selektive oder Totalunkrautbekämpfung im Herbst, Ansaat im Frühjahr mit Sämaschine oder Schlitzdrillsaat
Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass relativ leichte und preisgünstige Ausschalten vieler Unkräuter durch Herbizide. Damit wird rasch ein freier Platz ohne Konkurrenz für Saat geschaffen. Je nach Unkrautbesatz kann zwischen selektiven oder Totalunkrautbekämpfungsmitteln gewählt werden. Bei über 50 % Anteil an unerwünschten Arten, wird man zu Totalherbiziden greifen.
Für Löwenzahn stehen 7 selektive Herbizide für Spitzwegerich 5 selektive Herbizide zur Verfügung, die bei sachgerechter Anwendung eine 100%ige Wirkung (etwa für 3- 5 Jahre) versprechen. Nach der Karenzfrist für die Saat (siehe Beipacktext, meist nach 3 bis 6 Wochen) kann die Saat in den offenen Boden mit allen üblichen Grünlandsägeräten in den schon erwähnten Zeiträumen erfolgen. Bei rasch auflaufenden Unkräutern ist wie üblich ein Reinigungsschnitt notwendig, um das rasche Anwachsen der Saat zu unterstützen.
Die Anwendung von Herbiziden ist im Grünland fast völlig erloschen, weil es seit dem EU-Beitritt 1995 Förderungsprogramme mit Betriebsmittelverzicht attraktiver waren als eine fachlich wirtschaftlich produktive Wiesenbewirtschaftung. Dabei dürfen ohnedies nur vom Staat geprüfte und genehmigte Mittel Anwendung finden. Das Anlageverfahren 3 mit dem Herbizideinsatz ist nach meiner Einschätzung, wirtschaftlich am effizientesten, da der Aufwand für Zeit, Geräte, Energieaufwand und Futterausfall am niedrigsten ist.
Es hat eine mittlere sichere Anlagesicherheit und einen tolerierbaren Futterausfall ab Sommer bis Herbst, wo ohnedies die schlechteren und geringeren Ernte- und Futterqualitäten anfallen. Der folgende erste Schnitt sollte schon die volle neue Ertragsfähigkeit bringen.
Grünlanderneuerungsverfahren 4:
Dauergrünlanderneuerung mittels Einsaat, Nachsaat oder Übersaat
Saatfertige Nachsaatmischungen im Handel in Österreich
Quelle: www.diesaat.at
Dauergrünlanderneuerung bedeutet die Ausbesserung oder Auffrischung von Wiesen und Weiden durch Einsaat, Nachsaat oder Übersaat von Gräser- und Kleearten. Sie erfolgt in der Regel umbruchslos mittels Schlitzsaat, Striegel, Eggen oder mittels Umbruch wie Pflug oder Rototiller.
Einsaat, Nachsaat, Übersaat oder Durchsaat bedeutet das man Wiesensaatgut in eine noch oder teils bestehende Wiesenarbe mit sehr verschiedenen Saattechniken sät, wenn Wiesen entweder von Natur aus oder durch gezielte Unkrautbekämpfung zurecht recht lückig ist oder viel zu wenig Ertrag liefert – trotz guter Bodenverhältnisse. Absicht ist, dass vor allem wieder energiereiche und vor allem ertragreiche Kulturgräser anwachsen und daraus wieder eine leistungsfähige Wiese wird.
Wasserversorgung - springender Punkt bei Einsaaten
Die Wasserversorgung ist bei Einsaaten ein springender Punkt für den Erfolg. Von allen Verfahren der Grünlanderneuerung haben Einsaaten nämlich den höchsten Wasserbedarf. Die Altnarbe mit ihrem besseren Wurzelsystem ist nämlich der größte Wasser- wie Nährstoffkonkurrent für die junge Saat. Alle unseren leistungsfähigen Kulturgräser gedeihen nämlich vor allem erst bei besonders reichlichen Niederschlagversorgung ab 800 mm Niederschlag am besten. Daher sind logischerweise die Einsaaterfolge in Gebieten mit über 1000 mm Niederschlag deutlich besser und bei unter 700 mm Regen sind die Erfolgschancen dementsprechend viel schlechter.
Einmal Einsaaten sind wenig effizient
Meine 30 jährigen Erfahrungen in Niederösterreich zeigen, dass Grünlanderneuerungen mit nur einmaliger Saat eher selten und nur gelegentlich gelingen. Alle meine Befragungen von Landwirten bei Beratungen, Wiesenbegehungen und Vorträgen in Niederösterreich ergaben dieses Erfolgsbild: die sichtbaren Erfolge von Einsaat, Nachsaat oder Übersaat ergeben liegen etwa bei nur 50 % für die einzelne Saat, egal mit welcher Sätechnik das erfolgt. Das Verfahren einer einmaligen Einsaat ist daher recht unsicher. Wenn nach 3 Jahren keine spürbare Ertragsverbesserung eingetreten ist, kann man sicher sein, dass die Einsaat sicher ohne Erfolg war.
Am ehesten werden Wiesen in der Praxis derzeit erst meist in einem Abstand von 3 bis 5 Jahren eingesät. Damit sieht man, dass viele noch ein hohes ungenutztes Potential für bessere Futterwiesen haben. Erst die deutlich höhere Einsaatfrequenz bringt den wirklichen Futterschub.
Erst die deutlich höhere Einsaatfrequenz bringt den wirklichen Futterschub
Erst bei einer jährlichen Einsaat drei Jahren hintereinander erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Einsaaten den gewünschten ertraglichen Erfolg bringen. Wenn Grünlandbauern den Umgang und Nutzen wiederholter Einsaaten erkannt haben sind, können sie das wirklich ungenutzte enorme Ertragspotential vieler Wiesen erst ausschöpfen. Nach eigener Einschätzung könnte so die Ertragsleistung von Futterwiesen leicht um 50%, aber sogar bis 100% verbessert werden. Beweis: Versuche zeige, dass die Erträge bei Wiesenneuanlagen und bei Feldfutter in Österreich etwa bei 12 t TM/ha liegen. 12 t TM/ha ist also eine bekannte und erreichbare Ertragsmarke. Tatsächlich liegt im Grünland der Ertrag laut statistischer Ernteerhebung in etwa nur 6 t TM/ha und auch Versuche Wiesenneuanlagen nach 25 Jahren zeigen etwa nur mehr 6 t TM/ha, infolge Ausdünnung wichtiger Futtergräser. Somit sollte je nach den hier 4 dargestellten Verfahren zur Wiesenverbesserung die Ertragsleistung von Futterwiesen grob um 50% verbesserbar sein. Wenn man die Ertragsleistung von Wiesenneuanlagen heranzieht, könnten sogar 100% höhere Erträge erreichbar sein, wenn man die Wiesen wieder immer mit frischen Saatgut auffrischt.
Leistungssteigerung nur mit Spitzengenetik bei Zuchstsorten und Zuchttier
Die Erfolge von Wiesenverbesserungen mit gezüchtetem Wiesensaatgut kann man mit Stellenwert der dem Einsatz der Zuchttierauswahl mit bester Tiergenetik vergleichen. Die durchschnittliche Milchkuhleistung liegt bei uns etwa bei 5000 Liter/ Milch je Jahr. Wer aber versteht Spitzengenetik in der Milchviehhaltung richtig einzusetzen erreicht bereits heute über 10.000 Liter/ Milch je Jahr. Der Abstand durch Einsatz laufenden Zuchtfortschritts beträgt also auch hier 100%.
Einsaaten in Wiesenaltnarben - Provisorium und Kompromiss
Einsaaten in bestehende Wiesen sind deshalb ein Provisorium oder Kompromiss, weil alle bisherigen Techniken keine zuverlässliche Saatgutablage haben. Es fehlt einfach das ordentlich vorbereitete Saatbett, wie man es im Ackerbau hat. Somit ist kein zuverlässlicher Samenaufgang in 1 bis 2 Wochen gewährleistet, so wie man das bei einer klassischen Wiesenneuanlage mit Umbruch, Bodenvorbereitung und präziser Saatablage kennt. Einsaaten, mit ihrer trotzdem geringen Effizienz werden aber von vielen Grünlandbauern, vor allem in den Bergregionen bevorzugt. Erklärbar ist das, weil die klassische Bodenbearbeitung für eine Neuanlage in den bergigen Lagen mit den heutigen immer schwerer gewordenen Bodenbearbeitungsgeräten in dem oft recht hängigen und steinigen Gelände gar nicht möglich ist. Viele dieser etwas besseren Böden im Bergland wurden zwar bis in die etwa 1960 mit zwar als Acker genutzt. Aber man konnte mit Pferdegespann ohendies nur seicht (10 – 12 cm) pflügen, eggen und säen. Für hängiges Gelänge gibt es heute nämlich keine handlichen geländegängigen traktorgezogenen Bodenbearbeitungsgeräte, mit denen man eine seichte Bodenbearbeitung der oft steinreichen und seichten Böden durchführen könnte.
Offener Boden - Voraussetzung für gute Einsaatwirkungen
Voraussetzung für eine gute Einsaatwirkung ist ein ausreichend offener Boden, wo die Samen Platz zum Keimen und Wachsen können. Erst wenn die jungen Grassämlinge genug Licht haben, kommt es zum Wachstumsschub. Ist aber die Saatfläche noch mit vielen Graswurzelstöcken der alten Wiese bewachsen, verbrauchen die alten sowohl das meiste Licht und Bodenwasser. Und den zarten jungen Gräsertrieben fehlt es an Licht wie Wasser. Je nachdem wie viele alte Graswurzelstöcke die junge Saat bedrängen, wird sie sich gut oder gar nicht entwickeln. Damit erklärt sich der oft geringe Einsaaterfolg bei Grünlanderneuerungen mittels Einssaten.
Je öfter Wiesen eingesät werden, umso eher fällt der Samen auf offenen Boden und kann keimen. Mit der geduldig wiederholten Saat baut sich außerdem ein gewisses Samenpotential gesäter und noch ungekeimter Samen im Boden auf. Der Boden fungiert wie eine Samenbank, ähnlich wie es bei allen Samenunkräutern der Fall ist. Man denke allein an die riesige Samenbank die der Ampfer in vielen Wiesenböden hat. Wenn günstige Keim- und Wachstumsbedingungen herrschen, wenn also der Boden offen und genug feucht ist, besteht die Chance, dass ein Teil der ungekeimten Gräsersamen auch noch Monate bis Jahre nach der Saat keimen, so wie viele Kräutersamen. Deshalb hat die regelmäßig Saat eine hohe Bedeutung, weil in der Regel bei bewachsenen Wiesen mit einer einzigen Saat selten ein guter Aufgang gelingt.
Die richtigen Einsaatzeitpunkte
Am ehesten sind in Niederösterreich Einsaaten im Sommer am erfolgversprechendsten. Aber es gibt Ausnahmen. In der Regel ist der Sommer die niederschlagreichste Jahreszeit in Österreich und der Futternachwuchs der Altnarbe ist nicht so stark wie im Frühjahr.
Das Frühjahr ist für Einsaaten dann besser und sinnvoller, ja sogar dringend notwendig notwendig, wenn größere Flecken im Frühjahr offenen Boden haben. Beispiele sind dafür: selektive Unkrautbekämpfung im Herbst von Ampfer, Hahnenfuß, Spitzwegerich, Bärenklau oder Löwenzahn oder Engerlingsbefall, Wildschäden oder partielle Auswinterung.
Dauergrünlanderneuerung bei ÖPUL Teilnahme
Wird eine Grünlanderneuerung im ÖPUL durchgeführt, sollte im Vorhinein eine Meldung an die AMA mittels dem Formular „Meldung – Grünlandumbruch und Grünlanderneuerung“ erfolgen. Bei den Maßnahmen „Mahd von Steilflächen“ und „Regionalprojekt für Grundwasserschutz und Grünlanderhaltung“ muss eine eventuelle Erneuerung gemäß den Förderungsvoraussetzungen umbruchslos erfolgen. Nach einer Erneuerung sind die Flächen wiederum mit der Nutzungsart G und den entsprechenden Kulturarten im MFA zu beantragen.
Die leistungsfähigsten Nachsaatmischungen für Niederösterreich
Seit 2013 NEU konfiguriert mit Glatthafer :
HUMER EMI-Mischerungen bis 2012:
Grünlanderneuerungsverfahren 5:
Natürliches AUSSAMEN von Wiesen, Verbesserung bei niedrigem Mitteleinsatz
Eine Möglichkeit damit verkrautete Wiesen wieder zu ihrem notwendigen Gerüst an Futtergräser kommen, ist das natürliche Aussamen der Wiesen. Die wenigen Erfahrungen, die bislang vorliegen sind eher ermutigend und Hoffnung gebend. Interessanterweise vermehren sich dabei weniger die Problemkräuter sondern vielmehr unsere wichtigen und ertragreichen Obergräser. Dazu muss eine Wiese bis Anfang Juli ungemäht bleiben. Damit nicht der Bestand schon vorher zusammen bricht ist nur eine sehr mäßige Düngung sinnvoll. Zwischen 20 bis 40 kg N/ha sollte nicht überschritten werden. Empfehlenswert ist es mit einem Streifen am Wiesenrand zu beginnen, oder einer kleineren Fläche.
Man hat zwar nicht den vollen Leistungseffekt von Zuchtgräsern, dafür hält sich der Aufwand mit der Flächen und der Futterausfall aus dem ersten Schnitt in Grenzen, da vor allem keine Technik für die Unkrautbekämpfung oder Saat notwendig ist. Sinnvoll ist das Verfahren vor allem für Betriebe, die nicht unbedingt Spitzenerträge anstreben, aber dennoch eine Verbesserung ihrer Futtererträge und -Qualitäten erreichen wollen, wenn auch auf einem niedrigerem Investitionsniveau teilhaben wollen.
Literatur:
Alternative Grünlanderneuerung mittels Selbstversamung
Grassamen in das Grünland einbringen, DTL
ÜBERSAATMISCHUNGEN in Tirol, ENDBERICHT