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Mittwoch, 11. Juli 2018

Buchgraber Gemeine Rispe

Buchgraber zur Bekämpfung der GEMEINEN RISPE (Poa trivialis)- aus meiner Sicht.


BUCHGRABER hat beim Internationalen österr. Grünlandtag in Sankt Georgen im Attergau 2007 beim Stationsbertrieb zur Rispenbekämpfung vor der Striegelvorführung folgendermassen die Bauern in seiner typischen ausladenden Redensart folgend informiert:
V4,Buchgraber,GemRispe,Station
Bei 19min58sec bis 20min34 sagt er:

Wir haben "die GÜTTLER" auch heute da. [Gemeint ist der Güttler-Wieseneinsaatstriegel mit 12 mm Starkszinken zum Herausreissen, Herauskämmem der Gemeinen Rispe]. Es ist ja das Gerät - was ich sag - die hat kräftige Zinken wo ich das heraushole. [ gemeint ist die Gemeine Rispe ]. Wir werdens auch im Einsatz haben, heut. Wir habens bei Starkregen in Einsatz gehabt und wir habens - oben beim Großmeister Seppi im Mühlviertel - hab ma s bei Trockenheit im Einsatz gehabt, wo die Zinken glei so gesurmmt haben. Sie [gemeint ist die Güttler-Maschine] hats wunderbar herausgeholt [ gemeint ist die Gemeine Rispe ] und wir haben sie [die Gemeine Rispe ] auch im Normalbereich drinnen gehabt, wo sie [gemeint ist die Güttler-Maschine] auch SEHR SEHR GUT gearbeitet hat.

BUCHGRABER hat aber noch nie gesagt wie lange diese Beskämpfung wirkt. Na das ist wohl klar , wenn man sie herausreisst, da ist sie gleich weniger.
ABER die wichtige Frage wie lange wikrt ide Bekämpfung? Das hat BUCHGRABER noch nicht gesagt und auch nicht veröffentlicht.
Warum wohl?
Meine klare Antwort: Weil er keinen einzigen Versuch bis heute dokumentiert hat. Er lässt einen Starkstiegel zu gewissen Bauern bringen, schaut zu uns spricht dann grosse Worte. Ob eine überhaupt noch eine Wirkung nach einem Jahr oder nach 10 Jahren da ist, dürfte ihm nebensächlich sein. Er hat dazu noch nie Ergebisse dazu präsentiert.

Wenn ich ihn auf die Kontrolle der Effizenz anspreche, bekomme ich keine befiredigende Antwort, die ich mit hoher Wirkungseffizienz weitergeben könnte..

Zur der Wirkungseffizienz von gesäten Gräsern von zB ÖAG-Mischungen sagte mir persönlich, das man das nicht so sehen soll und diese Betrachtung einer Effienz sei beim Grünland von Futterwiesen sogar falsch.

Wörtlich sagte Buchgrager 2007:
Ich würde euch das nicht vorstellen, wenn ich euch keine Lösung anbieten könnte. [Gemeint ist die Wiesenrispenbekämpfung mit dem Güttler-Wieseneinsaatstriegel mit Starkszinken]

Von 21min26 bis 21min29sec sagt er:
Fünf Jahre [also seit 2002] probiere ich schon auf dem Sektor was zu machen. Es ist nix da gewesn.

Striegelvorführung zur Rispenbekämpfung 
Grünlandtag in Sankt Georgen im Attergau 2007


Buchgraber auf Güttler Einsaat Starkstriegel 2013apr27 Hainfeld.jpg
Buchgraber auf Güttler Einsaat Starkstriegel 2013apr27 Hainfeld.jpg




Dabei ist dieses Rispenproblem eine ganz typische Frage für eine klassische wissenschaftliche Fragestellung, die mit bei guter Randomisierung und nachhaltiger Beobachtung leicht zu untersuchen und zu DOKUMENTIEREN ist und bei DAUERWIESEN zurecht zu verlangen ist.
Nachdem sich nun herausstellt, dass Buchgraber aber erst 2010 und 2012 zwei Diplomanden (LOCHNER und KLOCKER) mit der Frage der Rispenbekämpfung mit Starkstiegel betraut hat, und bis Frühjahr 2014 nur einjährige Versuche vorliegen, waren seine Aussagen 2007 vor Bauern demnach gar keine richtige Lösung und nicht wahr, Die angeblichen 5 Jahre lange Probiererei in Versuchen sind ohne Beleg und bis heute undokumentiert, also öffentlich wertlos. Damit relativieren und entkräften sich möglicherweise auch andere seiner nicht fundamental abgesicherten Aussagen über Einsaaten und Wiesenmischungen - und das als Universitätslehrer.

Ich selber stellte aber beim Grünlandtag in Sankt Georgen im Attergau 2007 fest, dass auch die 2-malige Überfahrt mit dem Starkstriegel die Gemeine Rispe nur gering bis fast gar nicht auskämmte, entgegen wie Buchgraber soeben vorher erklärte. Etwa mehr als 2/3 der Rispe blieb mit dem Boden verwachsen. Auf den Fotos unten kann sich jedermann von EFFIZIENZ bzw eher von der NICHT-EFFIZIENZ selber überzeugen. Auch mein Kurzvideo vermittelt diesen Eindruck.
Die gerade zuvor versprochene "wunderbare und sehr, sehr gute Arbeit des Herauskämmens" der Gemeinen Rispe mit diesem Striegel funktionierte also bei der Demonstriation am Grünlandtag nicht, und schon gar nicht überzeugend.
IMGP4055 St Georgen,Güttler Starkstriegeldemo nach einer Überfahrt, kaum erkennbares Herauskämmem der Gemeine Rispe.JPG
IMGP4055 St Georgen,Güttler Starkstriegeldemo nach einer Überfahrt, kaum erkennbares Herauskämmem der Gemeine Rispe.JPG

2007_0615,öö GL-Tag -St Geoergen Attergau, der Güttler Starkstriegel demonstriert nach einer Überfahrt,kaum erkennbares Herauskämmem der Gemeine Rispe. Wo sist da die Lösung?
IMGP4059 St Georgen,Güttler Starkstriegeldemo nach zweimaliger Überfahrt, kein erkennbares Herauskämmem der Gemeine Rispe,r.jpg
IMGP4059 St Georgen,Güttler Starkstriegeldemo nach zweimaliger Überfahrt, kein erkennbares Herauskämmem der Gemeine Rispe,r.jpg
2007_0615,oö GL-Tag, St GeoergenAttergauGüttler Starkstriegeldemo nach zweimaliger Überfahrt ist kein wirkliches Herauskämmem der Gemeine Rispe erkennbare - also keine Lösung.

IMGP4058 St Georgen,Güttler Starkstriegeldemo direkt bei zweimaliger Überfahrt, kein erkennbares Herauskämmem der Gemeine Rispe,r.jpg
IMGP4058 St Georgen,Güttler Starkstriegeldemo direkt bei zweimaliger Überfahrt, kein erkennbares Herauskämmem der Gemeine Rispe,r.jpg
2007_0615,oö GL-Tag- StGeoergen AttergauGüttler Starkstriegeldemo direkt bei zweimaliger Überfahrt, kein erkennbares Herauskämmem der Gemeine Rispe



Da heute rund 10 Jahre seit der angeblichen Striegelentwicklung zur Rispenbekämpfung vergangen sind, sollte es doch einige fundierte fachwissenschaftliche Arbeiten über die Erfolgsrate diese Methode geben. Aber über den zuverlässigen Erfolg dieses Verfahrens des Herausreißens der Rispe durch Starkstriegel gibt es aber bis heute März 2014 immer noch keine einzige nachhaltige wissenschaftlich fundierte Studie dazu. Man findet dazu nichts im freien WWW-Web und auch nichts auf der BOKU internen Suchmaschine, mit der man über alle wissenschaftlichen Bibliotheken der Welt hinweg suchen kann.
BUCHGRABER selbst hat 
keine einzige normal übliche wissenschaftliche Arbeit
publiziert, was die Bekämpfung der GEMEINEN RISPE mit den von ihm so propagierten Starkstiegeln betrifft. Obwohl er sich rund 10 Jahre damit beschäftigt hat und ihm eine Firma ein GÜTTLER Einsaatgerät zur Verfügung gestellt hat. 


Auf meine persönliche Nachfrage beim Geschäftsführer dieser Firma bei der Wintertagung in Aigen 2014 , hat er bei dieser Firma auch keinen Bericht über den Erfolg mit dem GÜTTLER Gerät hinterlassen.

Buchgraber hat aber dagegen in mehreren Zeitungsbeiträgen für die Bauernzeitungen, denn "Fortschrittlichen Landwirt" und als ÖAG-Beratungsinfos publiziert. Alle sind aber OHNE faktischer Daten und Ergebnisse - nämlich wie effizient seine Methode der Rispenbekämpfung in der landwirtschaftlichen Praxis wirklich ist. BUCHGRABER referiert von seiner Methode zur Bekämpfung der Gemeinen Rispe mit Starkstiriegeln bei vielen seiner Grünlandvorträge, ohne jemals über die Effienz zu informieren, wie lange die Bekämpfung Gemeine Rispe anhält. Das kann er sich insofern ganz leicht machen, weil praktisch niemand von den Bauern bei den vielen Vorträgen - wo immer ich selbst dabei war - kritische Fragen stellt wie zuverlässig dieses Verfahren wirklich ist. Es kann ja auch niemand von Studenten bis Bauern dagegen kritische Einwände erheben, weil ja keiner mangels eigenen Erfahrungen mit bezweifelndem Einsprüchen opponieren kann.
Von LOCHNER Gabriele gibt es eine einzige und nur EINJÄHRIGE Diplomarbeit: (2010) wo die Bekämpfung der Gemeinen Rispe mit Starkstriegeln versucht wurde. Der Mangel dabei ist der, dass bloß ein untersuchter Ort und nur ein Beobachtungsjahr (Strechau 2008-2009) beobachtet wurde. Das Ergebnis muß daher als wissenschaftlich singuläres Einzelergbnis gewertet werden, ist daher nicht wirklicht tauglich zur allgemeinen Verbreiterung. Die von mir bereits vermutete Nutzlosigkeit von Starkstriegeln zur Rispenbekämpfung wird dabei in Ansätzen wie folgt bestätigt.
Auf Seite 78 der Diplomarbeit heißt es sogar: Die Starkstriegel APV und Güttler haben hingegen nach der Methode des Herausreissens mit diesen Striegeln sogar einen leichten Anstieg der unerwünschten Gemeinen Rispe gezeigt. Seite 82 besagt: ... es, muss leider auch gesagt werden, dass sich ein Jahr nach der Sanierung mit den Starkstiegeln wieder eine Verfilzung von rund 50% breitgemacht hat.
Eine weitetere auch nur 1jährige angebliche
Gemeine Rispe und Goldhafer mit Striegel bekämpfen 2012.jpg
Gemeine Rispe und Goldhafer mit Striegel bekämpfen 2012.jpg
Exakt-Untersuchung mit Bekämpfungder Gemeinen Rispe in Modriach und Edelschrott publiziert Buchgraber als ÖAG Beilage 2012 in der Praktikerzeitschrift in DER FORTSCHRITTLICHE LANDWIRT „GRÜNLANDSANIERUNG“ 2012, unter dem Titel:.

"So wirken sich Grünlandstriegel auf den Pflanzenbestand und die Futterqualität aus". Von Univ. Doz. Dr. Karl BUCHGRABER, LFZ Raumberg-Gumpenstein unter Mitarbeit von Hannes KLOCKER und Thomas WISTHALER (Freie Univ. Bozen), sowie DI Andreas GRASCHI (Univ. für Bodenkultur).

Wissenschaftlich nachlesbar und wissenschaftlich zitierbar ist der Betrag aber nicht publiziert. In Modriach geht der ohnedies nicht so hohe Anteil Gemeiner Rispe von 16% auf ca 3% zurück. In Edelschrott mit 70% Anteil Gemeiner Rispe versagt die Rispenbekämpfung. An den ca 10% Toleranzanteil kommt man weit nicht heran. Von anfänglich 70% in 2011 sinkt die G R im ersten Aufwuchs 2012 auf 10% bis 25 %. Doch dann im dritten Auswuchs noch im ersten Versuchsjahresspanne 2012 vermehrt sie sich rasch wieder auf 40%. Damit wurde sie nur zu 1/3 reduziert und ist vom Toleranzanteil von 10% weit weg und der Arbeitsaufwand von ca 100€/ha eigentlich schwer rechtfertigbar.


Dabei folgte in Edelschrott sogar eine 3malige mit den verschiedenen Striegeln !


Edelschrott Gemeine Rispe 2011.jpg
Trotz sogar 
3maliger !!! Überfahrt 
mit den verschiedenen Striegeln liegt der Gemeine Rispe Anteil schon nach 2,5 Monaten wieder über 10% am Versuchsort Edelschrott. Deshalb ist es keine Wunder dass nach einem Jahr beim 3.Aufwuchs die Gemeine Rispe wieder 40% erreicht! 

Quelle: Sauter, Latsch Pöllinger (2013): Eindämmung der Gemeinen Rispe - Agroscope - ART-Bericht. 763, 2013, 1-8 : Lücken führen zum Erfolg !!

Edelschrott wieder 30 bis 40 % Gemeine Rispe im 3.Aufwuchs 2012 , Buchgraber.jpg
Edelschrott wieder 30 bis 40 % Gemeine Rispe im 3.Aufwuchs 2012 , Buchgraber.jpg
Buchgraber schreibt und gibt nun 2012 da selbst dazu zu:
Eine Sanierung nach totaler Verfilzung mit Gemeiner Rispe ist eigentlich nicht möglich. Grund dafür ist, dass die Gemeine Rispe nicht restlos aus dem offenen Boden ausgestriegelt werden kann. Bereits nach ein bis zwei Jahren braucht es bei 30 bis 40 % G R eine neuerliche Sanierung. Der Konkurrenzdruck nicht herausgerissener Gemeiner Rispe ist so extrem, so dass es bereits nach der Erstsanierung eine weiteren Sanierung mit dem Striegel und eine erneute Nachsaat braucht.
Mein Telefonauskunft bei dem betroffenen Bauern in Edelschrott ergab, dass er mit der Betreuung des Versuches in Edelschrott durch BUCHGRABER vom LFZ überaus unzufrieden ist.
Das 3malige Strigeln hat nämlich den Ampfer in den Folgejahren explodieren lassen. Der Buchgraber hat sich nach einem Jahr vom Veruchsprojekt verabschiedet und "mich mit dem Gemine Ripsen Problem und dem hinzukommenen Ampferproblem erst allein gelassen" meinte der Landwirt. Es scheint eine Spezifikum von BUCHGRABER zu sein, dass wo er hinkommt Versprechen ohne fundiertes Erfahrungswissen abzugeben, die Bauern zum Kauf von Strakstriegelgeräten zu animieren und sich um die langfristige Entwicklung nicht mehr zu kümmern. Genau diese Entwicklung ist auch in NÖ im Gebiet Waidhofen an der Ybbs gelaufen, wo Bauern 6 Starkstriegelgeräte von GÜTTLER kauften. Meine Besichtigung der Effizienz dieser Einsaat ergab ebenso, dass keine spürbare Verbesserung im Pflanzenbestand eintrat. Wozu finanziert aber der Steuerzahler und Staat solche solche Staatsinstitute mit Propagandisten wie Buchgraber ohne Konsequenz?

Gemeine Rispe Versuchsfläche Edelschrott.jpg


Dabei hat aber BUCHGRABER schon 2007 in Stankt Geogen im Attergau vor Bauern sprichwörtlich behauptet und damit versprochen:Ich würde auch das nicht vorstellen, wenn ich euch keine Lösung anbieten könnte. Fünf Jahre probiere ich schon auf dem Sektor was zu machen.
2012 gibt er nun schriftlich auf Bauernkosten zu, dass er (quasi die aber 2007 versprochene Lösung am Grünlandtag in Sankt Geogen am Attersee) nicht einlösen kann. 2012 meint er, dass es schon am Bekämpfungsanfang das eine langwierige Angelgenheit werden dürfte, weil die GEMEINE RISPE auch immer wieder nachwächst. Wann eine Ende absehbar ist, ist damit bei so einem Standort unabsehbar.

Bei der der Grünland Wintertagung 2012 in Aigen im Ennstal hat BUCHGRABER seine Idee der RSIPENBEKÄMPFUNG durch Starkstriegeln wieder voll medienwirksam vor bäuerlichem Publikum mit seiner typischen populistischen ausladenden Art (und vor allem ohne Erfolgsnachweis) propagiert. Wie effizient seine propagierte Methode wirklich ist verschweigt er dem Publikum. Möglichwerweise weiß er es selber nicht, weil er von keinen langfristigen Bekämpfungsversuch berichtet hat, sondern nur kurzfristig dabei war. Dauergrünland verlangt aber Dauerversuche das sollte er schon wissen, denke ich.


2012: BUCHGRABER Propaganda mit seiner Idee der RISPENBEKÄMPFUNG durch Starkstriegeln,
vorgetragen in seiner typisch propagandistischen übertreibenden und ausladenden Art bei der Grünland Wintertagung 2012 in Aigen im Ennstal

Was BUCHGRABER nach meiner Meinung hier zeigt ist eine rein theoretische HYPHOTHESE für einen VERSUCH. Aber nichts davon ist effizient und statistich sicher erfolgreiches für die Praxis belegt! Er begeht damit einen noch grösseren Fehler als den BIAS-Fehler. Er operiert ja überhaupt ohne statistischer Sicherheit von Versuchen Aussagen. Er bringt ja nicht einmal ein Erfolgsergebnis vor den Augen der Öffentlichkeit! Und alle Wissenschaftler mit einer Ahnung von Statistik und absolvierten Statistikprüfungen von der BOKU oder dem LFZ oder dem Ministerium sagen bisher nichts oder schweigen dazu. 

Denn in Wahrheit zeigt hier 2012 er dabei hier nur bloß einen Geräteeinsatz am Versuchsanfang - ohne Ernteergebnis. 
Wörtlich sagte Buchgrager er 2007 schon: Ich würde euch das nicht vorstellen, wenn ich euch keine Lösung anbieten könnte. 

Das widersprciht meiner Erfahrung voll, weil er den Grünlandrefenten NOCH NIE langfristig voll sanierte Bestände gezeigt hat.

Ich kenn auch kein einzigen Vergleich auf der Beweisbasis eines publizierter Fotos oder Videos von einem erfolgreich sanierten Bestand, das das belegen und das man weiterverbreiten könnte !! Vielmehr werden immer nur die gleichen Fotos von Striegelvarianten in der PPT der Gumpensteiner Grünlandverbesserer gezeigt.

Was soll man dann also von so einem Wissenschafter und Universitätslehrer von Grünlandstudenten halten und glauben?
Meine begründete Kritik ist daher fundiert. Also Leute macht die Augen selber auf, denkt nach was für Erfolge (und nicht nur IDEEN) er euch wirklich präsentiert !.
Für mich macht BUCHGRABER eine klassisch gute Landtechnik Verkaufs Propaganda, aber wer will das bloß? .

Wir wollen vom LFZ und BUCHGRABER nur klare und harte Fakten mit eindeutigen Beweisen einer effiziienter Grünlandverbesserung an Hand
  1. der Arten die gesät und tatsächlich gewachsen sind
  2. der Ausdauer der Arten, die gesät und tatsächlich noch 10 - 20 Jahre später geerntet werden können
  3. jahrelang besserer Erträge, die also hoch signifikant besser sind und wo mit dem statistischen Handswerkszeug eines Wissenschaftler gearbeitet und das belegt wird

Also will man vor allem hören, das was entweder keinen Nutzen oder einen klaren Nutzen bringt: In mehr kg TM ja ha oder % mehr Edelgräser einer Maßnahme, die mehrjährig (es handelt sich ja um DAUERGRÜNLAND !) anhaltend wirksam bleibt.

Das ist bei jedem guten Versuch mit Wiederholuingen immer klar und eindeutig überprüfbar ist durch 
das Gegensatzpaar Nullhypothese und Alternativhypothese (Gegenhypothese), wie man es klassich in der Statisik lernt.

Nullhypothese Ho: Mittelwert µ1 = Mittelwert µ2wobei:Ho die Nullhypothese ist, und keine effiziente Wirkung gegeben istµ1 der Erwartungswert der Variante 1 undµ2 der Erwartungswert der Variante 2 ist.
Und empfohlen darf klarerweise von der LFZ künftig - meiner Meinung nach - von einer wissenschaftlichen Institution zurecht nur das, wenn eine Maßnahme statistisch belegt eindeutig besser ist.
Völlig abgelehnt muß in heutiger Zeit werden:was bloß möglicherweise nur hypothetisch geglaubt wird, vermutet oder angenommen wird . Alles was Mundschwafelei, Popaganda ohne sicherem und ohne gut dokumentiertem Faktenwissen ist, muß rigoros ausgemerzt werden.Alle Aussagen mit bloß vermuteter Annahme müssen nach meiner Weltanschauung als HYPOTHETISCH besterfalls THEORETISCH (bei einer belegten Theorie) bezeichnet werden.

Klocker Edelschrott Gemeine Rispe 30 bis 40 % dritter Aufwuchs 2012.jpg
Klocker Edelschrott Gemeine Rispe 30 bis 40 % dritter Aufwuchs 2012.jpg
Diese 2 ohnedies nicht repräsentative Untersuchungen, da sie NICHT auf vielen repräsentativen Standorten und mehreren Jahren vollständig und sicher randominiert stattfand, zeigt schon andeutungsweise die ersten Mißerfolge nach einem Beobachtungsjahr in den ersten bekannt gewordenen Versuchen.
Vielmehr wird sogar mein befürchteter Anstieg der Weiterausbreitung der unerwünschten GEMEINEN RISPE durch das Striegeln selbst und dadurch stimulierte Keimung und Samenverteilung und zusätzlichen Ausbreitung der Rispe und des aufkommenden Ampfers bereits gut bestätigt.

BUCHGRABER's Bekämpfungsthesen von der GEMEINEN RISPE (Poa trivialis) sind demgemäß für mich als erfahrenden Berater in Grünlandfragen entweder
1. vorenthaltenes, nicht breit publiziertes wissenschaftliches Wissen für die landwirtschaftliche Beratung und Lehre oder es ist die2. Ignorierung der bisheriger Ergebnisse (BUCHGRABER hat bei Vorträgen in NÖ oder dem letztem österr. Grünlandtag 2013 von diesen Mißerfolgen noch nie etwas berichtet) oder3. BUCHGRABER redet und schreibt von seinen reinen Vermutungen OHNE heute üblich wissenschaftlicher Fundierung.Das ist vergleichbar mit Schlußfolgerungen aus NUR vermuteten Zusammenhängen: Das taten aber bereits vor 2000 Jahren die Auguren und Etrusker, nämlich aus Vogelflug und Leberbeschau vermutetes Wissen aus Form-Analogien zu gewinnen und es kritiklos und sakrosankt („geheiligte Unverletzlichkeit“) hinzunehmen und anderen aufzwingen.
Diese Optionen und Vorgangsweisen sind heute für eine wissenschaftliche Forschungsanstalt mit öffentlicher Finanzierung aus Steuergeldern von und für MICH Staatsbürger eines Rechtstaates untragbar und unhaltbar. Vor allem auch deshalb weil BUCHGRABER wie in Niederösterreich zu wirtschaftlich bislang nicht gerechtfertigbare Hoffnungen bei Landwirten weckt, die bislang nicht fundiert und gerechtfertigt sind. In Niederösterreich habe ich die WIRKSAME Investition in Starkstiegeln schon bei MEHREN Betrieben gesehen, da hinsichtlich der Minderung der GEMEINEN RISPE so gut wie keine Wirkung erkennbar war und auch der Einsaaterfolg in den meisten Fällen nicht erkennbar war. Aufgrund dieser Misserfolge werden daher Landwirte für die Zukunft wissentlich entmutigt, die Futterwiesen mit effektiven Nachsaaten mit wüchsigen Gräserarten zu verbessern.
Unhaltbar ja sogar unverantwortlich ist für mich auch der Zustand, dass solche Personen an Universitäten nächste Generationen an Akademikern wissentlich unter dem Deckmantel der Naturwissenschaftkeit in diesem Fall irgendwie auf Vermutungsbasis unterrichten. Dieser Anschein der dürfte inzwischen vorliegen, da Studenten in ihrer Bachelariatsarbeit die Thesen von BUCHGRABER ohne Literaturbelge und Kritik übernehmen.
ZB: Hannes Klocker: Die Sanierung von Wiesen mit erhöhtem Anteil an Gemeiner Rispe, Bachelorarbeit an der Freien Universität Bozen, Betreuer: Univ. Doz. Dr. Karl Buchgraberunterhttp://www.provinz.bz.it/land-hauswbildung/download/Sanierung_Gemeine_Rispe.pdfDie Vorlesungsunterlagen zur Rispenbekämpfung von BUCHGRABER zeigen keine Literaturangaben. Der Regel sagt dazu, dass es sich dann um ein Werk oder Forschungsergebnisse des Vortragenden selbst handelt. In der Regel zitiert ein guter Professor die Autoren, wenn er wichtige Erkentnisse anderer Wissenschaftler weitergibt. Da die Folien von BUCHGRABER keine Literaturangaben zur Rispenbekämpfung zeigen, und solche auch nicht auffindbar sind, muss man annehmen, dass er bei der Rispenbekämpfung eigentlich nur selbst an seine unbewiesene Behauptung glaubt und andere davon überzeugen will. Seine These von Rispenbekämpfung geht also von einer reinen unbewiesenen Theorie aus, wo die fundamentalen Belegdaten fehlen. Da er aber bei seinen Vorträgen als Autoritätsperson von einem quasi scheinbar praktizierten aktuellen Stand der Technik vermittelt, den es so nicht gibt, vermittelt er Vermutungen aber kein standfestes Wissen.Jeder Mensch kann ja eine seine Theorie bilden und sie auch voll verteidigen, wenn er davon überzeugt ist. Aber wer als Autoritätsperson vor Auszubildenden und beratenden Bauern eine Theorie als Stand der geltenden Technik hinstellt, sofern er dies nicht deutlich klarmacht, betreibt nur eine Vermutungslehre.Daher bin ich zur Überzeugung gekommen, dass diese Vermutungen bei der Rispenbekämpfung durch BUCHGRABER Interessierten die Augen öffen sollten um unwirksamen Investitionen zu vermeiden.

Die HUMER-THEORIE zur Bekämpfung der GEMEINE RISPE
Meine Meinung ist, dass man GEMEINE RISPE eher mit Weißklee aussichtsreicher bekämpfen kann. Das habe ich schon 2013 hier in diesem Fachbeitrag „Wiesen clever verbessern“ im Abchnitt "WEISSKLEE" dargestellt:http://de.slideshare.net/JohannHumer/humer-johann-wiesen-clever-verbessern-2013 .



Meine Meinung ist dagegen, je mehr man aber Mähwiesen mit ihren meist überwiegenden Horstgräserbeständen befährt, nämlich durch die Kreuz-und Querfahrten mit Starkstriegeln,dem notwendigen 2maligen Abtransport der riesigen Sodmassen mit leicht über 50 t/ha !! - also mehr als man Futter erntet !! und
  • der Einsaat mit Anwalzen
  • das sind 5 weitere Befahrungen der Wiese
umso mehr zerstört man sowohl die Krümelstruktur der obersten Bodenschicht als auch die Stoppeln der Horstgräser noch stärker als sonst. Damit werden erst optimale Bedingungen für das prächtige Gedeihen von GEMEINER RISPE geschaffen, weil sie strukturarmen Boden viel leichter besiedeln kann, als die guten tieferwüchsigen Kulturgräser.
Weißklee ist in Wiesen oft genug vorhanden, sodass er nur selten und daher bei Bedarf einzusäen ist. Er ist ein sehr guter Bodenbedecker und Eiweißlieferant. 2013 habe ich entdeckt, dass Weißklee als starker Bodenbedecker die natürliche Kampfpflanze gegen die GEMEINE RISPE ist. In schwachen niedrigwüchsigen Beständen breitet er sich sogar gern zu stark aus. Ab Anteilen von 20% unterdrückt er sogar den Wuchs guter Gräser und mindert damit den Futterertrag. In Vielschnittwiesen (4-7 Schnitte) in warmen Lagen in Niederösterreich wird in letzten Jahren das natürliche Einjährige Raygras oft völlig bestandesbeherrschend. Solche Horstgraswiesen mit ihrem oft offenen Boden sind durch das viele Befahren zusätzlich sehr anfällig für das Eindringen von unerwünschter GEMEINE RISPE. Haben aber Einjährige Raygraswiesen eine gute bodennahe Bodenbedeckung mit Weißklee kann keine GEMEINE RISPE eindringen. Sind Wiesen mit durch GEMEINE RISPE verseucht kann Weißklee leicht als natürliche Kampfpflanze zur Bekämpfung der GEMEINE RISPE eingesetzt werden. Das von BUCHGRABER propagierte Herausreißen der GEMEINEN RISPE durch Herausstriegeln mit Starkzinken mit Fahrten in kreuz und querer Richtung, wurde aber gar nicht auf dauerhafte Effizienz wissenschaftlich fundiert untersucht. Bedenklich ist dabei gar der dann notwendige Abtransport von massenhaft Sodmassen von leicht über 50 t / ha Es ist aus meiner Sicht vielmehr kontraproduktiv, weil die Bodenstruktur durch das weiter intensivierte Überfahren weiter zerstört wird und damit den Wuchs von GEMEINER RISPE sogar noch fördert. Gefördert wird durch das Starkstriegeln auch der schon inzwischen stattgefundene riesige Samenausfall von GEMEINER RISPE ihre weitere Ausbreitung und Keimung durch diese intensive Striegel-Bodenbearbeitung.

IMGP4044,Güttler Einsaatstriegel mit 12mm Starkstinken u Prismenwalze,best.JPG
IMGP4044,Güttler Einsaatstriegel mit 12mm Starkstinken u Prismenwalze,best.JPG

ist, dann ist es:
Ein besonderes Talent welches ich bei BUCHGRABER dennoch löblich hervorhebe und das er jedenfalls neben seinen sicher vielen auch fachlichen Kapazitäten hat, ist die Organsationskraft bei diesen großen ja inzwischen internationalen Grünlandtagen in Österreich. Aber ist das eigentlich seine Aufgabe als Wissenschafter? Viel hilfreicher wäre es, wenn uns gute durch Versuche abgesicherte Ergebnisse und überzeugende Lehrunterlagen zur Verfügung stellen stellen würde. Er braucht nicht selbst Bauernberater spielen, weil den Auftrag dazu hat er ja gar nicht. Das ist klar genug in der Verfassung geregelt, dass die Landwirtschaftkammer die Aufgabe der Bauernberatung
haben.


Die Aufgaben der Bundesämter für Landwirtschaft und der landwirtschaftlichen Bundesanstalten sind nicht Direkt-BERATUNG sondern:
nun zu finden unter:


https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20003462


1. die wissenschaftliche Ermittlung, Erarbeitung, Sammlung, Dokumentation und Evidenthaltung,von Erkenntnissen und Daten unter Anwendung moderner Informationstechnologie; 2. die Entwicklung, Prüfung und Verbesserung von Methoden, Verfahren, Untersuchungseinrichtungen, Maschinen, Geräten und Materialien; 3. Informationstätigkeit, insbesondere die Schaffung von Informationsmitteln, Fachstatistiken, Planungsunterlagen und die Veröffentlichung von Arbeitsergebnissen, anderen Beiträgen und Bildmaterial; 4. die Weitergabe von Kenntnissen, insbesondere im Rahmen von Kursen, Seminaren, sonstigen eigenen und fremden Veranstaltungen und der Beratung


Originatext in RIS:
Aufgaben der Bundesämter für Landwirtschaft und der landwirtschaftlichen Bundesanstalten
§ 4. (1) Die Aufgaben im fachlichen Wirkungsbereich der Bundesämter für Landwirtschaft und der landwirtschaftlichen Bundesanstalten werden im II. und III. Teil umschrieben. Die allgemeinen Aufgaben sind insbesondere folgende:











1.die wissenschaftliche Ermittlung, Erarbeitung, Sammlung, Dokumentation und Evidenthaltung von Erkenntnissen und Daten unter Anwendung moderner Informationstechnologie;
2.die Entwicklung, Prüfung und Verbesserung von Methoden, Verfahren, Untersuchungseinrichtungen, Maschinen, Geräten und Materialien;
3.Informationstätigkeit, insbesondere die Schaffung von Informationsmitteln, Fachstatistiken, Planungsunterlagen und die Veröffentlichung von Arbeitsergebnissen, anderen Beiträgen und Bildmaterial;
4.die Weitergabe von Kenntnissen, insbesondere im Rahmen von Kursen, Seminaren, sonstigen eigenen und fremden Veranstaltungen und der Beratung;
5.Mitarbeit in Fachbeiräten und ähnlichen Einrichtungen;
6.die Pflege von Inlands- und Auslandskontakten zur fachlichen Zusammenarbeit und durch fachlichen Erfahrungs- und Schriftenaustausch.
(2) Zeugnisse der Bundesämter für Landwirtschaft und der landwirtschaftlichen Bundesanstalten im Rahmen ihres Wirkungsbereiches sind öffentliche Urkunden. Kursteilnehmern ist eine Bestätigung über die Art des besuchten Kurses und über einen allfälligen Kurserfolg auszustellen.
(3) Sofern es die Erfüllung der fachlichen Aufgaben für den Wirkungsbereich des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zulässt, können die Bundesämter für Landwirtschaft und die landwirtschaftlichen Bundesanstalten auch anderen Organen von Gebietskörperschaften sowie sonstigen juristischen und natürlichen Personen im Rahmen ihres Aufgabenbereiches Leistungen unter Bedachtnahme auf § 11 erbringen. Leistungen für Gebietskörperschaften und sonstige Leistungen, die im öffentlichen Interesse gelegen sind, sind vorrangig zu behandeln.



Das traut sich offensichtlich auch niemand ihm öffentlich zu sagen, weil er ja in Österreich quasi eine scheinbar konkurrenzlose einzige oberste Lehrautorität auf diesem Gebiet ist.



Die selbe Situation gibt es bei BUCHGRABER dass er darüber viel redet, aber angeblich vom Erforschten nicht wissenschaftlich publiziert hat bei denÖAG-Saatgutmischungen und besonders bei den
  • ÖAG-Nachsaatmischungen und
  • Nachsaatgeräten,
wo ebenso die breite wissenschaftliche Fundierung durch Forschung und Publikation von ihm völlig fehlt. Das habe ich bereits hier kritisch dargestellt und ist folgend im WEB auf 3 Seiten nachzulesen.
18 Jahre ÖAG-Nachsaatmischungen seit 1995
http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Dauergruenlandversuchehttp://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Bessere+Futterwiesen_Ratgeber
Erst der Zweifel und das das eigene Suchen und sich wirkliche Überzeugen hat die Europäuer weitergebracht. Nur im Mittelalter bis zu ABEILLARD hat man alles frühere geschriebene blind übernommen, ja übernehmen müssen, sonst wäre man leicht als Ketzer verbrannt worden wie Giordano Bruno.
||



Meine Erfahrungen beruhen auf folgenden Beobachtungen und Grundlagen:




Stefan Waldauer
schrieb 2007 in seiner 
Diplomarbeit an der BOKU in Wien

"Nachsaat intensiver Dauerwiesen und deren Einfluss auf Pflanzenbestand, Futterertrag und -qualität im Alpenraum"mit dem Betreuer Univ. Doz. Dipl.-Ing. Dr. nat. techn. Karl Buchgraber


Laut BUCHGRABER (pers. Mitteilung 2006) wird es die vorhandene Differenzierung in intensives und extensives Grünland für die Alpenregion auch weiterhin geben. Während Maßnahmen der Düngung und der Nachsaat für das intensive Grünland von überragender Bedeutung sind imd immer sein werden, ist dies beim extensiven Grünland weniger der Fall. In jenen Gebieten, wo die Grünlandwirtschaft gerade in den letzten Jahren eine deutliche Intensivierung erfahren hat, ohne dass sich das Management dieser Flächen daran angepasst hat, sieht BUCHGRABER (pers. Mitteilung, 2006), ein erhebliches Gefahrenpotenzial. Entartungen der Pflanzenbestände, sowie unausgewogene Nährstoffversorgung mit den entsprechenden ökologischen Folgen sind das Resultat.


BUCHGRABER glaubt nicht daran, dass es in Österreich in absehbarer Zeit
"holländische Verhältnisse"geben wird, bei denen die periodische Nachsaat in den Betriebsplan integriert ist.

Da aber viele Landwirte durch die teils schwierige agrarpolitische Situation dazu motiviert sind, sämtliche Bereiche der landwirtschaftlichen Produktion zu optimieren, sieht er ein wachsendes Bewusstsein für ausgewogene und leistungsfähige Grünlandbestände herankommen. Aus diesem Drang, das Grünlandmanagement auszureifen, könnte die Nachsaat von minderwertigen oder erschöpften Beständen in Zukunft an Bedeutung gewinnen.


Seit 2012 propagiert Buchgarber aber selbst permanente Einsaaten auf intensivste Flächen bei seinem Vortrag Wintertagung 2012 zeigt.

Nachsaat-Konzept Buchgraber LFZ Gumpenstein seit 2012.jpg

Soeben fällt mir ein, dass ich im Rahmen von Weiterbildungsseminaren vom LFZ Gumpenstein unter BUCHGRABER und PÖTSCH noch keine einziges Praxisbeispiel oder Demonstration einer erfolgreichen Einsaat nach den von BUCHGRABER und PÖTSCH empholenen Einsaattechniken und Einsaatmischugen gesehen hat?
Wer so was schon mal gesehen hat soll sich bei mir melden, dass ich auch was positives dazu schreiben und veröffentlichen kann ! DANKE !!

Siehe auch:

Buchgrabers LFZ Institut - mysterioeser Verlust der Erntedaten vom Edelschrott Gemeine Rispe Bekämpfungsversuch


Wie BUCHGRABER umbruchlose GRUENLANDERNEUERUNG Studenten ausdeutscht

http://futterwiesenexpertehumer.wikispaces.com/Wie+BUCHGRABER+umbruchlose+GRUENLANDERNEUERUNG+Studenten+ausdeutscht

Freitag, 22. Juni 2018

Klappertopf Informationen

Klappertopf Informationenaus Erfahrungsberichten, Fachliteratur und Web. Zusammengestellt von HUMER.
Erstellt aufgrund einer Anfrage aus Edelschrott: Di 10.06.2014 12:19
Ich bin durch das Internet auf Ihre Veröffentlichung zum Thema "Almbewirtschaftung - Weidefutter - Giftpflanzen - Weidepflanzen" aufmerksam geworden und bitte Sie eindringlich um Ihre Hilfe.

Unsere Kalbinnen weiden auf einer Almfläche (ca. 1200 m Seehöhe), wo ein dichter Pflanzenbestand vom Klappertopf besteht. Es gibt mittlerweile einige Fälle von Vergiftungserscheinungen bei den Tieren (ein Tier verendete: Diagnose des Tierarztes: Darmverschluss, eine weitere ist in Behandlung mit akuter Verdauungstörung, Appetit- und Durstlosigkeit etc.) Mittlerweile sind 2-3 weitere Tiere erkrankt (Mattigkeit, Freß- und Trinkunlust, Fieber, Krämpfe etc....

Beiliegend sende ich ihnen Fotos von dieser Weide. Die Pflanzen sind überall, zum Teil großflächig, aber generell überall verstreut.
Gibt es Erfahrungen mit solchen Problemen? Wie sollen wir uns verhalten? Wir bitten Sie höflich um Ihre Hilfestellung und Kontaktaufnahme!

Fotos der betroffenen Almwiese in Edelschrott mit Klappertopf von einer Landwirtin:



DSCN0889 Klappertopf auf Alm Edelschrott.jpg







Meine besten gesammelten Informationen aus dem Web:
https://www.evernote.com/pub/jhumer/klappertopf

Klappertopf Infos von HUMER in evernote.jpg



Die meisten Beiträge die ich gefunden habe, berichten nur einseitig darüber, dass mit einem Frühschnitt der Klappertopf zurückgedrängt werden könne. Das ist eine sehr einseitige Info, weil sie die Hauptursache 
- die MANGELNDE NÄHRSTOFFVERSORGUNG - nicht angesprochen wird.


Die neueren und zumeist überökologisch ausgerichteten publizierten Beiträge vernachlässigen aber diese Hauptursache des immer stärken auftretenden Nährstoffmangels und gewisser neuer häufiger Giftpflanzen :

Gerade die Vernachlässigung der ganz gewöhnlichen sachgerechten Nährstoffversorgung bei Futterwiesen fördert den Klappertopf.
Meine Meinung nach braucht es zumindest folgende regelmäßige NPK Nährstoffzufuhr um den bedrohlichen Wuchs der Giftpflanzen Klappertopf, Weißen Germer oder Wasserkreuzkraut einzudämmen.

Je Hektar und Jahr verhindern diese NPK-Mengen den Wuchs obiger Giftpflanzen:
50 bis 100 kg Stickstoff (N) 
30 - 50 kg Phosphor (als P2O5) und 
ca 100 kg Kali (als K2O).


Primär sollen die betriebseigenen Nährstoffe in Form der Wirtschaftsdünger genutzt werden. Mineraldünger nimmt man, wenn keine generelle Rückfuhr der durch die Pflanzen entzogenen Pflanzenhauptnährstoffe N, P, K und Ca erfolgt.
Den vollen Umfang offizill sachgerechter Düngung in Österreich gibt es hier zu lesen:




http://de.slideshare.net/JohannHumer/richtlinien-fr-die-sachgerechte-dngung-rl-sgd6


Wie Laien über das Klappertopf-Problem denken in:

http://mein.salzburg.com/fotoblog/heimat/2013/06/klappertopf.html

Eine schöne Pflanze! Aber keine Sorge: Unsere Landwirte haben das Unkraut-Problem dank MONSANTO CHEMIE voll im Griff (!!), schreibt ein Unwissender.

Ein anderer Leser der sichtlich intuitiv besser informiert schreibt:
Dass dieser Pflanze mit einem chemischen Präparat beizukommen wäre, bezweifle ich. Nämlich, weil der Klappertopf nur dort gedeiht, wo zuwenig Nährstoff fürs Grünfutter vorhanden ist. Bekämpft man den Klappertopf mit CHEMIE, dann wächst beinahe gar nichts mehr! 

HUMER: RICHTIG, Bravo! Ggut die Zusammnhänge erkannt! 
Es hilft also nur eine Bodenverbesserung durch Düngung, meinen sogar besser informierte Laien, die die Zusammenhänge intentional richtig erkennen.

Infolge von finanziellen Anreizen, aber auch Verzerrungen einer wirtschaftlichen Produktion durch Förderprogrammen durch Düngevezicht oder Düngereduktion erfolgt die Ausbreitung vieler Giftpflanzen oder Problemarten. Beispiele sind das ÖPUL oder Ökopunkteprogramm um angeblich umweltgerechter zu verzichten.

Da auf Almflächen kaum eine nennenswerte Wirtschaftdüngerrückfuhr erfolgt und Nährstoffzufuhr durch Mineraldüngung wie Pflanzenschutz förerderungsbedingt erfolgen darf, kehren altbekannte Unkräuter wie Giftpflanzen auf vielen Wiesen wieder zurück, die man früher mit viel Mühe unterdrückt hat.

Das will man aber in den verantwortlichen politischen Kreisen nicht gern ansprechen. Lieber vermeidet und verbannt man heute immer mehr die Worte DÜNGUNG und PFLANZENSCHUTZ - so gut wie möglich.

Dafür steht man bei pseudoökologischen Gruppierungen und der kaum daran interessierten und informierten Bevölkerung viel besser da, wenn man dieses Problem nicht anspricht. Damit vernachlässigt mit Geldausgleichzahlungen die fachlichen Bedürfnisse bei Bauern mit Futterwiesen. Dabei haben diese Gruppierungen und offensichlich auch Naturschutzleute in den Ämtern keine fachliche Ahnung welche Konsequenzen die Ausbreitung von Giftpflanzen haben.



Ganz einfach gesagt, kann man mit einer kräftigeren Volldüngung mit Gülle oder NPK und häufigeren Nutzung das Problem leicht lösen. Genau diese Erfahrung habe ich selbst auf einer ausgehungerten Pachtfläche in Kienberg in Niederösterreich 1990 erlebt. Damit kann man auch auf Herbizide völlig verzichten.

Quelle:
https://www.landwirtschaft-bw.info/pb/site/lel/get/documents/MLR.LEL/PB5Documents/lazbw_gl/Giftpflanzen%20des%20Gr%C3%BCnlandes.pdf

Dr. Gottfried Briemle Bildungs- und Wissenszentrum Aulendorf (LVVG) (Wissensstand: 2000) schreibt in:

Giftpflanzen des Grünlandes – Wirkung auf Nutztier und Mensch, sowie Bekämpfungsmaßnahmen:

Obwohl das Kraut vom Weidevieh gemieden (Anmerkung HUMER: WAS ZT FALSCH IST!!) wird, kann es durch Weidegang, insbesondere bei frühem Auftrieb, zurückgedrängt werden. Gaben von ungeöltem Kalkstickstoff im zeitigen Frühjahr vor Erschei-nen der Nutzgräser haben sich ebenfalls bewährt. Nach STÄHLIN auch Bekämpfung durch kräftige Düngung mit Wirtschaftsdüngern.

STÄHLIN, A. 1969: Maßnahmen zur Bekämpfung von Grünlandunkräutern. – Das Wirtschaftseigene Futter, 15 (1969): 249-334; DLG-Verlag, Frankfurt /M.
Rhinanthus Arten
Rhinanthus minor - Kleiner Klappertopf 




Klappertopf STÄHLIN Maßnahmen zur Bekämpfung von Grünlandunkräutern Das Wirtschaftseigene Futter, 15 (1969) 249-334.jpg

Beratungsschwerpunkt Grünlandverbesserung - Grundfutterqualität Herausgeber Karl Buchgraber, Joseph Resch, Verlag Bundesministerium für Land- u. Forstwirtschaft, Österreich 1990 77 Seiten zum Klappertopf



Klappertopf Beratungsschwerpunkt Grünlandverbesserung - Grundfutterqualität Bundesministerium für Land- u. Forstwirtschaft, Österreich 1990 Seite 11 von 77 Seiten.jpg


Hintergrund Informationen zu diesem Thema:

Von den zuständigen staatlich bezahlten Experten für Futtergrünland vom
Institut für Pflanzenbau und Kulturlandschaft unter Institutsleiter Univ.Doz. Dr. Karl Buchgraber in Gumpenstein, Irdning
und der Abteilung Grünlandmanagement und Kulturlandschaft unter Univ.Doz. Dr. Erich Pötsch
findet man keine publizierten Informationen, obwohl sie dafür zuständig sind und bezahlt werden.

Diese Experten sind nämlich spürbar mehr interessiert, dass Wiesen möglichst wenig gedüngt werden. Sie vertreten in Ihren Vorträgen im letzten Jahrzehnt immer mehr die Meinung, dass auf landwirtschaftlichen Flächen möglichst eine hohe Biodiversität an Wildpflanzen und Wildvögel entscheidend sei.

Ausdruck dafür ist ihre Schwärmerei für dem "High Nature Value Farmland INDEX " (HNVF, HNV) and Bird Biodiversity INDEX, Wild Bird Index WBI (forest & farmland specialist birds).

Sie setzen offensichtlich viel mehr für Wildpflanzen und Wildtiere ein - als für gute Futterpflanzen. 
Damit sich Tieren nicht an Wildpflanzen wie Giftpflanzen vergiften scheint sie kalt zu lassen.

Diese Experten haben beim ÖPUL ein wesentliches Mitsagen und sind für die ÖPUL Evaluierung für die EU zuständig. Pötsch selbst, ist derjenige der seit Jahren eine noch weitaus höhere Wirksamkeit der Wirtschaftdünger in den Berechnungen fordert und dies Studenten an der BOKU lehrt und demonstriert. So stiegen unter seiner Verantwortung die Nährstoffausscheidungen der Kühe ZB von früher 60 kg N auf bis zu 112 kg N/Kuh, wobei ihm das immer noch zu wenig ist.

Das Thema hier mit dem Klappertopf ist eintypisches Paradebeispiel, welche Konsequenzen die Reduktion oder der Verzicht ausreichender Düngung auf Pflanzenbestände und ein Pflanzenschutzmittelverzicht hat, zu dem im ÖPUL unter den Verlockungen des Geldes hingewirtschaftet werden soll.

Als charkteristisch für Ihr Verhalten ist, dass sie sich mehr für die Iriswiesen im Ennstal (Pötsch demonstrierte dazu) sowie auf Golfplätzen einsetzen (mit einem Forschungprojekt) als für beste Futterwiesen ohne Sauergräser und Giftpflanzen.


Fotos der betroffenen Almwiese in Edelschrott mit Klappertopf:

DSCN0906 Klappertopf dichter Pflanzenbestand auf Almfläche 1200 m Seehöhe Fälle von Vergiftungserscheinungen akute Verdauungstörung, Appetitlosigkeit Mattigkeit, Fieber Krämpfe ein Tier verendete.jpg

DSCN0892 Klappertopf dichter Pflanzenbestand auf Almfläche 1200 m Seehöhe Fälle von Vergiftungserscheinungen akute Verdauungstörung, Appetitlosigkeit Mattigkeit, Fieber Krämpfe ein Tier verendete.jpg

DSCN0897 Klappertopf dichter Pflanzenbestand auf Almfläche 1200 m Seehöhe Fälle von Vergiftungserscheinungen akute Verdauungstörung, Appetitlosigkeit Mattigkeit, Fieber Krämpfe ein Tier verendete.jpg

Weiterentwicklung:
Sollten Sie mehr praktische und bessere Informationen zu diesem Thema haben oder Ihre eigene oder andere Erfahrung und Meinung dazu äußern wollen schreiben Sie an: johannhumer@gmail.com



GIFT-Wirkung von Klappertopf-Arten


Informativste Quelle:
STÄHLIN, A. 1969: Maßnahmen zur Bekämpfung von Grünlandunkräutern. – Das Wirtschaftseigene Futter, 15 (1969): 249-334; DLG-Verlag, Frankfurt /M.


Beschreibung der Giftigkeit von Klappertopf nach STÄHLIN:




Klappertopf STÄHLIN Klappertopf Inensität der Giftigkeit.jpg




Beschreibung der Giftigkeit von Klappertopf nach BRIEHMLE:


Dr. Gottfried Briemle, Landwirtschaftliche Lehr- und Versuchsanstalt Aulendorf, Baden-Württemberg: 
Literatur: Giftpflanzen im Grünland - nur die Herbst-Zeitlose ist heutzutage noch wirklich gefährlich
Quelle: http://www.alblamm.de/naturschutz/themen/giftpflanzen_im_gruenland.htm

ArtVorkommenGiftstoffGIFT-WirkungBekämpfung
Klappertopf (Rhinanthus spec.)frische bis mäßig trockene WiesenRhinanthin (Aucubin) = ein Glycosid
external image 384px-Aucubin_skeletal.svg.png
- im grünen Zustand giftig
- Erbrechen, Krämpfe, blutiger Durchfall, Nieren-Entzündung
- im Heu ungefährlich aber wertlos
- Samen-Unkraut, daher durch Frühschnitt gut bekämpfbar (nicht fruchten lassen)
- ertragsmindernd ab 10 Pflanzen pro qm
- Frühschnitt mehrere Jahre hintereinander



Beschreibung der Giftigkeit von Klappertopf nach dem Amt für Landwirtschaft und Forsten Kempten (Allgäu)



Klappertopf-Arten
sind im grünen Zustand leicht giftig durch das Alkaloid Aucubin (Rhinanthin).
Futterwertzahl WZ –1. 
Alkaloide dienen der Pflanze hauptsächlich als Fraßschutz und als Stickstoff-Reserve. 
Aucubin kann in größerer Dosis Entzündungen im Magen-Darm-Bereich verursachen. 
Dies hemmt die Verdauung und kann zu Durchfall und Koliken führen
QUELLE.http://www.aelf-ts.bayern.de/pflanzenbau/35813/linkurl_3.pdf


Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.


Klappertopf-Arten
verursachen Erbrechen, Krämpfe, blutiger Durchfall, Nierenentzündung.
QUELLE:
https://www.bwv-net.de/downloads/tabellegiftpflanzen.pdf

Beschreibung der Giftigkeit von Klappertopf nach dem
Lehrbuch von von Harold Cecil Long (1924) Plants Poisonous to Live Stock 
(Giftige Pflanzen für das Vieh)

Rhinanthus minor = Kleiner Klappertopf
is strongly suspected of being poisonous, but it is not clear how harmful this is to livestock
Long, H.C. (1924) Plants poisonous to livestock. Cambridge University Press, Cambridge, UK
QUELLE: http://digital.csic.es/bitstream/10261/20253/1/Morgan_2005%20(BSAS).pdf


Yellow rattle or cockscombRhinanthus minor
Klappertopf = Yellow rattle = Rhinanthus minor text in Long H C (1924) Plants poisonous to livestock
Auszug aus dem Lehrbuch:Lehrbuch von von Harold Cecil Long (1924) Plants Poisonous to Live Stock.jpg

Klappertopf = Yellow rattle = Rhinanthus minor text in Long H C (1924) Plants poisonous to livestock.jpg







Interessantes und Bemerkenswertes zum Klappertopf, Biodiversitätsförderer - aber das sind keine guten Aussichten für gute Futterwiesen !
Mit Klappertopf-Arten will man das Wachstum von Gräsern in 
Wiesen bremsen um mehr Pflanzen - Biodiverität in Wiesen zu erreichen

Research at the UK's Centre for Ecology and Hydrology has shown that encouraging yellow rattle to grow in hay meadows greatly increases biodiversity by restricting grass growth and thereby allowing other species to thrive. The seeds are spread very effectively by traditional hay-making practices.
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Rhinanthus_minor

Fachartikel mit Abstract dazu:
http://link.springer.com/article/10.1007%2FBF02803240

FoIia Geobotanica 40: 273-288, 2005

RHINANTHU$: A TOOL FOR RESTORING DIVERSE GRASSLAND

James M. Bullock & Richard F. Pywell

1) NERC Centre for Ecology & Hydrology, CEH Dorset, Winfrith Technology Centre, Dorchester, Dorset,United Kingdom;
2) NERC Centre Jbr Ecology & Hydrology, CEH Monks Wood, Abbots Ripton, Huntingdon, Cambridgeshire, United Kingdom

Abstract


The restoration of species-rich grasslands is often hindered by high residual soil fertility as a result of, e.g., intensive farming. The establishment of a diverse range of target species on such sites requires the reduction of soil fertility or of the vigour of competitive plants. Current methods to achieve these aims are often unsuccessful or complicated and expensive. It has been suggested that Rhinanthus species could be used to decrease the growth of competitive plants and enhance species diversity. We review evidence for this potential and suggest five key attributes that make Rhinanthus species a practical restoration tool.Rhinanthus species are natural components of species-rich grasslands (attribute 1), and seed of some species is relatively low cost and easily obtainable (2). Recent work has shown that certain Rhinanthus species reduce the vigour of competitive species, especially agricultural grasses, and allow establishment and persistence of target species (3). We analyze demographic data and show that certain Rhinanthus species have the ability for rapid population growth and spread, even in fertile grasslands (4). We also show that it is relatively easy for land managers to limit the population size of Rhinanthus species and prevent damage (e.g. excessive loss in production or invasion by weeds) to grasslands by excessive densities (5). We give suggestions for further research, including: the range of species-poor grasslands into which Rhinanthus can be introduced successfully and which Rhinanthus species should be used; the mechanisms by whichRhinanthus enhances diversity in restored grasslands; whether the ecotype or subspecies of Rhinanthus used affects restoration success; how management methods affect population growth and spread of Rhinanthus; and whether other parasitic plants could be used in habitat restoration.
Keywords: Biodiversity, Competition, Ecosystem function, Facilitation, Habitat creation, Hemiparasite,Parasitism




Why is Rhinanthus minor (Scrophulariaceae) such a good invader?



Rhinanthus minor is an effective invader in relatively unproductive grassland


Robert Van Hulst, Bill Shipley, Andrée Thériault

» Abstract

Canadian Journal of Botany, 1987, 65(11): 2373-2379, 10.1139/b87-322

ABSTRACT

Rhinanthus minor L. is an annual grassland hemiparasite often found where other annuals are rare or absent. In addition to its invasive abilities, Rminor has other characteristics seldom found in annuals: virtual lack of a seed bank; few seeds per plant; seeds too big to be readily dispersed under natural conditions; and a Deevey type I or II survivorship curve. A combination of correlative and experimental studies was performed to investigate the variables influencing fecundity (Fruchtbarkeit, Fortpflanzungsfähigkeit )and survivorship in Rminor. Fecundity is positively correlated with surrounding vegetation biomass and negatively with Rminor density. Survivorship is negatively correlated with surrounding vegetation biomass and with Rminor density. Presumably, Rminor is an effective invader in relatively unproductive grassland because its finite rate of increase is a nonlinear function of the biomass of the surrounding vegetation, being maximized when the surrounding vegetation is dense enough to allow effective root parasitism (increasing Rminor fecundity) but not so dense that young Rminor plants are outcompeted for light (decreasing R.minor survivorship).


Meine Meinung
Schade in Österreich und an der Universität für Bodenkultur und
Institut für Pflanzenbau und Kulturlandschaft unter Institutsleiter Univ.Doz. Dr. Karl Buchgraber in Gumpenstein, Irdning
und der Abteilung Grünlandmanagement und Kulturlandschaft unter Univ.Doz. Dr. Erich Pötsch

findet sich keine neuere hilfreiche deutschsprachige Publikation zu diesem interessanten Thema.
Warum wohl? Darüber kann ich also wohl nur philosophiieren !


Klappertopf als Unternutzungszeiger u Lückenbüßer in ZEIGERPFLANZEN IM WIRTSCHAFTSGRÜNLAND BOHNER und STARZ 1-2001.jpg
Die einzigen dürftigen Hinweise findet man in der ÖAG-BeraungsbrschüreZEIGERPFLANZEN IM WIRTSCHAFTSGRÜNLAND von BOHNER und STARZ, 2011

Der Klappertopf wird nur 3x kurz erwähnt:
als Unternutzungszeiger und Lückenbüßer,
aber nicht einmal als Giftpflanze.


http://www.oeag-gruenland.at/cms/leistungen/downloads/240-zeigerpflanzen-im-wirtschaftsgruenland.html

http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/dokumente/11888505_98030328/2a209daa/Zeigerpflanzen_im_Wirtschaftsgruenland.pdf




Nach Briemle AUCUBIN auch in SPITZWEGERICH


Gemäß neueren Untersuchungen des Instituts für Pharmazie der Uni Leipzig enthält der Spitzwegerich, der als eine der besten Grünlandkräuter überhaupt gilt, das Aucubin in der gleichen Größenordung wie der giftige Klappertopf.
Quelle und Link:
Giftpflanzen des Grünlandes – Wirkung auf Nutztier und Mensch, sowie Bekämpfungsmaßnahmen –von Dr. Gottfried Briemle Bildungs- und Wissenszentrum Aulendorf (LVVG) (Wissensstand: 2000)




Wikipedia-Infos dazu:Der Spitzwegerich enthält neben den Aucubin die verwandten Iridoidglycoside Catalpol und Asperulosid.
Die Iridoide gehören zu der großen Gruppe der Terpene bzw. Isoprenoide. Die Terpene sind Hauptbestandteil der in Pflanzen produzierten ätherischen Öle.
Es ist also bei sehr Spitzwegerich reichen Wiesen auch eine gewisse Vorsicht als Alleinfutter angebracht. Aber bitte keine hysterische Überreaktion ! Wahrscheinlich hängt eine mögliche Gift-Wirkung auch wieder mit der DOSIS zusammen. Zuviel Spitzwegerich ist futterbaulich ohnedies abzuraten, da Spitzwegerich reiche Wiesen, die ich beobacht habe, extrem auffallende schlechte Futtererträge hatten.Wer gute und damit gleichzeitig erragreiche Futterwiesen haben will, schaut dass er möglichst viel gute Futtergräser in Form der regelmäßigen Saat von kultivierter Zuchtpflanzen zum Wachsen bringt. Erst die gezüchteten und damit verbesserten Pflanzenarten haben weltweit den wichtigsten Anteil an der verbesserte Ernährung von Tier und die große Befreiung des Menschen von der dauerenden Nahrungssuche auf Wiesen, Wäldern und Feldern gebracht. Erst damit wurde die breite, rasche, geistige und intelektuelle und die industrielle weltweit überlegene Entwicklung der westlichen Welt eingeleitet. Das sollte man nie vergessen.
Eine übertriebene Überökolgisierung wie sie von gewissen Naturschutzfanatikern betrieben wird, sehe ich daher als geistig kulturellen und wirtschaftlichen Rückschritt. Zudem sind ja unsere Futterflächen in einem weltweit nahezu ökologischen Topzustand. Vergleiche dazu die immer noch neu verwüsteten Naturflächen durch tropische Waldrodung oder Planierung durch Landgrabbing oder Extremerosionen und neue Wüstenbildung.
Wer anderer Meinung ist, möge sich die Situation in anderen Ländern ansehen und nicht dem Fehler eines einseitigen BIAS Irrtums aufsitzen. Aber diskutieren und Meinungsbildung ist immehrhin noch der weiseste und bestens entwickelte Weg in der westlichen Zivilisation. Dazu ist auch WIKISPACES da und als social media als geistiges und wissenschaftliches Entwicklungsforum von Bildungswilligen nutzbar ist.
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